Nach einer langen Wartezeit haben wir es endlich geschafft, das neue Sony Ericsson T610 einem ausführlichem Test zu unterziehen. Auch dieses Gerät wird in der uns bekannten recht stabilen Verpackung ausgeliefert. Die Verpackung ist einfach und schlicht gehalten. Auf der einen Seite der Verpackung ist die Modellbezeichnung und natürlich die IMEI Nummer abgebildet. Unser Testmodell ist das T610 in Aluminium Haze, sprich Silber. Außer dem Akku (vorgeladen) befindet sich in der Verpackung natürlich das Sony Ericsson Standard Ladegerät und ein Akkufachdeckel. Eine Bedienungsanleitung und eine Synchronisations- CD konnten wir leider nicht finden (Vorab-Testgerät). Das Sony Ericsson T610 wird mit einem Li-Polymer Akku 3,6 V, 770mAh ausgeliefert und trägt die Bezeichnung BST-25. Der Akkufachdeckel wird nicht wie üblich eingehakt, sondern von unten in die dafür vorgesehenen Führungsschienen eingesetzt und verschließt somit sehr dezent die Rückseite des Gerätes.
Die Gesamtverarbeitung des Gerätes ist sehr hochwertig. Höchstwahrscheinlich liegt es auch daran, dass der Hauptkorpus aus Aluminium hergestellt ist und somit auch sehr leicht in der Hand liegt. Das zweifarbig gehaltene Gehäuse hinterlässt einen sehr edlen Eindruck, welches durch die intensive Tastaturbeleuchtung noch bekräftigt wird. Der für das Navigieren bestimmte Joystick ist in derselben Farbe wie der untere Teil des Gerätes gehalten und macht einen stabileren Eindruck als der des T68i. Dem Joystick fehlt die blaue Abdeckung, wie wir es vom T68i kennen. Ein gewisser Spielraum ist zwar vorhanden, jedoch nicht so groß, wie es beim T68i der Fall war. Dadurch ist das Risiko, dass evtl. Staub oder Schmutz in das Gerät eindringen könnte, auf ein Minimum reduziert.
Eine Infrarotschnittstelle ist auf Anhieb nicht zu erkennen, da die klassische rötliche Abdeckung nicht eingebaut worden ist - wunderbar - denn somit leidet das Design nicht.
Sony Ericsson hat mit seinem ersten Gerät das 65.536 Farben darstellen kann einen richtigen Volltreffer gelandet. Das Display liefert trotz STN-Display ein gestochen scharfes Bild, welches man mit individuellen Hintergrundbildern gestalten kann. Zur Personalisierung des Mobiltelefons stehen insgesamt 55 Bilder im Auslieferungszustand bereit, wovon einige auch sehr gut zum Design und der Farbgebung passen. Die Tasten sind aus dem gleichen Material gefertigt wie der untere Teil des Gerätes und besitzen eine weiße Beleuchtung, was einen sehr frischen Eindruck erzeugt. Die Tastenhöhe ist ein wenig höher gehalten, als es beim T68i der Fall war, was aber nicht negativ bewertet werden soll. Auf Grund der Tatsche, dass die Tasten relativ weit auseinander liegen, ist die komfortable Bedienung auch mit etwas dickeren Fingern möglich. Ein weiterer positiver Punkt bei der Tastatur wäre der sehr gut gehaltene Druckpunkt, der angenehmes Tippen ermöglicht. Normalerweise besitzt jedes uns bekannte Sony Ericsson-Handy eine grüne YES- und eine rote No-Taste. Der eingfleischte Ericsson-User wird diese Tasten vergeblich suchen, da an deren Stelle zwei neutral gehaltene Tasten eingesetzt worden sind. Die linke Taste ist mit der Anrufliste belegt und auch im Display mit „Anrufe“ gekennzeichnet. Oberhalb der rechten Taste ist nur ein Hinweis mit „Mehr“ zu lesen. Durch Betätigen der rechten Optionstaste, gelangt man in das Optionsmenü, welches weiter unten im Bereich Menüführung und Bedienung noch erklärt wird.
Unterhalb dieser Tasten befinden sich auf der rechten Seite die c-Taste, die beim Korrigieren oder Löschen zum Einsatz kommt und auf der linken Seite die „Zurück“-Taste, mit der man durch einmaliges Drücken immer eine Menüebene nach oben kommt oder durch längeres Drücken direkt auf den Anfangsbildschirm gelangt. Auf der rechten Seite des Gerätes befindet sich die Schnellzugriffstaste für WAP-Dienste. Die linke Seite ist mit einer Schnellzugriffstaste für die Kamera und mit zwei Tasten für die Lautstärke belegt. Da dieses Gerät keine YES- und NO-Taste besitzt, fragt man sich natürlich wie man solch ein Gerät ein- bzw. ausschaltet. Der Ein/Ausschalteknopf befindet sich oberhalb des Gerätes und ähnelt sehr stark an ein Nokia-Telefon. Im Gegensatz zu einem Nokia-Telefon dient dieser Knopf lediglich zum Ein- oder Ausschalten und nicht um ein Profil auszuwählen. Die Möglichkeit Profile zu wählen, wird weiter unten noch beschrieben. Auf dem Display findet man folgende Informationen: Netzempfangsanzeige, GPRS Empfang, Batteriestatus, links unten die Uhrzeit und rechts unten das Datum. An dieser Stelle muss man erwähnen, daß das Datum nur so lange angezeigt wird, bis man den Wecker einstellt. Sobald die Weckfunktion eingeschaltet wird, erscheint anstelle des aktuellen Datums die eingestellte Weckzeit. Weitere neue Symbole erscheinen bei der Eingabe einer Rufnummer. Sobald man eine Rufnummer eingibt, erscheint links oben ein kleiner Telefonhörer. Nachdem man das Gespräch beendet hat, wird die Telefondauer rechts unten in der Ecke für einige Sekunden eingeblendet.
Ein etwas negativer Eindruck hinterließ das Displayglas, auf dem sehr hässliche Fingerabdrücke zu sehen waren. Eventuell liegt es daran, dass das Gerät nagelneu war und eine Art Schutzschicht besaß. Diese hässlichen Fingerabdrücke sind nach 3 Tagen Gebrauch verschwunden.
Das T610 setzt neue Maßstäbe. Es gibt nichts, was man an diesem Gerät vermissen könnte. Fangen wir mit der Kamerafunktion an: Als kleines und einziges Manko wäre die maximale Auflösung von 352 x 288 Pixel anzumerken, was zwar für kleinere Schnappschüsse genügt, aber für Erinnerungsfotos und Fotoalben gänzlich ungeeignet ist. Hier Sollte Sony Ericsson dringend nachbessern. Die Bilder lassen sich mit verschiedenen Effekten, wie z.B. Schwarz-Weiss, Negativ oder Sepia untermalen. Alle Bilder werden in dem Ordner Bilder & Sounds / Eigene Bilder abgespeichert. Von dort aus hat man auch die Möglichkeit, die Bilder per Bluetooth (Voraussetzung ist Obex Push), per E-Mail, per MMS oder per Infrarot zu übertragen. Als Connectivit-Möglichkeiten stehen Infrarot, Bluetooth oder eine Kabelverbindung zur Verfügung, wodurch dem User alle Wege der Synchronisierung offen stehen. Alle Bilder werden in dem Ordner Bilder & Sounds / Eigene Bilder abgespeichert. Von dort aus hat man auch die Möglichkeit, die Bilder per Bluetooth (Voraussetzung ist Obex Push), per E-Mail, per MMS oder per Infrarot zu übertragen. Als Connectivit-Möglichkeiten stehen Infrarot, Bluetooth oder eine Kabelverbindung zur Verfügung, wodurch dem User alle Wege der Synchronisierung offen stehen. Auch ist anzumerken, dass das gesamte Zubehörpaket eines T39 / T68i mit dem T610 kompatibel und somit nutzbar ist. Auf Grund dieser Tatsache hat der User die Möglichkeit, einiges an Geld zu sparen, da ein Neuerwerb von Zubehörartikeln entfallen wird.
Leider stand zum Testzeitpunkt die Synchronisationssoftware nicht zur Verfügung und konnte somit noch nicht in der Praxis getestet werden. Jedoch wurde das Gerät über Infrarot mit dem PC verbunden und mit einer früher installierten XTND Connect Synchronisationssoftware erkannt und erfolgreich mit Outlook synchronisiert. Kontaktdaten wie auch Kalendereinträge wurden per Infrarot auf das T610 erfolgreich übertragen. Andere PIM-Anwendungen lassen sich mit der Vollversion der Software XTNDConnectPC auch synchronisieren, die man über die Internetseite www.xtndconnect.com erwerben kann. Kurzmitteilungen, Multimedianachrichten (MMS) und ein eingebauter E-Mail Client gehören mit zum Lieferumfang und komplettieren die Anbindung an die weite Welt der Nachrichtenübertragung. Leider lassen sich auch bei diesem Gerät keine Dateianhänge öffnen, jedoch z.B. geschossene Bilder verschicken.
Das nächste nennenswerte Ausstattungsmerkmal wäre die Datenübertragung. In diesem Punkt ist das T610 auf der Höhe der Zeit. Für eine Datenübertragung stehen GPRS und HSCSD zur Verfügung. Mit nominell 3+1 GPRS Kanälen und einer maximalen Übertragungsrate im GSM Bereich von 53600 bps sorgt das T610 für eine schnelle Anbindung. Über Kabel, Infrarot oder Bluetooth stehen dem User weitere Übertragungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Das synchronisierbare Telefonbuch bietet Platz für insgesamt 512 Kontakte an. Ein wichtiger Hinweis wäre, daß man insgesamt 512 Telefonnummern speichern kann, was nicht unbedingt mit 512 Kontakten gleichzusetzen ist (bekannt von anderen Sony Ericsson-Modellen). Besitzt man z.B. einen Kontakt dem 3 verschiedene Rufnummern zugeteilt sind, werden dadurch 3 Speicherplätze auf dem Mobiltelefon belegt.
Im Auslieferungszustand wird das Gerät mit zwei Java-Spielen ausgeliefert. Weitere Spiele lassen sich über die WAP-Seiten des Herstellers oder eines Drittanbieters via WAP laden. Mit seinen 32-stimmigen polyphonen Klingeltönen überzeugt das T610 auf der ganzen Linie und liefert einen klaren, satten Sound. Eine Live-Sound-Demonstration finden Sie in unseren Videoschnipseln zum T610. An dieser Stelle wäre noch zu erwähnen, daß man mit dem integrierten Melodie-Editor in kürzester Zeit einen persönlichen Klingelton erstellen kann. A propos Klingelton.... Die Zeit, in der man nur 3 Klingeltöne für Kurzmitteilungen hatte, ist gezählt. Beim T610 kann man zwischen 6 polyphonen Nachrichtensignalen auswählen.
Der integrierte Wecker klingelt auch in einem ausgeschalteten Zustand, was ja leider beim P800 nicht der Fall war. Auch lassen sich die normalen Klingeltöne als Weckton einstellen. Somit sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.
Die gesamte Menüführung läßt sich mit dem sehr präzise arbeitenden Joystick bedienen. Diese vom T68i bekannte und mittlerweile überarbeitete Version, läßt sich in 5 Richtungen bewegen. Eine Bedienung nach rechts läßt das Hauptmenü erscheinen, wodurch man auf die einzelnen Unterpunkte bzw. Untermenüs gelangen kann. Mit einer Bewegung nach links gelangt man sofort in das Menü "Neue Senden" und kann in diesem eine neue Kurzmitteilung verfassen. Eine Bewegung des Joysticks nach oben bewirkt das Öffnen der Internetdienste bzw. WAP Dienste. Durch Bewegung des Joysticks nach unten erscheint das Telefonbuch. Durch Drücken des Joysticks nach unten gelangt man wiederum direkt auf das Hauptmenü. Wie auch oben beschrieben arbeitet der Joystick viel präziser und hinterläßt auch einen hochwertigeren Eindruck als es beim T68i der Fall war. Wie man auch auf den Screenshots erkennen kann, wurden die Symbole bzw. Icons vom T68i auch beim T610 verwendet und sogar ausgebaut. Die Hauptebene beim T68i bestand aus 9 Punkten, wogegen das T610 schon 12 Hauptmenüpunkte spendiert bekommen hat. Weniger ist manchmal mehr, aber das wird sich in einem Langzeittest herausstellen.
Als erster Punkt erscheint das Nachrichtenmenü, obwohl dieser Punkt an fünfter Stelle sitzt. Sobald man weiter rechts navigiert, erscheinen nach und nach folgende Menüpunkte: Unterhaltung / Bilder & Sounds / Telefonbuch / Anrufinfo / Verbindung / Organizer und Einstellungen. Wie auch oben schon beschrieben navigiert man mit dem Joystick durch diese Menüpunkte und verzweigt durch Drücken in das jeweilige Untermenü. Abgesehen von der optischen Verbesserung der einzelnen Icons erinnert das Gerät sehr an ein T68i. Eine Neuerung erkennt man auch an der neu gestalteten Tastensperre, die sich durch eine Tastenkombination aktivieren bzw. auch deaktivieren lässt. Die Tastensperre erreicht man, wenn man die rechte Menütaste und anschließend die Stern Taste betätigt. Um diese zu deaktivieren führt man den gleichen Prozess aus und erreicht dadurch die Tastenfreigabe.
Hier die einzelnen Menüpunkte im Einzelnen: bitte klicken
Die restlichen drei Hauptmenüpunkte werden in diesem Test nicht genauer betrachtet, da diese, abgesehen vom Verknüpfungsmenü, auch netzbetreiberabhängig variieren können.
Im Vergleich zum T68i lassen sich keine Unterschiede im Empfangsbereich erkennen. Die Empfangsanzeige variiert zwar ein wenig, was aber typisch für Sony Ericsson Geräte ist. Die Sprachqualität lässt sich wie folgt beschreiben. Es herrscht zwar ein leichtes Hintergrundrauschen, was aber nicht so sehr ins Auge bzw. ins Ohr fällt. Es gab überhaupt keine Verständigungsprobleme was auch auf die gute Qualität der verbauten Teile zurückzuführen ist. Die Gegenprobe bewies das gleiche. Die angerufene Person verstand das gesprochene Wort klar und deutlich.
Auf Grund der Tatsache, dass das Gerät noch sehr neu ist und dadurch der Akku nicht "trainiert" wurde, lassen sich noch keine genaue Information geben, wie sich der Akku im Alltagsgebrauch schlägt. Der erste Eindruck vom Akku war sehr gut, da wir das Gerät mit einem HBH-10 (Bluetooth Freisprecheinrichtung) gekoppelt und auch benutzt haben. Wie wir aus früheren Tests bzw. Erfahrungen wissen, verbraucht ein Mobiltelefon im aktiven Bluetooth Zustand eine ganze Menge an Strom, was man auch direkt nach einigen Stunden Bluetooth-Aktivität am Akku erkennen kann. Laut Sony Ericsson besitzt das T610 eine Stand-By-Zeit von bis zu 400 Stunden und eine Gesprächszeit von 14 Stunden ohne an ein Ladegerät angeschlossen zu werden. Sollten diese Angaben stimmen, wäre es ein absolutes "Plus" für das Gerät, da es auf Grund seiner Connectivity-Möglichkeit als Businessgerät eingestuft wird.
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