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Autor: Stefan Schomberg 18.08.2013 - 15:00 | 5

Samsung Galaxy Tab 3 (10.1) Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Dünn und ausreichend schick
  • Flüssige Bedienung
  • IR-Sender
  • Flops
  • Display-Auflösung zu niedrig
  • Kameras mies

Samsung Galaxy Tab 3 10.1 Test: Mehr Mitläufer als iPad-Konkurrent

Kann das sein? Das Samsung Galaxy Tab 10.1 geht inzwischen in die 3. Generation und auf den ersten Blick hat sich seit zwei Jahren an den Geräten der Tablet-Reihe kaum etwas geändert? Wir verraten im Test des Samsung Galaxy Tab 3 10.1, welche Fortschritte es gibt und ob sich ein Kauf des einstigen iPad-Konkurrenten lohnt.

Design, Verarbeitung und Display

Optisch gibt es kaum Unterschiede zwischen dem Samsung Galaxy Tab 3 10.1 im Test und seinem Ur-Ahn von vor zwei Jahren. Das Gerät ist immer noch extrem dünn, bietet recht wenig Rahmen um das 10,1 Zoll große Display und auf der Rückseite sieht man eine einzige weiße Kunststoff-Wüste. Auch ein zweiter Blick offenbart keine Neuerungen. Das Display bietet dem Namen gerecht werdend 10,1 Zoll, selbst die Auflösung ist mit 1.200 x 800 Pixel gleich geblieben - das soll wirklich eine Neuauflage sein? Der Prozessor bietet ja auch immer noch nur zwei Kerne, nur die Taktfrequenz scheint gestiegen zu sein.

Samsung Galaxy Tab 3 10.1 Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Samsung Galaxy Tab 3 10.1

Samsung Galaxy Tab 3 10.1 Unboxing | (c) Areamobile

Kaum Unterschiede zu den Vorgängern

Samsung Galaxy Tab 3 10.1 Unboxing | (c) Areamobile

Der "Alu"-Rahmen ist neu | (c) Areamobile

 

Die Änderungen liegen im Detail, das sieht man schon beim Design. So ist die Bautiefe von damals beinahe revolutionären 8,6 Millimeter weiter auf immer noch bewundernswerte 7,95 Millimeter geschrumpft, das Gewicht sank von 570 Gramm auf 510 Gramm. Das sind Werte, mit denen man sich nicht hinter der Konkurrenz verstecken muss, ein iPad 4 bringt es nur auf 9,4 Millimeter und 650 Gramm. Aber absolute Bestwerte sind das inzwischen auch nicht mehr, das Sony Xperia Tablet Z kommt auf 6,9 Millimeter und 495 Gramm - Wahnsinn. Was für die Maße gilt, trifft auch auf das Aussehen des Samsung Galaxy Tab 3 10.1 im Test zu: nett, aber inzwischen überholt. Das Design wurde mit einem auf Alu-Optik getrimmten Kunststoffrahmen und einem nur bei genauem Hinsehen erkennbaren Karomuster auf die neue Linie des Top-Smartphones Galaxy S4 getrimmt, doch an die Eleganz von iPad oder noch viel mehr Xperia Tablet Z kommt man nach drei fast unveränderten Tab-Generationen lange nicht mehr heran. Aus dem einstigen Apple-Herausforderer Samsung ist durch Tablets wie das Galaxy Tab 3 10.1 ein Mitläufer geworden.

Bei der Verarbeitungsqualität des Galaxy Tab 3 10.1 muss sich Samsung hingegen keine Schelte gefallen lassen, hier ist alles optimal. Anschlüsse werden passgenau von Schutzkappen verdeckt, Spaltmaße sind entweder kaum vorhanden oder verlaufen dann sehr gleichmäßig. Die Stereo-Lautsprecher, die im Querformat betrachtet an den oberen Enden der Seiten positioniert wurden, werden von filigranen Lautsprechergittern geschützt - besser geht es kaum. Einziger Wermutstropfen ist - wie bei allen neuen weißen Geräten von Samsung - die etwas schlampige Einbringung der Beleuchtung der Sensortaste, die den fein gearbeiteten mechanischen Home-Button flankieren. Ist sie aktiviert, strahlt auch die nächste Umgebung mit, das Licht scheint auch durch den Kunststoff.

Samsung Galaxy Tab 3 10.1 Unboxing | (c) Areamobile

Geöffneter SIM-Kartenschacht neben IR-Sender

Samsung Galaxy Tab 3 10.1 Unboxing | (c) Areamobile

Die Kunststoffwüste ist schon fast wieder elegant

Die Display-Auflösung ist bestenfalls Durchschnitt | (c) Areamobile

Die Display-Auflösung ist bestenfalls Durchschnitt | (c) Areamobile

 

Beim Display des Samsung Galaxy Tab 3 10.1 scheint der Hersteller geschlafen zu haben. Und zwar die letzten zwei Jahre - wie anders ist zu erklären, dass immer noch die gleiche Auflösung von 1.200 x 800 Pixel verwendet wird? Das war im ersten Tablet der Reihe noch herausragend, inzwischen ist einfache HD-Auflösung aber mehr als veraltet - die kaum teurere Konkurrenz ist mittlerweile locker bei Full-HD, das Nexus 10 aus eigenem Hause sogar bei satten 2.560 x 1.600 Bildpunkten. Und die fehlenden Pixel sieht man dem Samsung Galaxy Tab 3 10.1 im Test einfach an, hier hat man gerade einmal 149 Pixel pro Zoll vor Augen. Entsprechend unscharf ist die Darstellung besonders bei Schrift, aber auch bei Fotobetrachtung ist das absolut nicht mehr ausreichend. Zumindest nicht, wenn man Full-HD-Tablets kennt.

Aber so seltsam das auf den ersten Blick nach dem zuvor Geschriebenen auch klingen mag: Im Alltag und für sich gesehen wirkt das Samsung Galaxy Tab 3 10.1 im Test gar nicht so schlimm. Ja, man sieht bei genauerem Hinsehen schon einzelne Pixel und ja, das Gesamtbild ist nicht überragend. Aber den goldenen Augenkrebs-Orden am Bande hat das Display des Samsung Galaxy Tab 3 10.1 im Test nicht verdient, denn es überzeugt auf den anderen Gebieten wie Helligkeit und Farbintensität. Display-Fazit: ausreichend, aber nicht konkurrenzfähig mit Top-Produkten.

Multimedia: Kamera und Musik

Samsung Galaxy Tab 3 10.1 Unboxing | (c) Areamobile

Die Kamera ist schlecht | (c) Areamobile

Hinten 3 Megapixel, vorne 1,3 und auf einen Blitz muss man verzichten - was bei einem Smartphone nach übertriebener Sparpolitik klänge, geht für uns bei einem Tablet zumindest auf dem Papier voll in Ordnung. Denn einen 10-Zöller nutzen die meisten Menschen ohnehin zu Hause auf der Couch, und dort haben sie meist bessere Kameras zur Hand oder benötigen eh keine. Zumindest auf die Hauptkamera könnte man daher besser verzichten, und stattdessen hätte das Samsung Galaxy Tab 3 10.1 im Test eher ein besseres Display gebrauchen können. Vor allem, weil die beiden Kameras im Tablet eh niemanden vom Hocker hauen werden, dafür sind sie einfach zu schlecht. Das betrifft Bildschärfe und Bildrauschen, die Bilddynamik kann auch nicht überzeugen. Für Schnappschüsse reicht es, solange das Licht ausreicht. Ansonsten ist selbst eine Strichmännchen-Zeichnung aussagekräftiger.

Videos sind von jeher die Domäne von 10-Zoll-Tablets. Das ist auch beim Samsung Galaxy Tab 3 10.1 nicht anders, solange man keine Blueray-Qualität bei der Schärfe erwartet. Ansonsten macht das Tablet seine Sache gut, auch die Lautsprecher überzeugen mit kräftigem, wenn auch nicht sehr basslastigen Klang, der vergleichsweise verzerrungsfrei ist.

System: Hardware, Software und Bedienung

Es wurde eingangs erwähnt: Im neuen Samsung Galaxy Tab 3 10.1 steckt wie im Ur-Ahn nur ein Dual-Core-Prozessor. Der hat allerdings höchst wenig mit dem damaligen Chip zu tun. Denn handelte es sich beim ersten Galaxy Tab noch um eine auf 2 x 1 Gigahertz getakteten ARM Cortex A9-CPU, arbeitet im neuen Gerät ein Intel x86 Clover Trail-Chip mit 2 x 1,6 Gigahertz. Und wer Intel im Mobilsektor bislang nichts zugetraut hat, der sollte seine Meinung zumindest seit diesem Chipsatz noch einmal überdenken. Denn der ist erstmals nicht nur recht energieeffizient, sondern auch leistungsstark. Zumindest reicht es, um das Galaxy Tab 3 in allen Lebenslagen flüssig bedienen zu können.

Samsung Galaxy Tab 3 10.1 Unboxing | (c) Areamobile

Die Bediengeschwindigkeit ist...

Samsung Galaxy Tab 3 10.1 Unboxing | (c) Areamobile

...in allen Bereichen sehr gut

Samsung Galaxy Tab 3 10.1 Unboxing | (c) Areamobile

Touchwiz bietet auch Vorteile | (c) Areamobile

 

Browser? Kein Problem. Die Ladezeiten sind adäquat, das Ansprechverhalten bei Scrollen oder Zoom spontan und Bewegungen auf Internet-Seiten sanft und flüssig. Homescreen? Na, was soll denn hier schon ruckeln? Möglicherweise die großflächigen Widgets, die Samsung auf den Homescreens vorinstalliert - beim kleineren Geschwistermodell Samsung Galaxy Tab 3 7.0 sorgen die nämlich für Probleme. Zum Glück lassen die sich aber auch löschen und frei neu belegen - denn die Bildqualität etwa der n-tv-App ist noch einmal wesentlich schlechter, als die Auflösung des Tablet-Displays vermuten ließe. Aber auch in der Originalkonstellation flutscht alles flüssig. Somit gibt es keinen Grund für Beschwerden, auch Benchmarks zeigen mit guten Werten im Mittelfeld, dass die Leistung des Samsung Galaxy Tab 3 10.1 über jeden Zweifel erhaben ist, ohne in den Highend-Sektor vordringen zu können. So schafft das Gerät in Antutu respektable 20.500 Punkte, in 3DMark gute 6.000 Punkte und bei Quadrant immer noch etwa 5.000 Punkte.

Ansonsten verzichtet Samsung auf einige Software-Happen, während andere etwa vom Galaxy S4 bekannt sind. Story-Album, mit dessen Hilfe ausgewählte Fotos automatisch zu Kollagen zusammengefasst werden, muss erst aus dem Samsung-Store kostenlos nachinstalliert werden. Andere Features wie etwa Smart-Stay, bei der das Tablet das Gesicht des Nutzers beobachtet und das Display nicht deaktiviert, solange er auf das Gerät schaut, findet man auch auf dem Samsung Galaxy Tab 3 10.1 im Test.Zudem verfügt das Gerät über einen Infrarot-Sender und dazu passende Software, um die heimischen Geräte wie fernseher oder Hifi-Anlage zu steuern.

Das von uns getestete Modell mit Wlan und 3G kostet als unverbindliche Preisvorstellung des Herstellers 469 Euro, Wlan-only kostet dann 369 Euro. Eine LTE-Version des Samsung Galaxy Tab 3 10.1 wird es ab Ende August auch geben, sie kostet 509 Euro (UVP). Im Internet liegen die Preise derzeit noch nicht allzu weit unter den UVPs. Übrigens verwendet Samsung keinen proprietären Stecker mehr, sondern Daten und Strom kommen über einen herkömmlichen Micro-USB-Stecker ins Tablet, der außerdem als MHL-Anschluss Inhalte auf angeschlossene Geräte wie Fernseher oder Beamer bringt - leider nur via Adapter.

Akku-Laufzeit

Der Akku des Samsung Galaxy Tab 3 10.1 hält nach Angaben des Herstellers bis zu 9 Stunden bei Internet-Nutzung per 3G oder Wlan oder bei Videowiedergabe. Wie immer ist das zwar übertrieben, aber auf über 7 Stunden kamen wir im Test tatsächlich - ein guter Wert, zumal dafür nicht die Display-Helligkeit heruntergeschraubt wurde. Das bedeutet für den Alltag, das bei normaler Sofanutzung eine Akkuladung im Normalfall für knapp eine Woche gut ist.

Fazit

Das Samsung Galaxy Tab 3 10.1 ist kein Highend - das will es aber bei einer UVP von 369 bis 509 Euro auch nicht sein. Und darüber muss man sich beim Kauf auch im Klaren sein. Denn das Display kann mit seiner niedrigen Auflösung einfach nicht mit hochwertigen Konkurrenzprodukten mithalten. Doch das ist auch gleichzeitig der größte Kritikpunkt am 10.1-Tab der 3. Generation. Dass die Kameras bestenfalls Mittelmaß erreichen - geschenkt. Bei einem Tablet kommt es eher auf die Frontcam an und die geht noch in Ordnung. Dass der Prozessor kein absolutes Kraftpaket ist - ebenfalls geschenkt. Im Alltag reicht die Leistung für ruckelfreie Bedienung und das wiegt weit schwerer als Topscores in Benchmarks. Und ausreichend Akku-schonend ist er dabei auch noch. Sobald der Straßenpreis des Gerätes etwas gefallen ist, kann man das Samsung Galaxy Tab 3 10.1 bedenkenlos als das kaufen, was es ist: ein gutes Mittelklasse-Tablet.

Themen: Tablet, Android-Tablet, Galaxy-Tablet
Quelle: AM
Testwertung Samsung Galaxy Tab 3 (10.1)
 
Handlichkeit und Design 86%
Verarbeitung 96%
Akkuausdauer 79%
Messaging 81%
Ausstattung / Leistung 70%
Kamera 68%
Internet 86%
Musik 85%
PIM und Sozialnetzwerke 92%
Software und Bedienung 96%
Programme 99%
Navigation 83%
Gaming und Video 78%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
84%
Zeitwertung
(Stand 26.09.2017)
79%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 19.08.13 13:05 pixelflicker (GURU)

    Das mit den Displayauflösungen bei den Samsung Tablets kann ich einfach nicht nachvollziehen. Jetzt bauen die schon so lange das Nexus 10 für Google und haben selbst kein einziges Tablet mit ordentlicher Auflösung. Und das kleine Smartphone bringen sie mit über 400dpi. Das soll mal jemand verstehen.

  2. 18.08.13 17:53 homeend (Advanced Handy Profi)

    Das Tablet ist wohl kaum als iPad-Konkurrent positioniert, zumindest nicht gegen das 4er. Das wird wohl das Note 10.1.

  3. 18.08.13 17:23 Echse (Handy Master)

    Tja war wohl ein Eigentor. Bei kosten zwischen 370 und 509 Euro kann man auch noch ein paar Euro drauflegen und bekommt das wesentlich bessere ipad 4 . Und wenn man clever ist , wartet man bis zum ipad 5 . Wird nochmal alles billiger

  4. 18.08.13 17:20 Androfix (Advanced Member)

    ,,iPad - Konkurrent''

    Und schon habe ich keine Lust mehr, den Rest zu lesen.

  5. 18.08.13 16:29 chief (Professional Handy Master)

    Verstehe nicht warum Samsung seine "normalen" Tablets so Stiefmütterlich behandelt.


    1200x800 soll wohl ein schlechter Scherz sein. Ich hoffe das Note 3 10.1 legt da noch etwas drauf.

    Und wundern das es flüssig zu bedienen ist, tue ich mich bei der Auflösung und dem SoC nicht wirklich.


    Vom "König" unter den Androidsmartphones, hätte ich dann doch sehr viel mehr erwartet.

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