Autor: Steffen Herget 20.08.2016 - 15:34 | 11

Huawei MateBook Business Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Schick und edel
  • Gute Alltagsperformance
  • Bis zu 512 GB Speicherplatz
  • Flops
  • Tastatur wippt unangenehm
  • Kaum Schnittstellen
  • Keine SIM-Slot-Option

Huawei Matebook Test: Edler Begleiter für unterwegs und zuhause

Aktueller Intel-Prozessor, ein schickes Gehäuse, ein hochauflösendes Display und eine praktische Hülle mit Tastatur - das sind die Zutaten, die das Huawei Matebook in den Ring wirft. Im Test macht der Windows-Hybride eine gute Figur.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Windows-Computer sind längst keine grauen Kästen mehr, die sich unter dem Schreibtisch verstecken. Geräte wie das Huawei Matebook, die im Kern als Tablet gedacht sind, sich aber auch zum Quasi-Laptop machen lassen und im Prinzip ein richtiger Windows-10-PC sind, liegen voll im Trend. So flach, leicht und schick war aber bislang noch kein Windows-Rechner. Das Huawei Matebook wiegt mit seinem 12 Zoll großen gerade einmal 640 Gramm und damit deutlich weniger als die meisten Notebooks mit Windows 10. Was Anschlüsse und Tasten angeht, gibt sich das Matebook so spartanisch, wie es nur geht: Power-Button an der Oberseite, dazu zwei Anschlüsse für Kopfhörer und USB-Kabel, dazu der Docking-Anschluss und zwei Lautsprechergitter, das war's.

Was die Verarbeitung angeht, kann man Huawei keine Vorwürfe machen. Die Aluminium-Flächen wirken edel, das gesamte Tablet sehr stabil und die Diamantschliffkante ist ein schönes Detail. Dass sich das Matebook ein wenig verdrehen und biegen lässt, ist bei einem so großen und gleichzeitig nicht einmal sieben Millimeter flachen Gehäuse kein Wunder, instabil wirkt das Tablet im Test aber nicht. Die schmalen Ränder rund im Das Display sind kein Problem, bei der Nutzung des Matebook wandert der Finger im Test kaum einmal ungewollt auf den Touchscreen.

Huawei MateBook | (c) Areamobile
Huawei MateBook | (c) Areamobile
Huawei MateBook | (c) Areamobile

Huawei Matebook

Rückseite

Hülle | (c) Areamobile

 

Display-Größe und -Qualität

Das IPS-Display des Huawei Matebook im Test bringt es auf eine Auflösung von 2.160 x 1.440 Pixel bei einer Diagonale von 12 Zoll. Daraus ergibt sich eine Pixeldichte 216 ppi. Das ist zwar weniger als bei vielen aktuellen Smartphones, reicht für eine angenehme Schärfe aber aus, zumal man sich bei einem großen Tablet meist weiter vom Bildschirm weg befindet als bei einem Smartphone. Der Bildschirm des Matebook ist angenehm hell (353 cd/m²), im grellen Sonnenlicht reicht das aber nicht immer aus. Die natürliche und passende Farbdarstellung (Delta E 5,1) ist löblich, bei der Darstellung von Graustufen liegt der Messwert mit 19,69 Delta E viel zu hoch. Das ist in der Praxis auch sichtbar, denn gerade Schwarz ist hier meistens nicht richtig dunkel, sondern etwas grau. Hinderlich ist das beim Arbeiten am Matebook aber nicht.

Huawei Matebook Displaytest | (c) Areamobile
Huawei Matebook Displaytest | (c) Areamobile

Farbraumabdeckung

Arg viel Blau | (c) Areamobile

 
Huawei Matebook Displaytest | (c) Areamobile

Gute Helligkeit | (c) Areamobile

Huawei Matebook Displaytest | (c) Areamobile

Starke Abweichung bei den Graustufen | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Huawei bietet das Matebook in verschiedenen Konfigurationen an. Beim Arbeitsspeicher hat die Kundschaft die Wahl zwischen 4 und 8 GB, als Prozessoren kommen Vertreter aus der aktuellen Intel-Core-m-Reihe zum Einsatz. Der interne Speicher des Matebook variiert je nach Modell zwischen 128, 256 und 512 GB. Als Betriebssystem kommen Windows 10 Home oder Windows 10 Pro zum Einsatz. Einen SIM-Slot bietet Huawei für das Matebook im Test nicht an, kabellose Datenverbindungen werden über das WLAN-Modul mit den Standards 802.11 a/b/g/n/ac und MIMO oder über Bluetooth 4.1 aufgebaut.

Sicher, das flache und leichte Matebook ist kein Highend-PC mit überragender Rechen- oder gar Grafikleistung. Für die alltäglichen Dinge wie Surfen im Internet, E-Mails, Office, Filme oder ähnliches reicht die gebotene Leistung aber locker aus. Im Test läuft das Matebook von Huawei in aller Regel angenehm flüssig und ohne merkliche Aussetzer. Sogar Bildbearbeitung ist mit dem Windows-10-Tablet möglich. Wer häufiger Dinge verrichtet, die viel Rechen- oder Grafikpower benötigen, sollte sich allerdings eher andere Geräte anschauen, etwa das - allerdings deutlich teurere - Surface Book von Microsoft.

Huawei MateBook | (c) Areamobile
Huawei MateBook | (c) Areamobile
Huawei MateBook | (c) Areamobile

Matebook als Laptop

Stylus und Tastatur

Dock | (c) Areamobile

 

In die Hülle aus Leder, die das Matebook beim Transport schützt, ist eine Tastatur eingearbeitet. Damit lässt es sich unterwegs im Prinzip arbeiten wie ein einem Laptop - aber eben auch nur im Prinzip. Die Tasten haben eine ordentliche Größe und einen zwar weichen, aber klar fühlbaren Druckpunkt. Angenehm tippen kann man auf Dauer trotzdem nicht, und das liegt an der mangelnden Stabilität der Konstruktion. Die Tastatur, die wegen eines schmalen Keils in der Hülle nicht ganz plan auf dem Tisch aufliegt, wippt und biegt sich bei Benutzung und sorgt so immer wieder für Tippfehler und ungewollte Tastendrücke. Auf dem Schoß zu arbeiten ist mindestens genauso schwierig, denn dafür ist das Matebook zu schmal und steht nicht stabil genug. Einzig das Trackpad als Mausersatz für das Matebook kann im Test überzeugen. Sowohl Tastatur als auch Aufstellfunktion hat Microsoft bei den Surface-Tablets besser gelöst.

Praktisch ist dagegen das mobile Dock, das ebenfalls in einem Lederumschlag steckt. Es verwandelt den einen USB-Typ-C-Anschluss des Huawei Matebook im Test in zwei große USB-3.0-Anschlüsse, einen VGA-. und einen HDMI-Port sowie einen Netzwerkport. Gleichzeitig wird das Matebook geladen, wenn das Stromkabel in das Dock gesteckt wird. So ein schickes Zubehörteil wünschen sich auch viele Besitzer eines Macbook von Apple, das in Sachen Anschlüsse ebenso spartanisch wie das Matebook daher kommt. Hätte Huawei noch einen Kartenleser in das Dock integriert, wäre es perfekt. Der Stift, der am hinteren Ende einen Laserpointer mitbringt, ist eine nette Zugabe, wirklich brauchen werden ihn aber wohl nicht allzu viele Anwender.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Angesichts des hohen Preises, den Huawei für das Matebook aufruft, ist es verwunderlich, dass es keine Kamera an der Rückseite des Tablets gibt. Schnelles Abfotografieren von Dokumenten oder Folienpräsentationen fällt damit aus. Allerdings ist das bei einem 12-Zoll-Tablet wohl auch zu verschmerzen. An der Vorderseite immerhin sitzt eine 5-Megapixel-Knipse mit festem Fokus, die für Schnappschüsse und Skype-Gespräche ausreicht, bei anderen Ansprüchen aber überfordert ist.

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Für Musikgenuss zwischendurch reichen die beiden Lautsprecher des Huawei Matebook locker aus, auch wenn ein wenig der volle Klang fehlt. Dafür mangelt es aber schlicht an Resonanzraum. Huawei verzichtet darauf, dem Matebook einen Kopfhörer beizulegen. Das ist bei Tablets so üblich, der Besitzer muss sich hier anderswo nach einem Kopfhörer umsehen.

Akku-Laufzeit

Der fest eingebaute Akku des Huawei Matebook bringt es auf eine Kapazität von 4.430 mAh. Das ist für einen portablen PC nicht unbedingt viel, einen ganzen Arbeitstag abseits der Steckdose schafft das Matebook im Test entsprechend auch nicht. Meist muss der Anwender nach fünf, sechs Stunden wieder Ausschau nach einer Steckdose halten. Im Dauertest beim Video-Streaming über WLAN schaffte das Matebook 4:18 Stunden - ein durchschnittlicher Wert. Geladen wird der Akku übrigens über den USB-Typ-C-Port und am besten mit dem mitgelieferten Netzteil, denn mit anderen USB-Netzteilen von Smartphones lädt das Matebook meist extrem langsam oder überhaupt nicht.

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http://www.areamobile.de/tablet/huawei-matebook-business-test

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Huawei Matebook Unboxing: Alu und Leder überall (78 Bilder)

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Fazit

Das Matebook ist ein sehr feines Tablet, das gute Alltagsperformance, ein edles Äußeres und volle Flexibilität bei der Software mitbringt. Die Lederhülle ist praktisch und sieht noch dazu unverschämt gut aus. Die Tastatur ist zwar nichts für längeres Arbeiten, aber für unterwegs durchaus zu gebrauchen. Das Huawei Matebook ist mit einem Preis ab rund 870 Euro zwar kein Schnäppchen, aber das sind die Surface-Tablets und vor allem das Surface Book von Microsoft ebenso wenig.

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Testwertung Huawei MateBook Business
 
Handlichkeit und Design 74%
Verarbeitung 97%
Akkuausdauer 76%
Messaging 50%
Ausstattung / Leistung 69%
Kamera 67%
Internet 84%
Musik 90%
PIM und Sozialnetzwerke 0%
Software und Bedienung 86%
Programme 0%
Navigation 33%
Gaming und Video 84%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
82%
Zeitwertung
(Stand 22.01.2017)
82%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 23.08.16 22:49 chief (Advanced Handy Master)

    @impuls zu #8

    Zum ersten Teil schreibe ich dir morgen eine PN ;)

    Aber dazu möchte ich gern was sagen.

    "Thema:
    Die Surfacemodelle werden nicht zu unrecht teils schlecht gemacht Chief.
    Bei so einer "Premium" Preisklasse, möchte man nix hören von Thermikproblemen.
    Les mal ein paar Tests dazu. ;) "

    Das weiß ich, beides. Das ein Core i7 in einem Surface Pro oder Bock nicht die ganze Zeit auf Vollgas laufen kann, ist klar. Da gibt es nun mal physikalische Grenzen.
    Die Surface gehören nicht zu den günstigsten Modellen am Markt. Ich weiß wovon ich rede. Schreibe diese Zeilen von einem knapp 2000€ Surface Book ;)
    Das ist auch nicht mein Problem. Sie sind a) die etwas teureren Modelle und b) dadurch nicht jeden sein Fall.

    Die Surface haben mit Sicherheit ihre Macken. Die will ich auch nicht beschönigen.

    Aber....und das ist das was ich hier Kritisiere, dass ein Vergleichbares iPad Pro 12.9 was deutlich teurer ist, dabei unflexibler und von Apple als Computer beworben, im "Test" nicht mit einer Silbe erwähnt wird, obwohl man Vergleiche zu anderen Geräte macht.

    Ganz sachlich und basierenden auf harten (Preis) Fakten :)

  2. 22.08.16 16:42 DerZander (Gast)

    impuls
    >> Hier geht es primär um Office Arbeiten, und nicht ums Piwergaming...
    es geht um officearbeiten? sagt wer? es geht hier um die vergleichbarkeit verschiedener geräte.

    kann sein dass einige so ein billigheimer reicht. aber deswegen kann man die doch nicht mit den highendboliden vergleichen. ziemlicher unsinn von bocadillo der vergleich.

  3. 22.08.16 16:39 DerZander (Gast)

    ich war hier ja früher auch schon aktiv und kenne auch chief und einige hier auch noch von früher: mir gefällt chief so wie er ist.
    ich kann verstehen dass man kein bock mehr auf einige leute hier hat, die seit langem immer dasselbe quasseln und dieselbe dummen stammtischparolen heraushauen.

    @chief
    du machst das schon richtig!

  4. 22.08.16 12:57 IMPULS

    @Nohtz

    Hier geht es primär um Office Arbeiten, und nicht ums Piwergaming... und da hat @BOCADILLO schon recht mit den günstigeren Alternativen...
    Und Nein, nicht alle haben ein HD Display und 10 Zoll...
    Hier empfehle ich mal für reine Officearbeiten das JUMPER EZ BOOK2 für 200€...
    Übrigens mit Full HD, Intel Atom Z5 UND 4Gb RAM...
    ;)

  5. 22.08.16 12:56 IMPULS

    @Chief
    Bei Dir frage ich mich schon die ganze Zeit, was passiert ist.
    Vergleiche ich den Chief vor einem Jahr (Humorvoll angenehmer Diskussionspartner, ) mit dem jetzigem Chief,(arrogant, Antworten nach Lust und Laune gepaart mit einem Beissreflex, die Wortwahl des öfteren unterste Schublade) etc.) dann finde ich das eine traurige Entwicklung....
    Pardon, das musste mal gesagt werden.
    We want the good old Chief back...
    Thema:
    Die Surfacemodelle werden nicht zu unrecht teils schlecht gemacht Chief.
    Bei so einer "Premium" Preisklasse, möchte man nix hören von Thermikproblemen.
    Les mal ein paar Tests dazu. ;)

  6. 22.08.16 10:43 foetor (Advanced Handy Profi)

    Ich weiß nicht wer für so ein Teil 870 Euro ausgibt. Habe mir das Macbook 12" 2015 für 899 Euro gekauft und bin sehr zufrieden damit. Es ist wertig, Akku hält lang und die CPU reicht sogar für das ein oder andere Spiel. Würde ich diesem auf jeden Fall bevorzugen!

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