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Autor: Stefan Schomberg 24.03.2018 - 17:00 | 4

Huawei MediaPad M5 10.8 Testbericht

Testüberblick Huawei MediaPad M5 10.8

  1. Design, Anmutung, Display, Hardware, Software
  2. Kamera-Leistung, Akku-Laufzeit und Test-Fazit
  3. 4 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Schickes Design
  • Tolle Verarbeitung
  • Hervorragendes Display
  • Gutes Gesamtpaket
  • Flops
  • Kamera enttäuschend
  • Akku sollte stärker sein
  • Wenig interner Speicher
  • Kein Klinkenstecker für Kopfhörer

Huawei Mediapad M5 Test: Keine Konkurrenz für das iPad

Das Huawei Mediapad M5 gibt es in zwei Größen: mit 8,4-Zoll- oder mit 10,8-Zoll-Display. Wir haben uns für einen Test die größere Version des Android-Tablets geschnappt und überprüft, ob das neue Mediapad eine taugliche Alternative zum iPad ist.

Gehäuse-Design und -Anmutung des Huawei Mediapad M5

Optisch überzeugt das Huawei Mediapad M5 im Test: Das Tablet ist gerade einmal etwa 7 Millimeter dünn, das Glas der Display-Abdeckung ist zu den Kanten hin leicht gerundet und geht daher nahtlos in die Schliffkante des Unibody  aus Metall über, der das ganze Tablet einfasst. Er zieht sich erst in engem Radius, dann abflachend bis auf die schlichte Rückseite. Formgebung und die perfekte Verarbeitung lassen das Tablet trotz der Größe angenehm in der Hand liegen, auch wenn das Gewicht von knapp 500 Gramm (310 Gramm beim kleinen Modell) auf Dauer den Arm lahm werden lässt.

Huawei MediaPad M5 | (c) Areamobile
Im Test: Huawei MediaPad M5 10.8

Im Hochformat, bei dem der Touch-sensitive Homebutton wie bei einem Smartphone unter dem Display positioniert ist, liegen die Power- und die Lautstärketaste überraschend auf der unteren Seite. Wegen der außergewöhnlichen Form der Gehäuserundung sind sie leicht nach hinten versetzt, so dass sie von vorn nicht zu sehen sind und auch nicht stören, wenn man das Tablet mit dem Rahmen auf einer glatten Oberfläche aufliegt. Auch der USB-Typ-C-Anschluss befindet auf dieser Seite des Gehäuses, ebenso der nahezu bündig eingelassene SIM-Schlitten, der gleichzeitig auch eine microSD-Speicherkarte aufnimmt. Einen Kopfhöreranschluss im 3,5-Millimeter-Klinkenformat gibt es nicht an dem Huawei Mediapad M5. Das ist verwunderlich, schließlich ist in einem Tablet eigentlich genug Platz dafür und ein schon namentlich auf die Mediennutzung ausgerichtetes Gerät sollte so etwas schon bieten.

Huawei MediaPad M5 | (c) Areamobile
Tolle Verarbeitung und Materialwahl

Sowohl die Seitenwahl für die Hardware-Tasten und Anschlüsse, als auch der silberne Huawei-Schriftzug auf einer der langen Seiten der Front zeigen an, dass das Mediapad M5 im Test für eine Nutzung im Querformat gedacht ist. Der Homebutton samt Fingerabdruckscanner auf der rechten Seite des Gehäuses lässt sich so problemlos mit dem Daumen erreichen. Auch der Desktopmodus (mehr dazu im Unterbereich Software) ist für eine Verwendung des Tablets im Querformat ausgelegt. Die Frontkamera ist daher auf der gegenüberliegenden langen Seite in der Mitte zu finden. Beim kleineren Modell des Mediapad M5 ist das übrigens anders: Hier sind die längeren Ränder seitlich neben dem Screen und viel dünner, das Tablet ist für die Nutzung im Hochformat ausgelegt.

Huawei MediaPad M5 | (c) Areamobile
Die Kamerasteht hervor und ...
Huawei MediaPad M5 | (c) Areamobile
... ist in die obere rechte Ecke gequetscht

Auf der Rückseite zieht zuerst die Kamera Blicke auf sich, die leicht hervorstehend in die - wieder im Querformat - obere rechte Ecke gequetscht wurde. Nach einem flüchtigen Blick über einen mittig platzierten Huawei-, sowie den Harmon/Kardon-Schriftzug darunter fällt dann noch die perfekt in das Metallgehäuse eingelassene Kunststoff-Antenne auf, in die für die beiden oberen der vier Lautsprecher (in der 8,4-Zoll-Version sind es nur insgesamt zwei) in einer langen Reihe etliche feine Löcher als Lautsprecheröffnung gestanzt sind. Diese Loch-Reihe findet man auch am unteren Ende des Tablets vor, hier wird sie in der Mitte aber von drei großen Pogopins unterbrochen, an die sich etwa eine mechanische Tastatur magnetisch andocken lässt.

Display-Größe und -Qualität des Huawei Mediapad M5

Displaytest Huawei Mediapad M5 10.8 | (c) Areamobile
CIE-Displaytest Huawei Mediapad M5 10.8

Der Screen des großen Mediatab M5 misst 10,8 Zoll, beim kleineren Modell sind es nur 8,4 Zoll. Die Display-Größe sind der einzige Unterschied zwischen den beiden Tablet-Versionen, denn sowohl Display-Technologie (LCD), als auch -Auflösung (2.560 x 1.600 Pixel) sind identisch bei beiden Geräten. Für den 8-Zoller ergibt sich so eine höhere Pixel-Dichte von 359 PPI im Vergleich zu 279 PPI. Für ein Tablet sind beides sehr gute Werte, auch der Screen des größeren Modells wirkt nicht unscharf. Auch die Blickwinkelstablität ist ordentlich: Bei flacheren Blickwinkeln fällt nur eine leichte Abschattung auf, aber keine Farbverfälschungen. Die Darstellungsfläche liegt direkt unter dem Display-Glas, das wirkt sehr hochwertig.

Displaytest Huawei Mediapad M5 10.8 | (c) Areamobile
Displaytest: Farbgenauigkeit
Displaytest Huawei Mediapad M5 10.8 | (c) Areamobile
Displaytest: Grautreppe

Unter dem Messgerät macht der Screen des Mediapad M5 ebenfalls einen guten Eindruck: Bei Farben liegt die Genauigkeit der Darstellung nahe am Optimum, bei Grauwerten mit etwa 8 Delta E bleiben die Abweichungen im Rahmen. Kontraste werden von unserem Colorimeter mit fast 1.000:1 angegeben, die Helligkeit bleibt knapp unter 400 cd/m² - das reicht bei einem 10-Zoller, der überwiegend zu Hause auf der Couch genutzt wird. Probleme dürfte es lediglich bei einer Nutzung draußen unter direktem Sonnenlicht geben - das ist aber bei den meisten Konkurrenzprodukten nicht anders.

System: Hardware, Software und Bedienung

Beim Antrieb setzt Huawei für das Mediapad M5 im Test auf den im eigenen Haus entwickelten Kirin 960. Das ist nicht das neueste Chipsatz-Modell des Herstellers (dies wäre der noch etwas stärkere Kirin 970, der obendrein noch eine NPU für Aufgaben der künstlichen Intelligenz an Bord hat), aber das ist kein Beinbruch: An Power fehlt es dem Vorjahres-Chip nicht. In Kombination mit 4 GB RAM sind die Performance-Werte des Mediapad M5 je nach verwendetem Benchmark gar nicht so weit von den Ergebnissen des Huawei Mate 10 Pro mit Kirin 970 entfernt. Nur bei der Grafikleistung kann der ältere Chip in Benchmarks nicht mithalten. Aber auch bei vielen 3D-Spielen gerät das Mediapad M5 meist nicht ins Stocken. Eine Ausnahme im Test: "PlayerUnknown's Battleground" bzw. "PUBG" schlägt nur mittlere Details vor, um flüssig zu laufen.

Huawei MediaPad M5 | (c) Areamobile
Auch im Hochformat verwendbar

Bei der restlichen Hardware gibt es am Huawei Mediapad M5 keine Schwächen. Zum Ausstattungspaket des Tablets gehören UMTS/HSPA+ und LTE Cat-6 mit bis zu 300 MBit/s im Downstream, WLAN n mit Wifi Direct für den Internetzugang und das Medienstreaming im Heimnetzwerk, A-GPS und Glonass für standortbezogene Dienste, Bluetooth 4.2 mit aptX zur drahtlosen Anbindung von Zubehör und ein USB-C-Anschluss. Für Audio-Genuss sorgt ein Hi-Res zertifizierter Hifi-DAC (AK4376), die Soundausgabe des Tablets ist laut Hersteller von Harman Kardon abgestimmt. Bei den vier Lautsprechern des großen Tablets (der 8-Zöller hat nur zwei Lautsprecher) glaubt man das gern - es gibt wohl nur wenige Tablets, die derart lauten, aber vollen Klang wie das Mediapad M5 wiedergeben. Respekt! So kann man sich sogar mal einen Film anschauen, ohne dass von einem schrillen Geplärre eines Tablet-Lautsprechers schon nach kurzer Zeit die Ohren wehtun.

Huawei MediaPad M5 | (c) Areamobile
Huawei MediaPad M5

Empfehlenswert ist aber natürlich der Einsatz von Kopfhörern. Leider bietet das Huawei-Tablet im Test keinen Anschluss für Kopfhörer mit Klinkenanschluss, ein USB-Headset gehört auch nicht zu den Beigaben. Immerhin liegt dem Lieferumfang ein Adapter von USB Typ C auf Klinke bei. Etwas seltsam und nicht so ganz zur sonst hochwertigen Ausstattung passend: Intern gibt es nur 32 GB Speicher, immerhin schluckt das Tablet microSD-Speicherkarten.

Desktop-Modus des Mediapad M5 | (c) Areamobile
So aktiviert man den Desktop-Modus des Mediapad M5
Desktop-Modus des Mediapad M5 | (c) Areamobile
Warnung vor dem Umschalten

Bei der Software gibt es wenig Überraschungen. Huawei installiert die eigene Nutzeroberfläche EMUI 8 über Android 8.0, der jüngste Sicherheitspatch stammt von Januar 2018 - das sollte Huawei schnell beheben, zumal dadurch immer noch die bislang gravierenden Sicherheitslücken Spectre und Meltdown bestehen!

Spezielles Zusatz-Feature zu den üblichen Android-Anwendungen ist der Desktop-Modus: Er lässt sich am einfachsten über einen dedizierten Button in der Statusleiste aktivieren. Der Modus, ist ausschließlich im Querformat verfügbar, alle Bedienelemente sind stark an Windows auf einem PC angelehnt. Unten links werden Apps angezeigt, von denen die meisten im Fenstermodus laufen. Entsprechend lässt sich auf dem Android-Tablet echtes Multitasking mit bis zu drei Fenstern nebeneinander nutzen. Auch mehr Fenster lassen sich öffnen, dann überlappt aber aus Platzmangel die Darstellung der in der Größe festgelegten Fenster. Eine Beobachtung im Test: Das Hintergrundbild im Desktop-Modus erinnert stark an den Windows-Hintergrund.

Desktop-Modus des Mediapad M5 | (c) Areamobile
Wie Windows
Desktop-Modus des Mediapad M5 | (c) Areamobile
Multitasking mit Fenstern

Sieht aus wie ein iPad, ist schnell und bietet einen Desktop-Modus - das schreit geradezu nach Stifteingabe! Aber Pustekuchen: Einen Stift bietet Huawei zwar an, allerdings nur für das Pro-Modell des Mediapad M5.

Detailseiten zum Testbericht
  1. Design, Anmutung, Display, Hardware, Software
  2. Kamera-Leistung, Akku-Laufzeit und Test-Fazit
 
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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 26.03.18 22:13 earlygrayce
    Ladezeit

    "Im Test dauert es etwa zwei Stunden, bis das Mediapad M5 vollständig geladen ist - das ist nicht gerade schnell." Wieso ist das nicht schnell? Das OnePlus 5T braucht für 3300 mAh 97 Minuten und gilt als sehr schnell. Dann sind 7500 mAh in 2 Stunden aber rasend schnell, zumal das iPad 10.5 ca. 3,5 Stunden braucht.

  2. 24.03.18 23:41 mckoffly (Member)

    Glückwunsch Areamobile, damit hätten wir endgültig das Bild Niveau erreicht - diese reißerische Überschrift.

    Mit welchem Ipad kann sich das M5 denn nicht messen? Gibt ja nur gefüllt 20 verschiedene Ipad.

  3. 24.03.18 18:58 xPandamon (Newcomer)

    @IchEssKeinObst Seit wann ist ein Adapter eine angemessene Lösung? Ich kapier die Leute die nicht die einen Adapter als "Norm" betrachten. Soetwas sollte IMMER eine Notlösung und keine selbstverständlichkeit sein..

  4. 24.03.18 18:21 IchEssKeinObst (Youngster)
    Gutes Gerät

    Speicher zu klein - kein Faktor da erweiterbar.

    Kein Klinkenport - irrelevant da Adapter beiliegend.

    Schwache Kamera - wen interessierts an einem Tablet?

    Ausdauer ist real wie ich finde (besitze das 8.4" Modell) voll okay, und laden geht viel flotter als bei meinem alten iPad Mini.

    Speed ist absolut überzeugend!

    Ich bin voll zufrieden!!

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