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Autor: Steffen Herget 12.05.2015 - 17:50 | 3

Microsoft Surface 3 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Tolles Design und saubere Verarbeitung
  • Ausgezeichnetes Display
  • Starker Akku
  • Optional mit LTE (noch nicht erhältlich)
  • Flops
  • Nicht besonders leicht oder dünn
  • Lange Ladezeit

Microsoft Surface 3 Test: Das bisher beste Surface

Die neue Generation der Surface-Tablets von Microsoft ist in Deutschland erhältlich, die Zeiten von Windows RT sind vorbei. Wir haben uns das Microsoft Surface 3 mit Windows 8.1 im Test genauer angesehen.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Mit der eigenen Tablet-Reihe Surface versucht Microsoft zu zeigen, was in so einem Formfaktor mit Windows als Plattform möglich ist. Die Surface-Tablets, mittlerweile in der dritten Generation erhältlich, sollen dabei explizit mehr sein als reine Konsum-Geräte wie Android-Tablets oder das iPad, hier darf noch richtig gearbeitet werden. Dünn und leicht war daher noch nie die Vorgabe eines Surface-Tablets von Microsoft, und das ist auch beim ab 599 Euro teuren Surface 3 nicht anders. Mit 8,7 Millimeter und 622 Gramm ist das neue Windows-Tablet allerdings auch kein ganz so schlimmer Klopper mehr, selbst wenn die Arme hier auf die Dauer lahm werden, wenn man das Tablet nicht ablegen kann. Auf die Lüfter-Schlitze der Pro-Serie kann Micorsoft hier verzichten, denn das Surface 3 kommt im Test ohne Lüfter aus, die Abwärme wird direkt über die Oberfläche abgeleitet.

Bei der Verarbeitung glänzt das Microsoft Surface 3 im Test wie schon seine Vorgänger. Unsauber verarbeitete Stellen, wackelige Schalter, eine zu weiche Rückseite oder seltsame Spaltmaße sucht man hier vergebens. Das verwendete Material ist eine Magnesium-Legierung und leicht rau, sie fasst sich sehr angenehm an. Allerdings ist das Surface 3 in der Farbvariante Silbergrau durchaus anfällig für Verschmutzungen, die Rückseite unseres Testgerätes mussten wir trotz pfleglicher Behandlung mehrfach säubern. Praktisch: Der Touch-Button mit dem Windows-Symbol sitzt jetzt rechts an der kurzen Seite und nicht mehr mittig unterhalb des Displays, so ist er besser zu erreichen.

Microsoft Surface 3 Unboxing | (c) Areamobile

Microsoft Surface 3

Microsoft Surface 3 Unboxing | (c) Areamobile

Praktischer Ständer

Microsoft Surface 3 Unboxing | (c) Areamobile

Versteckter Slot | (c) Areamobile

 

Natürlich wieder an Bord ist der charakteristische Klappständer des Microsoft Surface 3, den auch die bisherigen Tablets aus Redmond besaßen. Allerdings wird die Mechanik immer wieder verändert, so auch beim Surface 3. Nach dem stufenlos verstellbaren Modell im Surface Pro 3 hat der Anwender bei dem neuen Windows-Tablet wieder nur drei einrastende Positionen zur Auswahl. Die reichen aber in aller Regel aus. Der Klappständer ist außerdem sehr stabil und wirkt langlebig. So hingestellt wird das Surface 3 entweder zum portablen Kinobildschirm oder mit angedockter, separat zu kaufender Tastatur zum fast schon vollwertigen Laptop-Ersatz.

Display-Größe und -Qualität

Microsoft Surface 3 CIE-Farbraum | (c) Areamobile

Microsoft Surface 3 Farbraum | (c) Areamobile

Microsoft stattet das Surface 3 mit einem 10,8 Zoll Display im 3:2-Format aus, das mit 1.920 x 1.280 Pixel etwas mehr als Full-HD-Auflösung bietet. Das ungewöhnliche 3:2-Format hatte schon das Surface Pro 3, und tatsächlich hat so ein Bildschirm praktische Vorteile gegenüber einem 16:9-Display. Beim Surfen im Internet bringt das Surface 3 mehr Inhalt einer Website unter, breitere Monitore haben in der Vertikalen weniger Platz. Nachteile hat das Surface 3 mit seinem ungewöhnlichen Bildformat dafür bei Filmen, denn diese sind in der Regel für 16:9 gemacht und resultieren auf dem Windows-Tablet in schwarzen Trauerbalken oben und unten. Auch manches Spiel sieht auf einem schmalen, breiten Bildschirm besser aus, bei vielen Tätigkeiten ist das Format auch schlicht und einfach eine Geschmacksfrage.

Microsoft Surface 3 Farbgenauigkeit | (c) Areamobile

Microsoft Surface 3 Farbgenauigkeit | (c) Areamobile

Microsoft Surface 3 Grautreppe | (c) Areamobile

Microsoft Surface 3 Grautreppe | (c) Areamobile

Microsoft Surface 3 RGB | (c) Areamobile

Microsoft Surface 3 Bildschirm-Test | (c) Areamobile

Die Leistung des Displays im Microsoft Surface 3 ist im Test ausgezeichnet. Der Bildschirm bringt eine hervorragende Farbdarstellung und eine knackige Schärfe mit, die Blickwinkelstabilität ist ausgezeichnet. Die sichtbare Schicht liegt nicht, wie häufig bei günstigen Tablets, weit unterhalb des Glases über dem Bildschirm, sondern scheint fast schon darauf zu schweben. Die Eindrücke beim Betrachten spiegeln sich dann auch in den Messwerten wieder, die unser Bildschirmtest im Labor ermittelt hat. Die Delta-E-Werte zur Messung der Farbechtheit sind rekordverdächtig, die Helligkeit mit 412 cd/m² in der Bildschirmmitte sehr gut. Die Kontraste können sich mit 822:1 ebenfalls sehen lassen, die Abdeckung des sRGB-Farbraums offenbart keinen Lücken. Das Surface 3 von Microsoft hat im Test eines der besten Tablet-Displays zu bieten, die man derzeit kaufen kann.

System: Hardware, Software und Bedienung

Während in der Pro-Version ein schneller Intel-Core-i-Prozessor werkelt, muss das Surface 3 mit einem schwächeren Intel Atom x7-8700 auskommen. Der Chip verfügt über vier Rechenkerne, deren normale Taktfrequenz von maximal 1,66 GHz mittels Turbo-Boost auf bis zu 2,6 GHz gesteigert werden kann. Unser Testgerät kann zudem auf 4 GB Arbeitsspeicher zugreifen. Was für ein Smartphone oder Android-Tablet nach jeder Menge Leistung klingt, sorgt auf dem Surface 3 im Test allerdings nicht immer für Jubelstürme. Während das Surfen und Mailen ebenso einfach gelingt wie hier und da anfallende Office-Arbeiten - das Office-Paket muss übrigens nachträglich installiert werden - recht flott erledigt werden können, sieht es mit dem integrierten Grafikchip bei Bildbearbeitung, Videoschnitt und aufwendigen Spielen schnell schlechter aus. Auch Multitasking mit vielen Programmen, die parallel laufen, zwingt den Prozessor in die Knie. Für manche Dinge ist eben ein "richtiger PC" immer noch besser geeignet.

Prinzipiell bietet Windows 8.1 dem Anwender auf Seiten des Betriebssystems aber nach wie vor deutlich mehr Möglichkeiten als Android oder iOS. Unzählige Programme gibt es für das seit Jahren dominierende System, der Windows Store wird zudem langsam auch besser, mit Windows 10 soll er dann einen richtigen Schub bekommen. Vorinstallierte Bloatware ist auf dem Surface 3 im Test nicht zu entdecken.

Microsoft Surface 3 Unboxing | (c) Areamobile

Tastatur mit Knick

Microsoft Surface 3 Unboxing | (c) Areamobile

Stylus

Microsoft Surface 3 Unboxing | (c) Areamobile

Arbeitstier | (c) Areamobile

 

Praktisch sind im Alltag die Schnittstellen, die das Surface 3 mitbringt. Neben dem großen USB-Port, der den schnellen USB-3.0-Standard unterstützt, steht auch ein Mini-Display-Port an der Seite zur Verfügung, über den sich bequem ein Monitor anschließen lässt. Der zusätzliche Micro-USB-Port dient hauptsächlich zur Stromversorgung, auf den charakteristischen Magnetanschluss der zwei Vorgänger hat Microsoft verzichtet. Hier wäre allerdings ein Port besser gewesen, der mehr Strom durchschleusen und den Akku schneller laden kann. Ein Speicherkartenslot macht die Ausstattung fast komplett, bald soll es noch ein Surface 3 mit optionalem LTE-Funkmodul geben.

An der Unterseite des Surface 3 findet sich der magnetische Anschluss für die Tastatur. Das Type-Cover verfügt wie beim Pro-Modell über einen Knick, mit dem es beim Andocken leicht schräg steht. So tippt es sich angenehmer, und tatsächlich gewöhnt man sich recht schnell an das Keyboard für das Surface 3. Der Tastenhub ist zwar kurz, der Druckpunkt aber in Ordnung. Insgesamt könnte das Type-Cover etwas stabiler sein. Das Trackpad als Maus-Ersatz ist für dauerhaftes Arbeiten viel zu klein. Die Velour-Oberfläche des bunten Covers fühlt sich angenehm weich an, verschmutzt aber recht schnell. Übrigens muss man die Surface-Tastatur nicht abnehmen, um das Tablet nur noch über den Touchscreen zu bedienen - ganz nach hinten umgeklappt sind die Tasten deaktiviert. Darüber hinaus bietet Microsoft auch weiterhin den Stylus des Surface Pro 3 für das neue Tablet an. Der funktioniert unverändert gut, allerdings kann der digitale Stift nicht mehr am Tablet befestigt werden, was die Verlustgefahr deutlich erhöht - bei einem Preis von 50 Euro ziemlich ärgerlich.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Das Surface 3 hat von Microsoft wie gewohnt zwei Kameras spendiert bekommen. Die Frontkamera hat einen Sensor mit 3,5 Megapixel, das hintere Modul kommt immerhin auf 8 Megapixel, muss aber auf dem Smartphone gängige Features wie einen LED-Blitz oder einen optischen Bildstabilisator verzichten. Bei so großen Tablets sind die Kameras weniger wichtig, für den gelegentlichen Schnappschuss oder Videochats taugen beide Linsen. Die Bilder wirken insgesamt ein wenig matschig und leiden unter Bildrauschen, vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen. Die vorinstallierte Kamera-App von Windows 8.1 ist arg spartanisch und bietet wenige Optionen.

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto Frontkamera

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto Hauptkamera | (c) Areamobile

 

Multimedia-Freunde machen mit dem Surface 3 von Microsoft wenig falsch. Neben dem ausgezeichneten Bildschirm taugt auch der Ton für den Film- oder Spielgenuss unterwegs, die internen Lautsprecher klingen angenehm klar und übersteuern auch am Anschlag nicht. Bei den Speichervarianten haben die Kunden die Auswahl zwischen 64 und 128 GB, rund 20 GB sind vorab belegt. Dank der vielen Schnittstellen des Surface 3 ist es im Test aber auch kein Problem, einen USB-Stick oder eine externe Festplatte anzuschließen.

Akku-Laufzeit

Microsoft verspricht beim Surface 3 eine Akkulaufzeit von bis zu zehn Stunden bei Video-Wiedergabe. In unserem Test kam das Surface 3 beim Streaming über WLAN bei voller Helligkeit an diesen Wert nicht ganz heran, rund sieben Stunden sind aber auch kein schlechter Wert. Wer die Helligkeit herunter regelt, WLAN deaktiviert und nur leichte Arbeiten verrichtet, schafft auch mehr als die veranschlagten zehn Stunden. Eine allgemeingültige Aussage ist hier kaum möglich, es gibt zu viele verschiedene Nutzungsszenarien bei einem solchen Gerät. Messen lässt sich allerdings die Ladezeit mit dem beigelegten Netzteil. Ist der Akku einmal komplett leer, braucht das Ladegerät des Surface 3 im Test rund vier Stunden, bis er wieder voll ist, nach der Hälfte der Zeit sind gut 70 Prozent erreicht.

Fazit

Mit dem tollen Display, dem für Alltagsaufgaben absolut ausreichenden Prozessor und dem starken Akku präsentiert sich das Surface 3 von Microsoft im Test als sehr nützlicher Begleiter. Mit Windows 8.1 steht ein vollwertiges Betriebssystem samt einem Jahr kostenlosen Office 365 zur Verfügung, das im Prinzip alle Möglichkeiten eines normalen PCs mitbringt, auch wenn hier ab und an, etwa für Spiele oder Videoschnitt, etwas die Puste fehlt. Verarbeitung und Design gefallen, Schnittstellen gibt es auch genug - damit ist das Surface Pro 3 eine runde Sache, wenn auch ein wenig teuer.

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Themen: Tablet, Windows

Ich mag die Surface-Tablets, da macht auch das Surface 3 keine Ausnahme, im Gegenteil. Die geringere Power des Prozessors tausche ich gerne gegen eine längere Akkulaufzeit ein, die Größe ist für den Einsatz unterwegs - und dafür sind Tablets gemacht - ausreichend. Ich würde aber auf das LTE-Modell warten.

Persönlicher Kommentar von Steffen Herget

Testwertung Microsoft Surface 3
 
Handlichkeit und Design 74%
Verarbeitung 100%
Akkuausdauer 81%
Messaging 55%
Ausstattung / Leistung 88%
Kamera 83%
Internet 92%
Musik 82%
PIM und Sozialnetzwerke 100%
Software und Bedienung 82%
Programme 0%
Navigation 43%
Gaming und Video 86%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
85%
Zeitwertung
(Stand 28.07.2016)
85%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 14.05.15 17:50 Cratter13 (Handy Profi)

    Naja doch, ohne die Tastatur ist das Surface nur ein Tablet. Die Tastatur sollte MS endlich standardmäßig dazulegen..die gehört einfach dazu.

  2. 12.05.15 18:49 sabu (Advanced Handy Profi)

    Pfeif auf die tastatur, für das Geld holst dir eine tasche, bt Tastatur und Maus, 119 uvb und 99 Euro straßenpreis sind für mich nicht gerechtfertigt

  3. 12.05.15 18:21 Cratter13 (Handy Profi)

    Echt ein interessantes Teil. Nur schade, dass Microsoft nicht direkt die Tastatur und den Stift beilegt. Vielleicht läuft es bei mir ja auch noch auf das S(P)3 heraus.. MS scheint insofern viel richtig gemacht zu haben, da "nicht besonders dünn/leicht" und "lange Ladezeiten" für mich kein ausschlagebender Punkt sind.

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