Mit dem auf dem Mobile World Congress Anfang des Jahres gezeigten Note 10.1 hat das Verkaufsmodell eigentlich kaum noch etwas zu tun. Die gerade vorgestellte Version des Samsung Galaxy Note 10.1 ist dünner, leichter, besser ausgestattet und einfach gefälliger als das, was damals in Barcelona auf den Präsentationsflächen des Messestandes vor sich hinruckelte. Und das ist auch gut so - das Design erinnert stark an das Samsung Galaxy Tab 10.1N und dürfte nach gescheiterten Klagen wegen des Designs wohl als "Apple-sicher" gelten. Uns hat hingegen das alte Design des Galaxy Tab 10.1 besser gefallen - hier ein Vergleich des alten Designs mit dem neuen.
Tatsächlich wirkt das Galaxy Note 10.1 fast wie ein Zwillingsbruder des Galaxy Tab 10.1N: Die Lautsprecher sind deutlich auf der Front zu beiden Seiten des Displays zu sehen und die Rückseite besteht wieder aus glattem, weißen Kunststoff, der wie schon bei dem älteren Gerät nur an der Oberseite von einem silberfarbenem Kunststoffstreifen unterbrochen wird, aus dem die Kamera samt LED-Blitz hervorlugt. Dort sitzen die Antennen für Wlan, GPS und Glonass und Bluetooth. Und natürlich für 3G- mit HSPA+ oder später möglicherweise sogar LTE-Funk. Wahlweise wird die Rückseite auch von dunkelgrauem Kunststoff bedeckt. Experimente mit einem Metallmantel will man bei Samsung wohl gar nicht erst eingehen - trotz des gesalzenen Preises von 599 Euro (UVP) für die Minimal-Version mit 16 Gigabyte internem Speicher und Wlan. Wer zusätzlich ein 3G-Modul haben will, muss sogar 689 Euro auf den Tisch des Händlers legen. Versionen mit 32 Gigabyte und 64 Gigabyte wird es auch geben, aber zumindest die ganz große Speichervariante dürfte nicht hierzulande erhältlich sein - das kennt man schon von anderen Tablets des Herstellers und ist dank Speicherkartenerweiterungsmöglichkeit auch kein Beinbruch.
LTE-Unterstützung soll es, wie angedeutet, später auch noch geben, aber wohl nur, wenn sich das Galaxy Note 10.1 anständig verkauft. Und das Zeug dazu hat es durchaus. Denn auch wenn es nur in Kunststoff gewandet ist, so wirkt der doch hochwertig und die Verarbeitung ist wie von Samsung gewohnt hervorragend. Und dass es etwas dicker als das ältere Galaxy Tab ist, macht auch nichts. Denn wo man beim 10.1N noch Angst haben musste, das fast schon klapperdürre Gerät bei falscher Handhabung durchzubrechen, kann man in das Galaxy Note 10.1 nicht nur den Stylus zum Transport in das Gehäuse einschieben, sondern Bruchgefahr besteht auch nicht so schnell.
Die technische Ausstattung überzeugt - wenn auch nicht in allen Belangen. Denn zu den bereits aufgezählten Verbindungsmöglichkeiten gesellt sich zwar ein auf 1,4 Gigahertz getakteter Quad-Core-Prozessor von Samsung, der bereits im Android-Smartphone Galaxy S3 für Leistung im Überfluss sorgt und die eingebauten 2 Gigabyte Arbeitsspeicher sollen dem Galaxy Note 10.1 zusätzlich zu neuen Leistungsdimensionen verhelfen. Doch die Auflösung des Displays belässt Samsung bei inzwischen doch etwas mageren 1.280x800 Pixel - in Zeiten von Smartphones mit der gleichen Auflösung und Tablets wie dem iPad 3 oder dem Infinity Pad von Asus hat Samsung da am falschen Ende gespart. Im Alltag wird man sich aber wohl eher über die ausreichend satten Farben und die gute Helligkeit des LCD freuen, die Pixel fallen nur beim ganz genauen Hinsehen auf. Dank der Anpassungen von Samsung lässt sich die Farbintensität des Screens sogar einstellen. Ebenfalls positiv: Das Display erlaubt auch recht steile Blickwinkel und spiegelt vergleichsweise wenig. Für eine perfekte Stylus-Bedienung setzt Samsung bei eigenem Screen auf eine Drittanbietertechnologie - welche das genau ist oder wer sie bereit gestellt hat sagt der Hersteller aber nicht. Gerüchteweise soll es aber eine Kooperation mit dem Spezialisten für Grafik-Tablets Wacom gegeben haben.








