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Inhaltsverzeichnis

Samsung SGH-E700 Testbericht

Lieferumfang & Verpackung

Am Treffendsten lässt sich die Verpackung des Samsung SGH-E700 mit dem Begriffen optisch ansprechend, zweckmäßig und gut designed umschreiben. Der hellblaue, ins schwarze überlaufende Farbton der Schachtel lässt vermuten, was sich im Inneren befindet. Doch man muss dazu nicht extra seine Phantasie einsetzen, denn auf der Vorderseite wird das Handy in geschlossenem und an der Seite in geöffnetem Zustand abgebildet.

Foto: AMB | Samsung SGH-E700 Lieferumfang

 

Im Lieferumfang inbegriffen sind das Samsung SGH-E700, ein Lithium-Ionen Akku (800 mAh), ein Reiseadapter, eine Halteschlaufe, ein kabelgebundenes Headset mit einem Ohrhörer sowie zwei 185 Seiten starke Bedienungsanleitungen in deutsch und englisch. Die Anleitung bietet dank ihrer übersichtlichen Gliederung einen hervorragenden Einblick in die Funktionen des Folderhandys, auch wenn wir stellenweise detailliertere Informationen zu Spezialfunktionen vermisst haben. Daneben finden sich noch eine Garantie- und eine Registrierungskarte, eine Kurzanleitung für den Schnelleinstieg ins SMS-Tippen mit dem E700 sowie eine Broschüre, die den Käufer in Samsungs Content-Portal FUNClub einlädt. Für ein Gerät des gehobenen Lifestyle-Bereichs findet man also ausreichend Zubehör ab Lieferung vor. Für das etwas kratzempfindliche Plastik der Oberschalung hätte man sich noch eine einfache Tasche wünschen können.

Design & Verarbeitung

Foto: AMB | E700 Vorderseite

Das Design des SGH-E700 überzeugt mit leicht geschwungener Linienführung, hochwertigen Materialien und zurückhaltend sportlicher Eleganz. Die blau-silberne Farbkombination verleiht dem ganzen einen klassisch-edlen und designtechnisch eindeutig wiederzuerkennenden Touch. Das E700 ist eines der wenigen Samsung-Handys, bei denen der Hersteller auf eine in Asien äußerst beliebte externe Antenne verzichtet hat. Mit den Maßen 90x45x23 mm und einem Gewicht von 86g liegt es angenehm leicht und sicher in der Hand und lässt sich auch völlig problemlos in Hosen- oder Hemdtasche verstauen, ohne Beulen aufzuwerfen.

Das die Vorderseite zierende Außendisplay ist ideal rechteckig eingepasst und angenehm groß ausgefallen. Dank brillianter OLED-Displaytechnologie setzt es im Standby-Modus einen starken Akzent auf die Außenseite des Geräts, was die Wiedererkennbarkeit nochmals steigert. Direkt über dem Display befindet sich die Linse der integrierten VGA-Kamera, die durch eine durchsichtige Linsenabdeckung vor Wasser und Staub geschützt wird. Auf einen kleinen Spiegel für Selbstportraits konnte verzichtet werden, da das Kamerabild auch auf dem Außendisplay angezeigt werden kann. Alles in allem wirkt die Außenseite des E700 äußerst aufgeräumt und unglaublich schlicht, so dass kein Business-User abfällige Blicke von seinen Kollegen befürchten muss, wenn er das Gerät auf dem Meetingtisch ablegt.

Hinsichtlich der Materialwahl ist zu bedauern, das keinerlei Maßnahmen getroffen wurden, die nicht ganz kratzfeste Oberfläche der Oberschale vor äußeren Einflüssen zu schützen. Weder Unter- noch Oberseite weisen Gummierungen oder Abstandshalter auf, die ein Verkratzen des weichen Plastiks verhindern könnten. Zeigt das E700 erst einmal Gebrauchsspuren, wird der Nutzer erneut von Samsung im Stich gelassen: die Oberschalen lassen sich nicht austauschen - Konkurrent Motorola zeigt beispielsweise bei seinem Konkurrenzprodukt V600, dass auch austauschbare Oberschalen so ins Gesamtbild integriert werden können, dass sie nicht als solche erkannt werden.

Was man Außen vermisst, findet man dafür Innen umso häufiger: An jeder Ecke des Tastaturfeldes findet man kleine Abstandhalter aus Gummi, die den Auflagedruck des Folder-Oberteils auf die Tastatur dämpfen sollen. Darüberhinaus wurden alle Anschlussmöglichkeiten, wie Ladestecker oder Kopfhöreranschluss und die Schraublöcher mit Gummistopfen verschlossen - Staub hat hier nirgendwo eine Chance. Da aber die meisten Stopfen nicht direkt mit dem Gerät verbunden sind, sollte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die ersten von ihnen verschwunden sind.

Der Foldermechanismus des E700 stellt rein subjektiv gesehen die ideale Bauweise dar: er ist leichtgängig und federt nach Überschreitung bestimmter Grenzen entweder selbsttätig zu oder auf und kann problemlos einhändig bedient werden. Zwischen Ober- und Unterseite sind im geschlossenen Zustand weniger als 1mm Platz, in aufgeklapptem Zustand lässt das breite Scharnier keinerlei seitliches Spiel der Folderklappe zu - wer hohen Wert auf gute Verarbeitung legt, dem sollte das E700 also auf jeden Fall einen Blick Wert sein.

Foto: AMB | E700 Rückseite

Der Gehäuserücken musste aufgrund der für Samsung ungewöhnlich schmalen Bauweise neu designed werden. Auch wenn der Aufsatzmechanismus der gleiche geblieben ist - man schiebt einfach den Akku, der gleichzeitig die Rückseite des Geräts ist, an kleinen Plastiklaschen vorbei über das Gehäuse bis er einrastet - ist die Einrastung etwas unpräziser gearbeitet, als bei anderen Samsung-Handys.

Gerade beim Transport in der Hosentasche öffnet sich die Verriegelung gerne selbstständig und gibt den Akku frei. Ist der Akku eingerastet, bewegt sich die Rückseite des Geräts aber um keinen Mikrometer, knarzt nicht und erweckt den Eindruck, als wäre das Gerät aus einem Guss gefertigt.

Die Vorrichtung zum Einlegen der SIM-Karte macht dagegen einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck. Wird die Karte von oben nach unten zwischen die seitlich angebrachten Metallbügel eingeschoben, sitzt sie absolut fest und lässt sich nur durch gut dosierten Druck mit der Fingerspitze wieder aus ihrer Halterung entfernen.

Display & Tastatur

Standby-Modus

Natürlich wäre ein Folderhandy ohne ein Außendisplay, um es mal etwas überspitzt auszudrücken, nur ein halbes Folderhandy. Das farbige OLED-Frontdisplay des Samsung SGH-E700 schafft es hingegen, in ganzer Linie zu überzeugen: Es stellt 256 Farben bei einer Auflösung von 96 x 64 Pixeln dar. Dies reicht nicht nur aus, um Datum, Uhrzeit, Akkukapazität, Netzversorgung sowie eingehende Anrufe und Nachrichten mit einfachen Symbolen darzustellen oder simple Grafiken anzuzeigen, sondern ermöglicht außerdem die Darstellung des Kamerabildes in einer recht passablen Qualität. So werden Selbstportraits und kleinere Gruppenaufnahmen leichter möglich als bei einem sonst meistens an dieser Stelle zu findenen kleinen Spiegel.

Kamera-Modus

Nach etwa 10 Sekunden Untätigkeit verschwindet die Anzeige gänzlich und reaktiviert sich je nach Einstellung in regelmäßigen Abständen wieder. Dann zeigt sie entweder allgemeine Informationen und die Uhrzeit oder ein paar bunte Kreise, die fröhlich wenn auch langsam über das Bild hopsen. Es fehlt allerdings eindeutig eine Option, mit der die Uhr permanent bzw. ohne Zeitverzögerung angezeigt werden könnte.

Foto: AMB | E700 Display & Tastatur

Das mit 1,8 Zoll Diagonale relativ große TFT-Hauptdisplay verfügt über die für Samsung-Handys gängige Auflösung von 128 x 160 Pixeln und 65.536 Farben, was die derzeitigen Standarderwartungen an hochwertige Mobilfunkgeräte im mittleren Preissegment erfüllt. Eine Plastikglas-Abdeckung sorgt dafür, dass das Display gegen Kratzer geschützt ist, sie ist jedoch selbst aus relativ weichem Plastik gefertigt, so dass Abnutzungserscheinungen bei alltäglicher Benutzung letztlich nicht auszuschließen sind.

Weniger gut als bei manch anderem Gerät ist die allgemeine Ablesbarkeit des Hauptdisplays: die Plastikabdeckung spiegelt recht stark und behindert in manchen Situationen das Ablesen des Displays recht massiv; bei Sonneneinstrahlung verblassen die Farben und man kann manchmal nur raten, welchen Menüpunkt das Display gerade anzeigt. Auch gegenüber Neigungen des Blickwinkels ist das Display nicht unempfindlich: ab etwa 60° gemessen von einem lotrechten Blick auf das Display, invertieren einige Farben, unter noch größeren Winkeln ist es gänzlich unmöglich, etwas auf dem Display zu erkennen.

Viel besser gefiel uns dagegen der Aufbau der Tastatur. Ohne viel Spielerei schafft das E700 hier gute Bedienbarkeit bei klassischem Aussehen. Alle Tasten sind quadratisch, gleich groß, rechteckig und weisen ausgezeichnete Druckpunkte auf. Einen neuen Weg beschreitet der koreanische Hersteller bei der Absetzung der einzelnen Tasten voneinander: kleine glatte Metallstifte trennen die einzelnen Tasten vertikal voneinander - Abrutscher und Vertipper sind so nahezu ausgeschlossen. Weitere Orientierungshilfen such man allerdings vergebens. Die Betätigung einer Zifferntaste aktiviert die recht helle blaue Hintergrundbeleuchtung der Tastatur, die die Bedienung im Dunklen sehr erleichtert. Weiterhin muss man sich kaum Sorgen um Abnutzungserscheinungen des Displays machen - selten haben wir Handys gesehen, deren Tastatur so ausezeichnet verarbeitet war wie beim E700.

Über dem Ziffernfeld ist der für die meisten Samsung-Geräte gebräuchliche rechteckige 4-Wege-Navkey angebracht worden. Ob sich Samsung damit einen Gefallen getan hat, sich auf diesen Standard festzulegen, sei einmal dahingestellt. Für viele Handynutzer wird er doch etwas zu klein ausgefallen sein und da er keine Konturen aufweist, sondern weitestgehend eben verarbeitet wurde, kann es schon ab und an einmal passieren, dass man mit dem Daumen nicht die gewünschte Stelle des Navkeys drückt. Aus dem Hauptmenü kann man dank der Standardbelegung des Navkeys direkt in die Unterpunkte Messages, Töne, Kalender oder Kamera wechseln.

Mittlerweile ist es zur Gewohnheit geworden, den in der Mitte des NavKeys angebrachten Button bei Samsung zu kritisieren, der direkt ins vordefinierte WAP-Portal führt. Da wir aber davon ausgehen, dass sich die Designer bei Samsung etwas bei der Positionierung dieses Buttons gedacht haben müssen, möchten wir diesmal nur anmerken, dass es für den Gebrauch eines Handys in Nordeuropa vermutlich sinnvoller ist, an dieser Stelle einen Hotkey vorzusehen, der als Bestätigungstaste für Aktionen dient. Bei Motorola ist dies zum Beispiel Gang und Gäbe. Dank Vorbelegung der zentralen Taste müssen die meisten Menü-Aktionen mit dem linken Softkey bestätigt werden, was den Daumen unnötig oft zwischen Navkey und Softkey hin- und herwandern lässt. Einige Spiele, die auf dem E700 installiert waren, machen allerdings von der zentralen Taste als Feuerknopf Gebrauch, so dass sie zumindest den mobilen Gaming-Spaß nicht behindert.

Links und rechts neben dem Navkey liegen die beiden Softkeys mit denen man zum Menü bzw. zum Telefonbuch gelangt. Darunter befinden sich die Anrufannahme- bzw. Auflegentasten und dazwischen hat die Korrekturtaste (C) Platz gefunden. Mit dieser Taste können bei Samsung nicht nur einzelne Zeichen einer SMS gelöscht werden, sondern man gelangt mit ihr bei längerem Drücken auch in das nächsthöhere Menü.

An der linken Seite des SGH-E700 wurde eine Tastenwippe eingearbeitet, mit der man die Tasten- oder Gesprächslautstärke regulieren kann. Auf der gegenüberliegenden Seite kann man auch bei geschlossenem Gerät durch einen längeren Tastendruck die Kamera aktivieren, eine Vorschau auf dem Außendisplay betrachten und durch einen weiteren Druck eine Aufnahme veranlassen. Eine Taste fürs Diktiergerät wurde beim E700 weggelassen.

Foto: AMB | Samsung SGH-E700 Linke Seite

 

Foto: AMB | Samsung SGH-E700 Rechte Seite

 
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