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Sony Ericsson T68i

Lieferumfang & Verpackung

Während die meisten Nokia-Handys in einem bunten Pappkarton kommen und durch knallige Farben auffallen, ist der Karton des T68i ein echtes Understatement: ein kleiner weißer Karton mit grünen Seiten und darauf dem Sony-Ericsson-Logo. Im Innern befindet sich leider nur der Minimal-Lieferumfung: neben dem Handy kommt der Standard-Akku BST-14 (3,6V, 700mAh), ein Ladegerät, sowie eine CD mit Modemtreibern und der Light-Version von XTNDConnect (Synchronisationssoftware für Microsoft Outlook.), Bedienungsanleitung, SAR-Hinweise, eine kleine Zubehörliste ein Folder mit Service- und Supporthotlines.

Design / Verarbeitung

Die Weiterentwicklung des T68 macht sich nicht nur technisch, sondern auch äußerlich bemerkbar. So wurde dem T68i ein neues farbliches Gewand spendiert und die Öffnung zum Lautsprecher wurde elegant aufgepeppt. Die Designer waren gut damit beraten, das geschwungene Design des T68 um das Display und Lautsprecher nicht zu übernehmen, denn das wirkte eher nostalgisch und rückständig. Klare Linien definieren das T68i. Das Zusammenspiel von Form und Farbe vermittelt einen sehr ästhetischen und technisch ausgereiften Gesamteindruck.
Die Verarbeitung des kleinen Schweden ist gut. Die Gehäuseteile sitzen mit geringen Spaltmaßen aneinander, wobei es leichte Differenzen zwischen dem oberen und unteren Bereich gibt: um das Mikrophone ist der Abstand geringer als im oberen Lautsprecher-Bereich. Also wäre eine Verbesserung noch möglich. Bei der Tastatur kann man die Einfassung bemängeln. Insgesamt vermittelt die Tastatur zwar einen sehr guten optischen Eindruck, doch leider sitzt diese etwas zu locker.

Daumen hoch für den Sitz des Akkus. Ein kleines aber feines Detail: in der Aussparung für den Akku hat der Hersteller einen kleinen Gummi-Pfropf angebracht, welcher den Akku bombenfest in Position bringt und kein Spiel zulässt. Die Chancen für Staub und Co. hier einzudringen, gehen gegen Null. Ähnlich positiv ist die Einfassung des Displays zu bewerten. Der Übergang vom Displayglas zum Gehäuse gibt Verschmutzungen keine Chance hier einzudringen.

Display & Tastatur

Mit den Abmessungen von 101 x 48 x 20 mm (H x B x T) gehört das T68i eher zu den mittelgroßen Handys am Markt. Die Tasten sind gut angeordnet, so dass ein Vertippen eher unwahrscheinlich ist. Leicht negativ fällt das hohe Druckgeräusch der Tastatur auf, was definitiv nicht zum positiven Gesamteindruck des T68i passt. Die Einteilung der Tastatur ist ericsson-typisch: neben Ziffernblock befinden sich Yes-, No-, Options- und C-Taste auf der Tastaturmatte. Auch Hardcore-Nokia-Usern wird die Steuerung intuitiv gefallen.

Die Up-and-Down-Wippe am linken oberen Außenrand ist leider ebenfalls etwas wackelig, allerdings mit einem Spiel deutlich unter 1mm! Der Sinn der Wippe liegt in der Navigation in Scroll-Down-Menüs, im alternativen Aktivieren der Sprachsteuerung oder dem Quick-Check zum eingestellten Profil sowie der verbleibenden Akku-Talk und Standby-Leistung.
Als Hauptsteuerungselement tritt der Joystick in Aktion. Dieser sitzt stabil in Position, so dass ein sicheres Navigieren durch das Menü möglich ist. Die Bedienung erfolgt über hoch / runter / rechts / links . Durch leichten Druck auf diesen gelangt man in das jeweilig gewählte Menü. Die Steuerung ist intuitiv zu bedienen. Ab und zu sollte man den Joystick-Bereich mit einem Q-Tipp reinigen, da sich hier recht gern Staubflusen ansammeln und so evtl. in das Innere eindringen könnten.

Das T68i wird mit einem Farb-LCD-Display mit 256 Farben ausgeliefert. Sicher nicht der letzte Schrei, aber wer z.B. von der CommiCam MCA-20 (Zubehör) absieht und nur ein buntes Display haben möchte, ist gut bedient. Wer hingegen das "Fototelefonbuch" nutzen möchte, wird eher enttäuscht sein, denn die Auflösung und Farbanzahl reichen für ein vernünftiges Bild nicht aus. Die Größe des Displays von 30 x 24 mm ist gut, vor allem wenn man beachtet, dass die Schriftgröße des Handys in drei Größen (klein, mittel, groß) angepasst werden kann. Bei kleiner Schriftgröße passen satte 7 Zeilen Text + 1 Zeile mit zusätzlichen Infos auf das Display.
Die Beleuchtung des T68i ist ein echter Augenschmaus: das Display wird je nach Wunsch mit einem eigenen Bild und die Tastatur mit einem kräftigen blau beleuchtet. Ist Bluetooth aktiviert, gesellt sich zur ericsson-typischen grünen "Netz-LED" eine blaue "Bluetooth-LED", die gemeinsam um die Wette blinken. Die gesamte Ausleuchtung ist sehr gleichmäßig.

Ausstattung

Hier wächst das T68i zu seiner vollen Größe heran. Die Entwickler haben tief in die Ausstattungskiste gegriffen und ein nettes Rund-um-Paket geschnürt. In Sachen Connectivity ist alles dabei: IrDA, Bluetooth, GPRS, HSCSD, Email, MMS und als Zubehör kann auch ein serielles Kabel angeschlossen werden. Was bei vielen Samsung SGH-S100-Usern Ärger hervorrief, war die Tatsache, dass der IrDA-Port ausschließlich als Modem-Connector verwendet werden konnte. Beim T68i ist dies nicht der Fall. Weder Bluetooth noch der IrDA-Port unterliegen irgendwelchen Beschränkungen. So können nach Belieben Bilder, Notizen, VCards oder Klingeltöne direkt ins Handy gebeamt werden.

Lediglich vier Merkmale wird der geneigte Handy-User vermissen: polyphone Klingeltöne, herunterladbare Spiele, eine integrierte Kamera und die Java-Unterstützung. Bei letzterem Punkt hielt sich lange Zeit das Gerücht, dass es eine neue Version des Bestsellers T68i geben werde, allerdings mit voller Java-Unterstützung und der Bezeichnung T68j (j=java). Diese Vermutung war nicht ganz unbegründet, da man seinerzeit das ältere Modell T68m durch Aufspielen neuerer Software zum T68i upgraden konnte. Aber wie so oft, war auch an diesem Gerücht nichts dran.

Eine vollständige Ausstattungsliste ist im AreaMobile-Datenblatt zum T68i zu finden.

Menüführung & Bedienung

Durch leichten Druck auf den Joystick gelangt man in das Hauptmenü. Während man bei Nokia-Telefonen linear durch das Hauptmenü blättert, sind bei der Steuerung des T68i Sprünge zwischen den Hauptpunkten möglich. Das liegt daran, dass man auf der ersten Seite alle Oberpunkte gleichzeitig sieht und mit Hilfe des Joysticks den Cursor nach oben / unten / links / rechts steuern kann. Unterstützt wird die Suche nach dem richtigen Menüpunkt mit einer Menü-Bezeichnung sowie kleinen Icons, die an sich schon aussagekräftig genug sind. So ist eine sehr schnelle Navigation möglich.

Im Einzelnen werden nun die Menüpunkte kurz vorgestellt.

Telefonbuch:
Der interne Telefonspeicher wird großzügig mit 510 Speicherplätzen angegeben, was allerdings leicht zu Missverständnissen führen kann. Denn gemeint sind nicht 510 Namen mit komplett allen Angaben, sondern 510 einzelne Felder, die Daten aufnehmen können. Der Benutzer hat dabei Einfluss auf die Gestaltung seines Telefonbuches, da er Feldbezeichner aktivieren oder abschalten kann. Folgende Felder stehen zur Verfügung: Name (Pflicht), Privat, Geschäft, Mobil, Fax, Andere, E-Mail, Titel, Firma. Wenn also alle 9 Felder aktiviert und bei jeder Kontaktperson ausgefüllt sind, dann können max. 56 Teilnehmer im Telefon gespeichert werden (+SIM).
Der SIM-Kartenspeicher wird nicht angezeigt. Man hat aber die Möglichkeit Kontakte von der SIM in das Telefonbuch zu kopieren und umgekehrt oder Kontakte der SIM anzurufen, wenn man sich dazu in das "Erweitert-Menü" des Telefonbuchs begibt.
Ein lustiges Gimmick ist das Bilder- bzw. Fototelefonbuch, womit man seinen Gesprächskontakten Bilder zuweisen kann. Diese werden dann bei Anruf eingeblendet. Allerdings, wie oben schon erwähnt, ist die Qualität eines Fotos, heruntergerechnet auf 101x80 Pixel bei 256 Farben *.jpeg oder *.gif eher nicht zu gebrauchen. Hingegen eignen sich Logos hervorragend. Neben den bekannten Menüpunkten wie "Kontakte verwalten", "spezielle Rufnummern und persönlicher Rufton" befindet sich noch der Punkt "Sprachsteuerung", der im T68i hervorragend umgesetzt wurde.
Insgesamt stehen 50 Sprachbefehle zur Verfügung, die frei auf Sprachwahl und Sprachsteuerung verteilt werden können. Dabei wird man bei der Einrichtung dieser Steuerung sehr angenehm durch das Menü geführt. Die Anleitung ist nicht unbedingt notwendig. Das T68i schlägt Sprachbefehle vor, die natürlich nicht zwingend eingehalten werden müssen. Im Feldtest versagte die Steuerung bei 50 Anrufen lediglich einmal. Selbst im Auto bei laufendem Radio wurde der korrekte Sprachbefehl ausgeführt.

Nachrichten:
Hier werden die Punkte SMS, MMS, E-Mail und Chat samt Konfigurationsmöglichkeiten beherbergt. Hier erwartet man keine Überraschungen, denn alles was hier zu finden ist, ist mittlerweile Standard. Lediglich das T9-Wörterbuch bekommt seit Samsungs Fehltritt der Nicht-Lernfähigkeit eine neue Bedeutung beigemessen. Aber keine Sorge – das T9 des T68i ist lernwillig und recht genial gelöst, denn bei multiplen Wort-Möglichkeiten wird eine kleine Scroll-Down-Liste eingeblendet, um sein Wunschwort zu wählen. Elegant gelöst.
SMS und MMS verursachen bei der Benutzung keine Probleme. Alles läuft einwandfrei.
Wer gern E-Mails mit seinem T68i abrufen möchte, wird sich evtl. über die Möglichkeit freuen, mehrere Konten definieren zu können. Die Konfiguration ist kinderleicht und erinnert stark an das heimische E-Mail-Programm.

Anruf-Info:
Hier findet man eine Liste von unbeantworteten Anrufen, eine Anrufliste, Rufumleitung, Art der Rufannahme, Anklopfen, Zeit- und Gebührenzähler. Also nichts neues.

Spaß + Spiele:
Das Herz der Individualisierung. Das T68i kann mit unterschiedlichen "Themen" ausgerüstet werden, wobei sich je nach Thema die Farbe der Menüs, Schriftfarbe und das Hintergrundbild anpassen lässt. Spezielle Programme (externer Link) helfen dabei. Des Weiteren ist ein minimales Mal-Programm enthalten, was allerdings eher ein müdes Lächeln bewirkt. In den Ordnern "eigene Bilder / Sounds" werden die Lieblingsbilder und Klingeltöne aufbewahrt. Eine Komposition eigener Klingeltöne ist auch möglich. Dabei wird auf "normale" Noten gesetzt und nicht wie bei Nokia auf ein proprietäres Format wie RTTTL.
Insgesamt stehen acht Spiele zur Verfügung: Arimona, Contrary, Erix, Four Piles, Naval Fleet, North Territory, Q und Yukon struggle, wobei Erix und Naval Fleet (Schiffe versenken) den meisten Spaß machten.
Sehr erfreulich ist auch das VoiceMemo (Rekorder), der ebenfalls über eine Freisprecheinrichtung angesprochen werden kann.
Zubehör wie die CommuniCam wird auch das Menü "Spaß + Spiele" aktiviert.

Einstellungen:
Über dieses Untermenü können Ruftonlautstärke, Rufton, Vibrationsalarm, Alarmsignal, SMS-Signal (leider nur stumm, Klick, Ton), Tastentöne, Minutenton, Profile (7), Sprache, Zeit / Datum, automatische Tastatursperre, Telefonsperre, Art der Rufannahme und die Sprachsteuerung eingestellt werden. Im Unterpunkt "Display" kann die Individualisierung über Hintergrund, Displayschoner und Schriftgröße noch weiter vorangetrieben werden. Einstellungen zur Displaybeleuchtung und Kontrast sind ebenfalls hier zu finden.

WAP-Dienste:
Hier werden WAP und GPRS-Einstellungen vorgenommen, URL´s verwaltet und das „mobile Internet“ gestartet.

Organizer:
Im Unterpunkt Kalender kann man zwischen Tages-, Wochen- und Monatsansicht auswählen. Bei einer Synchronisation mit Outlook werden die Einträge des PC´s wunderbar übernommen und übersichtlich im Kalender des T68i dargestellt.
Notizen sind eine klasse Sache – gerade wenn etwas wichtiges auf dem Programm steht, kann man eine Notiz bereitstellen, d.h. ein elektronischer Notizzettel wird permant auf dem Stand-By-Screen eingeblendet, so dass dieser nicht übersehen werden kann. Eine sehr nette kleine Software ist der MobilAgent (externer Link), mit dem man schnell per PC eine Notiz erstellen und diese via Bluetooth oder IR auf das T68i beamen kann. Als weitere Features sind ein Wecker, Timer, Stoppuhr und Taschenrechner zu finden. Für vergessliche User gibt es noch den Punkt Codememo – eine kleine Hilfe zum Verwalten von Passwörtern.

Verbindungen:
Hier findet man alles zur Verwaltung der Kommunikationsmöglichkeiten: Aktivierung von IR und Bluetooth, Empfangen von Bildern, Notizen, VCards oder Klingeltönen. Zubehör wie ein Bluetooth-Headset werden hier im Menü aufgeführt.

Verknüpfung:
Hier kann der User für sich selbst die wichtigsten Menüpunkte oder Befehle hinterlegen, um so einen schnelleren Zugriff auf bestimmte Funktionen zu haben.

Eine kurze Zusammenfassung: das Menü des T68i wirkt überaus durchdacht und ist intuitiv leicht zu bedienen.

Empfang & Sprachqualität

Hier braucht sich Sony-Ericsson mit seinem T68i nicht zu verstecken. An manchen schlecht versorgten Plätzen hat das T68i noch Empfangsbalken, wo andere Handys schon aufgeben.
Die Sprachqualität lässt auch keine Wünsche offen. Im Test war weder ein Knarzen oder Piepen zu hören. Lediglich beim Verbindungsaufbau war ein kurzes Echo zu hören, was allerdings auf die Testverbindung mit T-D1 zurückzuführen ist, da wohl softwarebedingt ein „City-Call-Ton“ zum Handy gesendet wird und dieser ein kurzes Echo verursacht. Der übertragende Ton klingt natürlich wie bei einem Festnetztelefon. Gleiches bestätigten angerufene Testpersonen.

Standby- & Gesprächszeit

Die Herstellerangaben von bis zu 384 Stunden Standby und 12 Sprechzeit sind nicht übertrieben. Allerdings gehen die Werte davon aus, dass man weder Bluetooth noch IR aktiviert hat und wahrscheinlich einmal am Tag eine SMS schreibt. Realistisch ist das nicht. Jedenfalls nicht, wenn man die Vorzüge des Handys nutzen möchte. Fünf Tage Standby bei Bluetooth-Aktivierung sind glaubhaft.

 
 
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