Der Quad-Core-Prozessor Exynos 4412 ist ein echtes Kraftpaket. Das hat er schon im Galaxy S3 mit nur geringfügig niedrigerer Auflösung (1.280x720 Pixel statt 1.280x800) bewiesen, im Galaxy Note 10.1 stehen ihm sogar 2 statt nur 1 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Die generelle Bediengeschwindigkeit des Samsung Galaxy Note 10.1 ist damit hervorragend, Ruckler oder Hakler sind damit kaum zu sehen. Egal ob Browser oder Homescreens – viel flüssiger geht es eigentlich nicht und die Navigation durch die Menüs treibt dem Nutzer immer wieder ein breites Grinsen ins Gesicht, so hätten Android-Tablets von Anfang an reagieren müssen! Wobei auf dem Tablet derzeit noch gar nicht erkennbar ist, wie sich das zusätzliche RAM auswirkt – schon auf dem Galaxy S3 kommt der Vierkerner schließlich auch mit 1 Gigabyte problemlos aus.
Vielleicht will Samsung damit auch das letzte Ruckeln und Hakeln bekämpfen, schließlich nutzt das Tablet einige der S3-Features und baut sie teilweise sogar noch aus. Smart Stay kennt man etwa schon vom Quad-Core-Smmartphone: Über die Frontkamera beobachtet das Gerät den Nutzer und lässt die Display-Beleuchtung solange aktiviert, bis er wegschaut. Oder Pop up Play. Dabei lassen sich Videos in ein gesondertes Fenster platzieren, das anschließend unabhängig von allen anderen Anwendungen frei auf dem Display verschoben werden kann - natürlich ruckelfrei und im Gegensatz zum Smartphone lässt sich auf dem Note 10.1 die Größe des Videofensters frei bestimmen. Beim Vergrößern kann man dann zwar kurz minimale Hakler sehen, aber die werden wohl schon mit dem nächsten Update behoben sein.
Und Samsung geht sogar noch eine Schritt weiter. Für Browser, Polaris Office, S-Note, Video-Player, Galerie und E-Mail kann man nämlich den Bildschirm aufteilen und parallel zwei Anwendungen nutzen – ja, gleichzeitig und nicht wie sonst bei Android nacheinander. Dann kann man etwa neben dem Video noch seine E-Mails checken oder mit dem integrierten Stylus und der S-Pen-Software ein Motive aus der Galerie abzeichnen. So viel "echtes" Multitasking bietet derzeit kein anderes Android-Tablet.
A propos Stylus: Der Stift lässt sich nicht nur in das Gehäuse integrieren, sondern er liegt mit der Filzstift-Dicke auch recht gut in der Hand. Und wie man mit einem Filzstift durch unterschiedlich starkes Aufdrücken dünnere und dicker Linien zeichnen kann, unterscheidet der Stylus des Galaxy Note 10.1 bis zu 1.024 verschiedene Druckpunkte und erlaubt so sehr feine Zeichnungen. Und auch das Problem, dass der Nutzer seine Hand beim Zeichnen für bessere Stiftkontrolle normalerweise auflegt und bei bisherigen Geräten damit ungewollt auf dem Touchscreen herumdrückte, hat Samsung eine Lösung parat. Der Screen erkennt, wenn sich der Stylus auf eine Distanz von etwa 1,4 Zentimeter oder darunter nährt und zeigt das bei aktivierter Option mit einem kleinen Kreuz an der Stelle an, über die er gehalten wird. Weitere Eingaben mit dem Finger oder eben dem Handballen ignoriert das Galaxy Note 10.1 dann - einfach, aber genial.
Da erscheint es auch nachvollziehbar, dass Samsung Photoshop Touch auf dem Gerät vorinstalliert. Die Bildbearbeitungs-Software kostet normalerweise knapp 10 Euro extra und erlaubt dem Nutzer umfangreiche Eingriffs- und Veränderungsmöglichkeiten, die mit dem sensiblen Stylus noch besser zur Geltung kommen. Das Programm kommt zwar vom Umfang her nicht an die PC-Version heran, aber für einfache Korrekturen von Fotos reicht das allemal. Mit etwas Übung funktionieren die Zeichenwerkzeuge recht gut, Profis können damit wie auf der Präsentation eindrucksvoll gezeigt schnell und professionell Grafiken erstellen und Bilder bearbeiten.








