Erreicht hat uns ein kleiner weißer schmuckloser Karton, in dem nicht mehr vorhanden war als das Motorola V525, ein Lithium-Ionen Akku (700 mAh), das Netzteil, ein Headset, die Bedienungsanleitung, eine kurze Einführung in die Verwendung des Telefons und eine CD mit entsprechender Motorola-Software. Sowohl Bedienungs- als auch Kurzeinleitung waren ausschließlich in deutscher Sprache, europäische Nachbarn haben mit deutschen Importgeräten also das Nachsehen. Das beigelegte Headset ist minimalistisch und bei einem Mobiltelefon, das Bluetooth unterstützt eher fehl am Platze. Das als original Motorola-Zubehör erhältliche Wireless Headset HS810 geht allerdings nicht unter 90€ über die Ladentische, interessierte Kunden sollten besser auf Headsets von Drittherstellern zurückgreifen, die man schon für ein Drittel diese Preises bekommen kann.
Der blaue Streifen auf der Oberseite des Gerätes mit dem wenig zurückhaltenden Vodafone-Branding lässt das Motorola V525 aus der Masse der einheitssilbernen Geräte herausstechen und erhöht den Wiedererkennungswert um ein Vielfaches. So wirkt das Handy geradezu sportlich, was bislang ziemlich einzigartig für ein Folderhandy ist. Auf der Vorderseite findet man die Linse der Digitalkamera und einen kleinen Spiegel für Selbstportraits. Dieser ist ausreichend groß dimensioniert und wurde von Motorola sehr gut mit dem Objektiv abgestimmt, so dass Selbstaufnahmen immer gelingen. Die Linse ist nicht sehr weit ins Gehäuse eingelassen und so muss man mangels Schutzabdeckung darauf achten, dass man das Gerät von Staub, Schmutz und Wasser fernhält.
Schon deutlich weniger sportlich ist die Verwendung einer abschraubbaren externen Antenne, die für starken Empfang sorgen soll. Interessanterweise war die Empfangsleistung (im Raum Berlin) kaum geringer, als wir die Antenne abgenommen haben - also hätte man wohl auch zumindest auf ein kleineres Modell setzen können. Trotz der auf den ersten Blick harmonisch geschwungenen Frontalansicht hat das Gerät an den Seiten viele Ecken, Schlitze und Vertiefungen, die der Ästhetik nicht sehr entgegenkommen. Die Schlitze für den Lautsprecher auf der Rückseite wollen auch nicht so recht in das Gesamtdesign des Telefons passen, machen aber Lust auf eine Hörprobe. Der auffallende, da einzige verchromte, Knopf an der Gehäuseaußenseite dient dem Öffnen der Akkufachs; leider stört er ein wenig die Farbharmonie. Das gesamte Gehäuse besteht aus lackiertem Plastik wirkt sehr robust und kratzfest.
Die Verarbeitung des V525 ist grundsätzlich zufriedenstellend, auch wenn einzelne Spaltmaße gelegentlich ein wenig groß ausfallen. So sitzt beispielsweise die Abdeckung des Akkufaches sehr locker, und kann ohne jede Mühe um mehrere Millimeter bewegt werden. Ein weiteres Problem der Verarbeitung ist, dass der Display-Teil des Folders im zugeklappten Zustand nicht vollständig auf der Unterseite abschließt und einige Millimeter Platz lässt. Der Rastmechanismus des Folders ist sehr leichtgängig, was man gleichzeitig als Vor- und Nachteil werten kann. Einerseits lässt sich das V525 so sehr leicht mit einer Hand öffnen und schließen, andererseits wackelt der Displaydeckel wie ein Lämmerschwanz. Der zu überwindende Widerstand beim Schließen des Folders ist minimal. Auch die Verarbeitung der Kanten wie beispielsweise an der Abdeckung des Akkufachs ist nicht hochwertig, sie sind verhältnismäßig uneben und zeigen rasch Abnutzungserscheinungen. top
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