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Autor: Stefan Schomberg 26.08.2013 - 18:31 | 5

Samsung Galaxy Tab 3 (7.0) Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • günstiger Preis
  • gute Verarbeitung
  • Telefon-Funktion (+0.5%)
  • Flops
  • miese Display-Auflösung
  • schlechte Kamera (-0.5%)
  • zu schwach auf der Brust (-1.0%)

Samsung Galaxy Tab 3 7.0 Test: Aller guten Dinge sind nicht drei

Die dritte Generation der Samsung Galaxy Tabs ist da und nach dem Test der 10-Zoll-Variante war klar, dass das kein iPad-Konkurrent mehr ist. Dafür ist einfach die Technik nicht gut genug, obwohl es kein schlechtes Gerät ist. Aber neben dem 10-Zöller gibt es ja auch noch die Version mit 7 Zoll – ob hier Samsung seine Sache besser macht?

Design, Verarbeitung und Display

Bei der Verarbeitung und dem Design des Samsung Galaxy Tab 3 7.0 gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, was nicht bereits im Test des Samsung Galaxy Tab 3 10.1 geschrieben wurde: Das mit auf Alu getrimmtem Kunststoffrahmen an die neue Samsung-Linie à la Galaxy S4 angepasste Gerät bietet hohe Passgenauigkeit, aber ebenfalls langsam überholtes Design im zu billig wirkenden Plastiklook. Leichte Fortschritte gibt es aber zu verzeichnen, etwa bei der Größe. War die erste Version noch 11,9 Millimeter dick und 120 Millimeter breit, so sind diese Maße beim Galaxy Tab 3 7.0 auf 9,9 und 111 Millimeter geschrumpft. Die Einsparungen betreffen vor allem den Rand um das Display, der in der ersten Generation noch wesentlich ausgeprägter war. Dadurch sieht die aktuelle Reihe eleganter aus. Auch beim Gewicht gibt es Verbesserungen: Mit nur noch 306 Gramm liegt das neue Samsung Galaxy Tab 3 7.0 im Test sehr gut in der Hand.

Samsung Galaxy Tab 3 7.0 Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Samsung Galaxy Tab 3 7.0

Samsung Galaxy Tab 3 7.0 Unboxing | (c) Areamobile

Verschlusskappen für SIM und microSD

Samsung Galaxy Tab 3 7.0 Unboxing | (c) Areamobile

Plastikwüste | (c) Areamobile

 

Das liegt natürlich auch an den sanften Rundungen auf der Rückseite, wodurch sich das Gerät beinahe schon natürlich an die Handinnenflächen schmiegt. Das kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass Samsung beim Galaxy Tab 3 7.0 wieder einmal nur auf Kunststoff setzt und das Display nicht einmal die Schulnote "befriedigend" verdient hat. Das liegt nicht an Helligkeit, Farbwiedergabe oder Blickwinkelstabilität, die insgesamt in Ordnung gehen. Allerdings ist so ein Pixelgewitter wie auf dem Samsung Galaxy Tab 3 7.0 eines Tablets des Jahres 2013 einfach nicht mehr würdig - schon gar nicht, wenn das Gerät von einem so namenhaften Hersteller stammt. Das Tablet hat nur eine Auflösung von 1.024 x 600 Pixel und das ist heutzutage einfach viel zu wenig.

Besonders bei der Anzeige von Text auf dem Display des kleinen Galaxy Tab 3 fällt das auf, verwirrend erscheint allerdings die Tatsache, dass das beim 10-Zöller nicht so stark gestört hat, obwohl dort die Pixeldichte pro Zoll nur bei 149 Pixel liegt. Beim Samsung Galaxy Tab 3 7.0 kommt man immerhin noch auf 170 PPI. Insgesamt kann man sicherlich noch mit dem Display des 7-Zöllers leben, aber gut ist es darum noch lange nicht, zumal die Spiegelungen der Display-Oberfläche extrem stören.

Kamera, Musik, Multimedia und Video

Samsung Galaxy Tab 3 7.0 Unboxing | (c) Areamobile

Samsung Galaxy Tab 3 7.0 Kamera | (c) Areamobile

Frontkamera, Hauptkamera, kein Blitz - das ist Standard für Tablets. Nicht so die Qualität: Die 3-Megapixel-Knipse ist mangels Autofokus unscharf, die Bilddynamik miserabel und wirkt irgendwie trüb. Die Frontkamera ist für Fotos noch weniger zu gebrauchen, allerdings ist sie ja auch eher für Videotelefonate gedacht - und dafür geht die Qualität noch in Ordnung.

Maximal 16 Gigabyte stehen intern zum Speichern von Daten zur Verfügung, allerdings lässt der sich dann um bis zu 32 Gigabyte erweitern, in dem man eine microSD-Karte einlegt. Dann dürfte man auch genug Platz für eine größere Film- und Musiksammlung haben. Dafür sollte man sich aber ein vernünftiges Headset zulegen, denn im Lieferumfang findet man keins. Der Sound des Lautsprechers geht zwar in Ordnung und bietet sogar für ein Tablet ausreichend viel Tieftöne, ist aber auf Dauer wie immer kein Genuss.

System: Hardware und Bedienung

Das Samsung Galaxy Tab 3 7.0 gehört definitiv nicht zu den schnellsten Geräten auf dem Markt. Das dürfte auch an der Prozessorwahl liegen, denn während im 10-Zöller ein Dual-Core von Intel steckte und dort manchen Zweifler bekehrt haben dürfte, verwendet Samsung beim Galaxy Tab 3 7.0 im Test einen Zweikerner von Marvel. Der PXA986 genannte Chip taktet mit je 1,2 Gigahertz und stellt Inhalte dank der des Grafikbeschleunigers Vivante GC 1000+ dar. Diese Kombination überzeugt aber weder in Benchmarks, noch - und das wäre viel wichtiger - im Alltag.

Samsung Galaxy Tab 3 7.0 Unboxing | (c) Areamobile

Schon auf dem Homescreen gibt es Ruckler

Samsung Galaxy Tab 3 7.0 Unboxing | (c) Areamobile

Im Internet auch und Spiele leiden ebenfalls darunter | (c) Areamobile

 

Im Quadrant-Test kommt das Gerät auf knapp 1.500 Punkte, in Linpack schafft die CPU gerade einmal 40 Megaflops und in Antutu knackt der Marvel-Chip nur mit Mühe die Grenze von 10.000 Punkten - damit gehört das Gerät zu den schwächsten Modellen, die wir in letzter Zeit getestet haben. Und dieses Bild setzt sich fort, denn schon auf den Homescreens kann man ganz leichtes Ruckeln erkennen, im Browser und bei Spielen wird das dann noch mehr. Wenn Apps überhaupt laufen - Epic Citadel brachte das ganze Tablet zum Absturz. Im Internet geht die Geschwindigkeit gerade noch in Ordnung, die Ladezeiten sind aber etwas einschläfernd im Vergleich zu stärkeren Konkurrenten.

Telefonfunktionen und Akkulaufzeit

Ja, mit dem Samsung Galaxy Tab 3 7.0 im Test kann man normal telefonieren. Das sieht zwar seltsam aus, da man das Tablet dank Telefonielautsprecher und Annäherungssensor wie ein Handy ans Ohr halten kann, aber es funktioniert. Recht gut sogar. Die Qualität der Übertragung ist gut, Gesprächspartner werden ausreichend klar übertragen. Die Lautstärke lässt sich mit einem Tastendruck über das eigentliche Maximum erhöhen, was besonders in lauter Umgebung hilfreich ist. Natürlich funktioniert das nur in der etwas teureren 3G-Version, mit der Wlan-Only-Version muss man auf VoIP-Apps wie Skype ausweichen.

Der Akku vereint zwei Gegensätze: Er sorgt für anständige Standby-Zeiten, aber eher unterdurchschnittliche Laufzeiten unter Teillast wie etwa beim Internet-Surfen per Wlan. Das dürfte am verwendeten Prozessor liegen, denn der Marvel-Chipsatz ist dafür verschrieen, unter Last in Relation zur eher spärlichen Leistung zu viel Strom zu verbrauchen. Das bewahrheitete sich im Test, Dauersurfer werden wohl nicht weit über 5 Stunden kommen, das ist im Vergleich zu Geräten wie dem Nexus 7 oder dem iPad Mini zu wenig.

Fazit

Was ist denn das bitte, Samsung? Einen Fortschritt zum Galaxy Tab der ersten Version kann man zwar schon noch beim Galaxy Tab 3 7.0 erkennen, aber so gravierend ist er - gerade in Bezug auf das zu niedrig auflösende Display und den schwachen Chipsatz - nicht gerade. Noch geringer wird der Unterschied zum direkten Vorgänger, hier fehlt einfach jeder Grund, warum man das neue Modell kaufen sollte. Der größte Fortschritt ist bei der Preisgestaltung zu erkennen, denn das getestete Galaxy Tab 3 7.0 gibt es schon ab 200 Euro, das Galaxy Tab 2 mit 7 Zoll kostete noch deutlich mehr. Wenn es Samsung-Tablet sein soll, dann aber bitte die 100 Euro mehr ausgeben, die das Galaxy Tab 3 8.0 kostet - das bietet den besseren Prozessor, die höhere Auflösung und einen IR-Sender, um nur ein paar Vorzüge zu nennen. Wer einfach nur ein großes Display und Telefonfunktion haben will, der sollte lieber zum billigeren, aber ähnlich ausgestatteten Asus Fonpad greifen.

Themen: Tablet, Android-Tablet, Galaxy-Tablet
Quelle: AM

Mal ganz davon abgesehen, dass ich diese dritte Generation der Tabs eine Frechheit finde, habe ich doch ein Frage an Samsung: Wollt ihr es dem Kunden nicht zu einfach machen oder schämt ihr euch für die dritte Generation der Galaxy Tabs? Denn wenn man auf eurer Homepage den Bereich "Tablets" anklickt, werden mir zuerst Geräte der zweiten Generation angezeigt. Und wenn ich dann auf "alle Geräte anzeigen" klicke und endlich auch die neuen Modelle finden könnte, werde ich von nichtssagenden Zahlen- und Buchstabenkombinationen wie SM-T211 erschlagen. Könnt ihr nicht einfach einen kundenfreundlicheren Namen wie Galaxy Tab 3 7.0 dort hinschreiben ...? Oder mögt ihr eure Kunden einfach nicht ...?

Persönlicher Kommentar von Stefan Schomberg

Testwertung Samsung Galaxy Tab 3 (7.0)
 
Handlichkeit und Design 93%
Verarbeitung 96%
Akkuausdauer 71%
Ausstattung / Leistung 61%
Kamera 49%
Internet 69%
Musik 81%
Software und Bedienung 90%
Gaming und Video 69%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. "Telefon-Funktion" (+0.5%) wirkt sich positiv auf die Bewertung aus, für "schlechte Kamera" (-0.5%) und "zu schwach auf der Brust" (-1.0%) werden Punkte abgezogen.

-1.0%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
77%
Zeitwertung
(Stand 21.04.2018)
72%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 20.09.13 18:48 Heisenberg (Gast)

    Klar Scovi. Das hängt sich schon beim Ansehen auf, ist der größte Müll und Samsung frißt kleine Kinder.

    @Sottil
    > Samsung gibt sich bei seinen Tablets nicht annähernd soviel Mühe wie bei seinen SmaPhos. Unverständlich!
    Ja komisch. Bis auf die Note Tablets sind die SAmsungs irgendwie lahm.

  2. 20.09.13 18:44 scovi
    Einer Meinung ... und noch viel schlimmer.

    Wirklich ein schlimmes und fast unbrauchbares Teil. Selbst die areamobile-seite hat sich bei mir gerade mit dem tab aufgehängt... Das Samsung Galaxy Tab 3 7.0 ist selbst für das surfen nicht zu gebrauchen. Finger weg davon.

  3. 20.09.13 18:44 scovi
    Einer Meinung ... und noch viel schlimmer.

    Wirklich ein schlimmes und fast unbrauchbares Teil. Selbst die areamobile-seite hat sich bei mir gerade mit dem tab aufgehängt... Das Samsung Galaxy Tab 3 7.0 ist selbst für das surfen nicht zu gebrauchen. Finger weg davon.

  4. 27.08.13 08:46 CSiPhone (Advanced Member)

    Hätten Sie besser machen können/müssen.

  5. 26.08.13 20:50 sottil (Handy Profi)

    Samsung gibt sich bei seinen Tablets nicht annähernd soviel Mühe wie bei seinen SmaPhos. Unverständlich!

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