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Autor: Steffen Herget 22.11.2014 - 15:00 | 2

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Riesiges Tablet
  • Eingebauter Beamer (+1.0%)
  • Sehr guter Sound der eingebauten Lautsprecher
  • Ausklappbarer Standfuß mit Loch zum Aufhängen (+0.5%)
  • Flops
  • Riesiges Tablet
  • Mittelmäßiges Display
  • UI mit Schwächen

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Test: Beam me up, Scotty

Lenovo treibt das eigene Yoga-Konzept voran und erweitert die Möglichkeiten eines Tablets um einen integrierten Beamer. Ob das mehr als eine Spielerei ist und wie sich das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro mit dem Riesen-Akku und dem integrierten Standfuß sonst noch schlägt, erfahrt ihr im Test.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Die Yoga-Tablets von Lenovo gibt es seit dem vergangenen Jahr. Der Hintergrund der Namensgebung: Durch spezielle Gehäuse, bei denen man Teile verdrehen oder umklappen kann - ähnlich wie bei einer Yoga-Übung die Gliedmaßen. So werden verschiedene Benutzungs-Modi möglich, etwa das Aufstellen zum Filme-Schauen oder zum gemütlicheren Tippen. Eine spezielle Hülle wie beispielsweise das Falt-Cover für das Apple iPad kann man sich also sparen.

Eines ist klar: Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro ist für ein Tablet einfach riesig und ein echter Klopper. Der Bildschirm ist 13,3 Zoll groß und verweist damit sogar noch die großen Samsung-Tablets auf die hinteren Plätze. Mit fast einem Kilo Gewicht wiegt das Tablet aber auch so viel wie ein Ultrabook - lange hält man das nicht in der Hand, ohne dass der Arm lahm wird. Allerdings entfällt ein Großteil des Gewichtes auf das zylindrische Ende, und an dem kann man das Yoga Tablet 2 Pro vor allem im Hochformat gut greifen. Trotzdem: Ein Tablet zum Immer-Dabeihaben ist der große Neuling nicht.

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Flach auflegen geht nicht

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Rückseite

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Knopf zum Ausklappen | (c) Areamobile

 

Bei der Verarbeitung des Riesen-Babys leistet sich Lenovo keine Schwächen. Das Yoga Tablet 2 Pro ist handwerklich einwandfrei, alles passt zusammen, unregelmäßige Spaltmaße oder klappernde Teile gibt es nicht. Das gilt sogar für die große Plastik-Rückseite, die sich nicht merklich eindrücken lässt. Die Schalter und Knöpfe wirken langlebig, vor allem der große runde Power-Knopf, der in den Ständer integriert ist und gleichzeitig als Benachrichtigungs-LED dient, macht einen sehr robusten Eindruck. Dabei vergisst Lenovo auch keine kleinen Details wie etwa die schön konturierte Oberfläche des Knopfes.

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Standfuß integriert | (c) Areamobile

Eine Besonderheit der Yoga-Tablets von Lenovo ist der ausklappbare Ständer, der in den Akku-Zylinder integriert ist. Anders als bei den anderen Modellen muss der Ständer des Yoga Tablet 2 Pro im Test vor dem Ausklappen mit einem kleinen Knopf neben dem hinteren Lautsprecher entriegelt werden. Das funktioniert problemlos und verhindert, dass sich der Ständer selbständig ausklappt. Der Standfuß, der sich flexibel um nahezu 180 Grad drehen lässt, hat ein großes Loch in der Mitte. So lässt sich das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro auch an einen Haken hängen, um beispielsweise in der Küche als Fernseher zu dienen oder Rezepte anzuzeigen. Allzu oft wird das zwar wohl kaum jemand nutzen, aber die Möglichkeit schadet nicht. Der Ständer selbst hält das Tablet in allen möglichen Positionen sicher fest, etwa zum Filme-Schauen oder zum angenehmeren Tippen und ist ein echter Mehrwert gegenüber anderen Modellen.

Display-Größe und -Qualität

lenovo-Yoga-Tablet-2-Pro| (c) Areamobile

RGB-Abdeckung mit Lücken | (c) Areamobile

Das Display des Lenovo Yoga Tablet 2 Pro ist mit einer Diagonale von 13,3 Zoll geradezu unverschämt riesig für ein Tablet. Die QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel ist hier schon fast zwingend notwendig, um einen einigermaßen konkurrenzfähigen Wert für die Pixeldichte zu kommen. 221 PPI sind im Vergleich zwar nicht besonders hoch, die Schärfe des IPS-Displays ist im Alltag jedoch absolut ausreichend. Bei der Farbdarstellung sieht das schon etwas anders aus, denn unser Messgerät ermittelt einerseits einen deutlich zu geringen Anteil von Rot und andererseits eine ziemlich lückenhafte Abdeckung des RGB-Farbraums. Die durchschnittlichen Delta-Werte von 12,78 bei der Grautreppe und 18,52 bei der Farbmessung sind ziemlich mies, die Helligkeit von 372 cd/m² und der Kontrastwert von gerade einmal 503:1 ebenso. Selbst wenn diese Messwerte zumindest teilweise durch die Größe bedingt sind, ist es doch schade, dass das Display des Yoga Tablet 2 Pro gehobenen Ansprüchen nicht genügt - vor allem deshalb, weil es trotzdem Spaß macht, auf dem großen Bildschirm im Netz zu surfen oder ein Spiel zu spielen. So wie Display-Fläche findet man auf anderen Tablets einfach nicht.

lenovo-Yoga-Tablet-2-Pro| (c) Areamobile

Farbtreppe offenbart hohe Delta-Werte | (c) Areamobile

lenovo-Yoga-Tablet-2-Pro| (c) Areamobile

Grautreppe mit niedrigen Kontrasten | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Lenovo hat sich beim Yoga Tablet 2 Pro für einen Prozessor von Intel entschieden. Der Intel Atom Z3745 ist ein Quad-Core-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 1,86 GHz, der in dem neuen Tablet auf 2 GB Arbeitsspeicher zugreifen kann. Bei der Leistungsfähigkeit kommt der neue Atom-Prozessor zwar nicht ganz an die schnellen Snapdragon-Chips oder einen Nvidia K1 heran. In den üblichen Benchmarks erreicht das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro keine Bestwerte, aber durchaus brauchbare Resultate, die eine flüssige Performance im Alltag vermuten lassen.

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Google Nexus 9 Samsung Galaxy NotePRO 12.2
3DMark Unlimited 14.804 Punkte 25.560 Punkte 15.151 Punkte
Antutu 33.595 Punkte 53.540 Punkte 34.499 Punkte
GFXBench 19,3 fps 45,7 fps 25,8 fps
Quadrant 15.377 Punkte 13.034 Punkte 21.948 Punkte
Sunspider 713 ms 979 ms 398,4 ms
Linpack 733 mflops 839 mflops 760 mflops
Vellamo Browser 2.767 Punkte 5.710 Punkte 1.646 Punkte
Vellamo Metal 1.210 Punkte 2.756 Punkte 1.137 Punkte

Die Leistung ist in aller Regel dann auch in der normalen Nutzung völlig in Ordnung. Meist läuft das Yoga Tablet 2 Pro im Test flüssig und schnell, surft flott durchs Internet und startet Apps und andere Dinge ohne große Verzögerung. Einzig das Aufwecken des Tablets mit dem Power-Knopf dauert manchmal einen Moment, der Bildschirm bleibt zunächst kurz dunkel. Das ist insgesamt aber zu verzeihen. Top-Geräte wie die beiden Konkurrenten in den Benchmark-Tests laufen zwar noch einmal schneller, aber die Performance des Lenovo-Tablets dürfte für die allermeisten Anwender locker ausreichen.

Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro wird mit Android 4.4.2 Kitkat ausgeliefert und verfügt damit über eine recht aktuelle Version des Google-Betriebssystems. Den aktuellen Android-Look sucht man allerdings vergeblich, denn Lenovo installiert seine eigene Oberfläche auf dem Tablet, und die kann es optisch und teilweise auch in der Bedienung nicht mit dem Original aufnehmen. So verzichtet Lenovo nicht nur auf den App-Drawer als Komplett-Menü, sondern hat auch die Schnell-Einstellungen aus dem Notification-Center gestrichen. Gerade letzteres ist unverständlich, zumal auf dem riesigen Display so viel Platz ist, dass man sogar die Benachrichtigungen und Optionen nebeneinander darstellen könnte. Die Bildschirmtastatur ist eines der wenigen Teile, bei denen sich Lenovo mit dem Google-Exemplar zufrieden gibt. Unverständlich auch, dass Lenovo nicht - wie etwa Samsung bei den großen Tablets - die Möglichkeit einräumt, das Display für mehrere Anwendungen aufzuteilen, die dann parallel laufen. Zwar können bis zu sechs Apps in jeweils einem separaten Fenster gestartet werden. Aber da gibt es eben nur sechs Stück zur Auswahl - Chrome, Dateibrowser, Taschenrechner, Videoplayer, Fotogalerie und E-Mail - , eigene Apps kann der Anwender zu der Liste nicht hinzufügen.

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Android 4.4.2 Kitkat

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Lenovo-UI ohne App-Drawer

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Areamobile auf dem Yoga Tablet 2 Pro | (c) Areamobile

 

In Sachen Bloatware und vorinstallierte Anwendungen hat sich Lenovo einigermaßen zurückgehalten. Die meisten Apps, die auf dem Yoga Tablet 2 Pro vorinstalliert sind, stammen von den eigenen Entwicklern. Da gibt es etwa eigene Apps zum Teilen von Inhalten, einen eigenen Media-Player oder die Anwendung zur Steuerung des Beamers - die eigentlich gar nicht notwendig ist, da der Projektor ohnehin das normale Bild dupliziert und an die Wand wirft. Die Oberfläche von Lenovo müsste eigentlich deutlich besser mit der ungewöhnlichen Form der Geräte zusammenspielen und die Vorzüge der Yoga-Tablets in den Vordergrund rücken. Das passiert aber nicht wirklich, weshalb das UI eigentlich nichts weiter ist als eine nicht besonders hübsche Android-Oberfläche, die in der Funktionalität teilweise sogar hinterherhinkt und dabei nicht einmal besonders performant erscheint. Hier werden wohl viele Anwender zu anderen Launchern aus dem Google Play Store greifen.

Der Beamer

Neben dem Standfuß mit Riesen-Akku bringt das Yoga Tablet 2 Pro ein weiteres, noch einmal deutlich exotischeres Feature mit: einen Beamer. Der Projektor ist in den Zylinder des Standfußes eingearbeitet und lässt sich entweder mit der eigenen Hardware-Taste oder über eine entsprechende App einschalten. Das Fokussieren geht nicht automatisch, sondern über einen Schieberegler. Hier wäre ein Drehring allerdings besser gewesen, denn der Schalter hat keinen besonders langen Weg und ist dementsprechend schwierig zu bedienen. Der Beamer im Lenovo Yoga Tablet 2 Pro schafft laut Hersteller eine Bilddiagonale von bis zu 50 Zoll, es ist jaber sogar noch ein bisschen mehr möglich. Dafür muss der Raum allerdings stark abgedunkelt werden. Die Lampe des Beamers kann nicht gewechselt werden.

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro mit Beamer

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Software-Unterstützung

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Bis zu 50 Zoll Diagonale | (c) Areamobile

 

Der Beamer schafft zwar nicht die QHD-Auflösung des Displays, sondern stellt nur 720p dar. Das Bild sieht allerdings trotzdem sehr gut aus, zumindest wenn die Einstellung der Schärfe gelingt und es im Raum nicht zu hell ist. Das Yoga Tablet 2 Pro gleicht im Test zudem die Darstellung an den Winkel an, beseitigt also etwaige Trapez-Bilder automatisch. Wer das nicht vom Tablet erledigt haben will, kann die Einstellung auch manuell vornehmen. Nötig ist das aber nicht, die Automatik funktioniert gut. Gedacht ist die Nutzung des Beamers, der mit einer Akku-Ladung rund vier Stunden Streaming über WLAN schafft, so, dass das Yoga Tablet 2 Pro mit ausgeklapptem Ständer auf den Tisch gestellt wird, der Beamer ist so ausgerichtet, dass er dann ein gerades Bild an die Wand wirft. Außerdem kann der Subwoofer in dieser Stellung mit etwas Abstand Richtung Tischplatte abstrahlen und so einen satten Sound erzeugen. Schön wäre es allerdings, wenn man das Lenovo-Tablet auch so aufstellen könnte, dass der Beamer nach oben hin zeigt und das Bild an die Decke wirft, etwa um im Bett bequem auf dem Rücken herum zu lümmeln und dabei einen Film zu schauen. Das geht allerdings nur mit einer speziellen faltbaren Hülle, die Lenovo als Zubehör anbietet. Wenn der Projektor in Betrieb ist, schaltet sich das Display ab, kann aber mit einfachem Fingertipp wieder aktiviert werden, damit man das Tablet auch bedienen kann. Insgesamt ist der Beamer im Lenovo Yoga Tablet 2 Pro im Test durchaus mehr als ein reiner Gag, zum schnellen Vorführen einer Präsentation ist er ebenso zu gebrauchen wie zum Filme-Schauen daheim oder unterwegs. An einen richtigen Beamer kommt die Bildqualität zwar nicht heran, der kostet dann aber auch eine ganze Stange Geld.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Wer mit so einem großen Tablet wie dem Lenovo Yoga Tablet 2 Pro fotografieren möchte, muss eigentlich mit dem Klammerbeutel gepudert sein, denn unhandlicher geht es natürlich kaum. Trotzdem stecken zwei Kameras in dem Tablet, die 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite ist mit ihrer Blende f/2.2 und dem BSI-Sensor sogar durchaus gut ausgestattet. Die Kamera-App wirkt aufgeräumt, bietet aber einige spannende Features wie verschiedene Szene-Modi und manuellen Einstellmöglichkeiten, etwa für Belichtung, Kontraste oder Farbsättigung. Die Geschwindigkeit beim Fokussieren und Auslösen ist angenehm flott, während ein Video gefilmt wird, können auch Fotos aufgenommen werden - praktisch.

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Die Ergebnisse der Hauptkamera können sich für ein Tablet durchaus sehen lassen. Die lichtstarke Optik sorgt dafür, dass sich Bildrauschen auch bei Kunstlicht in Grenzen hält. Farben werden natürlich wiedergegeben und auch die Schärfe geht trotz leichter Schwächen im Detail insgesamt in Ordnung. Die Fotos könnten aber insgesamt noch ein wenig strahlender und heller ausfallen.

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Lautsprecher | (c) Areamobile

Eine Parade-Disziplin des Lenovo Yoga Tablet 2 Pro ist der Sound. Der chinesische Hersteller hat dem Riesen-Tablet zwei Lautsprecher von JBL mit einer Leistung von 8 Watt spendiert, die nach vorne abstrahlen und einen satten, vollen Klang mit guter Lautstärke mitbringen. Dazu kommt der Subwoofer - ebenfalls von JBL -, der auf der Rückseite des Yoga Tablet 2 Pro platziert wurde und dem ganzen den nötigen Wumms verleiht, denn Bass ist bekanntlich häufig eine Schwachstelle bei mobilen Geräten. Hier nicht: Das Lenovo-Tablet macht im Test bei Musik, Radio und Filmen wirklich Spaß. Als Zugabe bekommt der Käufer des Yoga Tablet 2 Pro sogar noch ein Headset von JBL, das In-Ear-Kopfhörer und praktische Flachkabel mitbringt. Hier könnte die maximale Lautstärke zwar ein wenig höher sein, der Klang ist allerdings sauber und klar.

Beim internen Speicher ist das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro im Test gut ausgestattet, 32 GB stecken drin, von denen der Anwender gut 25 GB nutzen kann. Mit Hilfe einer Speicherkarte lässt sich das aber noch erweitern, was vor allem für große Film-Sammlungen praktisch ist. Wer unterwegs im Internet surfen möchte, kann das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro übrigens auch mit einem Funkmodul samt LTE-Unterstützung kaufen, sonst ist immerhin WLAN-n mit Dual-Band-Unterstützung an Bord. Spiele sind zwar mit dem Yoga Tablet 2 Pro im Test dann mühsam, wenn das Tablet die ganze Zeit in der Hand gehalten werden muss, sonst aber wegen der Display-Größe und dem Sound sehr unterhaltsam. Langweilig wird es einem mit dem Riesen-Apparat auf jeden Fall nicht.

Akku-Laufzeit

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Hier steckt der Akku drin | (c) Areamobile

Die Akkus sind eine Spezialität der Yoga-Tablets, denn in dem runden Zylinder ist Platz für besonders starke Energiespender. Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro hat einen nicht wechselbaren Lithium-Polymer-Akku mit satten 9.600 mAh an Bord, der beim Eckdaten-Quartett wohl die allermeisten Tablets alt aussehen lässt. Im Alltag sind tatsächlich auch gut und gerne 12, 15 oder noch mehr Stunden aktive Nutzung drin, die reine Standby-Zeit ist sehr lang. Bei der aktiven Nutzung sollte man aber darauf achten, das Display nur dann auf volle Helligkeit zu schalten, wenn es auch wirklich notwendig ist, denn damit steigt der Stromverbrauch deutlich - trotz des nicht eben hohen Candela-Wertes, den das Messgerät ausgespuckt hat. In unserem Video-Dauertest schafft das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro dann auch "nur" 5:02 Stunden - für so einen nominell starken Akku erstaunlich wenig. Aber der große Bildschirm und die vielen Pixel fordern eben ihren Tribut. Wird der Video-Dauertest über WLAN nicht über das Display, sondern den Beamer laufen gelassen, ist bereits nach 4:05 Stunden Schluss. Für zwei Filme reicht das aber trotzdem. Das Aufladen dauert dann aber durchaus seine vier, fünf Stunden. Positiv: Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro kann mit einem entsprechenden Adapter auch ein Handy über den USB-Port laden.

Fazit

Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro ist anders als die anderen Tablets. Das fängt bei der Bauform mit dem praktischen Standfuß an und hört beim integrierten Beamer wieder auf. Ja, es ist riesig, schwer, klobig, hat ein paar Schwächen beim Display und bei der Software. Aber alles in allem hat Lenovo hier wirklich ein spannendes Gerät im Programm, das garantiert für erstaunte Blicke beim Sitznachbarn im Zug oder Flugzeug sucht. Mit einer UVP von 499 Euro ist das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro zwar kein echtes Schnäppchen, aber auch nicht zu teuer für die Leistung und die gewaltige Prise an ungewöhnlichen Zutaten.

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Ich habe es schon oft gesagt: Ich mag es sehr, wenn Hersteller ungewöhnliche Konzepte entwickeln und weiter ausbauen, etwa Asus mit den Transformer-Modellen und eben Lenovo mit den Yoga-Geräten. So kommt das ganze Genre voran und kriegt frischen Wind. Die Schwächen beim Display sind zwar ärgerlich, und auch die Android-Oberfläche von Lenovo könnte viel besser sein. Mir gefällt's aber trotzdem, das Riesen-Baby.

Persönlicher Kommentar von Steffen Herget

Testwertung Lenovo Yoga Tablet 2 Pro
 
Handlichkeit und Design 53%
Verarbeitung 96%
Akkuausdauer 95%
Messaging 45%
Ausstattung / Leistung 82%
Kamera 72%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. "Eingebauter Beamer" (+1.0%) und "Ausklappbarer Standfuß mit Loch zum Aufhängen" (+0.5%) wirken sich positiv auf die Bewertung aus.

+1.5%
Internet 85%
Musik 88%
PIM und Sozialnetzwerke 100%
Software und Bedienung 92%
Programme 0%
Navigation 100%
Gaming und Video 70%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
83%
Zeitwertung
(Stand 25.08.2016)
83%

Unsere Wertung im Detail


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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 22.11.14 20:03 TheHunter (Gast)

    Warum wird sich eigentlich bei Tablets immer über die pixeldichte beschwert? Die meisten 15" Notebooks haben heutzutage nicht einmal fullhd Auflösung und jetzt ist bei nem 13,3er Tablet 2500x1400 gerade so ausreichend?
    Also langsam fangt ihr echt an zu spinnen. Bald ist auch Fullhd bei nem 5" Handy gerade noch so ausreichend...

  2. 22.11.14 15:05 IFA (Advanced Member)

    "Beam me up, Scotty"

    Ja komm is juut...bleib mal auf dem Teppich!

    :-)

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