Das Amazon Kindle Fire ist das neue Spitzenmodell des Online-Händlers und wird bereits Konkurrent von Apple iPad gewertet. Grund dafür ist nicht eine besonders hochwertige technische Ausstattung, sondern vielmehr der Kampfpreis, mit dem das Kindle Fire von Amazon auf den Markt kommt. 199 US-Dollar soll das Android-Tablet kosten, wenn es am 15. November 2011 im Handel erscheint - in Deutschland dürfte sich der Preis des Kindle Fire auf 199 Euro belaufen. Das ist deutlich günstiger als die Konkurrenz-Modelle von Apple und Co.
Mit dem Kindle Fire bündelt Amazon all seine Web-Dienste in einem Gerät: Bücher, Musik, Video oder Online-Speicher. Abstriche muss der Nutzer jedoch bei der Kompatibilität machen, denn obwohl Amazon für das Fire das mobile Betriebssystem Android verwendet, werden vermutlich keine Standard-Applikationen aus dem Android Market installiert werden können. Der Online-Händler hat das System des Kindle Fire soweit modifiziert, dass die eigenen Produkte im Vordergrund stehen und der Käufer ähnlich wie beim Apple-Pendant an den Webshop von Amazon gebunden ist. Das mag ein Grund sein, weshalb das Kindle Fire zum Kampfpreis von unter 200 US-Dollar (rund 145 Euro) angeboten werden kann.
Für diesen Preis erhält der Käufer ein Tablet mit einem 7 Zoll großen Touchscreen mit 1024x600 Pixeln Auflösung, der dank Mutlitouch-Funktion mit zwei Fingern gleichzeitig bedient werden kann. Damit ist das Amazon Kindle Fire zwar etwas kleiner als das Apple-Tablet, wiegt mit 400 Gramm dafür auch rund ein Drittel weniger und kann somit perfekt in einer Hand gehalten werden, während man es mit der anderen Hand bedient. Das Kindle Fire wird von einem Dual-Core Prozessor angetrieben, ausreichend Arbeitsgeschwindigkeit ist damit garantiert. Abstriche muss man hingegen bei den Netzstandards machen, denn auf eine UMTS-Schnittstelle verzichtet Amazon, ebenso auf eine integrierte Kamera. Das Kindle Fire kann sich mit nur über WLAN ins Internet einwählen, der mobile Zugriff von unterwegs ist somit erheblich eingeschränkt. Den meisten User wird das nicht negativ auffallen, denn die meisten Käufer eines Tablet werden zumindest daheim, viele von ihnen auch auf der Arbeit, einen Zugriff auf drahtloses Netzwerk haben und sich so ins Internet einwählen können.
Ein großer Vorteil des Amazon Kindle Fire ist das Multitasking, das es dem Nutzer erlaubt, verschiedene Anwendungen zur gleichen Zeit auszuführen. Insbesondere rechenschwachen Geräten ist diese Funktion meist verwährt, weil sie die Leistungsfährigkeit stark beeinträchtigt. Dank Gorilla-Glas ist das Display gut vor Kratzern geschützt. Amazon hat dagegen beim internen Speicher gespart: Mit 8 Gigabyte orientiert sich das Kindle Fire am unteren Preissegment im Tablet-Markt, viele andere Geräte haben mindestens 16 Gigabyte oder sogar 32 Gigabyte an Bord. Dieses Defizit wird allerdings durch den Online-Speicher ausgeglichen. Der Benutzer kann Daten vom Tablet auf den Servern von Amazon speichern und anschließend auf dem Gerät löschen. Hat er beispielsweise ein E-Book gekauft und auf dem Kindle Fire durchgelesen, kann er es in der Amazon-Cloud speichern und auf dem Tablet löschen. Möchte er es irgendwann erneut lesen, kann er es einfach wieder auf das Kindle Fire herunterladen. Ein erneuter Kauf ist nicht notwendig. Gleiches wird voraussichtlich auch für andere Daten, etwa Fotos, Musik und Filme möglich gelten. Auf dem Tablet hat man dann nur noch die Daten, die man täglich benötigt. Alles andere schiebt der Benutzer auf seine Online-Festplatte.
Amazon wird seine Reihe an E-Book-Readern und Tablets Berichten zufolge bereits in diesem Frühjahr um zwei weitere Modelle erweitern. Eines davon ist mit einem E-Ink-Display ausgestattet, das auch Farben anzeigen kann, das andere soll eine größere Version des Kindle Fire sein.
Innerhalb eines Quartals hat sich der Online-Händler Amazon zum ärgsten Rivalen von Apple auf dem Tablet-Markt gemausert. Mit dem Kindle Fire besaß Amazon im vierten Quartal 2011 einen Anteil von 14 Prozent am weltweiten Tablet-Markt und ließ damit andere Hersteller aus dem Android-Lager hinter sich.
Amazon wird sein Tablet-Modell Kindle Fire vorerst nicht in Deutschland verkaufen. In den USA geht das erste, unter Android laufende Tablet des Online-Händlers Mitte November für nur 199 Dollar an den Start.
05.01.12 - Nicht ein Apple iPad mit kleinerem Display, sondern ein vom Internetkonzern Google gebautes Tablet könnte das direkte Konkurrenzmodell zum Amazon-Tablet Kindle Fire werden. Nach Informationen aus der Zuliefererkette wird Google im Frühjahr 2012 ein günstiges Tablet-Modell herausbringen.
()16.12.11 - Der Online-Händler Amazon hat bekannt gegeben, dass er wöchentlich über eine Million Kindle-Produkte verkauft. Dazu gehört neben den E-Book-Readern Kindle, Kindle Keyboard und Kindle DX auch das neue Android-Tablet Kindle Fire.
()07.12.11 - Amazon soll sein Android-Tablet Kindle Fire schon bald auch in Europa anbieten. Das berichten unabhängig voneinander zwei Websites aus Deutschland und Großbritannien.
()05.12.11 - Das Kindle Fire startet angeblich mit überraschend guten Verkaufszahlen in das vierte Quartal. Das Amazon Tablet steigt in den Monaten Oktober bis Dezember von 0 auf direkt Platz 2 der weltweiten Absatz-Charts. Das ergab eine Hochrechnung des US-Marktforschers iSuppli.
(11)11.11.11 - Amazon hat eine Reihe neuer Internetadressen erworben, die darauf schließen lassen, dass die Gerüchte über ein weiteres Amazon-Tablet keine Hirngespinste sind. Angeblich wird der große Bruder des Kindle Fire Kindle Ice heißen.
(1)10.11.11 - Nächste Woche betritt mit Amazon ein neuer Spieler den Tablet-Markt. Dann beginnt der Verkauf des Kindle Fire in den USA. Das Unternehmen hat sich nach eigenen Angaben intensiv auf den Einstieg vorbereitet. Und offenbar ist das Interesse gewaltig.
(1)11.10.11 - Kaum ein relevantes Gerät, das nicht in die Patentstreitspirale der verschiedenen Smartphone- und Tablet-Hersteller gerät. Jetzt ist das Amazon-Tablet Kindle Fire Gegenstand einer Patentklage geworden.
(4)05.10.11 - Der deutsche Markt für E-Book-Reader wächst laut einer Prognose Bitkom um ein Drittel. Allerdings behindert nach Ansicht des Branchenverbands die urheberrechtliche und steuerliche Situation die Verbreitung von E-Books und der Lesegeräte.
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