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Autor: Stefan Schomberg 01.11.2014 - 13:00 | 3

Nvidia Shield Tablet Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Beeindruckende Grafik-Performance (+0.5%)
  • Gutes Display
  • Feines Gesamtpaket
  • Flops
  • langweiliges Design
  • mittelmäßige Akku-Laufzeit
  • durschnittliche Kamera-Qualität

Nvidia Shield Test: Kraftprotz nicht nur für Gamer

Der neue K1-Chipsatz im Shield-Tablet von Nvidia verweist in Benchmark-Tests Snapdragon & Co. auf die Plätze. Doch kann das vornehmlich an Gamer gerichtete Android-Tablet von Nvidia auch in anderen Belangen überzeugen? Wir haben das Shield-Tablet im Test unter die Lupe genommen.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Der Tegra 3 war der letzte erfolgreiche Chipsatz für mobile Endgeräte von Nvidia in Deutschland. Er kam nicht nur in einigen wenigen Smartphones, sondern vor allem in Tablets, aber auch in Infotainment-Systemen von Autoherstellern wie Audi und VW zum Einsatz. Vom Nachfolger Tegra 4 war hierzulande dann praktisch gar nichts mehr zu sehen, längst hatten Hersteller wie Qualcomm und verstärkt Mediatek wieder die Marktanteile von Nvidia übernommen. Mit dem K1 weicht Nvidia von der bisherigen Tegra-Namensgebung ab und wagt einen Neuanfang. Ziel: Die Rückkehr des Grafikspezialisten an die Spitze - nicht nur bei PC-Grafikkarten, sondern auch bei mobilen Chipsätzen. Beim Nvidia Tegra Note 7 Anfang des Jahres hat das nicht so richtig geklappt, mit dem Shield Tablet wendet sich der Hersteller jetzt aber an eine ganz besondere Zielgruppe: Gamer.

Nvidia Shield Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Nvidia Shield Tablet

Nvidia Shield Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Trist: Schwarz in...

Nvidia Shield Tablet Unboxing | (c) Areamobile

... schwarz | (c) Areamobile

 

Dazu setzt Nvidia beim Shield-Tablet auf einen besonders starken Prozessor, aber auch auf besondere Gaming-Features, auf die wir im Abschnitt "Bedienung, Hardware und Software" genauer eingehen. Bei all diesen Vorzügen hat sich Nvidia beim Design des Shield unverständlicherweise extrem zurückgehalten. Unser Testgerät ist ein konturloser schwarzer Kunststoff-Klumpen - das trifft es zwar irgendwie, ist aber natürlich stark überspitzt und auch nicht ganz fair. Denn für Preise von 299 Euro für die Wifi-only-Version kann man nicht zwingend das Metallgewand eines iPad Air 2 erwarten, das spielt einfach noch einmal in einer anderen Liga. Auch preislich. Etwas mehr Pepp hätten wir uns aber schon gewünscht und das hätte sich Nvidia mit seiner Erfahrung aus dem PC-Bereich auch selbst denken können - junge Zocker stehen auf beleuchtete Gehäuse, Alienware etwa punktet nicht nur mit guter Technik, sondern auch mit ausgefallenen Designs. Das Shield versprüht etwa so viel Charme wie ein Nexus 7. Positiv ausgedrückt steht hier einfach die Funktion im Vordergrund.

Naja, so richtig schlecht ist das Design ja bei genauerer Betrachtung nun auch gar nicht. Der matte Rahmen weist etwa zum Display hin eine polierte Schliffkante auf, die bei genauerem Hinsehen sogar recht schick ist. Nutzt halt nichts, wenn man solche Details kaum sehen kann. Außerdem fühlt sich das Tablet dadurch etwas scharfkantig an, ein Nexus 7 liegt wegen seiner starken Rundungen besser in der Hand. Auf der Front dominieren ober- und unterhalb des Displays große Stereolautsprecher, mittig über dem Screen befindet sich die Frontkamera. Andere Sensoren sieht man nicht, sie befinden sich unter dem schwarzen Glasrand über dem Display. Die Rückseite besteht aus mattschwarzem Softtouch-Material und trägt glänzend den Shield-Schriftzug. Aus dieser Schwarz-in-Schwarz-Tristesse brechen nur eine schmale grüne Markierung am micro-USB-Port, ein dezenter Chromring um die Kameralinse auf der Rückseite und ein silberner Farbklecks auf dem Kopf des integrierbaren Stylus aus. Um diese vorsichtigen Akzente zu sehen, muss man sich aber auch länger mit der Optik des Modells beschäftigen, als es die meisten Interessenten wohl tun werden.

Nvidia Shield Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Viele Anschlüsse

Nvidia Shield Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Die Schliffkante sieht man kaum

Nvidia Shield Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Guter Stylus | (c) Areamobile

 

Bei der Verarbeitung des Gehäuses des Nvidia Shield im Test gibt es eigentlich nur wenig zu bemängeln. Ja, es gibt Spaltmaße, die auch nicht immer ganz gleichmäßig verlaufen, aber sie sind überall bestenfalls als schmal zu bezeichnen. Perfekt ist die Verarbeitung damit nicht, aber absolut ausreichend. Störender fanden wir im Test da schon die wenigen Hardware-Tasten, die sich im Normalbetrieb, der beim Shield Tablet auf Querformat ausgelegt ist, oben links befinden. Die Lautstärkewippe ist nur schwer zu erfühlen und weist einen zu geringen Tastenhub auf. Der Power-Knopf ragt etwas weiter aus dem Gehäuse hervor und lässt sich dadurch besser erfühlen, enttäuscht dafür aber mit ebenfalls zu geringem Tastenhub und darüber hinaus zu hartem Druckpunkt. Das machen andere Hersteller besser. Das gilt auch für die Materialwahl, die aber immerhin praktisch ist.

Display-Größe und -Qualität

Display-Test Nvidia Shield Tablet | (c) am

Blickwinkel-Stabilität | (c) AM

Nvidia setzt in seinem Shield Tablet auf ein 8 Zoll großes IPS-LCD mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel. Damit kommt das Gerät auf eine Pixeldichte von 283 Pixel pro Zoll (PPI) und stellt Inhalte scharf dar. Auch bei anderen (gemessenen) Werten schneidet das Shield überwiegend gut ab. Die Helligkeit erreicht gute 355 cd/m², der Kontrast liegt mit 701:1 im oberen Mittelfeld und die Ablesbarkeit ist auch bei steilen Blickwinkeln gegeben, da dabei Farben nur wenig verfälscht werden und nur eine generelle Abschattung zu verzeichnen ist. Die durchschnittlichen Abweichungen bei Grautreppe und Farben liegen mit 9,7 und 14,2 Delta E sogar sehr nah am Optimum, auch wenn es mit Magenta einen ziemlichen Ausreißer gibt (35,1), während andere Farben wie Gelb (1,4) und Cyan (6,9) fast perfekt dargestellt werden.

Display-Test Nvidia Shield Tablet | (c) am

CIE-Farbraum Nvidia Shield Tablet | (c) AM

Display-Test Nvidia Shield Tablet | (c) am

Grautreppe Nvidia Shield Tablet | (c) AM

Display-Test Nvidia Shield Tablet | (c) am

Farben Nvidia Shield Tablet | (c) AM

System: Hardware, Software und Bedienung

Das Glanzstück des Shield Tablet von Nvidia ist zweifelsfrei der neue K1-Prozessor. Ihn gibt es in 64 Bit und 32 Bit, die 64-Bit-Variante ist als Dual-Core ausgelegt, die Variante mit 32 Bit als Quad-Core. Im Shield Tablet kommt die Quad-Core-Version zum Einsatz. Das verwundert, schließlich dürfte die 64-Bit-Technologie gerade bei aufwändigen 3D-Spielen Vorteile bringen. Tatsächlich verspricht Nvidia auch, dass man schnellstmöglich auf die kommende Android-Version 5.0 Lollipop upgraden wird, schneller als manch Konkurrent. Die Hardware des Shield wird dann aber nicht davon profitieren. Welche Vorteile 64 Bit bringt, haben wir hier bereits in einem anschaulichen Text zusammengefasst.

Nvidia Shield Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Beinahe handlich

Nvidia Shield Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Auch im Querformat

 

Die 32-Bit-Version des K1 besteht aus vier Cortex-A15-Kernen. Den typischen fünften Stromsparkern (Companion Core), den Nvidia auch schon bei den vorherigen Tegra-Versionen verwendete, findet man auch hier wieder. Er taktet mit bis zu 1 GHz. Bei den A15-Kernen handelt es sich um eine neue Revision des A15, dessen Taktrate im Vergleich zum Vorgänger Tegra 4 von 1,9 auf bis zu 2,5 GHz angehoben wurde. Möglich macht das eine fortschrittlichere Fertigung bei TMC im 2-Nanometer-HPM-Prozess (High Performance). Der Vorgänger wird in 28-Nanometer-HPL (Low Leakage) erstellt. In unseren Benchmarks scheint die CPU in etwa auf dem Niveau eines Snapdragon 805 zu liegen.

Für den nötigen Wow-Effekt sorgt aber die Grafikeinheit des K1. Während die CPUs eine eher dezente Weiterentwicklung zur Vorgängervariante sind, stellt die GPU die größte Neuerung des Chipsatzes dar. Sie baut auf der Kepler-Architektur von Nvidia auf, die auch in PC-Grafikkarten der 7er-Reihe verwendet wird. Mit einem SMX-Block und 192 Cuda-Kernen bietet der K1 genau halb so viele Shader wie die GK208 (GeForce 7er-Reihe vom PC), allerdings nur über 8 statt 32 Texture Mapping Units (TMU). Weiterhin verfügt der Chipsatz nur über vier Raster Operation Processors (ROP), bei den PC-Grafikkarten sind es acht. Zusammengefasst bedeutet das, dass im K1 eine leicht abgespeckte PC-Grafikkarte steckt - beeindruckend, zumindest auf dem Papier!

Nvidia Shield Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Shield Hub mit...

Nvidia Shield Tablet Unboxing | (c) Areamobile

...speziell angepassten Titeln | (c) Areamobile

 

Aber auch und gerade in Benchmark-Tests bleibt der K1 im Nvidia Shield beeindruckend, vor allem in Grafiktests. In GFXBench schafft das Gerät im T-Rex-Test, der unabhängig von der tatsächlichen Auflösung des Gerätes mit 1.080p rechnet, unglaubliche 60,8 Bilder pro Sekunde (FPS) - bis man ein iPad Air 2 nimmt, das auf 69,2 FPS kommt. Ein Samsung Galaxy Note 4 mit Snapdragon-805-Chipsatz schafft hier gerade mal 41,6 FPS, auch ein für seine Grafikleistung hochgelobtes iPhone 6 Plus kapituliert bei sehr guten 45 FPS. Noch beeindruckender ist das Ergebnis von 3DMark. Da sich das Shield besonders an Gamer richtet und dieses Testprogramm genau über die Leistungsfähigkeit bei Games Auskunft geben will, scheint 3DMark besonders aussagekräftig zu sein. Hier stiehlt das Shield Tablet mit K1-Prozessor fast allen Konkurrenten die Schau. Im Icestorm Unlimited-Test stemmt das Gerät hier atemberaubende 31.325 Punkte - das ist drei mal mehr als ein Galaxy Note 4! Auch ein iPad Air 2 kommt hier nicht mit und schafft nur etwa 20.500 Punkte. Das iPhone schafft hier mehr als die restliche Android-(Smartphone)Konkurrenz, die geschafften 17.880 Punkte verblassen im Vergleich zum K1 im Shield-Tablet aber fast genauso. Auch bei Vellamo Browser liegt das stolzen 5.509 Punkten mit fast 2.000 Punkten Abstand zum nächstbesten Gerät einsam an der Spitze unserer Benchmark-Tabelle. Knapper wird der Vorsprung bei Vellamo Metal, hier kommen andere Modelle wie etwa das Sony Xperia Z3 fast an die 1.731 Punkte des Shield-Tablet im Test heran. Ebenso stark schneidet der K1 bei Antutu ab - satte 52.600 Punkten verbannen die Konkurrenz auf ihre Plätze. Ein Note 4 kommt hier immerhin noch auf knapp 47.000 Punkte. Die Benchmark-Ergebnisse sind äußerst beeindruckend und besonders im Grafikbereich ein Schlag ins Gesicht für die Kontrahenten.

Nvidia Shield Tablet Samsung Galaxy Note 4 Motorola Moto X 2014
GFXBench (1.080p T-Rex) 60,8 fps 41,6 fps 27,7 pfs
Antutu 52.600 pkt 46.715 pkt 43.240 pkt
Vellamo Browser 5.509 pkt 3.568 pkt 3.272 pkt
Vellamo Metal 1.731 pkt 1.399 pkt 1.323 pkt
Quadrant 21.374 pkt 23.565 pkt 13.209 pkt
3DMarkt (Icestorm unl.) 31.325 pkt 10.184 pkt 12.057 pkt
Sunspider 555 ms 390 ms 767 ms
Linpack (Multi) 770 mflops 746 mflops 465 mflops

Das nützt natürlich nichts, wenn es Alltag dann trotzdem ruckelt - was schon so mancher (Android-) Konkurrent mehr oder weniger stark fertig bringt. Aber da besteht keine Gefahr beim Shield-Tablet von Nvidia. Flüssig in jeder Lebenslage - böse Zungen würden behaupten, so viel Leistung sei gar überflüssig. Stimmt aber nicht, schließlich richtet sich das Shield-Tablet an Gamer und an 3D-Leistung kann es da gar nicht genug geben. Von der Leistungsfähigkeit kann man sich dann auch ziemlich leicht selbst überzeugen. Dafür kann man wie gewohnt den Play Store von Google bemühen oder man begibt sich direkt zum Shield Hub, wo besonders angepasste Versionen für Nvidia-Chips angepriesen werden. Besonders beeindruckt haben uns PC-Spiele wie Halflife 2 und Portal. Für Grafiken dieses Kalibers brauchte man vor wenigen Jahren noch starke Gamer-PCs, heute läuft das auf einem Tablet - zumindest auf einem Nvidia-Tablet. Dabei wird das Gerät aber auch ziemlich heiß und der Akkustand schwindet sichtbar.

Ein kleines Highlight im Test war Skylanders - Trap Team von Activision. Skylanders kombiniert Tablet- und Brettspiel-Feeling beides und bietet Tower-Defense an, bei dem echte Figuren und Ausrüstung eine wichtige Rolle spielen. Durch den Kauf der Plastikfiguren schaltet man sie auch gleich im Game frei und macht sie so spielbar. In der Starterbox mit Portal, bei dem es sich um eine Aktivierungsplatform handelt, auf die man die Charaktere zum Spielen stellt und in der außerdem noch ein eigenes Gamespad enthalten ist, findet man zwei Spielfiguren und zwei Fallen vor. Die Grafik ist nett, die Idee witzig. Preise sind es nicht: Die Starterbox kostet mal eben 75 Euro, 3 Fallen 15 Euro und einzelne Charaktere zwischen 5 und 20 Euro - das geht schnell ins Geld. Zum Glück kann man das Game aber auch komplett virtuell spielen. Eine Heldenauswahl hat man dann nicht.

Auch Andere Spiele liefen im Test fehlerlos, egal ob 3D-Kracher wie Asphalt 8 oder Real Racing 3 oder einfache 2D-Games wie Angry Birds, bei denen die Leistungsfähigkeit des K1 nicht einmal ansatzweise ausgereizt wird. Derzeit läuft übrigens Android 4.4.2 auf dem Shield-Tablet im Test, schon bald soll aber Android 5.0 folgen - Nvidia will hier schneller als viele Mitbewerber sein, versprach uns das Unternehmen auf Anfrage.

GameStream

Nvidia Shield Tablet | (c) am

Nvidia Shield Tablet | (c) AM

Mit der GameStream-Funktion des Shield-Tablets lassen sich PC-Spiele vom heimischen Rechner auf das Tablet streamen. Klingt spannend - aber irgendwie auch sinnlos. Denn wenn man zuhause ist, kann man auch gleich an den Rechner gehen und dort auf einem viel größeren Monitor spielen. Per beiliegendem Micro-HDMI-Kabel lässt sich das Tablet direkt an einen Fernseher oder Beamer anschließen, anschließend kann man Games auf dem noch größeren Medium genießen - Games, die direkt auf dem Tablet laufen oder Games, die vom PC gestreamt werden. Dafür gibt es dann auch den Konsolenmodus, in dem Spiele in 1.080p statt der normalen 1.920 x 1.200 Pixel dargestellt werden. Ein anderes Szenario bietet die 4G-Version. Hier ist eine Nutzung von PC-Spielen auch für unterwegs angedacht, wegen der nicht vorhandenen flächendeckenden LTE-Versorgung dürfte das aber nur sehr eingeschränkt Spaß machen. Denn die als Faustregel benötigten 4 bis 10 MBit/s für einfache 720p-Videos (bei GameStream dürfte auch beim Upload Bedarf bestehen, da es sich ja nicht nur um ein Video handelt, sondern auch noch Steuerbefehle zurückgeschickt werden müssen) dürften hier schon knapp werden - immer und überall.

Für GameStream müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. So muss im heimischen PC mindestens eine GTX-Grafikkarte der 6er-Reihe stecken und es müssen die neuesten Treiber (mindestens 344.11 bzw 344.16 für die 7er-Serie) und die neueste GeForce-Experience (mindestens 2.1.2) installiert sein. Abschließend müssen Rechner (auch per Lan-Kabel) und Tablet im gleichen Netzwerk angemeldet sein. Dann lässt sich über das Shield Hub nach Rechnern suchen, die man für GameStream nutzen kann. Nach Eingabe eines Codes am PC, der auf dem Shield Tablet angezeigt wurde, sind beide Geräte verbunden. Spielen kann man so theoretisch alle Arten von Spielen - entweder mit dem optionalen Gamecontroller für die Shield, der mit etwa 60 Euro zu Buche schlägt, oder auch mit Bluetooth-Maus und Tastatur. Nvidia stellt eine Liste mit gut 100 Titeln, für es volle Unterstützung für den Controller, eingeschränkte Unterstützung für Maussteuerung und Unterstützung für Maus und Tastatur gibt. Weitere Spiele können auch dann funktionieren, wenn sie nicht auf dieser Liste auftauchen.

Nvidia Shield Tablet | (c) am

GameStream mit Nvidia Shield Tablet und PC | (c) AM

Wir haben das mit War Thunder ausprobiert, das kostenlos spielbar ist. Tatsächlich funktionierte im Test des Nvidia Shield die Übertragung gut, auch wenn die Darstellungsqualität deutlich reduziert war. Automatisch werden Spiele auf 720p voreingestellt, optisch macht das aber keinen Unterschied, wenn man manuell wieder auf 1.080p hochstellt. Solange man sich in guter Reichweite zu einem 5-GHz-Router befindet, läuft die Übertragung flüssig. Bei der Einrichtung von GameStream gibt es übrigens noch einen kleinen Fallstrick zu umgehen: Das Shield-Tablet verbindet sich im 5-GHz-Band nur, wenn im Router Funkkanal 36-48 für 5 GHz eingerichtet ist. Ansonsten kann das Tablet entsprechende WLAN nicht sehen.

Shield Controller

Der optionale Shield Controller kostet etwa 60 Euro und ahmt bei der Anzahl und Anordnung von Tasten und Sticks typische Controller für Xbox oder Playstation nach. Zusätzlich verfügt er über Sensortasten zum Ein- und Ausschalten und Android-Tasten, um zurück und auf den Homescreen zu kommen. Auf den Homescreens kann man einen kleinen Mauszeiger mit den analogen Sticks bewegen und so auch das Tablet steuern. Außerdem befindet sich am unteren Bereich ein kleines klickbares Touchfeld, mit der ebenfalls gesteuert werden kann. Als Schnellzugriff lässt sich darüber auch auf die Lautstärkeregelung zugreifen. Zusätzlich lässt sich ein Headset anschließen, per Micro-USB kann man das Gerät außerdem am PC verwenden. Insgesamt macht sich der Shield Controller in Bezug auf Steuerung, Verarbeitung und Akkulaufzeit (wir konnten es nicht komplett ausprobieren, aber einige Stunden sind kein Problem) sehr gut. Lediglich die Ergonomie ist minimal schlechter als bei Geräten von Sony oder Microsoft.

Nvidia Shield Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Der optionale Shield-Controller...

Nvidia Shield Tablet Unboxing | (c) Areamobile

...kostet etwa 60 Euro | (c) Areamobile

 

Stylus

In das Shield Tablet ist ein passiver Stylus integriert. Der kann zwar weniger als etwa der aktive Stylus eines Samsung Galaxy Note 4, liegt aber gut in der Hand und eignet sich dank entsprechender Software und einer intelligent geformten Spitze gut für handschriftliche Notizen samt Handschrifterkennung und sogar Malversuche. Die App Nvidia Dabbler bietet dafür ein Umfangreiches Optionssortiment, durch das man auf unterschiedlichen Papierarten, auf der Tinte unterschiedlich verläuft, beeindruckend echt wirkende Aquarell- und Ölmalereien erstellen kann.

Nvidia Shield Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Mit dem Stylus kann man schicke Aquarell- oder...

Nvidia Shield Tablet Unboxing | (c) Areamobile

...Ölmalereien erstellen | (c) Areamobile

 

Lautsprecher

Nvidia platziert unter- und oberhalb des Display großvolumige Lautsprecher, die wie HTCs BoomSound-Lautsprecher nach vorne und somit direkt auf den Nutzer ausgerichtet sind. An die Qualität dieser Technologie kommen die Stereolautsprecher im Shield Tablet zwar bei Lautstärke und Volumen nicht heran, aber dennoch ist der Sound ausreichend laut und vor allem klar, ohne zu übersteuern.

Das Shield Tablet von Nvidia im Test gibt es in zwei Versionen: Die Variante mit 16 GB internem Speicher und Wifi only ist ab 300 Euro zu haben, das Gerät mit 32 GB internem Speicher, der darüber hinaus auch noch schneller als der kleinere Speicher ist, verfügt zusätzlich über 3G- und 4G-Funk und kostet 380 Euro (jeweils UVP).

Kamera

Nvidia Shield Tablet | (c) am

Nvidia Shield Tablet Originalaufnahme| (c) AM

Nvidia baut vorn und hinten je eine Kamera mit 5 Megapixel ein. Das finden wir sehr löblich, denn während die meisten Hersteller auch bei Tablets immer noch hinten auf größere Optiken als vorne setzen, wobei das in unseren Augen aber genau umgekehrt sein müsste, spendiert der Hersteller des Shield-Tablet dem Gerät vorne wenigstens eine gleich große Kamera. Noch besser wäre es allerdings gewesen, wenn die Kameras auch gute Qualität gehabt hätten - haben sie aber nicht. Zumindest die hintere Optik leidet unter zu wenig Schärfe, alles wirkt leicht verwaschen. Für ein Tablet geht das noch in Ordnung, in einem Smartphone wäre man damit aber schon im unteren Vergleichsfeld angesiedelt. Auch Videos mit 1.080p sehen damit einfach nicht brillant genug aus. Die wichtigere Frontkamera bietet zwar etwa die gleiche Leistung und verzichtet dazu noch auf einen Autofokus. Aber irgendwie stört das hier nicht so sehr, denn für Videochats in 1.080p ist diese Qualität mehr als ausreichend und für Selfies geht das auch noch ganz gut.

Akku-Laufzeit

Der Akku des Nvidia Shield Tablet leistet 17,75 Wattstunden, das erscheint für ein Gaming-Tablet recht wenig zu sein. Tatsächlich schafft das Gerät in unserem Dauertest auch nur 5:09 Stunden - das ist nicht schlecht, aber auch nicht so viel, wie man von einem auf Zocker spezialisiertem Gerät erwartet hätte. Im Alltag gibt sich das Gerät dann aber doch eher gemäßigt, viel Strom scheint der K1-Prozessor nur unter Volllast zu verbrauchen - angesichts der gebotenen Leistung darf er das dann aber auch! Normalerweise sollten zwei Tage bei normaler Nutzung drin sein, Gelegenheitsnutzer schaffen auch noch mehr. Ein Akkuwunder ist das Shield-Tablet aber nicht.

Fazit

Das Shield-Tablet ist eine Ansage an die Konkurrenz. Sahnestück ist der K1-Prozessor, der aktuell alles andere in den Schatten stellt. Besonders die Grafikleistung ist beeindruckend, Gamer werden mit dem Shield-Tablet auf absehbare Zeit nichts falsch machen - zumindest nicht, solange Nvidia guten Support liefert. Dann wäre es auch egal, dass nicht alles wirklich nutzbar ist. So ist GameStream zwar theoretisch eine tolle Sache, mangels flächendeckenden LTE-Ausbaus aber unterwegs nicht wirklich verwendbar. Dafür kann aber Nvidia nichts. Gut gefallen hat uns das Display des Shield-Tablets, das scharf und leuchtstark genug ist, um auch unterwegs Spaß zu machen. Abzüge gibt es für Design, Kamera und Akku - diese drei Bereiche sind zwar nicht wirklich schlecht, aber zu schlecht für den herausragenden Chipsatz. Ein mehr als ordentliches Gesamtpaket stellt das Shield-Tablet von Nvidia aber trotzdem dar.

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http://www.areamobile.de/tablet/nvidia-shield-tablet-test

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Nvidia Shield Tablet Unboxing: Das Zocker-Tablet ausgepackt (77 Bilder)

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Testwertung Nvidia Shield Tablet
 
Handlichkeit und Design 84%
Verarbeitung 89%
Akkuausdauer 75%
Messaging 60%
Ausstattung / Leistung 84%
Kamera 74%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. "Beeindruckende Grafik-Performance" (+0.5%) wirkt sich positiv auf die Bewertung aus.

+0.5%
Internet 92%
Musik 88%
PIM und Sozialnetzwerke 100%
Software und Bedienung 89%
Programme 0%
Navigation 73%
Gaming und Video 90%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
87%
Zeitwertung
(Stand 25.08.2016)
84%

Unsere Wertung im Detail


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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 05.11.14 09:14 Nikwalter (Member)

    Weil ein note pro wesentlich schwächer wäre. Vor allem die wifi varianten mit den samsung prozessor, da läuft nicht mal asphalt8 ruckelfrei.. Wenn schon vergleichen, dann mit vergleichbaren geräten.

  2. 04.11.14 18:36 TheHunter (Gast)

    Warum wird ein Tablet mit zwei Handys im Benchmark verglichen? Wäre es nicht logischer es mit Galaxy Note Pro etc zu vergleichen?

  3. 04.11.14 17:51 Silver Harlequin (Member)

    Die Streaming-Funktion via Heim-PC hat zwei Gründe:
    Zum einen hat nicht jeder seinen PC neben dem heimischen Wohnzimmer-Fernseher stehen (auch HDMI-Kabel sind nicht immer so lange) und zum anderen kann man damit überall zoggen solange ein ausreichender Upstream vorhanden ist (also ich kann auch mal bei einem Freund oder sonstwo Spiele@home streamen. Ähnliches wurde ja schon mehrfach für MMOs geplant aber aufgrund der kosten zunächst verworfen.
    Ansonsten ein schickes Teil. Werds mal antesten als Konkurrenz/alternative für mein aktuelles Z2-Tablet

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