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Motorola V600 Testbericht

» Seite des Herstellers » Vergleichbare Geräte: V525, Samsung P400, , SE Z600, Sharp GX10

Software-Version: Flex: SE6416AXXF40C6 TRIPLETS.G_0B.08.A2R_VA Java MIDP2.0, CLDC 1.0

Empfang & Sprachqualität

Für die Empfangsleistung des Motorola V600 gibt es eigentlich nur ein Adjektiv: exzellent. Egal ob sich der Benutzer in geschlossenen Räumen, der Großstadt oder auf dem Lande aufhält - wenn ein Netz vorhanden ist, kann das V600 es nutzen und zeigt in den meisten Fällen auch 100% Empfang an. Die vergleichsweise kurze Außenantenne macht hier ihre Vorteile deutlich.

Foto: AMB | Motorola V600

 

Sowohl Anrufer als auch Gesprächspartner hatten keinen Grund, sich über die Performance des Sprachprozessors zu beklagen, und auch die integrierte Freisprecheinrichtung erweist sich als brauchbar, auch wenn man auf der Gegenseite etwas leise ankommt. Bei hohen Lautstärken schwächeln die sonst ausgezeichneten Lautsprecher etwas; der Rauschfilter wirkt nur relativ schwach Hintergrundgeräuschen entgegen, und Sprache kommt daher sehr klar und in seltenen Fällen etwas überschärft aus der Hörmuschel.

Standby- & Gesprächszeit

Foto: AMB | V600: Akkuladeanzeige

Motorola hat dem V600 einen Lithium-Ionen Akku mit einer Leistung von 780 mAh mit auf den Weg gegeben. Dieser soll laut Herstellerangaben ausreichen, um das Gerät rund 240 Stunden im Standby-Modus zu betreiben oder bis zu 450 Minuten zu telefonieren. Wie so oft konnten wir diese Werte während unserer Testphase nicht einmal annähernd bestätigen.

Auch bei unregelmäßigem Gebrauch und seltener Nutzung von stark ressourcenverzehrenden Anwendungen hielt das V600 gerade einmal drei bis vier Tage durch, ohne an das Stromnetz angeschlossen werden zu müssen. Bei zusätzlicher Nutzung von Bluetooth oder Java-Spielen stößt der Akku außergewöhnlich schnell an seine Grenzen. Dafür existiert in den Einstellungen ein Menüpunkt, der das Motorola in einen Stromsparmodus versetzt. Wer auf noch höhere Akkuzeiten angewiesen ist und nicht von den als Zubehör erhältlichen höherkapazitären Akkus Gebrauch machen will, kann die Displayhelligkeit herunterregeln, um so noch ein paar wertvolle MilliAmpere zu sparen.

Während der Ladephase zeigt sich ein weiteres nettes Feature, das wir so noch nicht gesehen haben und die Außergewöhnlichkeit des V600 unterstreicht: Während der Ladephase leuchten in periodischen Abständen konzentrisch um das Motorola-Logo angeordnete Multicolor-LEDs, die unter der schwarzen Gehäusefront nicht sichtbar sind. Obwohl dieses Gimmick an das Nachleuchten von Ceran-Kochplatten erinnert, wirkt es sehr einzigartig und verstärkt den Hingucker-Effekt des High-End-Geräts nochmals.

Foto: AMB | V600 Akku

 

Fazit

Mit dem V600 hat Motorola ein verabeitungstechnisch hochwertiges, edel entworfenes und technisch überlegenes Mobiltelefon im Programm, mit dem jeder Kunde liebäugeln sollte, der auch in seinem sonstigen Konsumverhalten zu qualitativ hervorragenden Produkten greift. Es platziert sich als sehr gutes Gerät an der Spitze der Multimedia/Lifestyle-Gerätepalette der V-Reihe von Motorola. Hierüber kann auch der etwas spärliche Lieferumfang nicht hinwegtäuschen.

Deutlich erkennt man auch den Formfaktor und das Grunddesign der V-Reihe wieder: das V600 ähnelt dem V525 in vielen Details, treibt aber Bedienbarkeit und Verarbeitungsqualität auf die Spitze. Wer in der U-Bahn auffallen möchte oder aber für die Mahagoni-Konsole seiner silbergrauen Limousine einen neuen Hingucker braucht, ist mit dem V600 definitiv gut beraten. Schade, dass die PIM-Funktionalität des V600 noch nicht den Kinderschuhen entwachsen ist und die Bluetooth-Konnektivität keinen direkten Datentransfer zu anderen Geräten zulässt, sonst wäre es Zeit für eine Empfehlung der Redaktion gewesen. Man darf also auf Line-Ups von Motorola gespannt sein, die hoffentlich die letzten Kanten und Ecken des V600 abschleifen werden.
Frank Kabodt

Größenvergleich

Größenvergleich: Motorola V600 | Sony Ericsson T610

 

Größenvergleich: Motorola V600 | Sony Ericsson T610 

 
 
 
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