Das Samsung SGH-P400 erreicht den Kunden in einer von Samsung gewohnt designtechnisch sehr aufwändig gestalteten Verpackung, deren Äußeres bereits von dem außergewöhnlichen Feature berichtet, das uns im Inneren erwartet: ein Handy mit einem um die Vertikalachse drehbarem Display. Ansonsten erinnert der Verpackungsinhalt mittlerweile an koreanische Standards.
Ein Ladekabel mit LED-Ladesignal, ein dickes Bündel Dokumentationen, eine CD mit der Samsung-Synchronisationssoftware EasyGPRS, ein Datenkabel für den Anschluss an den seriellen Port, ein kleiner Schlüsselanhänger und vor allem zwei Akkus finden sich in der Presspappeschachtel. Bis auf eine Docking-Station mit Aufladefunktion hat sich Samsung mit Produkten für den europäischen Markt dem koreanischen angenähert.
Samsung versteht es wie kaum ein anderer Hersteller, ihren Handys eine meisterhaft verarbeitete Hülle zu verpassen. Dabei wird nicht wie zum Beispiel bei Sony Ericsson Wert auf die Marke des Herstellers gelegt, sondern vielmehr auf ein stimmiges Gesamtaussehen. Das P400 erscheint in zugeklapptem Zustand zwar etwas farblos, die perfekt in die Außenklappe eingearbeitete Multicolor-LED leuchtet aber in schillernden Farben, wenn das Telefon angerufen wird, eine SMS empfängt oder der Akku seine Lebensgeister aushaucht. Am Gehäusescharnier findet man den gestanzten Samsung-Schriftzug und eine um 180° drehbare Kamera, deren Linse nie von einem anderen Bauteil verdeckt werden kann, weshalb die Gefahr von Verschmutzungen oder Schäden erhöht wird.
Beim ersten Aufklappen merkt man kaum, dass der obere Teil des Folders nicht nur klappbar sondern auch drehbar ist, ein ganz leichtes Spiel der Gehäuseklappe lässt aber erahnen, was den Benutzer erwartet. In aufgeklapptem Zustand lässt sich das Display in der vertikalen um 180° drehen und wieder zurückklappen, so dass sich das Innere nach Außen kehrt und man von einem der größten und brillantesten Außendisplays aller Zeiten sprechen könnte. Im gedrehten Zustand wird die Displayhelligkeit auf Standby reduziert und die Funktionen der am Rand befindlichen Tasten abgeschaltet - alleine die Kamerataste aktiviert nach 3 Sekunden Drücken die Digitalkamera.
Verarbeitungstechnisch ist das P400 ebenfalls eine Empfehlung wert. Wir konnten bei Samsung selten so präzise Linien an Bauteilrändern erkennen und die Spalte zwischen Tastatur und Gehäuse sind wirklich minimal. Die blaue Tastaturbeleuchtung tut ihr übriges, um das Handy im Dunkeln bedienbar zu halten und wirkt dabei gleichmäßig und hell.
Das Display ist einem Kamerahandy angemessen, aber bei weitem nicht so hoch aufgelöst wie das Display des Sharp GX20. Bei 128x160 Pixeln Auflösung kann es 7 Zeilen Text gut lesbar darstellen. Samsung legte wie so oft mehr Wert auf hohe Brillanz, Farbechtheit und Farbumfang als auf maximale Auflösung - das kommt zum einen den verspielten bunten Menüeinträgen zugute als auch der Vorschau des Bildmaterials, das die Kamera liefert.
Die Tastatur ist wie bei allen Geräten von Samsung exzellent verarbeitet und bietet für alle Tasten einen guten Druckpunkt. Die Tasten sind wellenförmig voneinander abgesetzt, die horizontalen wie vertikalen Abstände sind beinahe identisch und die Tasten alle gleich geformt.
Charakteristisch für den koreanischen Hersteller sind die zwei am oberen Rand der Tastatur befindlichen Softkeys, die einen Kamerabutton einfassen. Unverständlich bleibt nach wie vor, wieso der blaue HotKey im Zentrum des 5-Wege NavKeys nicht zum Bestätigen genutzt werden kann, was die Bedienbarkeit um Längen verbessern würde. Am rechten Rand des Geräts findet man eine ominöse unbezeichnete Taste, die sich aber erwartungsgemäß als Kamera-Shortcut entpuppte.
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