Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 
Inhaltsverzeichnis

Nokia 6230 Testbericht

Lieferumfang & Verpackung

Der Lieferumfang ist für ein ausgeschriebenes Business-Gerät ordentlich ausgefallen. Neben dem Gerät findet man ein Netzladegerät, mannigfaltige Anleitungen, Broschüren und eine CD mit PC-Suite auch eine sage und schreibe 32MB fassende MMC-Karte sowie ein kabelgebundenes Headset, das auch als Antenne dient. Auf kleinere Lifestyle-Features wie beispielsweise eine Tasche, Schlüsselanhänger oder minimales Lanyard muss man beim 6230 in der Grundausstattung allerdings verzichten. Das Verpackungsdesign ist schlicht wie das Gerät selbst und zeigt vermeintlich typische Anwender des 6230 - sie führen offenbar ein Leben in den einsamen Weiten des finnischen Flachlandes.

Foto: AMB | Nokia 6230 Lieferumfang und Verpackung

 

Design & Verarbeitung

Lange hinkt Nokia mit seinen Geräte-Designs der Konkurrenz von und Sony Ericsson hinterher - mussten sich zuletzt Geräte wie das 3100 oder 3200 noch mit einem gewissen Kiddy-Image herumschlagen, konnten Vorgänger wie das 6220 und 6110 nicht mit ihrer Verarbeitung überzeugen. Die 7er Serie (7600, 7650) und das Series60-Gerät 6600 waren zwar noch vertretbar verarbeitet, aber vom Handling nicht ganz optimal. Nun hat Nokia sich jegliche Kritik zu Herzen genommen, einen langen Blick auf Erfolgsgeschichten wie T630 und V600 geworfen und sich mit viel Zeit und Liebe zum Detail ans Design des 6230 gesetzt: mit vollem Erfolg ! Handlich wie ein T630, bedienbar wie ein V600 und technisch verarbeitet wie kein anderes Nokia vor ihm hat das jüngste Kind der 6er Reihe die besten Voraussetzungen, auch mit seinem Design Kunden überzeugen zu können.

Foto: AMB | Nokia 6230 Design

 

Dafür musste sich die Designabteilung bei Nokia wieder etwas Neues einfallen lassen. Erste wesentliche Verbesserung: der Einrastmechanismus des Akkudeckels hat nach mehreren nur fast perfekten Versuchen (6220, 6820) endlich ein Entwicklungsstadium erreicht, in dem er weder wackelt, knarzt noch wesentliches staubfreundliches Spiel besitzt. Dafür sitzt er nun vielleicht schon einen Tick zu fest - die ersten Käufer haben in einschlägigen Foren bereits nach Werkzeugen zum Lösen des Deckels gesucht. Ihnen sei gesagt: der Deckel geht mit starkem Druck auf seine Unterseite und ähnlich starker Schubbewegung in Richtung Gehäuseoberseite auch wieder ab.

Verarbeitungstechnisch gibt's auch sonst kaum etwas zu beanstanden: Das gesamte Gehäuse wurde aus mattem, leicht rauem Kunststoff gefertigt und liegt ausgezeichnet in der Hand. Mit 103x44x22mm Größe ist das 6230 ähnlich groß wie ein T630 und mit 97g nur unwesentlich schwerer, leistet aber vom Display einmal abgesehen deutlich mehr. Verglichen mit im Bereich Design aufstrebender Konkurrenz wie Sony Ericssons K700 oder Siemens S65 kann das 6230 durchaus mithalten. Dazu tragen z.B. die kleinen silbernen Applikationen an der Hörmuschel des Handys bei, die den Markennamen des Herstellers umrahmen. Aber auch die U-förmige Umrahmung der mittleren Tastenspalte vollenden gekonnt Designspielereien, die die Finnen bereits vor langem begonnen haben.

Display & Tastatur

Foto: AMB | Nokia 6230 Display

Einige Redakteure wollten schon fast zur Feder greifen und einen Beschwerdebrief über das Display an Nokia schreiben: dass der Formfaktor mehr als ein 128x128 Pixel großes Display zulässt, zeigt beispielsweise Sony Ericsson beim T630. Bei längerer Bedienung ist das vergleichsweise niedrig auflösende Display aber keine echte Einschränkung: Da sich die Schriftgröße für Texte in Mitteilungen verkleinern lässt (Mitteilungen-> Einstellungen-> Andere Einstellungen), können bis zu 8 Zeilen Text dargestellt werden. Dank 65.536 Farben und der Verwendung aktueller Displaytechnologie wird der Displayinhalt brillant und Fotos farbecht dargestellt, die Ablesbarkeit unter Sonnenlicht wurde im Vergleich zu früheren Modellen ebenfalls massiv verbessert.

Die Kindsköpfe aus Nokias Designabteilung wurden bei der Abstimmung zum Tastaturdesign des 6230 auf die hinteren Reihen verwiesen: endlich wirkt alles klar strukturiert, übersichtlich und aufgeräumt. Die Tasten sind minimal an Ober- und Unterkante den Gehäuselinien angepasst und alle Tasten sind fast gleich groß; * und # teilen sich eine Tastenwippe. Besonderes Augenmerk legten wir auf den 5-Wege-Navkey, der beim ersten Blick Befürchtungen nahe legte, ähnlich wackelig zu reagieren wie der des 7600. Doch weit gefehlt: diesmal wackelt nichts, alle Druckpunkte sind absolut identisch und der Hotkey - also der zentrale Punkt der Navigationstaste - ebenfalls mit einem fast unfehlbaren Druckpunkt versehen, so dass Navigation und Menüführung absolut präzise funktionieren und Vertipper der Vergangenheit angehören sollten.

Auch die Druckpunkte der Zifferntastatur sind entsprechend gut gewählt und wurden gegenüber dem Vorgängermodell 6220 nochmals verbessert. Gegenüber seinem Vorgänger wurden auch die Abstände zwischen den Tasten auf ein Mindestmaß verringert und die breiten Lücken zwischen den Tastenspalten mit einem metallischen Ring ausgefüllt. Staub hat hier noch weniger Chancen als bei jedem anderen uns bekannten Nokia-Telefon. Einzig und allein der an der rechten Gehäuseseite angebrachte Mini-Aktivlautsprecher könnte wegen seiner tiefen Einlassung etwas anfällig auf Fusseln und Staub reagieren.

Foto: AMB | Nokia 6230 Tastatur

 
Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte