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Samsung Galaxy Tab Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • kompakter Tablet PC
  • hervorragende Verarbeitung
  • 2 Kameras
  • umfangreiche Connectivity
  • strammer Akku
  • Flops
  • Browser reagiert nur langsam auf Eingaben
  • System nicht für Tablet-Bedienung optimiert
  • viele Android-Apps unterstützen die Auflösung nicht

Samsung Galaxy Tab Test: Das Einhand-Tablet im iPad-Vergleich

Das Galaxy Tab ist der schärfste Konkurrent für das iPad. Aber das heißt noch lange nicht, dass es genauso gut ist, wie Apples Kultbrett. Oder doch? Areamobile hat das Samsung-Tablet getestet und dabei mit dem iPad verglichen.

Design, Verarbeitung und Display des Galaxy Tab

Schon die schneeweiße Rückseite zeigt, woher die Samsung-Designer ihre Ideen bezogen haben: natürlich von Apple. Aber die wenigsten Kopien sehen besser aus, als das Original. Das Tab ist elegant gestaltet und hervorragend verarbeitet, sieht jedoch neben dem iPad wie eine Apple-Collage aus. Und der Kunststoff, aus dem das Gehäuse besteht, ist zwar sehr hochwertig, aber nicht mit dem Aluminium-Unibody des iPad vergleichbar. Das Tab aus Korea hat einen großen Vorteil: es ist so kompakt, dass man es problemlos mit einer Hand bedienen kann. Bei Apple muss man immer zwei Hände nehmen.

In seinem ersten Surfbrett verbaut Samsung ein 7 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1024x600 Pixel. Der Hersteller setzt dabei auf die sogenannte Super-TFT-Technik - was genau dahinter steckt, ist nicht bekannt. Vielleicht ein normales LCD? Die Darstellung ist jedenfalls scharf und kontrastreich. Das iPad ist aber einen Tick heller und lässt sich aus der Schrägperspektive auch etwas besser ablesen. Im Gegenzug kann man auf dem  Tablet von Samsung besser schreiben, weil man sogar im Querformat alle Tasten noch bequem mit dem Daumen erreicht. Die Tastenwisch-Alternative Swype ist bereits vorinstalliert. Auf dem 7-Zoll-Display funktioniert sie sehr gut. Weitere Informationen zum Display und zahlreiche Fotos finden Sie in unserem ausführlichen Galaxy Tab Test.

Kamera, Musik, Multimedia und Video

Ein großer Vorteil des Samsung Galaxy Tab gegenüber dem iPad sind die beiden eingebauten Kameras mit1,3 und 3,2 Megapixel. Während die kleinere Frontkamera für Videochats gedacht ist, kann man mit der rückseitig angebrachten Optik wie mit einem Handy Fotos knipsen und Videos drehen. Die Qualität ist aber nur mäßig und es gibt kaum Einstellungsmöglichkeiten. Das Tab taugt also nur für grobe Schnappschüsse.

Ein Musikshop ist vorinstalliert. Der sogenannte Music Hub wird bei den ungebrandeten deutschen Modellen von 7digital befüllt, der in Großbritannien zu den größten digitalen Musikanbietern gehört. Mit einem 8-Band-Equalizer und zahlreichen Klang-Presets kann man den Sound anpassen, dazu kommen noch mehrere Effekte für Raumklang. Während letztere eher Geschmackssache sind, lässt sich der Sound über den Equalizer und die Presets perfekt an den eigenen Geschmack anpassen. Dann liefert das mitgelieferte In-Ear-Headset vollen Klang mit satten Bässen und klaren Höhen, die Lautstärke ist ebenfalls sehr gut.

Für Videos scheint das Galaxy Tab geradezu gemacht zu sein. Auf dem riesigen Display mit 7 Zoll und der hohen Auflösung von 1024x600 Pixel kommen Filme richtig gut rüber, sie werden scharf und mit realistischen Farben wiedergegeben. Allerdings sollte man für den richtigen Kino-Genuss die Display-Helligkeit auf Maximum stellen. Das funktioniert direkt im Player, Samsung hat oben links einen Direktzugriff auf die Helligkeitseinstellung platziert. Mehr Infos zu den unterstützten Videoformaten und viele Screenshots gibt es hier.

System: Hardware und Bedienung, Connectivity und Synchronisation

Auf dem Galaxy Tab findet man sich auch ohne Einführung schnell zurecht, denn Samsung veredelt Android mit seiner Oberfläche Touchwiz, die schon auf dem Top-Smartphone Galaxy S überzeugen konnte. Die Icons sehen auf den ersten Blick kaum anders aus, als in der Standard-Version von Android, aber sie wirken eleganter. Und die runden Ecken lassen erkennen, woher die Samsung-Designer schon wieder ihre Anregungen bezogen: von iPhone und iPad, denn bei Android sind diese Programm-Symbole normalerweise randlos. Das Facelifting von Samsung hat uns überzeugt. Das Unternehmen gestaltet vor allem das Hauptmenü viel übersichtlicher und hübscher, als das native Standard-System von Google.

 

Aber ein Manko bleibt, und das heißt Android. Beim iPad spürt man sofort, dass die Software perfekt auf die Hardware abgestimmt wurde. Das Google-System wurde dagegen in der aktuellen Version 2.2 nicht für Tablets, also für Displays jenseits der 5-Zoll-Marke entwickelt, sondern für Smartphones. Auf dem Galaxy Tab merkt man das. Weitere Informationen zur Benutzeroberfläche und zur Leistungsfähigkeit des Prozessors finden Sie hier.

Die Verbindungsmöglichkeiten sind dagegen umfassend und viel besser, als mit dem iPad. Neben dem modernen Bluetooth-Standard 3.0 unterstützt das Galaxy Tab auch Tethering und wird in wenigen Schritten zu einem Wlan-Hotspot, der bis zu fünf Geräten Zugang zum Internet erlaubt. Außerdem kann man über den Heimnetz-Standard DLNA Bilder oder Musik drahtlos auf andere Geräte streamen. Weniger gefallen hat uns dagegen die PC-Software Kies. Hier erklären wir, warum.

Internet, Apps, Sozialnetzwerke, E-Mail und PIM

Der Browser gibt Rätsel auf. Er lädt Websites rasend schnell und überzeugt in Javascript-Benchmarks mit Bestwerten - aber das Scrolling ist eine Katastrophe. Wenn man sich auf Internetseiten bewegt, dann reagiert das Tablet nur mit deutlichen Verzögerungen - im Prinzip wird jede Aktion des Nutzers vom System mit einer Denkpause bestraft. Da hilft nur ein Update. Bis dahin ist eine der wichtigsten Anwendungen des Tablets nur eingeschränkt nutzbar.

Auch die Installation von Apps wird von Problemen überschattet. Der Android Market bietet zwar mittlerweile mehr als 100.000 Apps - aber die wenigsten sind auf Displaygröße und -auflösung des Tablets abgestimmt. Bei vielen ist das kein Problem - man wundert sich nur darüber, dass Icons plötzlich in Übergröße dargestellt werden oder der Platz auf dem Display nicht optimal ausgenutzt wird. Andere Apps - besonders Spiele - machen dagegen mit einem dicken schwarzen Rand deutlich, dass sie eigentlich für Smartphones programmiert wurden. Mehr Infos dazu sowie einen Blick auf Kalender und Kontaktverwaltung geben wir in unserem ausführlichen Galaxy Tab Test.

Telefonfunktionen und Akkulaufzeit

Weil das Galaxy Tab viel zu groß ist, um es zum Sprechen ans Ohr zu halten, kann man nur über Headset oder Freisprecheinrichtung telefonieren. Das beiliegende Kabel-Headset, das bei Musik extrem vollen Klang produziert, klingt bei Gesprächen über das Mobilfunknetz aber überraschend schlecht. Besser wird es, wenn man ein Bluetooth-Headset koppelt oder die Freisprecheinrichtung benutzt.

Ein 4.000 mAh starker Akku treibt die Highend-Technik an, Samsung verspricht damit eine durchgehende Videowiedergabe von 7 Stunden. Das haben wir nicht nachgeprüft, aber nach einem Spielfilm hat der Akku gerade einmal 20 Prozent verloren - der Hersteller übertreibt also nicht mit seinen Versprechungen. Die Ausdauer des Galaxy Tab ist durchaus mit dem iPad vergleichbar. Mit aktiviertem 3G-Funk, zwei Mail-Accounts (Google/ Exchange) sowie einer Stunde Internet und Musik pro Tag hält das Tab locker zwei bis drei Tage durch. Selbst bei intensiver Nutzung kann man den Akku nur schwer unter einen Tag drücken.

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Fazit

Das Galaxy Tab ist technisch auf dem neuesten Stand und steckt in einem hochwertigen Gehäuse. Aber die Software hinkt der Hardware hinterher. Das Smartphone-System Android 2.2 wurde zwar mit Ach und Krach von Samsung an das große Display angepasst - aber man merkt trotzdem, dass es nicht für Tablets entwickelt wurde. Viele Apps aus dem Market sehen nicht besonders gut auf dem großen Display aus. Hinzu kommt ein Browser, der aufgrund von schlechter Programmierung fast unbenutzbar ist. Ein Update wird es mal wieder richten müssen.

Samsung hat bereits angekündigt, dass das Tab auf die kommenden Android-Generationen aktualisiert wird, die erstmals auch für Tablets optimiert werden. Erst mit dieser neuen Software bekommt das Gerät eine Empfehlung von uns. Wer noch in diesem Jahr ein Tablet kaufen will, der sollte zum ausgereiften Original von Apple greifen. Das iPad 3G 16GB kann man zwar nicht mit einer Hand bedienen, es kostet mit 599 Euro (Apple Store) aber weniger, als das Galaxy Tab mit 656 Euro (Amazon).

Artikel bewerten:
Bewertung
Hardware
Design 90%
Verarbeitung 100%
Sprachqualität 90%
Akku 95%
Connectivity 95%
 
Gesamtwertung
Gesamteindruck 92%
Features
Bedienung 85%
Internet 85%
Messaging 100%
PIM-Funktionen 100%
Sound 95%
Kamera 70%
Gaming 90%
Video 95%

Andreas Seeger,

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Bewertet am 04.06.2011

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 19.12.10 19:12 ColorMe (Advanced Handy Profi)

    also auch wenn ich kein applejünger bin, muss ich zugeben das ipad bietet mir pers. mehr, was ich von so einem produkt erwarten würde.

  2. 17.12.10 19:42 Ronk (Advanced Member)

    Das zur Zeit beste Android-Tablet. Wobei die Kokurrenz auch nicht sehr groß ist.

    Meine Empfehlung wäre zum jetztigen Zeitpunkt: Noch ein halbes Jahr warten, bis HTC, Motorola, LG und all die anderen Hersteller ihre Produkte auf den Markt geworfen haben. Da werden die Preise besser sein. Und auch wenn das Galaxy Tab zur Zeit das beste Android-Tablet ist. Technisch auf höchsten Niveau kann man es schon bald nicht mehr bezeichnen ;-)

  3. 07.12.10 23:11 FoVITIS (Youngster)
    Update auf 2.3 und 3.0 ??

    "Samsung hat bereits angekündigt, dass das Tab auf die kommenden Android-Generationen aktualisiert wird, die erstmals auch für Tablets optimiert werden."

    Stimmt leider nicht (mehr) .. aber vielleicht könnt ihr ja von Samsung eine aktuelle Stellungnahme bekommen !??!?!

  4. 26.11.10 22:36 Birk (Expert Handy Profi)

    Ich muss sagen, bei mir wäre eine Telefonfunktion in einem Android 7''-Tablets durchaus ein wichtiges Feature. Mit einer Multicard von o2 wäre ich auf dem Tablet und meinem Smartphone unter der gleichen Nummer erreichbar und die Kontakte liessen sich per Google syncronisieren.

    Da ich Pendler bin, würde ich wahrscheinlich täglich nur das Tablets dabei haben. Da ich es primär zum Surfen und Musikhören in der Bahn benutze. Telefonieren ist eher ein Nebenfeature.

    Jetzt wo ich es so überlege, will ich doch ein Galaxy Tab. :)

  5. 26.11.10 22:29 FoVITIS (Youngster)

    "Wie viele Leute kaufen sich ein Tablet für mehr als 600 Euro, um damit zur Not auch mal telefonieren zu können?"

    Ich zum Beispiel.
    Würde ich mein Smartphone behalten, hätte ich 200-300eur Mehrkosten, da ich es nicht verkaufen kann. Ausserdem müsste ich meine Kontakte auf dem Tab und auf dem Handy syncronisieren müssen.. also sollte es dasselbe OS haben. Ich müsste immer 2 Geräte rumschleppen. Ich bräuchte 2x Datenflatrates/Pakete da ich 2 Geräte habe die ich Mobil nutze.... Du siehst also, es gibt durchaus Menschen welche bei solchen Geräten eine Telefoniefunktion wollen.

    "Für Dich mag es wichtig sein, den meisten Tablet-Nutzern ist es egal."

    Wer sind die meisten? Bist Du die meisten? Ist mein Vorposter die meisten? ... viele... sicher... die meisten? Das kann nur jemand sagen der alle kennt.

    Aufgrund des geringeren Preises habe ich auch schon an das iPAD gedacht, es ist günstiger... und flüssiger. Aber zu groß (geht in keine Jackentasche...) und hat keinerlei Telefoniefunktion, und keine Webcam für gelegentliche Fotos oder Videokonferenzen...darum sollen Apple Kunden sich noch ein iPhone kaufen.... Apple Marktstrategie.. darum wohl auch kein 7" iPad/Phone

    Fazit.. ich habe beide nicht und warte noch ab bis die Preise fallen... 2011 kommen Konkurrenzprodukte (leider bisher alle ohne Telefoniefunktion), wodurch der Preis des Galaxy Tabs fallen sollte. Hoffentlich haben die Koreaner dann keinen Krieg.

  6. 21.11.10 03:53 Philipp Albin (Member)
    xD

    Besser als das iPad ist es aber auf jeden...

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