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Autor: Steffen Herget 13.12.2015 - 12:00 | (3)

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Verbesserter Beamer (+0.5%)
  • Riesen-Akku
  • Hervorragendes Display
  • Flops
  • Unerklärliche Performance-Schwankungen (-1.0%)
  • Dick und schwer

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Test: Zweite Klappe für das Beamer-Tablet

Im vergangenen Jahr hatte Lenovo mit dem ersten Tablet mit eingebautem Beamer überrascht. Nun kommt mit dem Yoga Tab 3 Pro die zweite Generation auf den Markt, die etwas kleiner ist und die kleinen Fehler des Vorgängers ausmerzen soll. Wir haben uns das Tablet mit dem Beamer im Test genauer angeschaut.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Die Yoga-Tablets haben ein unverwechselbares, fast schon kultiges Design, da macht das neueste Familienmitglied keine Ausnahme. Das Lenovo Yoga Tab 3 Pro kommt mit der charakteristischen Akku-Wurst an der Längsseite daher, die nicht nur Raum für eine große Batterie schafft, sondern auch den Powerbutton und den Schalter für den Beamer beherbergt. Der Beamer selbst hat seinen Platz ebenso in dem Zylinder. Drückt man den Knopf zum Entriegeln, lässt sich der Standfuß ausklappen, der stufenlos verstellbar ist und das Tablet in verschiedenen Winkeln aufstellbar macht. Mit dem Loch in der Mitte kann man das Yoga Tab 3 Pro auch aufhängen, wenn es die Umstände erfordern.

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Lenovo Yoga Tab 3 Pro

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Trotz -oder gerade wegen - der Akkuwurst handlich

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Schlauer Standfuß | (c) Areamobile

 

An der Rückseite hat Lenovo eine Soft-Touch-Oberfläche aus Kunstleder verbaut. Das sieht schick aus und fasst sich auch angenehm an, trägt aber auch ziemlich auf. Durch den zylindrischen Wulst ist das Yoga Tab 3 Pro aber ohnehin nicht besonders flach, da macht das nicht so viel aus. Bei den Schnittstellen stehen eine microSD-Port und eine Kopfhörerbuchse zur Verfügung, unter dem Standfuß verbirgt sich noch ein Schacht für eine Speicherkarte. Optional wird das Lenovo Tab 3 Pro auch mit SIM-Slot angeboten.

Der Materialmix aus Kunstleder, Aluminiumfuß und Kunststoffrahmen überzeugt, zumal die Verarbeitung des Yoga Tab 3 Pro im Test gelungen ist. Alles passt gut ineinander und wirkt hochwertig. Das Gewicht ist mit 665 Gramm ziemlich hoch und zudem einseitig verteilt, ein Tribut an den großen Akku und die Zusatzfunktionen. Andererseits lässt sich das Yoga Tab 3 Pro an diesem Ende aber auch gut festhalten und hochkant zum Lesen benutzen.

Display-Größe und -Qualität

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Displaytest | (c) Areamobile

sRGB-Farbraum | (c) Areamobile

Das Yoga Tab 3 Pro kommt mit einem IPS-Display her, das eine Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel mitbringt. Das ist eine ganze Menge, und tatsächlich ist die Darstellung äußerst scharf ausgefallen. Das QHD-Display hat zudem strahlende Farben und tiefes Schwarz zu bieten, die Kontraste sind sehr gut. Der Bildschirm ist im 16:10-Format gehalten. Die automatische Einstellung der Helligkeit zeigt sich nicht immer auf der Höhe und insgesamt eher träge, hier sollte man lieber manuell den Regler bedienen. Unser Messgerät bescheinigt dem Display des Yoga Tab 3 Pro im Test eine hervorragende Helligkeit von 422 cd/m² sowie eine hohe Farbtreue, der Delta-E-Wert liegt bei 3,65. Der Messwert für die Kontraste bewegt sich mit 983:1 nur knapp unterhalb der Tausender-Schallmauer. Der Bildschirm des Yoga Tab 3 Pro ist ein feines Stück Technik und sehr schön anzusehen.

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Displaytest | (c) Areamobile

Gleichmäßige Farbverteilung | (c) Areamobile

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Displaytest | (c) Areamobile

Gute Helligkeit | (c) Areamobile

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Displaytest | (c) Areamobile

Hohe Farbtreue | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Das Yoga Tab 3 Pro wird von einem Intel Atom X5 angetrieben. Der Chip hat vier Rechenkerne, eine Taktfrequenz von bis zu 2,4 GHz und 2 GB Speicher als Unterstützung zur Hand. Der Chip hate eine sehr hohe Leistungsfähigkeit und muss sich nicht hinter den Top-Chips anderer Hersteller verstecken. Die Benchmark-Ergebnisse - etwa 45 fps bei GFXBench, 24.939 Zähler bei 3DMark oder 3.233 Punkte bei Geekbench - weisen die Plattform als durchaus kräftig aus.

So leistungsfähig die Plattform eigentlich auch ist, so sehr gibt das Yoga Tab 3 Pro im Alltag Rätsel auf. Immer wieder zeigt das Tablet seltsame Leistungsschwankungen. Da dauert es mal ewig, bis die Kamera startet oder auslöst, hier öffnet sich der Appdrawer nur nach sekundenlanger Verzögerung, dort braucht das Display gefühlte Ewigkeiten, um die Ausrichtung zu ändern. Das alles ist nicht immer so, meistens läuft das Yoga Tab 3 Pro flüssig und schnell. Auf Nachfrage beim Hersteller betonte man, es könne kein generelles Problem sein, man werde das untersuchen. Die Firmware auf unserem Testgerät ist aktuell, andere technische Probleme sind nicht zu erkennen. Sollte es in diesem Punkt Neuigkeiten geben, werden wir den Text an dieser Stelle entsprechend anpassen.

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Android 5.1 Lollipop

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Eigenwilliges UI

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Browser | (c) Areamobile

 

Auf dem Lenovo Yoga Tab 3 Pro läuft Android 5.1 Lollipop. Das Google-Betriebssystem wurde mit einem Launcher von Lenovo versehen, der im Vergleich zu den früheren Yoga-Tablets optisch etwas aufgehübscht wurde. Noch immer wirkt die Oberfläche aber etwas altbacken und unelegant, die Icons sind zu bunt und verspielt, es will alles nicht so recht zu so einem außergewöhnlichen Stück Hardware passen. Es beschleicht einen das Gefühl, dass zu viel Aufmerksamkeit in die Hard- statt in die Software geflossen ist, denn irgendwie sollten sich die Wandelbarkeit und die speziellen Funktionen des Yoga Tab 3 Pro besser in der Software wiederfinden. Immerhin hält sich die Zahl der Bloatware-Apps in erfreulich engen Grenzen. Dass die Oberfläche und das Betriebssystem von den 32 GB internem Speicher satte 8,67 GB beanspruchen, ist ziemlich happig.

Der Beamer des Lenovo Yoga Tab 3 Pro im Test ist durch die neue Position in der Lage, das Bild problemlos an die Decke zu projizieren. Dazu wird der Standfuß einfach nur komplett ausgeklappt und das Tablet hingelegt. Beim Vorgänger war dies nur mit einer eigenen Hülle möglich. Eingeschaltet wird der Beamer über den Touchscreen oder den Knopf im Akku-Zylinder. Gestrichen haben die Lenovo-Entwickler zudem den fummelige Schieberegler zur Fokussierung, dies wird jetzt über den Touchscreen erledigt. Das ist feinfühliger und klappt deutlich besser. Der Beamer selbst bietet weiterhin eine 480p-Auflösung und ist immerhin hell genug, um bei abgedunkeltem Raum auch tagsüber einen Filme, eine Präsentation oder Bilder an die Wand werfen zu können.

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Der Beamer

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Praktische Zugabe

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Fokussierung | (c) Areamobile

 

Anfänglich ertappt man sich immer wieder dabei zu denken, dass dieser Beamer im Yoga Tab 3 Pro totaler Quatsch und nur ein lustiges Gimmick ist. In der Praxis benutzt man den Projektor dann aber doch häufiger als gedacht, und sei es nur, um ein Youtube-Video ein bisschen größer zu machen oder einfach jemandem zu zeigen, was man gerade auf dem Bildschirm hat. Für echten Filmgenuss bietet sich war eigentlich das deutlich höher auflösende Display ab, der Flair eines großen Projektor-Bilds an der Decke oder der Wand macht aber einfach was her.

Unser Testexemplar des Yoga Tab 3 Pro kommt ohne Mobilfunkschnittstelle daher, der Hersteller bietet das Tablet aber auch mit LTE an. Das WLAN-Modul beherrscht unter anderem WLAN-ac und den Dual-Band-Funk mit 2,4 oder 5 GHz. Bluetooth und GPS gehören zum Standardrepertoire, NFC ist nicht an Bord.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Kamera sind bei einem großen Tablet weniger wichtig als bei einem Smartphone, die Gerät sind einfach recht unhandlich. Das verstärkt sich beim Yoga Tab 3 Pro noch dadurch, dass die Kamera in dem Akku-Zylinder eingelassen ist. So wird sie leicht von der Hand verdeckt. Das Modul ist mit 13 Megapixel durchaus gehoben, die Frontkamera hat 5 Megapixel. Die Kamera-App von Lenovo bietet einige Grundeinstellungen sowie verschiedene Bildmodi wie Panorama oder Burst Shot. Die Ergebnisse sind jedoch nicht unbedingt überzeugend, zu oft werden Fotos unscharf, Bildrauschen ist zudem ein nerviges Problem. Für gelegentliche Schnappschüsse, wenn gerade kein Smartphone oder eine richtige Kamera zur Hand ist, reicht das Gebotene aus, für mehr aber auch nicht.

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Das Display ist sehr gut, der Beamer ungewöhnlich, da darf guter Klang nicht fehlen. Beim Yoga Tab 3 Pro sind hierfür gleich vier Lautsprecher, die nach vorne abstrahlen und von den Spezialisten von JBL stammen. Auf den Möchtegern-Subwoofer des Vorgängers hat Lenovo diesmal verzichtet. Den vermisst man aber auch nicht, denn die Qualität der Lautsprecher überzeugt mit starkem, basslastigem Klang, der auch bei hoher Lautstärke nicht verzerrt.

Akku-Laufzeit

Die ungewöhnliche Bauform der Yoga-Tablets machte schon immer starke Akkus möglich, das ist beim Yoga Tab 3 Pro nicht anders. Die Kapazität des Energiespenders liegt bei stolzen 10.200 mAh, das findet man nicht allzu oft bei einem Tablet. Schaut man Filme per Streaming über den Beamer, darf man sich über eine Laufzeit von über viereinhalb Stunden freuen. Dann ist der Akku bei 10 Prozent angelangt und der Projektor wird automatisch abgeschaltet. Beim Video-Streaming mit voller Display-Helligkeit sind fast sechseinhalb Stunden drin. Allesamt sehr gute Werte, im Alltag schafft das Lenovo Yoga Tab 3 Pro locker einige Tage ohne Aufladung.

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http://www.areamobile.de/tablet/lenovo-yoga-tab-3-pro-test

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Lenovo Yoga Tab 3 Pro Unboxing: Das Beamer-Tablet ausgepackt (53 Bilder)

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Unboxing | (c) AreamobileLenovo Yoga Tab 3 Pro Unboxing | (c) AreamobileLenovo Yoga Tab 3 Pro Unboxing | (c) AreamobileLenovo Yoga Tab 3 Pro Unboxing | (c) Areamobile
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Fazit

Ein Preis von 500 Euro für ein Tablet ist schon ein ganz schöner Happen. Dafür bekommt man beim Lenovo aber ein ungewöhnliches Tablet mit Funktionen wie dem Beamer, dem Standfuß und dem großen Akku, die es sonst kaum gibt. Auf der Negativseite steht das hohe Gewicht und das nicht gerade schlanke Gehäuse. Aber gerade das macht das Yoga Tab 3 Pro auch zu einem auffälligen Tablet, das aus der Masse heraus sticht und einfach Spaß macht.

Echte Alternativen mit Beamer gibt es derzeit nicht auf dem Markt. Wer Tablets häufig für Filme nutzt, dürfte mit dem Samsung Galaxy View oder dem Apple iPad Pro gut bedient sein.

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Testwertung Lenovo Yoga Tab 3 Pro
 
Handlichkeit und Design 78%
Verarbeitung 95%
Akkuausdauer 95%
Messaging 45%
Ausstattung / Leistung 79%
Kamera 79%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. "Verbesserter Beamer" (+0.5%) wirkt sich positiv auf die Bewertung aus, für "Unerklärliche Performance-Schwankungen" (-1.0%) werden Punkte abgezogen.

-0.5%
Internet 87%
Musik 91%
PIM und Sozialnetzwerke 100%
Software und Bedienung 92%
Programme 0%
Navigation 100%
Gaming und Video 78%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
86%
Zeitwertung
(Stand 01.07.2016)
85%

Unsere Wertung im Detail


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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 13.12.15 14:57 benthepen (Advanced Handy Master)

    Ich find das Ding echt cool. Mit diesen Beamer hat es was...

  2. 13.12.15 13:04 Applenerd (Handy Profi)

    Meine Frau hat sich gerade das Lenovo Yoga 700 (14 Zoll, Windows 10) bestellt. Mal sehen was es taugt.

  3. 13.12.15 12:32 blackheart666
    Top-Tablets

    Wie gerne hätte ich einen 13.3-Zoll (oder grösser) Nachfolger gehabt! Habe das Yoga 2 mit 13.3 Zoll und ich finde weit und breit kein besseres Tablet. Hohe Auflösung, unschlagbare Akkulaufzeit, alles läuft flüssig und der Beamer wurde schon mehrmals benutzt und ist nicht nur eine Spielerei etc.

    Hatte zwar am Anfang, wie anscheinend das Neue, kleinere Treiber- bzw. Leistungsprobleme aber wurde schnell behoben.

    Nur das Kommende Samsung Galaxy View scheint als Entertainment oder Streaming Tablet in die Fussstapfen des Yoga 13.3 zu gehen. Leider hat das Galaxy View bei 18 Zoll eine halb so hohe Auflösung und einen vergleichbar winzigen Akku.

    Wie gesagt Lenovo: Nicht nur ich würde einen grossen Nachfolger des 13.3 kaufen. Für Zuhause sind solche grosse Tablets unschlagbar!

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