Das V600 verfügt über eine integrierte Digitalkamera, die in der Lage ist, Bilder in VGA-Auflösung (640x480 Pixel) aufzunehmen. Um den insgesamt 5 MByte großen Speicher allerdings nicht zu sehr zu belasten, können auch Fotos in geringerer Auflösung aufgenommen werden, die dementsprechend weniger Speicherplatz benötigen. So kann sich der Nutzer zwischen den Formaten 160 x 120 Pixel (MMS-Format), 320 x 240 Pixel oder 640 x 480 Pixel entscheiden.
Der Umfang der Funktionen, die das V600 im Imaging-Bereich mitbringt, ist beträchtlich. Es verfügt über einen Selbstauslöser, mit welchem das Telefon selbständig Bilder machen kann, ohne dass es während des Auslösens bedient werden muss. Außerdem kann der Benutzer die Linsenempfindlichkeit an äußere Lichtverhältnisse, die Motorola mit Automatisch, Sonnenschein, Bewölkt und Innen beschreibt, anpassen. Zusätzlich ist eine spezielle Belichtung möglich, mit der auch im Dunkeln liegende Motive noch klar sichtbar werden. Da in erster Linie Digitalprozessor und Belichtungszeit der Kameraoptik beansprucht werden, reagiert das Vorschaubild in dieser Einstellung etwas träge.
Während das Display als Sucher dient, kann mit dem Navkey der in zwei Stufen justierbare 4-fach Zoom betätigt oder die Einstellung der Helligkeit zur Anpassung an das Umgebungslicht in 6 Stufen vorgenommen werden. Man sollte sich immer die Mühe machen und die Helligkeitseinstellung an die Umgebung anpassen, da sonst die Bilder massiv an Qualität verlieren.
Insgesamt bietet das Telefonbuch in seinem dynamischen Speicher Platz für bis zu 1000 Rufnummern und je nach Netzbetreiber stellt die SIM-Karte noch 250 weitere Plätze für wichtige Kontakte, so dass man im Allgemeinen genügend Platz für seine Kontakte finden sollte.
Mit Monopoly kann sich der User für einige Minuten unterhaltsam die Zeit vertreiben, doch an das Brettspiel-Original kann die Implementierung nicht wirklich heranreichen. Zu minimalistisch wurden Grafik und Sound gestrickt und die lahmen Würfelorgien der künstlichen Gegenspieler tragen zum schnellen Absinken der Motivation auf die Nulllinie bei. Zudem können nur Computergegner mit in das Spielgeschehen aufgenommen werden, einen Online-Modus oder Bluetooth-Gaming-Optionen sucht man vergeblich.
Stuntcar ist ein Spiel, für das sich bestimmt nicht nur Autofans begeistern können. Ziel ist es, nach Drehbuch möglichst viele Unfälle zu bauen und dabei einen genauen Ablauf- und Zeitplan einzuhalten. Das Ganze ist sehr amüsant und kann auch auf längere Sicht noch begeistern. Der Schwierigkeitsgrad ist relativ knackig, aber nicht zu hoch, um sich mit quietschenden Reifen und pixeligen Bremsspuren durch die Level zu kämpfen, die stilecht als "Takes" bezeichnet werden.
Im Bereich der Connectivity kann das V600 nicht zu 100% überzeugen. Neben SMS, EMS 5.0 und MMS kann mit dem Telefon auch die E-Mail-Korrespondenz erledigt werden (POP3, SMTP, IMAP4). Der EMail-Client wird dabei auch von einem internen MIME-Modul unterstützt, das für den standardkonformen Versand verantwortlich ist. Über Bluetooth ist man mit dem V600 in der Lage, mit anderen Geräten zu interagieren, leider beschränkt sich der Support nur auf kabellose Headsets. Auf einen IrDA-Port wurde ebenfalls verzichtetet, so dass der Austausch von Daten mit einem PC allenfalls über ein optionales Datenkabel vonstatten gehen kann.
Sprachwahl und Sprachsteuerung sind ebenso selbstverständlich wie der VibraCall, und die integrierte Freisprecheinrichtung bietet dem Gesprächspartner eine recht gute Klangqualität, wie es sich für ein Gerät des High-End-Bereichs gehört. Leider ist die Qualität des integrierten Lautsprechers nicht für ausgiebige Hands-Free-Gespräche ausreichend: Selbst bei mittleren Lautstärken wird das Klangbild durch Klirren, Rauschen und Überschwingungen verzerrt. Man sollte also auf ein Headset zurückgreifen, mit dem sich das V600 versteht.
PIM-Funktionen kommen beim Motorola V600 ebenfalls nicht zu kurz, so dass auch Business-Kunden mit geringeren Ansprüchen an Organizer-Applikationen nicht zu kurz kommen. Der Kalender des V600 kennt eine Monats- und Wochenansicht, die optisch sehr ansprechend aufbereitet wurden.
Weitere Anwendungen sind:
Das GPRS Quadband Gerät funkt in den Frequenzen mit 850, 900, 1800 und 1900MHz und sollte daher in allen Ländern funktionieren, in denen GSM als Mobilfunkstandard existiert.
Die Bedienung erfolgt im Wesentlichen über den 5-Wege-Navkey und wird kontextbezogen unterstützt durch den Menübutton, den man wie üblich bei Motorola direkt über dem Hauptnavigationselement findet. Das mit Vodafone-Logos überschriebene 4-Wege-Menü setzt sich aus folgenden neun Punkten zusammen:
Das V600 hat insgesamt 9 Menüpunkte:
Der für die Bedienung des Telefons wohl wichtigste Menüpunkt lautet "Einstellungen". Auf Grund von Anwendungen wie "Personalisieren", "Signale" oder "Grundeinstellung" bietet sich hier die ideale Möglichkeit, das Gerät direkt und individuell auf die Belange des Nutzers abzustimmen. Prinzipiell ist die Menüführung sehr intuitiv, auch wenn einige Bezeichnungen zuweilen nicht ganz logisch aus dem Englischen übersetzt wurden.
Ein sinnvolles Feature, das Motorola aus dem PC-Markt auf die mobile Plattform übertragen hat, ist die Zwischenablage für Text. Mit ihr lassen sich Textfragmente aus einer beliebigen Anwendung wie Telefonbuch, SMS-Archiv oder Kalender schnell in andere Anwendungen übertragen. Dies funktioniert sogar in Java-Applikationen und beschleunigt Arbeitsabläufe und history-bezogenes Messaging ungemein.
Grafisch gibt das Vodafone-gebrandete V600-Menü nicht viel her. Die standardisierten Icons sind wenig anschaulich und werden dem Betrachter auf Grund der Verwendung in nahezu jedem Gerät, aus aus dem Hause Vodafone kommt, mit der Zeit zuwider. Wir finden es schade, dass Netzbetreiber die im Allgemeinen weitaus ansehnlicheren Icons der Herstellergeräte mit Symbolen überschreiben, die ästhetisch und farblich weit unter den Möglichkeiten liegen, die ein Gerät wie das V600 eigentlich bieten. top
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