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Inhaltsverzeichnis

Sony EricssonP900

 

Empfang & Sprachqualität

In Sachen Empfang gibt uns das P900 Rätsel auf. Prinzipiell ist die Netzversorgung für das P900 an allen von uns gestesteten Orten kein Problem, dennoch springen die Empfangsbalken von Zeit zu Zeit schnell zwischen 3 und 5 Strichen hin und her - und das mit beachtlicher Gleichmäßigkeit. Selbiges Phänomen ist uns schon vom P800 her bekannt, doch konnten wir keine gravierenden Auswirkungen feststellen. Positiv fällt auf, dass Sony Ericsson es nicht nötig hat, eine externe Antenne zu verwenden, um die letzten Quentchen Empfang aus dem Netz herauszuholen. Interessant dürfte es werden, wenn ein Nachfolger mit W-CDMA-Unterstützung auf den Markt kommt. Es bleibt zu hoffen, dass die Techniker von Sony Ericsson es schaffen, auf eine störende Knubbelantenne wie beim Motorola A920 (zum Testbericht) zu verzichten.

Bei den verwendeten Lautsprechern wurde im Vergleich zum P800 erheblich nachgebessert. Im Test hatten wir mp3s verschiedener Genre geladen und bei voller Lautstärke abgespielt und stellten lediglich bei Songs mit ausgeprägten Höhen ein leichtes Scheppern fest. Die gute Tonwiedergabequalität spiegelt sich natürlich bei einem Telefonat über den Lautsprecher (Freisprecheinrichtung aktiviert) wider. Wer beim Autofahren auf die Verwendung der mitgelieferten Freisprecheinrichtung (FSE) verzichtet, kann ohne Probleme auf die interne FSE zurückgreifen und seine Telefonate erledigen. Umgebungsgeräusche werden laut Gesprächspartner nur minimal übertragen. Rückkopplungen, Echos oder Hall konnten wir zu keiner Zeit feststellen. Telefoniert man lieber mit dem P900 am Ohr, wird man sich heimisch wie am Festnetz fühlen. Die übertragene Sprache hat einen vollen und natürlichen Klang und kann auf Wunsch während des Gesprächs über den Jog-Dail in der Lautstärke eingestellt werden. top

Standby- & Gesprächszeit

Dem P900 wurde im Vergleich zum P800 etwas mehr Power mit auf den Weg gegeben, denn aus 1000 mAh wurden 1260 mAh. Die zusätzlichen 260 mAh helfen dem P900 locker über 2 Tage bei voller Benutzung zu kommen. Seitens Sony Ericsson wird die Standby-Zeit auf bis zu 400 Stunden angegeben, was zweifelsohne eine Maximalzeit bei minimaler Benutzung ist. Wer ein Smartphone diesen Funktionsumfangs besitzt, wird es auch entsprechend nutzen. Die mitgelieferte Docking-Station lässt über mögliche Stromunterversorgung schnell hinwegblicken, denn wenn immer die Station verfügbar ist, stellt man das P900 schon aus optischen Gründen jederzeit gern zurück.

Die angebene Gesprächszeit von bis zu 13 Stunden ist ebenfalls theoretisches Kalkül, denn schon die Nutzung eines Bluetooth-Headsets (z.B. HBH-65) verringert die Leistung des Akkus recht fix. Wer eine garantierte mobile Stromversorgung sicherstellen möchte, sollte als sinnvolles Accessoire das Autoladekabel von Sony Ericsson in Betracht ziehen. Es ist verhältnismäßig preiswert und passt dank Universalanschluss an alle Sony Ericsson-Handys.

Foto: AMB | Sony Ericsson P900 - geöffnet mit Akku und Deckel

 

Generell gilt für alle Handys: Der Stromverbrauch eines Gerätes ist umso höher, je schwächer der Empfang ist. Im Extremfall der Null-Versorgung saugt das Handy am meisten Strom, da es sich ständig nach entsprechenden Funksignalen umschaut und dieser Prozess nun einmal Energie benötigt.

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Sony Ericsson hat mit dem P900 das Rad nicht neu erfunden, aber sicherlich noch ein wenig runder gestaltet. Während des Tests lag natürlich nichts näher, als das P900 mit dem Vorgängermodell P800 zu vergleichen, um direkte Verbesserungen aufzuspüren. Vor allem sind es kleine Änderungen, die das Arbeiten mit dem P900 versüßen und dieses zu einem kompetenten und zuverlässigen Partner machen. Die UIQ2.1 Benutzeroberfläche sorgt für persönlich gestaltete Menüs und ein elegantes Äußeres.

Viele bisherige P800-Nutzer dürften aus Mangel an Innovativität vom P900 enttäuscht sein, denn wirklich bahnbrechende Neuerungen gibt es nicht. Was macht ein Smartphone zum Smartphone? Smarte Ideen umgesetzt und in ein Telefon eingebaut. So ist es schade, dass die zwei vielfach gewünschten Funktionen "Anrufbeantworter" und "Fax-Funktion" bisher nicht im P900 implementiert wurden. Das große Display wäre hervorragend zum Senden und Empfangen von Faxen geeignet und würde das P900 wirklich "smart" machen. Nichtsdestotrotz ist das P900 ein sensationelles Smartphone, das in der Benutzung wirklich Spaß macht. Zudem hat Sony Ericsson eine brauchbare Gürteltasche mitgeliefert, so dass man sich über den Transport des Gerätes keine Gedanken machen muß. Ohne zu zögern können wir eine Empfehlung der Redaktion aussprechen und das P900 allen Nutzern ans Herz legen, die mehr von einem Handy verlangen, als nur zu telefonieren. Das P800 war seiner Zeit weit voraus und geradezu revolutionär. Das P900 knüpft hieran an und wird für die nächsten Monate im GSM-Bereich noch Maßstab für alle kommenden Smartphones sein.

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Größenvergleich: Motorola A920 W-CDMA | Sony Ericsson P900 bei gleicher Displaygröße

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