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Inhaltsverzeichnis

Motorola V300 Testbericht

Lieferumfang & Verpackung

Verpackt ist das Motorola V300 in einem einfach gehaltenen matt-gelben Karton, der auf der Vorderseite das Folderhandy in geschlossenem, und auf der Unterseite in geöffnetem Zustand abbildet.

Zum Lieferumfang gehören das Motorola V300, ein Lithium-Ionen Akku (650 mAh), ein Netzteil, eine mehrsprachige Bedienungsanleitung, ein kleines Heft mit internationalen Supportadressen sowie eine CD, auf der lediglich eine 244-Seiten starke deutschsprachige Bedienungsanleitung zu finden ist. Damit konnte uns der Lieferumfang zwar nicht sonderlich begeistern, bot allerdings für den Einführungspreis von 299.- EUR einen zufriedenstellenden und verglichen mit Handys der gleichen Preisklasse nicht unterdurchschnittlichen Inhalt.

Foto: AMB | V300 Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Foto: AMB | V300 Vorderseite

In geschlossenem Zustand entspricht das Design des Folderhandys im wesentlichen der bekannten und durchaus bewährten V-Reihe von Motorola. Die modern geschwungene Form und Farbgestaltung lassen keine Wünsche offen - jedenfalls muss man sich in der Öffentlichkeit sicherlich nicht seines Handys schämen. Die Maße von 89x49x25 mm sind identisch mit denen des V525. Nicht nur die weiche Oberfläche läßt das Gerät komfortabel in der Hand liegen, auch die auf der Rückseite befindlichen Gummierungen sorgen dafür, dass das Handy weich, stabil und vor allem vor Kratzern geschützt auf einer Oberfläche abgelegt werden kann. Das gesamte Gehäuse besteht aus lackiertem Plastik, das sehr kratzfest wirkt. Da sich die Schalen des V300 nicht wechseln lassen, muss man der Langlebigkeit des verwendeten Plastiks vertrauen.

Auf der Vorderseite wurden ein zweifarbiges OLED-Außendisplay sowie die Linse der Digitalkamera und direkt daneben ein kleiner Spiegel für Selbstportraits eingearbeitet. Auch wenn der Spiegel etwas über den tatsächlichen Portraitrahmen hinwegtäuscht, so gelingen einem doch spätestens ab dem dritten Versuch hervorragend skalierte Selbstbildnisse. Bedauerlich ist allerdings das Fehlen einer Staubschutzklappe oder durchsichtigen Linsenabdeckung, so dass die Kamera relativ ungeschützt Staub, Schmutz und Wasser ausgeliefert ist.

Die weit aus dem Gehäusekopf herausragende Außenantenne aus der Pionierzeit des Mobilfunks ist ein Merkmal, das sich bei allen Motorola-Handys der V-Reihe findet und gewissermaßen mittlerweilen deren Charme ausmacht. Der Hersteller hat zwar bereits vorgemacht, dass er Antennen in die Folder-Gehäuse integrieren kann, vertraut aber lieber auf die bessere Empfangsleistung, die eine externe Antenne ermöglicht. Schraubt man die Antenne ab, verliert die Empfangsstatusanzeige drei Balken.

Der Abstand zwischen Ober- und Unterteil des Foldergehäuses dürfte für viele Clamshell-begeisterte mit ein wenig mehr als zwei Millimetern etwas groß ausgefallen sein. Dafür sitzt das Oberteil des V300 in offenem Zustand einwandfrei und weist keinerlei seitliches Spiel auf. Zudem sorgt der ausgefeilte Foldermechanismus dafür, dass sich das Gerät leichtgängig und präzise öffnen und schließen läßt.

Foto: AMB | V300 Rückseite

Genauso positiv schätzen wir den leichtgängigen Öffnungsmechanismus am Akkudeckel ein. Ein leichter Druck auf einen weiter unten angebrachten verchromten Knopf genügt, und der Deckel lässt sich problemlos abschieben.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Verarbeitung der Kanten an der Abdeckung des Akkufachs irgendwann zu Abnutzungserscheinungen führen wird und der Deckel in verschlossenem Zustand ein wenig hin- und herbewegt werden kann.

Der Akku, der unter dem Deckel für Energie sorgt, lässt sich durch leichtes Ruckeln entfernen. Im Vergleich zu Konkurrenzprodukten von Siemens sitzen deren Akkus wesentlich fester, sind dafür aber auch komplizierter verankert. Die Vorrichtung zum Einsetzen der SIM-Karte ist hingegen nicht besonders ausgereift. Sie besteht in erster Linie aus einem dünnen, verschiebbaren Metallplättchen, das keinen besonders robusten Eindruck hinterlässt. Das Anschließen und Entfernen des Netzkabels funktionierte problemlos und macht einen viel vertrauenswürdigeren Eindruck als der erwähnte SIM-Karten-Verschluss.

Display & Tastatur

Ein kleines Außendisplay darf bei Folderhandys der heutigen Generation nicht fehlen. Insofern enttäuscht das Motorola V300 nicht: mit seinem in einen silbernen Rahmen eingefassten monochromen blauen Außendisplay, das sich hervorragend in das gesamte Gehäusedesign integriert, bleibt man auch im Standby-Betrieb immer auf dem aktuellen Stand von Uhrzeit, Ladestatus, Empfangsqualität und GPRS-Aktivität. Das Außendisplay misst 10 x 25 mm und bietet eine Auflösung von 96 x 32 Pixeln.

Foto: AMB | V300 Display

Das Hauptdisplay besitzt eine Auflösung von 176 x 220 Pixeln und kann bis zu 65.536 Farben darstellen. Dabei ist es mit den Maßen 38x30 mm ausreichend groß, um feine Bilddetails noch gut abzubilden. So gesehen steht das V300 Konkurrenzprodukten und auch seinen eigenen bisher erschienen Nachfolgemodellen der V-Serie in nichts nach. Unter einer Plastikglas-Abdeckung ist das Hauptdisplay zwar vor Kratzern sicher, doch die Abdeckung offenbarte sich als dankbarer Fänger für Fingerabdrücke. Selbst bei stärkerer Lichteinstrahlung und waagerechtem Neigungswinkel zum Blickfeld ist das Display gut ablesbar und seinen Mitbewerbern um die Gunst des Kunden eine Naselang voraus.

Foto: AMB | V300 Display & Tastatur

Die Tastatur des Motorola V300 ist zwar Geschmackssache, aber auf Grund ihrer Praktikabilität manch anderen Handymodellen um Längen voraus. Zwar sind die Tasten relativ klein ausgefallen, aber sowohl die ausreichenden Abstände, als auch die förmliche Unterscheidbarkeit der Tasten verhelfen dazu, dass man sich nicht vertippt. Im Dunkeln erleichtert nicht nur die mit dem blinden Punkt versehene Taste Fünf die Orientierung, sondern auch die weiß/blaue Ziffernbeleuchtung. Durch die Lackierung der Tasten ist es eher unwahrscheinlich, dass die Tastenbeschriftung schnell verblasst. Auch der saubere Druckpunkt und das entsprechend deutliche Feedback zeugen von hoher Qualität, das "Nachdrücken" von nicht registrierten Tastaturkommandos, wie man es von manchem Konkurrenzprodukt gewohnt ist, entfällt in den meisten Fällen.

Neben dem Ziffernfeld entspricht der restliche Tastaturaufbau dem bewährten Motorola-Standard. Der verchromte 5-Wege-Navkey inklusive Hotkey ermöglicht es dem Benutzer, komfortabel durch die Menüs zu navigieren. Seitlich neben dem Hauptnavigationselement befinden sich die Anrufannahme- bzw. Auflegen-Tasten in motorolatypischer "spiegelbildlicher" Anordnung (verglichen mit dem Quasi-Standard, den Nokia einmal festsetzte). Oberhalb des Navkeys befinden sich zwei Softkeys und dazwischen liegt die für Motorola obligatorische Menütaste, die den Anwender aus jedem Kontext heraus ins Hauptmenü führt.

Auf der linken Seite des Mobiltelefons befindet sich sowohl eine Tastenwippe zur Lautstärkeregulierung und zum Menüscrolling, als auch ein sogenannter Smartkey, der u.a. zum Annehmen von Anrufen mit Headset dient und ansonsten meist die Funktion des rechten Softkeys mitübernimmt. Die Taste auf der rechten Seite dient zum einem der Aktivierung des Voice-Recorders, und zum anderen ermöglicht sie die Sprachwahl.

Foto: AMB | V300 Linke Seite

 

Foto: AMB | V300 Rechte Seite

 
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