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Inhaltsverzeichnis

Panasonic P341i Testbericht

Lieferumfang & Verpackung

E-Plus respektive Panasonic stellte uns nur das Gerät inklusive Akku und Ladegerät zur Verfügung. Erfahrungsgemäß enthält die Verpackung eines i-Mode-fähigen Geräts mehr als nur das Gerät, in erster Linie ausführliche Bedienungsanleitungen und in manchen Fällen einen zweiten Akku - Interessenten sollten also vor dem Kauf beim Händler ihres Vertrauens einen Blick in die Schachtel werfen.

Foto: AMB | Panasonic X70 / P341i

 

Da das P341i auch in seiner Originalversion X70 auf dem deutschen Markt erhältlich ist (derzeit z.B. bei O2) lohnt sich ebenfalls der Vergleich zwischen Tarifmodellen und Geräten - dieser Test beschreibt im wesentlichen die von E-Plus vertriebene P341i-Variante des X70 und benutzt die beiden Typenbezeichnungen äquivalent. Technisch unterscheiden sich die beiden Geräte nicht voneinander, lediglich die Vorderseite ist beim Original-X70 minimal anders designed.

Design & Verarbeitung

Bezüglich Dimensionierung und Design ist das P341i neben seiner i-Mode Konkurrenz aus gleichem Haus vielleicht am ehesten mit einem Motorola V600 zu vergleichen, das zwar satte 21g mehr wiegt, aber eine ähnliche Zielgruppe anspricht. Die dunkle anthrazitfarbene Schalung mit chromfarbenen Applikationen sorgen für zeitlose Eleganz, auch wenn das verwendete Material nicht ganz so wertig erscheint wie beim V600: Panasonic verwendet nur Kunststoff, wo Motorola bereits Aluminium verbaut.

Foto: AMB | P341i frontal

Foto: Panasonic | X70 frontal

Foto: AMB | P341i Rückseite

 

Die Unterseite des P341i erinnert überspitzt ausgedrückt an eine Mondlandschaft: überall findet man kleine Löcher für Schrauben und Anschlüsse, die mit Staubschutzklappen aus Gummi überdeckt wurden. Die Oberseite hingegen wirkt aufgeräumt: über dem langen aber schmalen Außendisplay findet sich die Linse für die CIF-Kamera, darunter wurde ein Spiegel im Mini-Format angebracht, der sich alleine schon wegen seiner fast lächerlichen Größe kaum für Selbstportraits eignet.

Foto: AMB | P341i SIM-Schacht

Darüber tröstet den einen oder anderen vielleicht die mehrfarbige Status-LED hinweg, die auch als Fotoleuchte dient. Erst nach längerem Suchen im Menü enthüllt sich übrigens ein Feature, das wir bislang selten gesehen haben: neben den Farben für die Status-LED lässt sich auch die Hintergrundbeleuchtung des Außendisplays beliebig individualisieren: das macht Spaß und sieht gut aus.

Hohe Qualitätsmaßstäbe setzte Panasonic bei der Verarbeitung seines X70: Die Bauteile sitzen fest aneinander, alles wirkt wie aus einem Guss und auch die beweglichen Bauteile wie Akkudeckel und Stopfen für externe Anschlüsse bewegen sich nur dann, wenn es der Nutzer will. Die Spaltmaße sind verschwindend gering. Ein kleines Manko entdeckten wir bei der SIM-Halterung. Diese sieht vor, dass SIM-Karten eingeschoben und mit einer kleinen Plastikzunge fixiert werden - wer es schafft, eine Karte ohne Zuhilfenahme der Fingernägel in weniger als einer halben Minute zu entfernen, erntet einen Foren-Rank in unserem Forum; wir haben es nicht geschafft.

Display & Tastatur

Foto: AMB | P341i Display

Foto: AMB | P341i Tastatur

Das Hauptdisplay des P341i überzeugt mit herausragender Brillanz und Klarheit und stellt 132x176 Pixel bei 65.536 Farben dar. Im Gegensatz zu manch anderem Hersteller nutzt das Display damit einen großen Teil der zur Verfügung stehenden Gehäusefläche des Gehäuses. Auch die Qualität des TFTs ist beachtlich: erst unter relativ großen Winkeln gemessen zur Senkrechte des Displaymittelpunkts invertieren sich die Farben aus Sicht des Betrachters. Wie bei Folderhandys allgemein üblich wird das Hauptdisplay durch eine Plastikplatte vor äußeren Einflüssen geschützt. Auf der Startseite zeigt das P341i/X70 Netzbetreiber, Akku- und Netzstatus sowie die Optionen, die Softkeys und der Navkey übernehmen.

Auch wenn das monochrome Außendisplay mit 96x28 Pixeln Auflösung klein erscheint, hat es was zu bieten: es zeigt im Standby-Betrieb die Uhrzeit entweder als Analog- oder Digitaluhr und informiert über eingegangene Nachrichten sowie über Ladestand des Akkus und Netzleistung. Wem das voreingestellte Blau nicht so recht gefallen will, kann die Hintergrundbeleuchtung des Displays nach seinen Vorstellungen in vielen verschiedenen Farben anpassen. Das Außendisplay ist ebenfalls dank heller Leuchtkraft und scharfer LCD-Komponente äußerst gut abzulesen und kann über die kleine Taste an der Seite des Geräts aktiviert werden. Ist das Display hingegen nicht beleuchtet, ist auch fast nichts mehr zu erkennen.

Die Tastatur des X70/P341i ist ebenfalls gut gelungen. Trotz der geringen Gehäusemaße wurden mehr als die obligatorischen Tasten auf der Fläche untergebracht. Anders als mancher koreanischer Konkurrent setzt Panasonic auf voneinander abgehobenen Tasten: das erleichtert die "blinde" Orientierung des Daumens und vermeidet Vertipper. Die Druckpunkte der Zifferntastatur hätten zwar noch etwas klarer definiert werden können, lassen sich aber völlig einwandfrei bedienen und reagieren exakt auf Nutzereingaben. Mehr kann man von einer Tastatur eines Folderhandys kaum erwarten.

Ein weiterer Glanzpunkt des X70 ist der Navkey, der sich kaum mit denen anderer Geräte vergleichen lässt. Er besteht aus einem Ring für die vier Grundrichtungen und einem darin eingefassten metallischem Hotkey, dessen Oberfläche kreisförmig geriffelt ist. Trotz der kleinen Ausmaße dieses Navigationselements ist es hervorragend zu bedienen, man verrutscht nie aus Versehen auf ein angrenzendes Feld und sowohl Grifffestigkeit als auch Druckpunkte sind außerordentlich gut, geradezu ein Maßstab für viele andere Folderhandys.

i-Mode-typisch liegen neben dem Navkey vier weitere Tasten: die beiden unteren sind für Rufannahme- und Auflegen (zugleich Powertaste), die beiden oberen für EMail-Messages und Online-Portal gedacht. In der Grundversion von E-Plus ist der zentrale Hotkey übrigens nicht für den Gang ins i-Mode-Portal gedacht, sondern dient ausschließlich der Bestätigung von Nutzereingaben.

Foto: AMB | P341i Tastaturbeleuchtung

Nokia-Nutzer überlegen beim P341i längere Zeit, wie sie einfach an ihr Adressbuch gelangen können ohne den Umweg durchs Menü nehmen zu müssen; die Lösung findet sich am linken unteren Rand des Tastenfelds. Hier hat Panasonic eine Extra-Taste für das Telefonbuch platziert, die den Nutzer nach einmaligem Drücken in die telefoneigene Kontaktliste führt und nach einer weiteren Betätigung die SIM-Kontakte öffnet. Eine weitere unbeschriftete Taste befindet sich an der rechten Kante des Geräts. Sie zeichnet sich für die Aktivierung der Beleuchtung des Außendisplays verantwortlich und aktiviert im zugeklappten Zustand nach etwa 2 Sekunden Druck die Kamerafunktion. Leider lässt sich so nur genau ein Bild aufnehmen; dieses wird angezeigt, wenn man den Folder wieder öffnet.

Die Tastaturbeleuchtung ist dann wieder unkonventionell und mittelmäßig: Panasonic beleuchtet nicht die Tasten sondern das durchsichtige Tastengehäuse. Wirklich sichtbar wird die Beschriftung im Dunkeln so zwar nicht, aber man kann sich an der Anordnung orientieren.

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