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Inhaltsverzeichnis

Sony Ericsson Z200 Testberichte

Lieferumfang & Verpackung

Das Sony Ericsson Z200 kommt in einer hellen, schlicht gehaltenen und für den Hersteller gewohnten Pappschachtel zum Kunden. Neben dem Handy selbst erhält der Kunde das obligatorische Ladegerät, ein spezielles Trageband, den Akku, einen Satz silberne Schalung zum Auswechseln und natürlich die Bedienungsanleitung.

Foto: AMB | SE 200 Lieferumfang

 

Für ein Handy im unteren Preissegment ist der Lieferumfang recht ordentlich. Insbesondere die zweite Schalung bringt natürlich Punkte beim Käufer ein. Eine Tragetasche, welche anderen Geräten manchmal beiliegt, hätte den Lieferumfang beim SE Z200 nicht sinnvoll erweitern können, da das Z200 ohnehin so designed wurde, dass man es an einem breiten Band um den Hals mit sich führt.

Design & Verarbeitung

Foto: AMB | SE Z00

Mit seinem verspielt modernem Design kann das SE Z200 überzeugen. Zugegebenermaßen ist die Wertung des Designs stets vom Geschmack der Person abhängig, aber die ersten Reaktionen in unserer Redaktion und auch außerhalb waren alle durchweg positiv.

Die geschwungene und abgerundete Schalung kommt in mattem Dunkelblau sehr gut zur Geltung. Auch das kleine, bernsteinfarbene monochrome Außendisplay ist optimal in das Gesamtdesign integriert und bildet den Blickfang beim ersten Hingucken. Der bescheidene Sony Ericsson Schriftzug stört dieses Ensemble nicht wesentlich und lässt die Wesensart des bewussten "Understatement" erkennen. Mit den Maßen 96x52x25 und einem Gewicht von 98 Gramm wirkt das Folderphone recht kompakt aber nicht klobig.

Äußerlich auffällig ist der große "Henkel" am oberen Ende des Z200. Dieser kann zur Befestigung der großen Tragebänder genutzt werden, hat aber primär eine andere Funktion: er verkörpert sehr geschickt verpackt die externe Antenne des Z200 und liefert so verbesserte Empfangsmöglichkeiten bei schwachen Netzen.

Das verwendete Plastik ist gehobene Standardqualität, wirkt aber in Farbe und Werkstoff sehr edel und werthaftig. Das innenliegende Metallimitat erweckt den Eindruck einer matten Titan-Oberfläche, ist jedoch ebenfalls nur aus Plastik gefertigt.

Die Verarbeitung des Z200 ist eher durchschnittlich und knüpft leider nicht an die fast makellose Verarbeitung vieler andere Sony Ericsson Geräte an. Die Spaltmaße sind beim Z200 ziemlich groß ausgefallen und bieten dem Schmutz viele Angriffsflächen - fairerweise muss man dazu anmerken, dass alle Handys mit wechselbaren Schalen diese Mängel aufweisen. Die großen Spalte sind auch dafr verantwortlich, dass das Gehäuse an allen Ecken und Enden knarzt und knackt; die beweglichen Teile wie der Folder-Mechanismus sind etwas zu wackelig geraten, als dass man sie noch erstklassig bezeichnen könnte. 

Display & Tastatur

Foto: AMB | Display SE Z200

Enttäuschung macht sich beim Aufklappen des Clamshell-Gehäuses breit: Das TFT-STN-Display des SE Z200 liegt mit einer Auflösung von 128 x 128 Pixeln bei 4096 darstellbaren Farben an der unteren Grenze der Ausstattung, gemessen an anderen Vertretern der Lifestyle-Kategorie. In cm gemessen hat das quadratische Display eine Kantenlänge von lediglich 2,9 cm und verfügt somit laut Pythagoras über knapp 9 cm² Fläche. Grafische Glanzleistungen erreicht das Z200 so nicht: die Darstellung wirkt etwas grobkörnig, nicht 100% brillant und man kann die einzelnen Kristalle des TFTs erkennen, die sich durch hauchdünne Linien voneinander abtrennen.

Warum Sony Ericsson nicht die ganze Fläche des Folderdeckels für ein höher auflösendes Display nutzt, ist uns ein Rätsel: der Hersteller behilft sich mit einem breiten orangen halbtransparenten Plastikrahmen um das Display, was zwar überzeugend aussieht, aber eine größere Darstellungsfläche auch nicht wettmacht. Ein weiterer Schwachpunkt ist die Abhängigkeit vom Blickwinkel. Schaut man nicht frontal, sondern etwas seitlich auf das Display, so ist kaum noch etwas zu erkennen. Für die nächste Gerätegeneration, die aufgrund des hohen Spaßfaktors des Lifestylemodells vermutlich nicht lange auf sich warten lassen wird, sollten sich die Ingenieure dazu entschließen, ein größeres Display zu verbauen, das dem sonstigen Look des Z200 gerecht wird.

Foto: AMB | Z200 Außendisplay

Sonneneinstrahlung ist ebenfalls Gift für die Ablesbarkeit des Displays: Das Display ist hinter einer nicht entspiegelten Schutzscheibe in das Gehäuse eingefasst. Dies hat zwar den Vorteil, dass das Display relativ gut geschützt ist, beim Z200 ist die Spiegelung der Display-Scheibe aber auffallend stark. Was bei Xelibri und Panasonic ein Feature ist, gibt es somit beim SE Z200 (unfreiwillig) beinahe gratis dazu.

Ein designtechnisches Ausrufungszeichen setzt das monochrome bernsteinfarbene Außendisplay, das in geschlossenem Zustand die Zeit in Form einer Analoguhr anzeigt. Dabei ist die Auflösung lächerlich gering und die Darstellung der Zeiger wirkt sehr pixelig, aber ein Hingucker ist dieses Feature allemal.


Foto: AMB | SE Z200 Tastatur

Deutlich besser als das Display hat uns die Tastatur gefallen: Die Bedienung der Zifferntasten klappt auf Anhieb gut. Die Tasten sind recht breit und weisen einen kräftigen Druckpunkt auf, dessen Widerstand exzellent gewählt wurde. Sind Tastentöne aktiviert, wird jeder Tastendruck mit einem dumpfen Sound unterstrichen. Bei Dunkelheit hilft die helle orangfarbene Tastaturbeleuchtung, die stets nur die halbe Taste beleuchtet und gerade die Ziffern gut zur Geltung bringt.

Probleme gibt es hingegen beim Schreiben einer SMS: Die Software des Handys reagiert hier definitiv zu langsam - ähnliches waren wir ja bereits vom kleinen Barren-Bruder T230 gewohnt. Geübte SMS-Schreiber sind mitunter sehr schnell und können so manches Handy an den Rand seiner Aufnahmefähigkeit bringen; das SE Z200 kann leider bereits von Otto Normalverbraucher sehr schnell überfordert werden. Abhilfe würden hier entweder schnellere Prozessoren, erweiterter Speicher oder eine optimierte Softwareversion liefern - offenbar verbaut Sony Ericsson in vielen der günstigeren Geräte die gleichen schwachbrüstigen Komponenten.

Foto: AMB | Z200 Navigationstasten

Positiv tragen zur Bedienbarkeit hingegen die Extra-Tasten zum Einschalten des Handys, für Korrekturen und zur Aktivierung der Untermenüs bei, die bei Sony Ericsson im wesentlichen zum Standard gehören.

Wie bei jedem 5-Wege-Menü wird der zentrale Navi-Key des Handys zum wichtigsten Bedienelement, das diese Art der Bedienung erst praxistauglich macht. Beim SE Z200 ist der Navi-Key in einem äußerst ungewöhnlichen Design gehalten - der Druckpunkt ist aber sehr ordentlich.

Foto: AMB | Z200 Tastaturbeleuchtung

Leichte Probleme machen die zu klein geratenen Pfeiltasten, die in den Navikey hereinragen. Sie sind nur 3mm breit und fordern Usern mit größeren Händen viel Konzentration und Geschicklichkeit ab. Nach einer längeren Gewöhnungsphase sollten aber auch motorisch weniger talentierte Nutzer dieses Bedienelement souverän nutzen können.

Die Tastenoberfläche ist wegen des verwendeten Plastiks spiegelglatt und da die Tastatur zudem völlig eben eingefasst ist, muss der Benutzer normalerweise die Tasten im Blickfeld haben, um das Handy fehlerfrei bedienen zu können.

Die Hintergrundbeleuchtung strahlt die Tasten im Dunkeln in einem sanften zum restlichen Design gut passenden Orange an und sorgt so für gute Ablesbarkeit - auch wenn die Ausleuchtung nicht ganz so perfekt realisiert wurde wie bei koreanischen Lifestyle-Geräten.

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