Die Empfangsleistung des Triband-Geräts war durchweg gut, in keiner Situation hätten wir uns über mangelnde Empfangsbalken beschweren können - die Außenantenne leistet hier hervorragende Dienste. Die Antenne kann auch abgenommen und durch eine kürzere ersetzt werden, was in Ballungsräumen den Empfang nach Erfahrung der Redaktion in keiner Weise beeinflusst. Die Sprachqualität erinnert wieder an das Vorgängermodell V200, das Gespräche etwas dumpf und gut gefiltert übertragen hat - in vielen Situationen kann das ein Vorteil sein, manchmal erscheint die Stimme des Gesprächspartners aber auch leicht verfälscht.
Samsung gibt 120 Stunden Standby-Zeit an, was im Vergleich zu anderen Geräten dieser Klasse geradezu mickrig erscheint. Dafür sollen Dauertelefonierer 5 Stunden plaudern können - unsere Redakteure brachten es gerade einmal auf 3 Stunden, was aber auch für die älteste Freundin und den größten Geldbeutel reichen dürfte. Da das Display des P400 dank animierter Bildschirmschoner fast unentwegt in Bewegung ist, wird der Akku langsam aber stetig leergesogen - farbig animierte Menüs und die überschwängliche Tonkulisse tun ihr übriges, um die Akkuausdauer zu verkürzen. Das Display schaltet nach einer definierbaren Zeit in den Standby-Betrieb und erscheint dann nur halb so hell wie im aktiven Modus, gleiches gilt für "Flip-Open"-Modus, bei dem die Oberklappe mit dem Display nach außenzugeklappt wird.
Bei einigen konkurrierenden Fachmagazinen kann man das P400 als Stürmer der TopTen-Listen bewundern. Uns fehlte es nach wie vor an durchdachten Features und ausgereifter Technik, um Bestnoten zu vergeben - das drehbare Display mag zwar in einigen Redaktionen als Kugelschreiberersatz für langweilige Meetings herhalten, alleine diese Tatsache reicht aber nicht, um ein Handy in den Olymp zu erheben.
Wer ein Kamera-Phone sucht, das kunterbunte Menüs und ausgereifte Verarbeitung aufweist, sollte sich beim Samsung-Händler seines Vertrauens nach dem SGH-E700 erkundigen, das P400 ist eher für Technik-Fetischisten zu empfehlen, die eine Kamera eher als nette Dreingabe zum Versenden von MMS betrachten (was ja auch kein Nachteil ist). Business-Usern werden die mangelhaften PIM-Funktionen abschrecken und der 512kByte große Speicher für Java-Applikationen scheint überdies nicht gerade dazu geeignet, ganze Office-Suiten auf das P400 zu laden. Für Lifestyler ist das Designkonzept zu hausbacken und für Einsteiger ist das P400 bei weitem zu teuer.
Stefan Adolf
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