Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 
Inhaltsverzeichnis

SiemensCF62

» Seite des Herstellers » Vergleichbare Geräte:Sony Ericsson Z200, , Motorola E380, , Samsung SGH-E100, , LG C1200

 

Lieferumfang & Verpackung

Das im Vorfeld der CeBIT angekündigte Folder-Handy CF62 ist primär für den anspruchsvolleren Einsteiger- und PrePaid-Markt gedacht und kommt in einer blau-weißen im typischen Siemens-Stil gehaltenen Pappschachtel zum Kunden. Daten oder Details sucht man auf den Seiten der Verpackung zwar vergeblich, dafür ist der Inhalt einem Einsteigergerät angemessen: CF62, 600mAh Li-Ionen Akku, Ladegerät, zwei Merkblätter für die SAR-Werte und drei Handbücher in Französisch, Spanisch und Englisch/Deutsch. Siemens gibt sich etwas pessimistisch, was die Verarbeitung des CF62 angeht und legt außerdem zwei Ersatzstopfen aus Gummi für die Display-Stopper der Gehäuseunterseite bei, die naturgemäß relativ leicht aus ihrer Fassung fallen - zweimal darf man also einen verlieren. top

Foto: AMB | CF62 Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Das CF62 fällt beim ersten Blick durch seine außerordentlich kompakte Form und den Antennenbügel am oberen Ende auf und schließt sich damit dem Lifestyle-Gerät Z200 von Sony-Ericsson an, das einen ähnlichen Formfaktor propagiert. Siemens Folderphone besticht darüber hinaus mit schlichtem Metallic-Silbergrau und protzigen Chrom-Applikationen. Im Gegensatz zur gewölbten Vorderseite ist die Rückseite völlig flach.

Neben der verbesserten Empfangsleistung dient die Bügelantenne auch der Handlichkeit: mit ihr lässt sich das CF62 leicht greifen und an Lanyards oder Ketten um den Hals hängen. Nach dem Aufklappen verliert sich der erste Eindruck eines edlen High-End-Gerät etwas: die Tastatur ist zwar hochwertig verarbeitet und interessant aufgeteilt, aber das Design erinnert zunächst an neues Playmobil-Spielzeug - dass es sich dennoch nicht um einen funktionslosen Dummy handelt, erfährt man spätestens, wenn man das Gerät mit der Auflegentaste aktiviert. Ähnlich wie beim Z200 oder bei Nokias nutzt auch Siemens nicht die gesamte zur Verfügung stehende Fläche für das Display aus: es bedeckt gerade einmal 50% des Folderoberteils.

Foto: AMB | Siemens CF62

 

Dennoch möchten wir beim CF62 von einem ganzheitlich guten Gesamteindruck sprechen: alles wirkt aufeinander abgestimmt, Rundungen wechseln sich mit futuristisch anmutenden abgeschrägten Ecken ab und die Flächen wurden in verschiedenen Grau- und Silbertönen gehalten, die ein stimmiges Gesamtbild erzeugen. Besonderes Highlight: Klappt man das Gerät in angeschaltetem Zustand auf oder zu, sorgen 7 an den Kanten der Folderunterseite angebrachte gelbe LEDs für Stimmung - je nach Einstellung "dreht" sich das Licht von links nach rechts oder leuchtet in verschiedenen Intensitätsstärken nacheinander auf. Siemens nennt dieses nette Feature "Dynamic Light". Wir fühlten uns an das "Discofon" Motorola E398 erinnert, das wir 2003 getestet haben.

Foto: AMB | CF62 Tastaturbleuchtung und Dynamic Light

 

Nicht so gut gelungen ist Siemens die Verarbeitung - abgesehen davon, dass die Gummistopper, die die beiden Gehäusehälften in zugeklapptem Zustand voneinander trennen, leicht herausfallen können, gibt es gerade in der Nähe des Scharniers einige größere Gehäusespalte, an denen sich Staub und Fusseln anlagern können. Die meisten anderen Spalte sind sehr schmal und gleichmäßig, nur an der Bügelantenne passen die Teile nicht exakt aufeinander. Der Akkudeckel ist verhältnismäßig groß und nur durch zwei kleine Plastiklaschen im Gehäuse verankert - die Folgen dürften jedem Kenner der Branche bekannt sein: der Deckel hat leichtes vertikales Spiel und sitzt nicht so fest, wie man es sich wünschen würde. Dafür lässt er sich zum Wechseln der SIM-Karte relativ leicht wieder entfernen. top

Display & Tastatur

Foto: AMB | CF62 Display und Tastatur

Foto: AMB | CF62 Außendisplay

Das CF62 ist das erste von Siemens Low-End-Geräten, das über ein Display mit mehr als 4096 Farben verfügt: satte 65.536 Farben leuchten kräftig auf 128x128 Pixeln Auflösung - nur schade, dass es keine Kamera an dem Gerät gibt, deren Fotos damit zur Geltung kommen könnten. Leider hat Siemens nicht gerade die hochwertigste Displaykomponente verbaut, was sich am deutlichsten gleich nach dem Einschalten zeigt, wenn alle Pixel schwarz anzeigen sollten: an den vertikalen Kanten des Bildes sieht man deutlich, dass das Display seitlich beleuchtet ist, die Intensität der Kantenpixel ist hier entscheidend höher. Im alltäglichen Betrieb wird dieser Verarbeitungsmangel den wenigsten Nutzern auffallen, er zeigt aber deutlich die Anspruchslosigkeit, mit der der deutsche Hersteller offenbar Telefone für den Massenmarkt produziert - angesichts eines nahezu perfekt gearbeiteten SX1 durchaus fragwürdig. Immerhin reicht die Auflösung für 7 Zeilen Text, aufgrund des verhältnismäßig hohen Fonts werden aber weniger Informationen dargestellt als bei vergleichbaren Nokia-Displays. Auch die Ablesbarkeit im Außenbereich ist nicht sonderlich gut - transflektive oder höherwertige Displays wie z.B. das des leisten hier eindeutig mehr.

Das monochrome Außendisplay wurde mit einer blauen Beleuchtung versehen und erinnert in Symbolik und Darstellungsqualität stark an Handys vergangener Generationen - am ehesten vielleicht an den Lifestyle-Klassiker M50. Neben Akkustand, GPRS-Verfügbarkeit, Netzleistung und Netzanbieter wird standardmäßig die Uhrzeit in großen auch bei deaktivierter Beleuchtung gut lesbaren Lettern dargestellt.

Bei der Tastatur konzentriert sich der Münchener Hersteller auf Ziffernblock und Softkeys, zusätzliche Tasten wie eine Wippe für vertikales Scrollen oder zur Sprachsteuerung fehlen dem CF62. Dafür ist die Tastaturkomponente außerordentlich übersichtlich und geradezu schlicht angeordnet und fügt sich völlig nahtlos in die Folderunterseite ein. Drei verchromte Querbalken trennen die Tastenreihen voneinander und ermöglichen das blinde Zurechtfinden auf der Tastatur.

Der gut herausgearbeitete Punkt auf der 5 und ein scharfes kurzes Klicken als Tastaturton sowie gut platzierte und deutliche Druckpunkte sorgen dafür, dass beim Tippen nichts daneben geht. Auch wenn das Hauptelement der Navigation nur ein 4-Wege-Navkey ist, lassen sich die Menüs des CF62 gut durchwandern: die vier Richtungen sind mit völlig identischen Druckpunkten belegt und die Reaktionsfläche jeder Richtung groß genug. Die 4 Softkeys, die den Navkey säumen, wurden ebenfalls angenehm groß gearbeitet und lassen sich ebenso leicht bedienen. Einziges Manko an der Tastatur: die Beleuchtung! Im Dunkeln lässt sie zwar erahnen, welche Taste sich gerade unter den Fingern des Nutzers befindet, dank ihrer mangelnden Intensität hätte man sie aber auch gleich weglassen können. top

»
Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte