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Inhaltsverzeichnis

Siemens MC60 Testbericht

Lieferumfang & Verpackung

Das Siemens MC60 ist wohl eines der wenigen neuen Mobiltelefone aus dem Hause der Wahlmünchner, welches noch in die alte Programmstruktur passt. Es ist ein Handy der Lifestyle-Reihe, welches das würdige Erbe seiner erfolgreichen Vorgänger M55 und M50 anzutreten versucht.

Foto: AMB | Siemens MC60 Verpackung geöffnet

 

Das Siemens MC60 kommt in der gewohnten Pappverpackung mit Bildern und pastellfarbenen Farbverläifen auf den Außenseiten. Der Inhalt besteht aus dem Grundelement des MC60 mit einer Wechselschale, Lithium-Ionenakku, Akkudeckel, Ladekabel, Handbuch, einem Prospekt über Applikationen, das die Spielen erklärt, einem Prospekt über optionales Zubehör, einer SAR-Tabelle und einem weiteren Handbuch in mehreren Sprachen.

Design & Verarbeitung

Foto: AMB | Siemens MC60 mit verschiedenen Ansichten

 

Optisch ansprechend wirkt an dem Lifestylehandy MC60 die Anordnung der Tastatur: die Tasten sind zu einem X angeordnet, welches durch die Farbe der Oberschalen noch unterstützt wird. Dieses Design wird in zahlreichen Werbekampagnen (RelaX) um das MC60 besonders hervorgehoben und soll die neue Generation X ansprechen. Das Tastendesign ist allerdings relativ gewöhnungsbedürftig und birgt Probleme bei der Bedienung. Das X läuft auf der Rückseite zu einem großen Balken zusammen und erinnerte uns spontan an das Hosenträger-Design der 60er Jahre. Das Gesamtbild des MC60 entspricht dem seiner Vorgänger: abgerunde Kantenführung und rechteckige Gesamtergonomie. Es besticht wie alle Geräte dieser Klasse durch seine Kompaktheit und ist in der Hosentasche bequem zu transportieren.

Die Qualität der Verarbeitung ist zu vergleichen mit dem Siemens C60; das Plastik für Schalung, Tastatur und Displayabdeckung wirkt billig und zerbrechlich. Die wechselbare Oberschale sitzt aber vergleichbar mit dem M50 sehr fest an seinem Platz und wird erst bei mehrmaligen Wechseln möglicherweise etwas ausleiern. Auch die Spaltmaße sind diesmal exakter und bieten weniger Angriffsfläche für Schmutzpartikel.

Foto: AMB | Siemens MC60 zerlegt

 

Die Kamera, die erstmals bei Siemens in dieser Klasse auftaucht, ist in das Gehäuse des MC60 eingelassen, eine Schutzklappe oder eine Verglasung wie beim Nokia 7250 hat Siemens leider vergessen. Das MC60 kann in den Farben Aquamarin, Titan oder Grenadine bestellt werden, kann aber dank austauschbarer Oberschalung mit einer Vielfalt anderer Farben und Muster personalisiert werden. Das X ist überall: selbst über die gitterartige Abdeckung der Hörmuschel wurde der Buchstabe mit dem mystischen Beigeschmack gelegt und vervollständigt den Stil des MC60.

Display & Tastatur

Foto: AMB | Siemens MC60 Display

Das siebenzeilige Display ist mit 4096 Farben ausgestattet. Mit einer Auflösung von 101 x 80 Pixeln ist das der gewohnte Siemensstandard - leider aber nicht mehr up-to-date.

Weder das Bild des digitalen Kamerasuchers noch die angefertigten Schnappschüsse können auf dem veralteten Screen überzeugen. Das von der Kamera kommende Vorschausignal geht in einer braunen Brühe unter, in der man nur erahnen kann, welches Motiv die Kamera aufnehmen wird. Die Tastatur des MC60 verwischt die quadratischen Konturen der Standardtastaturen von S55, M55 oder C60, die sich allesamt durch einen mehr oder weniger schlecht bedienbaren Vierwege-Navigationskey auszeichneten, und stellt das X als ganz neue Idee für Tastaturergonomie vor.

Es ist uns aber unerklärlich, warum der Hersteller eine Art Vierwegetaste implementiert, wenn das Menü nicht in allen vier Richtungen durchschritten werden kann (s. Abschnitt Bedienung). Lediglich die vertikalen Pfeile dienen der Menüsteuerung, die horizontalen Steuerelemente dienen als Softkeys für Bestätigen und Abbrechen.

Foto: AMB | Siemens MC60 Tastatur

Die Zifferntasten ordnen sich konzentrisch auf einer X-förmigen Wippe um die Taste 5 an, die als einzelne Taste aus der Tastatur heraussticht und sowohl als Auslöser für die Kamera verwendet werden kann als auch als Orientierungspunkt auf der ungewöhnlichen Tastatur dient. Haben sich die Finger erstmal an das Diktat der Siemens-Designer gewöhnt, tippt man mit dem MC60 genauso schnell SMS wie mit jedem anderen Siemens-Gerät. Die Abstände zwischen den Tasten sind vernünftig und die Druckpunkte auch erträglich und relativ sicher zu finden, auch wenn die Tasten etwas wacklig sind. Einziger echter Störfaktor: die Spalte zwischen Tasten und auswechselbarer Oberschale sind dermaßen groß ausgefallen, dass Schmutz hier gerne und leicht Halt finden wird.

Positiv ist dem MC60 auf jeden Fall die gute Tastaturbeleuchtung zu Gute zu halten, welche die gewöhnungsbedürftige Konzeption der Tastatur im Dunkeln deutlich hervorhebt. Dabei wurde eine rote Hintergrund-LED verbaut, die dem ganzen einen diabolischen Anstrich verleiht.

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