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Inhaltsverzeichnis

Siemens A60 Testbericht

Lieferumfang & Verpackung

Bereits an der Verpackung des Siemens A60 erkennt man, dass es sich hierbei um ein Prepaid-Handy ohne großes Drumherum handelt. Der Karton ist in den Farben gelb und blau gehalten und zeigt auf seiner Oberseite neben dem Gerät selbst ein überaus glückliches Pärchen um die Zwanzig, das wohl auch die Zielgruppe darstellen soll. Auf der Unterseite ist das Siemens-Handy von allen Seiten abgebildet und klärt den Betrachter darüber auf, was ihn im Inneren der Schachtel erwartet.

Foto: AMB | Siemens A60 Lieferumfang

 

Öffnet man die Verpackung, fällt der Blick auf einen aus dem Siemens A60, einem Lithium-Ionen Akku (700 mAh), einem Ladekabel sowie vier kurzen Bedienungsanleitungen, (in Englisch und Deutsch) bestehenden Lieferumfang. Alles unmittelbar Notwendige wird demnach also mitgeliefert und mehr sollte man von einem Prepaid-Handy dieser Preisklasse dann auch nicht erwarten.

Design & Verarbeitung

Foto: AMB | A60 Design

Das Siemens A60 misst 110x47x23mm bei einem Gewicht von 85 g, womit es sich leicht mit anderen Barrenhandys vergleichen lässt und darüber hinaus auch noch bequem in der Hand liegt.

Das A60 erinnert besonders im Hinblick auf das Design stark an andere Prepaid-Handys aus dem gleichen Hause. Man denke dabei einmal an das C60 mit seinen ebenfalls zwar schlichten Gehäusedesign, das ohne große Liebe zum Detail auskommen muss; Wirklich billig wirkt es dank der leicht geschwungenen Formen allerding nicht.

Erst bei näherer Betrachtung fällt auf, dass es sich beim Material des A60 um relativ leichtes, nicht sonderlich kratzfestes Plastik handelt, das zudem bei etwas Druck an allen Ecken und Kanten knarzt. Da hilft es leider auch nicht, dass es man die Schalen des Handys austauschen kann.

Foto: AMB | A60 Rückseite

Widmet man sein Augenmerk der Rückseite des Mobiltelefons, entdeckt man sofort den Akkuverschluss, der zugleich auch die gesamte Unterschale des Handys bildet. Er lässt sich durch einen Schub nach oben öffnen, wobei es schon einmal passieren kann, dass sich Ober- und Unterschale miteinander verhaken; die Innenseiten weisen an einigen Stellen scharfe Kanten auf.

Der Akku kann wiederum durch Öffnen des an der Seite befindlichen Klippverschlusses aus seiner wackelfreien Verankerung entnommen werden und ungefähr ebenso einfach kann er wieder eingesetzt werden. Zumindest in dieser Hinsicht ist das A60 so manch anderem Siemens-Handy überlegen und könnte beinahe eine gewisse Vorbildfunktion spielen.

Für den Sim-Karten Verschluss gilt dies allerdings nicht: Dieser wurde lediglich aus einem kleinen, dünnen und zerbrechlich anmutenden Metallplättchen gefertigt und es gestaltet sich etwas problematisch, das Plättchen über die Karte zu schieben, während ein Mechanismus selbige nach oben federn lässt. Aber immerhin lässt sich dadurch die Sim-Karte bei Bedarf einfach wieder entfernen.

Display & Tastatur

Foto: AMB | A60 Display & Tastatur

Das unter einer Plastikglas-Abdeckung eingefasste, 30x26mm messende Display kann in Punkto Umfang natürlich niemanden mehr vom Hocker reißen. Im Einsteiger-Segment gehören solche Maße seit jeher zum Standard. Dafür beschreitet Siemens insofern Neuland, als dass dieses Modell zu einem der bislang noch rar gesäten Prepaid-Handys gehört, das immerhin 4096 Farben bei einer Auflösung von 101x80 Pixeln darstellen kann. Damit dürfte nun fortan auch in diesem Segment zu erwarten sein, dass die Tage der monochromen Displays ein für allemal gezählt sind und die Zeit der Farbdisplays endgültig angebrochen ist.

Allerdings darf man nun beim A60 nicht gerade ein hochqualitatives Farbdisplay erwarten. Man freut sich zwar, nicht mehr auf ein blasses Monochromdisplay schauen zu müssen, doch wirkt die Darstellung doch recht pixelig, man ist vor massiven Spiegelungen der Umgebung nicht gefeit und Farben wechseln ins Negative, wenn man den Blickwinkel nur leicht verändert. Für den Außendienst ist das Display auf Grund seines schwachen Kontrasts und der nicht vorhandenen Farbbrillanz sogar noch weniger geeignet.

Die aus Plastik gefertigten und lackierten Zifferntasten des Handys sind zwar relativ klein, liegen aber ausreichend weit auseinander, so dass blindes Tippen durchaus möglich ist. Auch im Dunkeln gewährleisten die beleuchteten Tasten, dass man sich nicht vertippt. Allerdings könnte man sich ebenso zu einem gewissen Teil auf sein Gehör verlassen, denn selbst wenn der Tastenton ausgestellt wurde, klacken die Tasten dermaßen laut, dass es in der Öffentlichkeit fast schon unangenehm ist.

Besonders unhandlich ist uns bei der Bedienung der 4-Wege-Navkey aufgefallen. Der untere Teil des Elements ist viel zu tief in das Gehäuse eingefasst und der Druckpunkt dementsprechend schlecht, so dass das Nach-unten Scrollen schon fast in ein Zerreißprobe für die Nerven des Nutzers ausartet. Die beiden Softkeys befinden sich links und rechts des Navkeys, wobei es bei Siemens-Handy üblich ist, dass die rechte Seite des Navkeys die gleiche Funktion übernimmt, wie der rechte Softkey. Anrufannahme- und Auflegtaste liegen schräg unter dem Navkey und fallen im Vergleich zu den Zifferntasten ziemlich unscheinbar aus.

Foto: AMB | Siemens A60 Seite

 
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