Die Lieferung erfolgt (wie fast immer) in einer Pappschachtel, in der zwei Lagen aus Pappmaché die einzelnen Teile fixieren. Als da wären: Das Telefon Samsung SGH-T400, das Handbuch in deutscher und englischer Sprache, eine QuickReference, Garantiekarte, eine "Headset/Um-den-Hals-häng-und-mein-tolles-Telefon-zur-Schau-stell-Kombination", ein Schlüsselring, zwei Akkus und das Ladegerät. Leider vermisst man die beim Vorgänger T100 mitgelieferte CD mit Klingeltönen, Hintergrundbildern und Animationen. Auch das zum Herunterladen nötige Datenkabel findet sich nicht im Lieferumfang.
Die Verarbeitung des SGH-T400 ist absolut vorbildlich. Nichts klappert, quietscht oder hakt. Der Klappmechanismus rastet sauber und zuverlässig ein und lässt sich, obwohl er nicht allzu leichtgängig ist auch mit einer Hand gut bedienen. Die verwendeten Kunststoffe hinterlassen einen hochwertigen Eindruck und beide Displays sind sauber eingefasst, so dass der Staub keine Chance hat. Beeindruckend ist, dass das Telefon auch einen Tag in der Hosentasche mit Kleingeld ohne sichtbare Spuren überstand!
In Punkto Verarbeitung können einige Hersteller von Samsung noch lernen.
Samsungtypisch gut war das Tastenfeld. Samsung hat es geschafft, trotz der geringen Größe des Geräts Tasten unterzubringen, die sich auch von Menschen mit großen Händen einwandfrei bedienen lassen. Der Druckpunkt ist subjektiv sauber definiert, allerdings hat der kleine Prozessor zuweilen mächtig zu tun, so dass die Reaktion auf einen Tastendruck auf sich warten lässt (etwas lästig bei den Spielen).
Es finden sich rechts und links jeweils ein Softkey und dazwischen ein Vierwege-Navigationskreuz mit Taste in der Mitte, welche eine WAP-Verbindung aufbaut. Die Richtung links und rechts auf dem Navikreuz sind als Quickaccess eingerichtet: links gelangt man vom "Startbildschirm" ins SMS-Menü und rechts in die Toneigenschaften.
Damit sind wir auch schon beim Highlight des T400: das Innendisplay. Samsung hat hier ein TFT-Display mit 65.536 Farben verbaut. Die Helligkeit (in 15 Stufen zu verstellen) und Brillanz des 1.7" großen Displays (128x144 Pixel) begeistern. Allerdings ist das transflektive Display bei direkter Sonneneinstrahlung schlecht abzulesen, es wird dann einfach überstrahlt. Verschönern kann man sich den Telefonalltag mit den liebevoll gestalteten, verschiedenen, animierten Hintergrundbildern (weitere sind downloadbar).
Auf dem kleinen monochromen Aussendisplay werden die Uhrzeit, Akku- und Empfangsstärke und die Nummer des Anrufers dargestellt. So kann man schon vor dem Öffnen der Klappe entscheiden, ob man mit dem Anrufer überhaupt sprechen möchte.
Die Features des kleinen Samsung positionieren das Telefon eindeutig als Fun- und Soundhandy, halt ein Lifestyle-Produkt.
Das T400 ist ausstattungsmäßig auf der Höhe der Zeit: 40-stimmig polyphone Klingeltöne mit der Möglichkeit auch eigene Melodien zu komponieren, machen das Telefon auch für ausgesprochene Individualisten interessant. Es befinden sich schon einige Melodien auf dem Handy, weitere sind nachladbar und auch per Kurznachricht empfangbar. Interessant ist, dass sich das Gerät dank Smart Messaging auch mit Nokia-Modellen versteht und mit diesen Bilder und Töne austauschen kann.
Für die tägliche Organisation befinden sich ein Kalender, eine Memofunktion, eine Aufgabenliste, ein Rechner, Umrechnungsfunktionen für Währungen und physikalische Einheiten, eine Stoppuhr und eine Alarmfunktion/Wecker in der Software implementiert. Notizen kann man sich aber auch Sprachnotiz abspeichern. A propos Sprache: das T400 lässt sich bei Bedarf auch per Sprache steuern.
Besonders viel Spaß haben die eingebauten Spiele gemacht. Es finden sich ein Autorennen, eine Bowling-Simulation und als Highlight ein Remake des alten Klassikers Breakout.
Leider wurde bei den Verbindungsmöglichkeiten gespart. Zwar geht man schon mit dem neuen WAP 1.2 –Standard ins Netz, es stehen aber weder GPRS noch IrDA oder Bluetooth zur Verfügung. Schade auch, dass keine Kamera integriert ist, das gute Display hätte auch bei einer Kamera eine gute Figur gemacht.
Die Menüführung ist unkompliziert gehalten und auch Menschen, die sich mit Handys nicht auskennen finden sich schnell zurecht. Schön sind die Softkey-Shortcuts zum SMS-Menü und Toneinstellungen und die Möglichkeit das Telefon mit einem Tastendruck stumm zu schalten. Die Bedienung geht dank der guten Tastatur in Ordnung.
Die polyphonen Klingeltöne bedingen natürlich auch eine gewisse Qualität der Lautsprecher. Das kommt dem Benutzer auch beim Telefonieren zugute. Die Sprachqualität war sowohl sender- als auch empfängerseitig sehr gut. Angerufene Personen bestätigen die gute Qualität der Sprachverbindung.
Keine Bestnoten in dieser Kategorie. Das Display verschlingt derartig viel Strom, dass der Akku schon nach drei bis vier Tagen häufiger Benutzung leer ist. Dem hat Samsung Rechnung getragen und legt serienmäßig einen zweiten Akku bei. Dieser muss allerdings im Telefon geladen werden. Die 150 Stunden StandBy, die Samsung angibt, werden erreicht. Durch die kurze Testzeit konnten wir hier leider nicht ausführlich testen.
Die Koreaner mischen den Bereich der Funhandys mit einem kompakten Telefon auf und setzen mit dem hervorragendem Display und den 40-stimmigen polyphonen Klingeltönen Maßstäbe. Fehlende Connectivity und die kurze Akkulaufzeit kosten Punkte. Mit dem angepeilten Preis von über 300 Euro werden sich allerdings nur eingefleischte Samsungfans für das T-400 entscheiden.
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.