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Inhaltsverzeichnis

Sharp TM100 Testbericht

Lieferumfang & Verpackung

Das Sharp TM100, das bereits dank der Namensgebung eindeutig dem deutschen Netzbetreiber T-Mobile zuordnen werden kann, kommt in einem Original Sharp-Karton, der von T-Mobile nochmals mit einer Pappumhüllung versehen wurde, zum Kunden. Die technischen Spezifikationen, die man den Packungsseiten entnimmt, sollten interessierte Käufer nicht ganz so ernst nehmen: das Display kann natürlich wie vom Hersteller angegeben 262.144 Farben darstellen und die Speichergröße ist zwar mit 32MB theoretisch richtig angegeben, doch ist der vom Kunden nutzbare Speicher deutlich geringer bemessen wie der Abschnitt Ausstattung zeigen wird. Nebst Handy, 700mAh starken Lithium-Ionen-Akku, Ladegerät und dem obligatorischen Akkudeckel finden Käufer des Imaging-Geräts auch eine Software-CD ROM und eine kabelgebundene Freisprecheinrichtung in der Schachtel. Trotz Softwarebeigabe wird ein USB-Kabel für die Verbindung mit einem PC nicht mitgeliefert.

Foto: AMB | TM100 Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Das TM100 glänzt in erster Linie mit verhältnismäßig geringen Maßen (100x49x19,1mm) und vergleichsweise kleinem Gewicht (95g), das sich gleichmäßig auf die Gehäusebauteile verteilt. Bei unserer ersten Begegnung mit dem Gerät auf der diesjährigen CeBIT wollten wir zunächst gar nicht glauben, ein voll funktionsfähiges Handy in der Hand zu halten - das transflektive hochauflösende Farbisplay tut sein übriges, um den Anschein eines ausgestopften Plastikdummys zu erzeugen, wobei wir das durchaus positiv gewertet wissen wollen.

Sowohl Spaltmaße als auch Materialwahl sind von Sharp erstklassig gemeistert worden: einzig und allein die Abstände zwischen den Tasten auf der Zifferntastatur lassen noch etwas Spielraum für Verbesserungen. Unmittelbar über dem Display befindet sich der primäre Lautsprecherausgang, der etwas ins Gehäuse versetzt wurde. Die Passgenauigkeit der einzelnen Gehäusebauteile ist hervorragend: nichts am Sharp TM100 quietscht, knarzt oder wackelt. Eine Öse zur Befestigung von Lanyards findet man an der linken unteren Seite des Hauptgehäuses, in der Mitte der Gehäusekante wurde eine Tastenwippe angebracht, die primär die Funktion eines Lautstärkereglers erfüllt. Die andere Seite beherbergt IrDA-Port, Auslöser und eine Status-LED für die Digicam.

 

Staubschutzklappen über allen externen Ports verhindern das Eindringen von Staub ins Innere des Gehäuses, die gerade einmal 1mm messende Aussparung fürs Mikrofon trennt die Anschlüsse von Headset und Stromzufuhr voneinander. Die Rückseite wurde im Hinblick auf die primäre Funktionalität des Geräts als Kamera-Phone gestaltet: Die Kameralinse samt Makroobjektiv befindet sich zentral auf dem Rücken des Handys, daneben gibt es einen großen konvexen Spiegel für Selbstportraits. Unter dem Spiegel verbirgt sich vor raschen Blicken gut versteckt der Multimedia-Lautsprecher des TM100. Die kleinen Drehstifte an der Kameralinse, die den Makromodus aktivieren, sorgen dafür, dass die etwas herausstehende Linse nicht zerkratzt, wenn das Handy auf dem Rücken liegt. Eine Staubschutzklappe ist daher kaum notwendig und auch nicht vorhanden.

 

Um den festen Sitz des Akkudeckels zu gewährleisten, der sich im eingerasteten Zustand um keinen Millimeter bewegen lässt, hat Sharp auf einen ähnlich soliden Mechanismus zurückgegriffen wie Nokia bei seinem jüngsten Top-Modell 6230; mit dem kleinen Nachteil, dass der Deckel nun nur mit sehr viel Fingerspitzengefühl und gut dosierter Gewaltanwendung zu öffnen ist.

Display & Tastatur

Neben der Digitalkamera ist das 240x320 Pixel große Display mit seinen 262.144 Farben das herausstechendste Merkmal des TM100. Es prädestiniert das Gerät neben der Aufnahme von Fotos für multimediale Inhalte und Webseiten. Sharp zeigt hier seinen innovativen Charakter: so wurde der Displaykomponente ein eigener JPG-Prozessor integriert, der die nativen 24Bit des beliebten komprimierenden Bildformats automatisch auf die 18 Bit des Displays umrechnet und so den Hauptprozessor entlastet. Der Nutzer profitiert so von einer nie dagewesenen Geschwindigkeit bei der Bilddarstellung auf dem Handy-Display. Durch die gleichfalls automatisch stattfindende Anpassung der Bildfarben an das Displayprofil werden Bilder auch brillanter und objektiv farbenfroher auf dem Display dargestellt. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Display noch verhältnismäßig gut abzulesen, bietet jedoch auf Grund seiner Größe einen guten wohlwollenden Angriffspunkt für Kratzer aller Art - mit ein paar Tuben Poliermittel für Displays sollte sich daher jeder TM100-Besitzer bevorraten (Beispiel: Displex).

In zugeschobenem Zustand findet man unter dem Display alle Elemente, die für die Bedienung des Handys wichtig sind: neben dem großen 5-Wege-NavKey findet man noch 4 Softkeys und eine T-Mobile-Taste, die den Nutzer in das t-zones-Portal des Netzbetreibers entführt. Bis auf diesen sind alle Tasten auch im Dunkeln deutlich fühlbar und verfügen über gleichmäßig gut definierte Druckpunkte. Bei seitlicher Betrachtung wirkt der Portalknopf fast schon wie ein Aufkleber, der die Herkunft des Handys unterstreichen soll.

Schiebt man das TM100 auseinander, kommt der Tastaturblock zum Vorschein. Dessen Tasten sind ebenso gut zu bedienen wie die Navigationselemente auf der Oberseite und verfügen ebenfalls über gleichmäßige Druckpunkte. Die Tasten liegen aufgrund des Designs dicht beieinander und schließen Vertipper daher nicht ganz aus; da sie leicht gewölbt sind, sollte man jedoch nach einiger Gewöhnung immer richtig liegen. Auch die oberste Tastenreihe ist noch weit genug von der Gehäuseoberseite abgesetzt, dass man die Tasten 1 bis 3 gut bedienen kann - eine Tatsache, die manch anderen Hersteller von Slider-Handys vor Probleme gestellt hat. Die Tasten werden im Dunkeln von einem beruhigenden Grün hintergrundbeleuchtet, das zwar etwas kräftiger sein könnte, aber die Ablesbarkeit auch bei Dunkelheit noch gewährleistet.

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