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Inhaltsverzeichnis

Sharp GX20 Testbericht

Lieferumfang & Verpackung

Das Sharp GX20 erreichte die Redaktion in einem der obligatorischen bunten Pappkartons von Vodafone, die für alle Vodafone Live! Handys mittlerweile Standard sind. Im Lieferumfang wurden keine besonderen Leckerbissen, sondern ausschließlich die Sachen, die nun mal für den Betrieb eines Handys notwendig sind, beigefügt. Neben dem GX20-Handy von Sharp erhält man ein Ladekabel nebst Lithium-Ionen-Akku, eine CD mit Software, sowie die Bedienungsanleitung. Einzige Draufgabe ist ein modifiziertes Kopfhörerkabel, das auch als portable Freisprecheinrichtung verwendet werden kann.

Foto: AMB | Sharp GX20

 

Einen zweiten Akku, wie er in Asien mittlerweile bei jedem Handy mitgeliefert wird, bietet Vodafone nicht - angesichts der wenig überzeugenden Akkuleistungen wäre ein Akku bzw. zumindest eine Docking-Station angebracht gewesen.

Design & Verarbeitung

Foto: AMB | Sharp GX20 offen

An der Verarbeitung des SHARP GX20 gibt es nichts zu beanstanden. Nichts klappert, quietscht oder knarzt. Der Klappmechanismus rastet zuverlässig und hörbar ein und lässt sich, obwohl er nicht allzu leichtgängig ist, auch mit einer Hand gut bedienen. Beide Displays sind zudem sauber eingefasst, so dass Staub keine Chance hat.

Der für die Schalung verwendete, silbern glänzende Kunststoff erzeugt einen optisch hochwertigen Eindruck. Sharp demonstriert ein weiteres Mal, wie Folder-Geräte verarbeitet sein können, wenn die Nutzer dafür bereit sind, einen entsprechend höheren Preis zu zahlen.

Das Design des GX20 stellt sich für uns als gelungene Symbiose aus dem Design eines "Spiele-Handys" mit dem Design eines sehr eleganten Lifestyle-Geräts dar. So erklären sich auch die edel wirkenden, verchromten Display-Ränder und Knöpfe.

Nun hat also auch die Zielgruppe der über 20-jährigen ein Gamer-Handy, das den ästhetischen Ansprüchen einer gehobenen Käuferschaft genügt. Trotz des edlen Designs scheint das Handy relativ kratzresistent zu sein und eignet sich daher gut für den täglichen Gebrauch. In Punkto Verarbeitung kann das GX20 von Sharp durchaus mit dem direkten Konkurrenten Samsung mithalten und müsste sich eher mit Luxusgeräten wie Innostream vergleichen lassen, auch wenn dort die Displayspezifikationen noch hinter Sharp zurückbleiben.

Der einzige Punkt, den man vielleicht bemängeln könnte, ist die Außenantenne, die aus dem Gehäuseboden ragt. Zwar sind externe Antennen bei den meisten Folderphones immer noch Standard, doch wird sich nicht jeder User angesichts der durch das Display bedingten großen Bauhöhe von 95mm mit diesem Bauteil anfreunden können. Ansonsten hat sich an der Dimensionierung gegenüber dem Vorgänger GX10(i) nicht viel getan.

Display & Tastatur

Foto: AMB | Sharp GX10 Tastatur

Das Innendisplay ist das Bauteil, das beim GX20 die Punkte sammelt: mit 240x320 Pixeln Auflösung bei einem darstellbaren Farbumfang von 65.536 Farben ist es das erste Display eines Handys für den europäischen Massenmarkt, das diese Auflösung darstellen kann. Sowohl Helligkeit als auch Farbbrillanz können auf ganzer Linie überzeugen und prädestinieren das GX20 für Multimedia-Anwendungen. Auch wenn es sich beim GX20 nur um ein Triband-Gerät handelt, wird sein Display den Anforderungen der kommenden UMTS-Ära gerecht. Nicht geschlampt hat Sharp bei der Auswahl der TFT-Technologie: selbst bei stärkerer Außenlichteinwirkung ist das Display noch gut abzulesen.

Beim kleinen Außendisplay mit ebenfalls 65.000 Farben bleibt aber alles auf gängigem Niveau. Es zeigt Uhrzeit, Akku- und Empfangsstärke und die Nummer des Anrufers an. So kann man schon vor dem Öffnen der Klappe entscheiden, ob man mit dem Anrufe überhaupt annehmen möchte oder nicht.

Eine Zielgruppe, die sich primär fürs GX20 interessieren dürfte, sind neben Imaging-Kunden auch Spieler: das Display und der hervorragend gearbeietete Navkey verführen geradezu dazu, die eine oder andere Runde auf dem virtuellen Rally-Parcour zu drehen, oder als Sam Fisher Terroristen bequem von seinem Platz in der U-Bahn aus zu vermöbeln. Das auf der Hauptseite integrierte Vodafone-Live!-Menü verführt geradezu zum Download von Games und mobilem Content - man sollte sich aber immer über den nicht unbeträchtlichen Preis im Klaren sein, den man für den Entertainment-Mehrwert zahlt.

Auch mit der Tastatur kann das Sharp Punkte sammeln: Wie schon bei den Vorgängermodellen GX10 und GX10i ist das Tastenfeld klar und vor allem symmetrisch angeordnet; die einzelnen Tasten verfügen über den von Sharp-Geräten gewohnt guten Druckpunkt und Druckwiderstand.

Auch die Anordnung der Navigations- und Softkeys lehnt sich an die bewährte Bedienungsfreundlichkeit der Vorgänger an: Die Einbindung aller vier Steuerungsrichtungen in eine einzelne ovale Taste bewährt sich besonders bei Spielen und der Navigation auf dem Online Portal live!. Ein kleiner ausschließlich für die Navigation ins Portal vorgesehener Knopf unter dem Navkey sorgt einerseits dafür, dass man bei Bedarf äußerst schnell über GPRS oder HSCSD zu VodafoneLive! wechseln kann und andererseits dank seiner etwas abgesetzten Position dafür, dass man dies nicht unbeabsichtigt tut und versehentlich Gebühren entrichten muss.

Ein sehr positiver Unterschied gegenüber seinen Vorgängern zeigt sich in der Größe der Navi-Keys. Beim GX10 hatten Nutzer mit großen Händen noch Problem mit Nav- und Softkeys, da diese etwas klein geraten waren. Hier hat Sharp nun deutlich nachgebessert und den Navigationsbereich modifiziert. Spiele sind nun sehr bequem zu spielen und ein versehentliches Verfehlen einer Taste oder ein Abrutschen ist so gut wie ausgeschlossen.

Auch die Sonderfunktionen sind sinnvoll auf der Tastatur angeordnet: so findet man einen Shortcut zum Anrufbeantworter unter den 1, den direkten Sprung zur Kamerafunktion unter * und die Aktivierung des Blitzlichts unter #.

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Kommentare
  1. 12.10.10 01:09 Anonymous (Gast)
    Super-Handy

    Vor mehr als 7 Jahren (!) habe ich mir das Sharp GX20 gekauft; und es ist immer noch im täglichen Einsatz (mit dem 1. Akku!). Es funktioniert wie am ersten Tag - für keinen Preis würde ich es hergeben!
    Ein dickes Lob an Sharp!

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