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Autor: Stefan Schomberg 19.12.2013 - 18:50 | 4

Trekstor Volks-Tablet (VT10416-1) Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Extrem niedriger Preis
  • HDMI-out
  • großer Lieferumfang
  • Flops
  • Akku schwach
  • Display-Auflösung zu niedrig

Trekstor Volks-Tablet Test: Was taugt das Billig-Tablet?

Tablets für 200 Euro sind normalerweise irgendwo im Einsteigerbereich angesiedelt. Der deutsche Hersteller Trekstor will in Zusammenarbeit mit der Bild-Zeitung beweisen, dass trotz des Niedrigpreises von 199 Euro (UVP) die Qualität nicht auf der Strecke bleiben muss. Wir haben das so genannte Volks-Tablet unter die Lupe genommen.

Design, Verarbeitung und Display

Sonderlich dünn ist das von der Bild-Zeitung "Volks-Tablet" genannte Gerät nicht. Leicht auch nicht. 11 Millimeter und besonders 636 Gramm Gewicht sind weit davon entfernt, auch nur annähernd gute Werte zu sein. Sollte es sich bei dem Trekstor Volks-Tablet, das in Zusammenarbeit mit der Bild-Zeitung große mediale Aufmerksamkeit erlangt hat, etwa um ein Gerät handeln, das kein Volks-Tablet ist, sondern ein Gerät, um Ramsch unter das Volk zu bringen? Nein, das wäre zu hart. Allein die Rückseite aus Aluminium und die insgesamt nicht schlechte Verarbeitung zeigen, dass Trekstor keinen Mist verramschen will. Bei einem so niedrigen Verkaufspreis muss man halt einfach Kompromisse eingehen.

Trekstor Volks-Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Trekstor Volks-Tablet

Trekstor Volks-Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Sogar mit mini-HDMI-Ausgang

Trekstor Volks-Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Rückseite aus Alu | (c) Areamobile

 

So fühlt sich der Rand um das Display minimal scharfkantig an, die eigentlich ganz schicke Rückseite klingt viel zu hohl beim Draufklopfen und die Übergänge von Metall zu Kunststoff sind nicht immer ganz exakt geworden. Auch die seitlichen Tasten für Power und Lautstärke sind etwas wackelig eingesetzt und bestehen nur aus Kunststoff. Aber ganz ehrlich: Schwamm drüber. Insgesamt passt der Eindruck, den das Gerät vermittelt und es wirkt zumindest sehr robust. Auffällig: Obwohl Trekstor einen herkömmlichen Touchscreen im Verhältnis 16:9 verwendet sieht das Volks-Tablet extrem breitformatig aus.

Trekstor Volks-Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Die Auflösung ist zu niedrig | (c) Areamobile

Beim Display wurde wieder gespart. Zwar verwendet Trekstor hier ein IPS-LCD, allerdings beläuft sich die Auflösung nur auf 1.366 x 768 Pixel, womit das Gerät bei einer Diagonale von 10,1 Zoll gerade einmal auf 155 Bildpunkte pro Zoll kommt. Für irritierte Blicke sorgte aber vor allem der Umstand, dass das Display mehrere Millimeter unter dem Touchscreen-Glas zu liegen scheint, das wirkt wenig hochwertig. Die Helligkeit ist zwar nicht sonderlich ausgeprägt, reicht im Alltag aber aus. Farben werden recht realistisch dargestellt, solange der Blickwinkel stimmt. Werden sie zu steil, senkt sich ein leichter Grauschleier über das Display.

Kamera, Musik, Multimedia und Video

Trekstor Volks-Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Miese Kameras | (c) Areamobile

Hinten 5 Megapixel, vorne 2 Megapixel - das klingt eigentlich ganz gut. Ist es aber nicht. Die Hauptkamera leidet unter mieser Bilddynamik und unnatürlichen Farben, die Bildschärfe ist auch allenfalls mittelmäßig. Rauschen hält sich immerhin in halbwegs vertretbaren grenzen. Qualitativ liegt die Kamera nur knapp vor der Optik des 50 Euro teureren Vodafone Smart Tab 3, beide Kameras sind selbst als Schnappschussoptik keine Freude. Auch bei der Frontkamera kann das Volks-Tablet hier den Sieg gegen das Vodafone-Pendant erringen, allerdings wird die Qualität der Auflösung von 2 Megapixel nicht gerecht und ist insgesamt unterdurchschnittlich. Im Gegensatz zum von Lenovo gebauten Netzbetreiber-Tablet reicht beim Bild-Gerät die Frontcam immerhin für Videotelefonate aus.

Bei der Musik kann das Gerät schon eher überzeugen - wenn auch hier nicht restlos. Der Klang des Players ist nämlich alles andere als überzeugend, was normalerweise kein gutes Zeichen ist. Doch immerhin kann man hier noch ausreichend guten Klang per Equalizer zaubern, auch wenn der dann sicherlich weit von Tonperlen guter Sony-Geräten entfernt ist. Ein Headset liegt dem Lieferumfang des Volks-Tablets nicht bei. Platz für Musik gibt es intern nur etwa 16 Gigabyte - natürlich abzüglich  Betriebssystem. Da dann nur etwa 12 Gigabyte übrig bleiben, lässt sich der Speicher zum Glück über Micro-SD-Karten erweitern. Da passen dann auch einige Filme drauf, die man ohne selbst in die Tasche zu greifen mangels Headset dann aber nur über den Lautsprecher hören kann. Und der quäkt leider nur matschig und mäßig laut vor sich hin, Spaß kommt so nicht auf. Mit dem Display kann man bei Filmen und Serien hingegen gut leben, wenn man auf das letzte Bisschen Schärfe verzichten kann. Eine Youtube-App ist übrigens nicht vorinstalliert, das lässt sich aber leicht nachholen.

System: Hardware und Bedienung

Technisch geht die Hardware des Volks-Tablets von Bild und Trekstore im Test in Ordnung, vor allem für den niedrigen Verkaufspreis von 199 Euro. Ein Quad-Core-Prozessor auf Cortex-A9-Basis mit 1,6 Gigahertz Taktfrequenz, Mali-400-GPU und 1 Gigabyte RAM sind auch jetzt noch ausreichend, um im Alltag für flüssige Bedienung zu sorgen. Vor allem, weil diese Konstellation ja keine Full-HD-Auflösung berechnen muss. Letztendlich passt das auch, nur hin und wieder findet man leichte Hakler, die das Nutzererlebnis aber nicht übermäßig stören. Dabei sollte man aber nicht glauben, dass das Tablet insgesamt rasend schnell wäre. Jedes Kommando wird vom Volks-Tablet mit einem gewissen Widerwillen entgegengenommen und umgesetzt. Das steigert sich auch schnell noch weiter, je mehr Anwendungen im Hintergrund laufen. Richtig langsam ist das zwar nicht, man sollte aber nicht auf den Gedanken kommen, hier ein Highend-Gerät in den Händen zu halten.

Trekstor Volks-Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Trekstor Volks-Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Trekstor Volks-Tablet Unboxing | (c) Areamobile

Trekstor Volks-Tablet Unboxing | (c) Areamobile

 

Das merkt man auch an Benchmark-Ergebnissen. Da liegt das Volks-Tablet zwar nicht ganz am untersten Ende unserer Vergleichsskala, allerdings auch nicht allzu weit drüber. Tatsächlich schneidet es trotz etwas niedrigerem Preis noch etwas besser ab, als etwa das Vodafone Smart Tab 3, das allerdings über ein LTE-Modul verfügt. Selbst anspruchsvolle 3D-Spiele wie Real Racing 3 laufen auf dem Volks-Tablet fast ruckelfrei, denn hier skaliert das Rennspiel korrekt runter und passt die Grafik an die vergleichsweise geringe Hardware-Power an. So sieht es dann zwar auch aus, aber es bleibt eben recht gut spielbar. Allerdings nur zuhause. Beim Volks-Tablet von Trekstore muss man sich nämlich mit WLAN begnügen, ansonsten gibt es noch Standards wie Bluetooth und darüber hinaus einen Mini-HDMI-Ausgang, mit dem man das Gerät etwa an einen Fernseher anschließen kann. Löblich, GPS fehlt hingegen. Ebenfalls löblich: Neben einem Stylus, Schutzfolie für das Display und einem Reinigungstuch liegt im Lieferumfang sogar noch ein Host-Adapterkabel bei, mit dem sich etwa eine PC-Maus oder eine externe USB-Festplatte anschließen lässt.

Telefonfunktionen und Akkulaufzeit

Der Akku des Volks-Tablet kann nicht vollends überzeugen. Obwohl er immerhin akzeptable 8.000 mAh leistet und der Hersteller damit etwa sieben Stunden WLAN-Nutzung verspricht, war in unserem Test schon spürbar früher Schluss mit lustig. Noch dazu dauert ein Ladevorgang mit etwa 3,5 Stunden auch viel zu lang - und das, obwohl sich Trekstor für einen proprietären Anschluss entschieden hat, statt das Gerät über USB zu laden. Insgesamt sind damit je nach Nutzung mehre Lade-Sessions pro Woche nötig, auf der heimatlichen Couch dürfte das aber kaum zum Problem werden.

Fazit

Der Preis spielt beim Volks-Tablet von Bild-Zeitung und Trekstor im Test die Musik. Für 199 Euro ist das nämlich ein wirklich gutes Angebot - solange man sich darüber im Klaren ist, für dieses Geld kein Highend-Produkt in den Händen zu halten. Dafür ist die Display-Auflösung zu schlecht, die Prozessor-Leistung zu schwach und auch die Ausstattung ohne GPS, NFC und Datenschnittstelle zu unvollständig. Ansonsten reicht die Arbeitsgeschwindigkeit für alle gängigen Aufgaben, die ein Tablet so zu bewältigen hat, und sogar das ein- oder andere 3D-Spielchen ist drin.

Themen: Tablet, Android-Tablet, Aldi-Tablet
Quelle: AM
Testwertung Trekstor Volks-Tablet (VT10416-1)
 
Handlichkeit und Design 76%
Verarbeitung 91%
Akkuausdauer 41%
Messaging 82%
Ausstattung / Leistung 72%
Kamera 60%
Internet 69%
Musik 72%
PIM und Sozialnetzwerke 92%
Software und Bedienung 92%
Programme 99%
Navigation 81%
Gaming und Video 75%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
76%
Zeitwertung
(Stand 18.11.2017)
72%

Unsere Wertung im Detail

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 26.12.13 11:25 Arndt73
    Unobjektive Test, schade !!

    Ich kann REhuus leider nur voll zustimmen, hier wird eindeutig nur nach negativen Punkten gesucht. Zur Auflösung kann ich sagen das z.b. mein Galaxy Tab 3 10.1 eine geringere Dichte hat, nämlich 147 ,und die Leistungsparameter des Volkstablet wirklich gut sind. Habe mir das Gerät von meinem Nachbarn hier mal ausgeliehen und mit 1 Akkuladung 5.5 Stunden getestet, um es dieses Jahr für meine Eltern unter den Baum zu packen. Kann nur sagen das Display ist mega gut, die Bedienbarkeit hervorragend, das Einzigste was man hier als negativen Punkte anbringen kann ist das hohe Gewicht und die nicht alzu starke GPU. Aber für das Geld gibts meiner Meinung nach kein besseres Tablet !!!

  2. 20.12.13 14:21 IMPULS

    Der Test geht voll in Ordnung.
    Warum?
    Man sollte auch berücksichtigen das es NICHT NUR "NERDS" hier gibt, sondern auch nicht so technik versierte "Normale" User.
    Und dafür ist solch ein "einfach" geschriebener Testbericht für den "Normalo" genau richtig, ohne mit Messtechniken und Techn. Fachbegriffe schwulstig daherzukommen...
    Aber wie man hier sieht hat erstmal meckern und mosern eine konstante Tradition...

  3. 20.12.13 13:54 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    Joah da hat REhuus natürlich Recht. Man kann es auch kurz zusammenfassen. Es wird mit zweilei Maß gemessen und das Maß bekommen wir nicht mal zu sehen. Ich meine, wenn es nach mir geht könnt ihr da schreiben was ihr wollt, solange ihr irgendwelche brauchbaren Messergebnisse habt. Aber ganz ehrlich, ich schau mir die Testberichte hier nur noch höchst selten an, dafür gibt es bessere Seiten. Notebookcheck (deutsch und englisch) sowie GSMArena(englisch) heb ich da mal hervor.

  4. 20.12.13 11:29 REhuus (Handy Profi)

    "Auffällig: Obwohl Trekstor einen herkömmlichen Touchscreen im Verhältnis 16:9 verwendet sieht das Volks-Tablet extrem breitformatig aus."

    Ach was. 16:9 ist ja auch breitformatiger als 16:10...

    "beläuft sich die Auflösung nur auf 1.366 x 768 Pixel, womit das Gerät bei einer Diagonale von 10,1 Zoll gerade einmal auf 155 Bildpunkte pro Zoll kommt."

    was ja immernoch mehr ist als bei manch anderem 10"er.

    "Platz für Musik gibt es intern nur etwa 16 Gigabyte - natürlich abzüglich?* Betriebssystem"

    Diverse "Premium-Tablets kommen ebenfalls nur mit 16GB -hier klingt es nach der Suche eines weiteren Kritikpunkts.

    "Ein Headset liegt dem Lieferumfang des Volks-Tablets nicht bei."

    Mir wäre neu, dass Headsets zum üblichen Lieferumfang von Tablets gehören würden. Ihr erwähnt diesen "Makel" gleich zweimal. So schlimm?

    "Das merkt man auch an Benchmark-Ergebnissen. Da liegt das Volks-Tablet zwar nicht ganz am untersten Ende unserer Vergleichsskala, allerdings auch nicht allzu weit drüber."

    Ein Satz ohne konkreten Inhalt. Oder muss ich jetzt das Vodafone-Gerät als Vergleichsmaßstab aller Tablet-Tests kennen?

    "Der Akku des Volks-Tablet kann nicht vollends überzeugen. Obwohl er immerhin akzeptable 8.000 mAh leistet und der Hersteller damit etwa sieben Stunden WLAN-Nutzung verspricht, war in unserem Test schon spürbar früher Schluss mit lustig."

    Spürbar? Was soll spürbar sein? Eine halbe Stunde? Eine ganze? Wieder so ein Satz ohne Nennung von Fakten, Daten.

    "Noch dazu dauert ein Ladevorgang mit etwa 3,5 Stunden auch viel zu lang"

    Wie lange lädt denn das Note 10.1 (2014)? Mir kommen 3,5 Stunden nicht so viel vor.

    "und das, obwohl sich Trekstor für einen proprietären Anschluss entschieden hat, statt das Gerät über USB zu laden"

    und was hat das eine mit dem anderen zu tun?

    "die Ausstattung ohne GPS, NFC und Datenschnittstelle zu unvollständig."

    Das sollte man mal manchem iPad-Käufer erklären. Und mit "Datenschnittstelle" ist was gemeint? Großes Fragezeichen ;)

    Sorry, aber insgesamt wirkt der Test so, als würden die Nachteile geradezu gesucht.

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Nachrichten zum Trekstor Volks-Tablet (VT10416-1)
Datum Nachrichten
04.12. Aldi-Tablet: Medion Lifetab E10316 im Tablet-Vergleich
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