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Inhaltsverzeichnis

Sharp GX30 Testberichte

Lieferumfang & Verpackung

Mittlerweile sind die Geräte aus dem Hause Vodafone kaum noch an den Verpackungen zu unterscheiden: das Gerät rückt beim Verpackungsdesign fast vollständig in den Hintergrund. Auf der Front wie auch an drei der vier Seiten ist das Sharp GX30 in geschlossenem und geöffnetem Zustand abgebildet.

Obwohl es sich bei dem GX30 um eine japanische Entwicklung handelt, müssen sich deutsche Kunden mit einem "landesüblichen" Lieferumfang begnügen und verzichten auf Ersatzakku, Datenkabel oder Docking-Station. Lediglich eine 8MB fassende SD-Karte wird dem Imaging-Gerät mit in die Wiege gelegt - dank minimalem Standardspeicherausbau eine obligatorische Maßnahme. Nokia zeigt beim 6230 mit einer 32MB-Karte, dass es auch mehr sein könnte.

Daneben erhält der Kunde beim Kauf einess Sharp GX30 einen Lithium-Ionen Akku mit einer Leistung von 780 mAh, das Netzteil, ein Kabelheadset sowie eine umfassende Bedienungsanleitung und eine Kurzanleitung für den schnellen Start.

Foto: AMB | GX30 Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Foto: AMB | GX30 Front

Im Falle des Sharp GX30 gilt wohl der Grundsatz: Big is beautiful! Mit den wuchtigen Abmessungen von 95 x 49 x 25 mm und einem Gewicht von 110 Gramm findet das Gerät mit Sicherheit nicht in jeder Hosentasche Platz.

Ansprechend ist vor allem die auffällige Front des GX30, denn nur wenige Mobiltelefone verfügen derzeit über ein so großes und hochauflösendes Außendisplay. Auch die Einbindung der Kamera in den oberen Teil der Folderklappe ist äußerst gelungen, die verchromte Umrandung verleiht dem Handset einen professionellen Look. Links neben der Kamera befindet sich der Außenlautsprecher, darunter eine dicke, vom Vorgänger GX20 bekannte LED, welches bei Bedarf als Blitzlicht dient.

Im Vergleich zum GX20 ist die Linienführung deutlich gerader geworden und die Kamera sticht nicht wie zuvor auffällig aus der Gehäusefront heraus. Leider hat Sharp auch bei diesem Modell auf eine Staubschutzklappe verzichtet, die beispielsweise bei Herstellern wie Sagem oder Innostream zum Standard gehört. Samsung hingegen ist dafür bekannt, dass Kameras drehbar an den Foldern angebracht sind, so dass die empfindliche Linse ggf. ins Gehäuse versenkt werden kann (Bsp. V200). Das Außendisplay liegt in einer flachen Vertiefung und ordnet sich dezent dem Gesamtbild unter.

Insgesamt weist die Optik des GX30 viele schmale Spalte und Senken auf, was für das Gesamtbild nicht unbedingt positiv ist; auch die verchromten Applikationen an den Seiten des Gerätes können daran nichts ändern. Die matt-silberne Farbe wirkt dezent, zugleich elegant und entspricht dem Stil eines klassischen Folder-Geräts. An der Oberseite findet sich eine kleine Öse, für ein Lanyard, mit welchem man das Handy um den Hals tragen kann - einziges Risiko ist bei 110 Gramm eine Quetschung der Halswirbel. Neben der Öse liegt das Auge für den IrDA-Port.

Auf der Rückseite ist ein kleiner Gummipfropfen befestigt, hinter dem sich der Stecker für eine externe Antenne befindet, so dass der Anschluss an eine Kfz-Einrichtung mit dem GX30 problemlos vonstatten gehen sollte. Das Öffnen des Akkudeckels gestaltet sich einfach, darüber hinaus sitzt der Deckel im geschlossenen Zustand bombenfest und kann nur mit großem Kraftaufwand um maximal einen halben Millimeter bewegt werden. Gleiches kann auch von der Abdeckung für die SD-Karte behauptet werden: Nichts bewegt sich, wenn man es nicht selber will.

Foto: AMB | GX30 Design

 

Display & Tastatur

Eines der beiden Highlights des GX30 ist eindeutig das Display. Als erstes Handset in unserem Lande verfügt das CGS-LCD-System über eine Auflösung von 240 x 320 Pixeln und eine Farbtiefe von 18 Bit bzw. 262.144 Farben. Bislang können hier selbst nur wenige Geräte des asiatischen Marktes mithalten, in Sachen Klarheit und Kontrast hat das GX30 in Deutschland auch auf längere Sicht keine Konkurrenz zu fürchten. Ein weiterer Vorteil ist die ausgezeichnete Ablesbarkeit bei starker Sonneneinstrahlung, auch Details können ohne Probleme erkannt werden.

Mittlerweile üblich und von jedem neuen Telefon zu erwarten ist die Unterbringung des Displays unter einer Schutzfenster aus Plexiglas. Dadurch ist es nahezu ausgeschlossen, dass der Bildschirm durch äußere Einflüsse Schaden nehmen kann - Sand und Staub haben keine Chance.

Foto: AMB | Display & Tastatur

Das Außendisplay ist ebenfalls auf dem neuesten Stand der Technik. Mit seinen 65.536 Farben misst sich das 60 x 80 Pixel große LCD nur mit wenigen anderen High-End-Geräten. Wie auch das Hauptdisplay kann der kleine Bildschirm nicht nur Akkustand, Empfangsleistung und die Uhrzeit anzeigen, sondern kann vom Nutzer mit frei wählbaren Hintergrundbildern und Uhrendesigns individualisiert werden. Uns ist nach einiger Zeit ein relativ starker Blaustich negativ aufgefallen, der die Qualität der Wallpapers etwas herunterzieht.

Die Tastatur des GX30 verfügt über reichhaltiges Platzangebot: Mit einer Größe von 45 x 70 mm entspricht sie in etwa jener des GX20, ist aber sogar noch ein wenig größer. Die Tasten sind hervorragend angeordnet und obwohl es sich um einen Folder handelt, lässt sich das GX30 sicher und präzise auch mit einer Hand bedienen. Dies liegt unter anderem an der hohen Position der letzten Ziffernzeile, welche sich bei anderen Geräten oft zu nahe am unteren Gehäuserand befindet, was manchmal zu Balanceakten führt, wenn man ein Folderhandy einhändig bedienen will.

Mit durchschnittlich 7x mm sind die Tasten angenehm groß, und auch die Abstände zwischen den Tasten wohl konkurrenzlos. Vertippen wird man sich vermutlich nur in äußerst hektischen Situationen oder unter massivem Alkoholeinfluss.

Das zentrale Bedienelement ist der runde 5-Wege Navkey. Dessen Druckpunkte sind äußerst klar definiert, er reagiert schnell auf Eingaben und lässt ebenfalls kaum Verdrücker zu. Im Gegensatz zu den anderen Tasten ist er teilweise verchromt. Unterhalb des Navkeys findet man einen Softkey, der den Nutzer direkt in den Kamera-Modus führt. Zwei weitere obligatorische Softkeys findet man links und rechts neben dem NavKey, darunter liegen die in gewohnter Nokia-Logik angebrachte Rufannahme- bzw. Auflegentaste, die den Nutzer auf die Startseite des Systems führt und gleichzeitig auch als Power-Taste dient, um das Handy ein- oder auszuschalten.

Auf der linken Seite des GX30 findet der Benutzer eine kleine Tastenwippe, mit welcher die Hörerlautstärke reguliert werden kann. Auf der rechten Seite befindet sich an der oberen Displayhälfte ein Schieber, mit dem der Makromodus der Kamera aktiviert wird.

Die Zifferntasten bieten hervorragende Druckpunkte, haben jedoch aufgrund ihrer Größe minimales seitliches Spiel. Sie wurden gegenüber dem Vorgängermodell GX20 nochmals verbessert und könnten als Referenz für andere Folder-Tastaturen herhalten. Einige Tasten erfüllen dabei neben der einstellbaren Schnellwahl noch Sonderfunktionen: Nach längerem Drücken der 1 wird man mit der Sprachmailbox verbunden, * bringt einen ins Kameramenü und # aktiviert die helle LED auf der Frontseite, um im Dunkeln Fotos machen zu können.

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