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Autor: Steffen Herget 05.06.2013 - 13:56 | 34

Microsoft Surface Windows 8 Pro Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Vollwertiges Windows 8 (+1.0%)
  • Sehr gutes Display (+0.5%)
  • Design und Verarbeitung
  • Flops
  • Dick und schwer (-0.5%)
  • Hoher Preis (-0.5%)

Microsoft Surface Pro Test: Das Dickschiff unter falscher Flagge

Über ein halbes Jahr ist es schon her, dass Microsoft seine Surface-Tablets zum Start von Windows 8 vorgestellt hat. Nach dem schnell gestarteten Surface RT ist nun seit wenigen Tagen auch das Microsoft Surface Pro in Deutschland zu Preisen ab 879 Euro erhältlich. Wir haben das Tablet mit dem "echten" Windows 8 im Test untersucht.

Design, Verarbeitung und Display

Das Microsoft Surface Pro im Test steckt in einem schwarzen Metallgehäuse – andere Farben gibt es nicht - aus einer Magnesium-Legierung. Microsoft nennt das "VaporMg". Das Gehäuse mit seinen Ecken und Kanten wirkt modern, schick und robust zugleich, die Verarbeitung ist ausgezeichnet. An der Rückseite ist ein ausklappbarer Ständer angebracht, mit dem sich das Surface Pro aufstellen lässt – zwar leider nur in einem festen Winkel, aber immerhin. Rund um das Tablet wurde ein Schlitz in das Gehäuse gefräst, um die warme Abluft und die Schallwellen des Lautsprecher durchzulassen. Alles sitzt fest an seinem Platz, nichts wackelt oder klappert, das Surface Pro wirkt stabil wie ein Panzer. Die Seiten sind im Winkel von 21 Grad angeschrägt, was laut den Microsoft-Emtwicklern dafür sorgen soll, dass das Tablet optimal in zwei Händen gehalten werden kann. Zwei Hände sind aber auch nötig, denn mit über 900 Gramm Gewicht und 13 Millimeter Dicke ist das Surface Pro ein echter Klopper unter den modernen Tablets. Gewicht und Ausmaße sind der hier verwendeten Notebook-Technik geschuldet – dazu später mehr.

Microsoft Surface Pro Unboxing | (c) Areamobile

Das Microsoft Surface Pro...

Microsoft Surface Pro Unboxing | (c) Areamobile

...lässt sich aufstellen...

Microsoft Surface Pro Unboxing | (c) Areamobile

...und ist weder dünn noch leicht. | (c) Areamobile

 

Das Display des Microsoft Surface pro misst 10,6 Zoll und bietet eine FullHD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Das Surface RT hatte noch mit 1.366 x 768 Bildpunkten bei gleicher Größe auskommen müssen. Die Pixeldichte liegt beim Surface pro bei 208 ppi. Das ClearType-HD-Display ist im 16:9-Format gehalten und unterstützt die 10-Punkt-Mehrfingereingabe. Abseits dieser schnöden Daten sieht der Bildschirm vor allem  einfach hervorragend aus. Die Farben sind kräftig, die Kontraste messerscharf und die Helligkeit in der maximalen Stufe beeindruckend. Die Blickwinkelstabilität kann ebenfalls überzeugen, es ist kein Problem, mit mehreren Personen vor dem Surface Pro zu sitzen und beispielsweise einen Film zu schauen. Ein kleiner Minuspunkt ist die im Vergleich zu anderen Touchscreens etwas stärker spiegelnde Oberfläche. Im Alltag stört das jedoch nur selten.

Microsoft Surface Pro Unboxing | (c) Areamobile

Das Display kann sich sehen lassen | (c) Areamobile

Kamera, Musik, Multimedia und Video

Wer gerne Musik hört, wird sich am Microsoft Surface Pro über allerlei interessante Features freuen. Da wäre etwa die Windows-8-App für Xbox Music, den Streaming-Dienst mit angeschlossenem Musik-Shop. Die App bietet eine große Auswahl und lässt sich tadellos bedienen, um die eigene Musik zu hören oder neue Künstler zu entdecken. Natürlich kann auch jedes andere Windows-Programm installiert werden, um die eigene Musiksammlung zu verwalten. Der Klang der integrierten Lautsprecher des Windows-Tablets ist sehr gut. Sie verzerren auch bei hoher Lautstärke kaum und bieten klare Höhen und Tiefen. Die Boxen strahlen nach recht und links seitlich ab. Der Sound über den Klinkenstecker ist ebenfalls sehr gut, allerdings liefert Microsoft kein Headset mit. Videos anzuschauen macht mit dem Surface Pro ebenfalls Spaß, was neben dem Sound auch an dem wie erwähnt sehr guten Display liegt.

Was aber stört, wenn das Microsoft Surface Pro als Multimedia-Zentrale für unterwegs genutzt wird, ist der geringe Speicherplatz. Von den 64 Gigabyte der kleinen Version stehen dem Nutzer nur mickrige 29 Gigabyte zur Verfügung, bei der 128-Gigabyte-Variante sind es immerhin 89 Gigabyte. Hier empfiehlt es sich, mit einer microSD-Karte Abhilfe zu schaffen oder gleich eine externe USB-Festplatte zu benutzen.

Microsoft spart bei den Kameras

Microsoft Surface Pro Unboxing | (c) Areamobile

Kamera an der Rückseite | (c) Areamobile

Die beiden Kameras am Surface Pro bezeichnet Microsoft lediglich als „HD-Kamera mit 720p“, und das kommt in Sachen Video-Auflösung auch hin. Die beiden Linsen sind in einem speziellen Winkel im Gehäuse verbaut, um bei ausgeklapptem Ständer automatisch richtig ausgerichtet zu sein. Das klappt auch recht gut, kann aber nicht über die schlechten Fotos und Videos hinweg täuschen, welche die Kameras produzieren. Fotos können mit maximal 0,9 Megapixel aufgenommen werden und sehen mit blassen Farben, unscharfen Kontrasten und viel Bildrauschen einfach unansehnlich aus. Videos kommen etwas besser heraus, vor allem bei der Schärfe, können aber insgesamt auch nicht begeistern. Zwar sind die Kameras in einem Tablet nicht unbedingt so wichtig wie in einem Smartphone, aber ein wenig mehr Qualität hätte Microsoft einem so teuren Gerät wie dem Surface Pro hier doch ruhig spendieren dürfen.

System: Hardware, Bedienung und Connectivity

Bei der Hardware-Leistung steckt das Microsoft Surface Pro so manches Tablet in die Tasche. Der Intel Core i5 mit zwei Rechenkernen, 1,7 Gigahertz Taktfrequenz und 4 Gigabyte Arbeitsspeicher treibt auch viele Ultrabooks an und hat mehr als genügend Leistung, um Windows 8 flüssig und ohne Probleme laufen zu lassen. Apps und Programme starten schnell, und auch der Boot-Vorgang ist in wenigen Sekunden erledigt. Lediglich beim Pinch-to-Zoom im Browser im Desktop-Modus reagiert das Microsoft-Tablet alles andere als flott. Das dürfte aber am Betriebssystem liegen und nicht am Prozessor, der mit der integrierten Intel-4000-HD-Grafik auch für einige Spiele taugt. Der Intel Core i5 erzeugt allerdings vergleichsweise viel Wärme, weswegen das Surface Pro aktiv gekühlt werden muss. In dem Tablet sitzen zwei Lüfter, die die warme Luft durch den um das Tablet laufenden Schlitz in alle Richtungen heraus blasen können. Zu hören sind die Lüfter nur, wenn man in extrem ruhiger Umgebung arbeitet.

Microsoft Surface Pro Unboxing | (c) Areamobile

Im Desktop-Modus läuft noch nicht alles rund | (c) Areamobile

Für die Bedienung des Microsoft Surface Pro sind drei Standbeine vorgesehen: Der Touchscreen, der Stylus und eine Tastatur. Beginnen wir beim Arbeiten mit den Fingern auf dem Touchscreen. Das funktioniert in der neuen Windows-Oberfläche ohne Fehl und Tadel und macht durchaus Spaß, das Display arbeitet präzise und schnell. Die Bildschirmtastatur ist ausgezeichnet und lässt sich etwa für die Daumen-Bedienung im Layout umschalten. Verlässt man jedoch die Kachel-Oberfläche und begibt sich in den Desktop-Modus, wird es schnell fummelig. FullHD auf 10,6 Zoll sorgt bei Windows 8 für recht kleine Schriften und Schaltflächen, obwohl die Anzeige ab Werk bereits auf 125 Prozent geschaltet ist. Auch ein Problem, das bei älteren Windows-Versionen und der Touchscreen-Bedienung den Spaß verdorben hat, wurde leider nicht beseitigt: Wird in der Desktop-Ansicht die Tastatur eingeblendet, liegt sie in der Standard-Einstellung über dem sichtbaren Bildschirminhalt. Ein Beispiel: Man startet Chrome oder Firefox (für die es noch keine Kachel-Versionen gibt), steuert die Google-Startseite an und möchte etwas in das Suchfeld eingeben. Die Tastatur öffnet sich – und verdeckt das Suchfeld (und die komplette untere Hälfte der Anzeige). Das ist äußerst unschön und zeigt, dass sich die Desktop-Ansicht von Windows und die Finger-Bedienung auch in Version 8 des Betriebssystems noch immer nicht überall vertragen.

Tastatur kostet extra, Stylus ist inklusive

Der mitgelieferte Stylus arbeitetet mit dem im Display integrierten Wacom-Digitizer sehr präzise. Bereits einige Millimeter bevor die Spitze des Stiftes das Display berührt, erkennt das Surface Pro die Position und zeigt sie durch einen kleinen Punkt an. Zum Drücken muss dann aber der Bildschirm berührt werden. Der Stylus macht Spaß beim Zeichnen, aber auch bei der Bedienung des Desktops mit den teilweise zu kleinen Schaltflächen. Erlässt sich mit seinem Magnetkontakt an der Schnittstelle für das Netzteil befestigen, hält aber nicht allzu fest und geht gerne beim Transport in einer Tasche oder dem Rucksack eigenständig auf Entdeckungsreise.

Microsoft Surface Pro Unboxing | (c) Areamobile

Der digitale Eingabestift...

Microsoft Surface Pro Unboxing | (c) Areamobile

...funktioniert im Test...

Microsoft Surface Pro Unboxing | (c) Areamobile

...durchaus gut. | (c) Areamobile

 

Eine Tastatur liefert Microsoft für das Surface Pro leider weder in der 64- noch 128-Gigabyte-Version mit, was das Tablet gegebenenfalls noch teurer macht. Die beiden verfügbaren Modelle Touch-Cover und Type-Cover kosten bis zu 120 Euro und passen auch auf das Surface RT. Ein solches Cover ist also teuer, bietet aber einen echten Mehrwert bei der Benutzung und schützt beim Transport das Display des Tablets. Beide Tastaturen funktionieren ohne Probleme und bringen auch ein kleines Touchpad als Maus-Ersatz mit. Während das Type-Cover echte Tasten mit richtigem Hub wie an einem Notebook mitbringt, ist das flachere Touch-Cover nur mit Touch-Tasten ausgestattet. Diese funktionieren ebenfalls gut, erfordern aber eine gewisse Umgewöhnung. Wird das Cover nach hinten geklappt, um nur am Touchscreen zu arbeiten, werden die Tasten deaktiviert. Über USB und Bluetooth lassen sich auch herkömmliche Tastaturen anschließen.

Microsoft Surface Pro Unboxing | (c) Areamobile

Touch- und Type-Cover für das Surface Pro | (c) Areamobile

Apropos USB: Hier hat das Microsoft Surface Pro einen normalgroßen USB-3.0-Port zu bieten, über den sich allerlei Zubehör anstecken lässt. Außerdem gibt es Bluetooth, Wlan und einen kleinen Speicherkartenleser – das war's. Kein 3G, kein GPS, kein Infrarot-Port oder ähnliche Dinge sind zu finden. Das Wlan-Modul funktioniert immerhin ausgezeichnet und besticht mit großer Reichweite und sehr feinen Antennen.

Akkulaufzeit

Microsoft Surface Pro Unboxing | (c) Areamobile

Netzteil zum Laden des Surface Pro | (c) Areamobile

Zum Ende hat sich das Microsoft Surface Pro im Test noch einen echten Pferdefuß aufgehoben: die Akkulaufzeit. Microsoft hat dem Tablet einen Akku mit einer Kapazität von 42 Wattstunden spendiert, das ist eine ganze Menge. Die verwendete Hardware, allen voran der schnelle Core i5 und das FullHD-Display, haben allerdings auch einen ordentlichen Durst nach Strom, und so macht das Surface Pro in der Regel nach höchstens 4,5 Stunden aktivem Arbeiten, Spielen oder Video-Schauen schlapp und muss wieder ans Ladekabel. Das ist natürlich der Tatsache geschuldet ist, dass im Surface Pro eben PC-Hardware und -Software zum Einsatz kommen. Dem Anwender, der ein mobiles Gerät kauft, dürfte der Grund aber herzlich egal sein, wenn das Windows-Tablet unterwegs so schnell die Segel streicht. Immerhin, mit dem beigelegten Netzteil ist der Akku des Microsoft Surface Pro in weniger als zwei Stunden wieder gut gefüllt. Außerdem hat das Netzteil einen USB-Port integriert, mit dem sich zusätzlich zum Tablet noch ein Handy laden lässt - praktisch.

Fazit

Je länger der Test mit dem Microsoft Surface Pro dauerte, desto mehr verfestigte sich der Eindruck: Wir haben es hier gar nicht wirklich mit einem Tablet zu tun. Das Surface Pro ist ein Ultrabook, das sich als Tablet verkleidet hat – und zieht genau daraus seinen Charme. Es ist breiter einsetzbar als ein iPad oder Android-Tablet und im Alltag eher in der Lage, den heimischen Computer zu ersetzen. In Sachen Gewicht, Bauform und Akkulaufzeit kann das Surface Pro aber anderen Tablets einfach nicht das Wasser reichen – ein Tribut an die verwendete Technik. Auch die Software hat noch immer ihre Tücken, vor allem bei der Touch-Bedienung im Desktop-Modus. Mit einem Preis von fast 1.000 Euro für die 128-Gigabyte-Version ist das Microsoft Surface Pro außerdem für ein Tablet wirklich teuer, selbst Ultrabooks sind schon für deutlich weniger Geld erhältlich. Das Tablet aus Redmond sitzt also irgendwie zwischen allen Stühlen – schade eigentlich, denn wirklich schlecht ist das Surface Pro von Microsoft eigentlich nicht.

Themen: Tablet, Windows
Quelle: AM
Testwertung Microsoft Surface Windows 8 Pro
 
Handlichkeit und Design 66%
Verarbeitung 100%
Akkuausdauer 29%
Messaging 74%
Ausstattung / Leistung 66%
Kamera 59%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. "Vollwertiges Windows 8" (+1.0%) und "Sehr gutes Display" (+0.5%) wirken sich positiv auf die Bewertung aus, für "Dick und schwer" (-0.5%) und "Hoher Preis" (-0.5%) werden Punkte abgezogen.

+0.5%
Internet 80%
Musik 79%
PIM und Sozialnetzwerke 95%
Software und Bedienung 99%
Programme 80%
Navigation 57%
Gaming und Video 85%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
77%
Zeitwertung
(Stand 19.10.2017)
72%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 07.06.13 12:27 cookieman (Professional Handy Master)

    Da sind mal wieder zu viele Variablen.... im Spiel.
    Wo liegt der Vergleich? Zwischen dem Surface Pro und aktuellem Ipad?

  2. 07.06.13 11:08 pixelflicker (GURU)

    > Zb. wie lange es dauert ein Post bei Facebook über die App abzusetzen
    Dann hättest du aber wieder noch mehr unschärfen:
    - Wie lange dauert es, bis der Post ausgelöst wurde?
    - Wie schnell ist die Internetverbindung aktuell?
    - Wie unterscheiden sich die Apps auf den verschiedenen Systemen?


    > Man könnte auch die HTML5 Fähigkeit der Browser testen.
    Das stimmt, aber was sagt das über das Gerät aus? Mit dem nächsten Update kann der Browser ganz ander sein oder welchen Browser verwende ich? Ich habe aktuell 3 Browser auf meinem Smartphone installiert.


    > Wie lange braucht man bei iOS einen Timer auf 5 Minuten zu stellen? Oder bei Touchwiz, Sense.
    > Wäre halt wie in meinen Facebook Beispiel.
    Aber auch hier kommt es dann auf die Schnelligkeit des Users an und auch auf die Frage wie man es macht. Es gibt ja mehrere Möglichkeiten. Einen Timer kann ich ja z.B. auch mit Siri setzen und da kommt es dann auf den Sprecher an wie gut er verstanden wird usw...


    > Bei Android darf man halt nichts an seine Bedürfnisse anpassen.
    > Die Geräte müssten dann so getestet werden, wie sie aus dem Karton kommen.
    Nur welchen Sinn macht das? Ich kann doch davon ausgehen, dass die Nutzer ihr Gerät weitestgehend anpassen um das, was ihnen wichtig ist, damit zu machen.


    > Sonst könnten wir ja auch anfangen die Klicks bei einem iPhone mit Jailbreak zu zählen. Wäre genau so unsinnig.
    Naja, das ist ja was anderes. Die Anpassung dürfen natürlich nur soweit gehen wie es ein normaler Nutzer offiziell machen kann und darf. Sonst braucht man ja bald gar nicht mehr zu vergleichen.

    Aber du siehst schon: So einfach ist das nicht. Ich beschäftige mich Beruflich sehr intensiv mit Usability-Tests und ich weiß wie problematisch das ist. Das Problem ist ja auch, dass man so eher das Betriebssystem als das Gerät testet. Wo macht man da den Schnitt?

  3. 07.06.13 09:16 cookieman (Professional Handy Master)

    Ob IOS oder MAC OS X, die Apps sind als Icon transparent sichtbar mit einem Status Ladebalken gekennzeichnet. Nach Abschluss verschwindet die Transparenz.

  4. 06.06.13 21:04 chief (Professional Handy Master)

    "Wobei man auch nie weiß, wie die Systeme da tricksen und vielleicht Daten bei den Apps vorladen oder nur teile laden. iOS z.B. verwendet einen Screenshot als Plathalter der bei vielen Apps schon wie die App aussieht. Da ist es schwer zu erkennen wann die App wirklich geladen ist. WP verwendet Animationen die oft länger dauern als das Laden der App, was dann auch wieder nichts aussagt über die Leistung."

    Das wäre doch ansich egal. Man kann ja einen App Start + eine Aktion durchführen. Zb. wie lange es dauert ein Post bei Facebook über die App abzusetzen oder sogar über die Verknüpfung von Facebook mit dem OS.

    "Bei den Benchmarks ist es ähnlich. Sunspyder läuft zwar überall, aber die Ergebnisse sind stark vom Browser abhängig. Da wird eher der Browser als das Gerät getestet."

    Man könnte auch die HTML5 Fähigkeit der Browser testen. Oder diesen Acid3 Test.


    "Ist halt auch immer so eine Sache. Die Anzahl der Klicks sagt ja nicht viel aus. OK, dann ist es etwas effizienter, aber deswegen kann die Usability leiden. iOS jedenfalls würde bei so einem Test ganz schön abstinken. Da braucht man für so gut wie alles mehr Klicks als bei Android und da kommts auch oft drauf an wie man das Gerät an seine Bedürfnisse angepasst hat."

    Man kann ja auch feste Aufgaben definieren ohne die Klicks zu zählen. Wie lange braucht man bei iOS einen Timer auf 5 Minuten zu stellen? Oder bei Touchwiz, Sense.
    Wäre halt wie in meinen Facebook Beispiel.

    Bei Android darf man halt nichts an seine Bedürfnisse anpassen. Die Geräte müssten dann so getestet werden, wie sie aus dem Karton kommen.
    Sonst könnten wir ja auch anfangen die Klicks bei einem iPhone mit Jailbreak zu zählen. Wäre genau so unsinnig.

  5. 06.06.13 17:34 pixelflicker (GURU)

    @Stefan Schomberg:
    Wobei man auch nie weiß, wie die Systeme da tricksen und vielleicht Daten bei den Apps vorladen oder nur teile laden. iOS z.B. verwendet einen Screenshot als Plathalter der bei vielen Apps schon wie die App aussieht. Da ist es schwer zu erkennen wann die App wirklich geladen ist. WP verwendet Animationen die oft länger dauern als das Laden der App, was dann auch wieder nichts aussagt über die Leistung.

    Bei den Benchmarks ist es ähnlich. Sunspyder läuft zwar überall, aber die Ergebnisse sind stark vom Browser abhängig. Da wird eher der Browser als das Gerät getestet.


    > wieviele Klicks notwendig sind, um Alltagsaufgaben zu erledigen
    Ist halt auch immer so eine Sache. Die Anzahl der Klicks sagt ja nicht viel aus. OK, dann ist es etwas effizienter, aber deswegen kann die Usability leiden. iOS jedenfalls würde bei so einem Test ganz schön abstinken. Da braucht man für so gut wie alles mehr Klicks als bei Android und da kommts auch oft drauf an wie man das Gerät an seine Bedürfnisse angepasst hat.


    @thahoodz:
    > Bei den Ultrabooks hat man die bessere Tastatur und mehr für sein Geld.
    So viel unterschied ist da bei der Tastatur gar nicht mehr und mehr fürs Geld bekommst du auch nicht wirklich, da die fast die identische Hardware haben. Kommt halt - wie ich schon sagte - auf den Standpunkt an. Als "Zuhausetablet" auf dem Sofa eignet sich das Gerät durchaus, wenn man eh vor hat es mehr als Ultrabook zu nutzen.

  6. 06.06.13 17:04 Surab (Expert Handy Profi)

    @ thadooz:
    MS wollte damit, glaube ich, einfach mal den Markt erkunden und den OEMs mal ein Elitetablet nacht ihren Vorstellungen zeigen.

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