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Autor: Stefan Schomberg 05.05.2013 - 11:00 | (4)

Samsung Galaxy Note 8.0 Testbericht

Testüberblick Samsung Galaxy Note 8.0

Tops und Flops
  • Tops
  • Gute Gesamtausstattung
  • Umfangreiche Stiftbedienung
  • Gutes Display
  • Flops
  • Design ist Geschmackssache
  • hoher Preis

Samsung Galaxy Tab 8.0 Test: Quadratisch, praktisch, gut

Das Kernstück der Note-Reihe von Samsung ist die erweiterte Steuerung per Stifteingabe, mit der die Geräte nicht nur der Freizeitbeschäftigung dienen, sondern auch professionellen Ansprüchen genügen sollen. Das neue Samsung Galaxy Note 8.0 platziert sich genau zwischen dem Smartlet Note 2 und dem Tablet Note 10.1. Ob das Gerät damit eine sinnvolle Erweiterung des Portfolios darstellt oder zwischen allen Stühlen landet, klären wir im Test des Samsung Galaxy Note 8.0.

Design, Verarbeitung und Display

Am Design der aktuellen Samsung-Geräte scheiden sich die Geister: Die einen sehen es als funktional und zeitlos an, andere halten es inzwischen für ausgereizt und langweilig. Beide Gruppen dürften sich beim Samsung Galaxy Note 8.0 im Test wieder bestätigt fühlen, denn die gleiche Design-Linie wie bei Galaxy S3, S4 und Co. ist eindeutig zu erkennen. Und damit auch wieder der gleiche Kunststoff - genau genommen Polycarbonat. Das ändert nichts an der glänzenden Oberfläche des Materials, das sich nach wie vor nicht unbedingt sonderlich hochwertig und sogar etwas rutschig anfühlt. Bei einem Tablet stört das aber nicht so sehr wie bei einem Smartphone, denn hier hat man einfach mehr zum Anfassen und kann beherzt zugreifen.

Samsung Galaxy Note 8.0 3G im Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Samsung Galaxy Note 8.0

Samsung Galaxy Note 8.0 3G im Unboxing | (c) Areamobile

Der Stylus ist integriert

Samsung Galaxy Note 8.0 3G im Unboxing | (c) Areamobile

Kunststoff auf der Rückseite | (c) Areamobile

 

Das Samsung Galaxy Note 8.0 ist mit mit 210,8 x 138,9 x 8,3 Millimeter nicht viel größer als das Google Nexus 7 (198,5 x 120 x 10,45 Millimeter), aber spürbar dünner und bietet ein sichtbar größeres Display - das kommt gut an. Das Gewicht liegt bei beiden Geräten fast gleichauf - 343 Gramm sind es beim Samsung-Modell, 340 Gramm beim Nexus 7. Das Note 8.0 liegt wegen der dünneren Bauweise zwar gut in der Hand, noch besser fühlt sich allerdings wegen der griffigeren Oberfläche des Kunststoffs das Nexus-Modell an.

Samsung Galaxy Note 8.0 3G im Unboxing | (c) Areamobile

Display | (c) Areamobile

Samsung verwendet für das Galaxy Note 8.0 ein IPS-LCD. Beschweren können sich Nutzer des Samsung-Modells nicht, außer leichten Farbveränderungen bei extremen Blickwinkeln gibt es eigentlich keinen Grund zur Kritik. Der besteht höchstens bei der Auflösung - allerdings auch nur dann, wenn man zuvor von Full-HD-Dispalys verwöhnt wird. Denn auch wenn das Galaxy Note 8.0 nur 1.280 x 800 Pixel bietet, kann man einzelne Bildpunkte nur bei genauerem Hinschauen erkennen. Im Vergleich zum größeren Bruder Galaxy Note 10.1 ist die Bildschärfe mit 189 Pixel pro Zoll sogar höher, denn das kleinere Gerät bietet bei kleinerem Display die gleiche Auflösung. In Zeiten von hochauflösenden Touchscreens und im Hinblick auf die UVP von satten 599 Euro bietet Samsung hier aber zu wenig.

Multimedia: Kamera, Musik und Video

Samsung Galaxy Note 8.0 3G im Unboxing | (c) Areamobile

Kamera mit 5 Megapixel | (c) Areamobile

Es soll Menschen geben, die mit einem Tablet tatsächlich Fotos knipsen und die kommen beim Samsung Galaxy Note 8.0 nicht zu kurz. Denn neben einer sichtbar rauschenden, aber insgesamt ausreichenden Frontkamera mit 1,3 Megapixel steckt der Hersteller eine Optik mit 5 Megapixel in das Gehäuse. Bei gutem Licht lassen sich damit im Test des Galaxy Note 8.0 für ein Tablet überraschend gute Bilder knipsen, insgesamt kommt die Qualität aber mit Abstand nicht an Aufnahmen eines Galaxy S3 heran. Zudem nimmt Bildrauschen außerdem bei schwindendem Licht schnell Überhand. Videos können trotz des starken Quad-Core-Prozessors nur mit 1.280 x 720 Pixel aufgenommen werden, Bildqualität und Sound bewegen sich dabei im Mittelfeld.

Bei Musik bietet Samsung keine Überraschungen. Nutzer haben zum Abspielen von Musik die Wahl zwischen der Samsung-App MP3-Player oder der Google-App Play Music, kaufen und zuvor probehören lassen sich Songs im Music Hub. Dateien können im bis zu 32 Gigabyte großen internen Speicher abgelegt werden, außerdem schluckt das Galaxy Note 8.0 Speicherkarten bis 64 Gigabyte. Videos begeistern mit intensiven Farben und ausreichender Schärfe - die meisten Angebote über Google Movies oder von Samsung werden eh nur in 720p angeboten.

System: Hardware und Bedienung, Connectivity und Synchronisation

Das Samsung Galaxy Note 8.0 wird von einem Exynos 4412 angetrieben, einem Quad-Core-Prozessor aus eigener Produktion mit einer Taktung von je 1,6 Gigahertz. 2 Gigabyte RAM stehen ihm zur Seite, die gleiche Kombination sorgt derzeit auch im Note 2 für sehr gute Leistung. Und das sind nicht die einzigen Gemeinsamkeiten. So integriert Samsung auch bei der 8er Version an der rechten unteren Seite einen drucksensitiven Stylus und selbst mit dem 8-Zöller kann man herkömmliche GSM-Telefonie betreiben.

Samsung Galaxy Note 8.0 3G im Unboxing | (c) Areamobile

Die Bedienung ist...

Samsung Galaxy Note 8.0 3G im Unboxing | (c) Areamobile

...überwiegend flüssig und bietet...

Samsung Galaxy Note 8.0 3G im Unboxing | (c) Areamobile

...mit dem Stift sinnvolle Extras | (c) Areamobile

 

Außerdem richtet Samsung die Bedienung auch beim Tablet auf das Hochformat aus und installiert statt der typischen Table-Oberfläche, bei der die Systembenachrichtigungen etwa unten rechts eingeblendet werden, die Smartphone-Oberfläche. Entsprechend lässt sich vom oberen Display-Rand die Benachrichtigungsleiste herunterziehen. Ansonsten nimmt sie keinen Extraplatz ein, denn wie beim Galaxy S4 ist sie durchsichtig, nur die Symbole sind sichtbar. Und es gibt weitere Unterschiede. So lassen sich die Sensortasten unter dem Display nun auch mit dem Stylus bedienen, bei Note 2 und Note 10.1 funktioniert das nicht. Ein weiterer Unterschied, der die Nähe zu den artverwandten Smartphones betont: Samsung setzt beim Galaxy Note 8.0 im Test auf einen herkömmlichen Micro-USB-Stecker für Strom- und Datentransfer - löblich.

Ansonsten ist an technischer Ausstattung fast alles Nennenswerte vorhandene - von HSPA inklusive Telefonfunktion (dafür hat die 3G-Version extra einen Telefonielautsprecher über dem Display) über GPS, Bluetooth 4.0 bis hin zu Wlan und einem Infrarot-Sender, mit dem das Tablet im Zusammenspiel mit der App Smart Remote zur Universalfernbedienung wird. Eine Version mit LTE soll es auch demnächst geben. Zusätzlich zu den Hardware-Features gibt es wie bei den anderen Note-Geräten die zahlreichen Software-Features wie AirView oder SmartStay. Was das bringt, haben wir etwa im Test des Samsung Galaxy Note 2 ausführlich erklärt. Ein weiteres neues Feature: der Lesemodus. In bestimmten Apps, in denen viel Text dargestellt wird, passt das Samsung Galaxy Note 8.0 die Farben für ermüdungsfreieres Lesen an. So wird etwa strahlendes Weiß in dunkleres und angenehmeres Beige umgewandelt.

Telefonfunktionen und Akkulaufzeit

Die meisten Tablets beherrschen nur VoIP-Telefonie, beim Samsung Galaxy Note 8.0 ist das anders. Hier kann der Nutzer auch ganz normale Telefonate über das herkömmliche Mobilfunknetz führen, zu diesem Zweck integriert Samsung extra einen Telefonielautsprecher, der der Wlan-Version fehlt. Wer sich das im Vergleich zu einem Smartphone riesige Tablet nicht ans Ohr halten will, kann natürlich alternativ über den Lautsprecher telefonieren oder ein Headset benutzen. Der Sound ist für gelegentliche Gespräche erträglich, kommt aber in Bezug auf Lautstärke und Klarheit nicht an ein ordentliches Smartphone heran.

Einen kleinen Dämpfer erhält der gute Tenor im Test des Galaxy Note 8.0 beim Thema Akku. Hier liefert das Stift-Tablet zwar keine schlechte, aber statt einer guten Leistung auch nur Durchschnitt ab. Bei normaler Nutzung sollte das Gerät zwar ein paar Tage durchhalten, im Dauerbetrieb bei maximaler Display-Helligkeit aber keine 7 Stunden.

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Samsung Galaxy Note 8.0: Unboxing des Stift-Tablets (46 Bilder)

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Fazit

Wer auf eine Stifteingabe nicht verzichten möchte, das Note 10.1 aber zu groß und unhandlich fand, der wird das 8er lieben. Denn es vereint derzeit (fast) die Handlichkeit des Note 2 mit der Funktionalität des großen Tablets. Und damit ist nicht nur der reine Funktionsumfang gemeint, sondern auch dessen Nutzbarkeit. Denn was nützen mir die ganzen Software-Spielereien, wenn sie auf einem zu kleinen Display eh kaum verwendet werden können? Das Samsung Galaxy Note 8.0 im Test bietet hier den optimalen Kompromiss. Alles andere als optimal ist hingegen der Preis, aktuell zahlt man für das Gerät locker 400 Euro in der Wlan-Version mit 16 Gigabyte Speicher - das ist zu teuer. Wer auf Stift und Telefonfunktion verzichten kann, der sollte sich lieber nach Geräten wie dem Google Nexus 7 umsehen. Der Rest kommt die Note-Serie und insbesondere das Note 8.0 nicht herum.

Quelle: AM
Artikel bewerten:
Testwertung Samsung Galaxy Note 8.0
 
Handlichkeit und Design 90%
Verarbeitung 92%
Akkuausdauer 78%
Messaging 70%
Ausstattung / Leistung 73%
Kamera 77%
Internet 78%
Musik 84%
PIM und Sozialnetzwerke 93%
Software und Bedienung 95%
Programme 87%
Navigation 74%
Gaming und Video 77%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
83%
Zeitwertung
(Stand 23.11.2014)
79%

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Bewertet am 07.03.2013

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 06.05.13 13:18 Firenze1848 (Handy Profi)

    @rbsoft:
    Ich bin auch kein Pixeljunkie, aber zwischen "Auflösung vollkommen ausreichend" und "gutes Display" liegt schon noch ein Stück.

  2. 06.05.13 10:01 rbsoft (Member)

    Ich finde die Auflösung vollkommen ausreichend. Die Hersteller verfallen momentan alle in einen ähnlichen Pixelwahn wie seinerzeit die Kamerahersteller.

  3. 06.05.13 00:24 Firenze1848 (Handy Profi)

    Beim iPad mini ist es ja auch top ;)

  4. 05.05.13 15:34 Ariani (Advanced Member)

    gutes display als top?? das display ist nicht mal ansatzweise erwähnenswert.. auch wenn man kein full-hd display zuvor hatte glaube ich kaum das unter 200 ppi die pixel kaum zu erkennen sind!! aber gut ich lass mich gern eines besseren belehren :D

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