Mit viel Spannung wurde es seit Beginn des Jahres erwartet, entsprechende Vorfreude herrschte in der Redaktion beim Eintreffen des K700. Nach dem Öffnen der Schachtel wurden wir nicht enttäuscht: neben dem K700 fanden wir ein kabelgebundenes Headset, das auch als Antenne fürs Radio dient, eine Trageschlaufe und das obligatorische Ladekabel.
Wer gerne liest, kann vor der Inbetriebnahme des K700 erst einmal die äußerst ausführliche Anleitung lesen, die eingeschweißt in Plastikfolie ebenfalls in der Schachtel ruht und Business-Nutzer freuen sich über die mitgelieferte PC-Suite, die vielseitige Kommunikation zwischen Desktop-PC und Handy ermöglicht. Alles in allem eine runde Sache, weder Zweitakku noch Docking-Station kann man gemessen am allgemeinen Standard erwarten.
Für das K700 bemühte Sony Ericsson extra seinen namhaften ProduktDesigner Henrik Jensfelt, um es dem Zeitgeist enstprechend modern zu entwerfen und der bisherigen Produktlinie folgend an das klassische SE-Design anzulehnen. Das Ergebnis trägt zwar unverkennbar die Züge eines T630, ist aber ungleich besser verarbeitet und wurde auch im Aussehen an fast allen Ecken und Enden verbessert – Trekkies würden es vielleicht mit den verschiedenen Enterprise-Klassen der Kinofilme vergleichen: jede Enterprise hatte ihren eigenen optischen und technischen Charme, aber alle sahen im Vergleich zum Vorgänger noch etwas cooler aus. Das K700 ist so gesehen vielleicht das Raumschiff Voyager: Die Tastatur selbst ähnelt bis auf die horizontalen Tastenabstände der des T630, der Joystick wurde nochmals massiv verbessert. Schaut man sich Produktfotos an, könnte man vermuten, die Schalung des K700 bestünde aus gebürstetem Aluminium – tatsächlich handelt es sich aber um hochwertigen Kunststoff, der sich aber angenehm kühl anfühlt und auch sonst einen äußerst qualitativen Eindruck hinterlässt. Die Aluminium-Applikationen, die den Displayrand zieren, sind hingegen echt.
Sony Ericsson sucht den Weg zur Symbiose von Form und Funktionalität; an vielen kleinen Stellen wird man daher von netten Ideen überrascht: das animierte Hintergrundbild des Hauptmenüs schließt beispielsweise am unteren Rand mit der Oberkante eines Kreises ab. In dessen Mittelpunkt liegt nicht zufällig der integrierte Joystick – schaut man genau hin, erkennt man, dass direkt unter der Tastatur der untere Teil des Kreises hindurchleuchtet und die Kanten der Softkeys folgen ebenfalls der Kreislinie. Betrachtet man die Rückseite, fällt einem die Symmetrie auf, die Sony Ericsson mit diesem ausgefallenen und dezent versteckten Design beabsichtigt: die kreisförmige Applikation auf der Rückseite, die Kamera und Blitzlicht ihren Platz gibt, ist ähnlich raffiniert entworfen. Selten konnten wir solche Perfektion im Design beobachten. Wenig überraschend: auch die Verarbeitung brilliert. Der Akkudeckel sitzt bombenfest, lässt sich aber mit einem einzigen Handgriff einfach wieder abziehen. Unser Tipp an alle Nokia-Ingenieure: Unbedingt abgucken !
Trotz aller Ausstattung und Designfaktoren ist das K700 sogar noch ein Stückchen kleiner geworden als das T630: nur 99x43x17mm misst das neue Multimedia-Handy von Sony Ericsson und ist mit 93g Gesamtgewicht nur ein Gramm schwerer als sein indirekter Vorgänger.
Mit einem 176x220 Pixel großen 65.536-Farbdisplay ist das K700 auf der Höhe der Zeit. Bei seitlicher Neigung wirkt das Displaybild ein wenig schwammig, dieser Effekt ist aber vernachlässigbar gering. Sony Ericsson hat offenbar eine verhältnismäßig hochwertige Komponente verbaut, die schwarze Pixel auch Schwarz anzeigt und von ihrer Farbdynamik in allen Bereichen überzeugen kann – hier bleiben also kaum Wünsche offen.
Ähnlich verhält es sich mit der Tastatur: das Hauptnavigationselement ist wie bei den Vorgängergeräten ein 5-Wege-Joystick aus Plastik, dessen Kopf abgeflacht wurde. Die Bedienbarkeit dieses Elements fanden wir so einmalig gut, dass man den Sony Ericsson-Joystick getrost als Referenz für andere Hersteller ansehen könnte. Ansonsten hat sich an der Bedienlogik des Sony Ericsson K700 nicht viel verändert: die beiden oberen Softkeys helfen bei der Navigation im Menü und übernehmen im Hauptmenü die Funktion der Annahme- und Auflegentaste, die beiden darunter liegenden Tasten sorgen für die Zurück-Navigation und das Löschen von eingegebenen Zeichen.
Viele Makel findet man nicht am K700 – ein winziger Schwachpunkt ist der Druckpunkt der Softkeys: dieser ist ziemlich hart und daher nicht ganz optimal zu bedienen. Andererseits ist er klar definiert und das Gerät reagiert sofort auf Eingaben, so dass man nach einer kurzen Gewöhnungsphase kaum noch von einer Schwachstelle sprechen wird. Das Zifferntastenfeld wurde gegenüber dem T630 nochmals verbessert und bietet nun auch ausreichenden horizontalen Abstand zwischen den Tasten, so das Vertipper zunehmend seltener auftreten.
Auch die Kanten des K700 wurden von Sony Ericsson mit Bedienelementen verziert: auf der linken Seite findet man eine vertikale Tastenwippe, die in erster Linie zur Lautstärkeeinstellung von Mediaplayer und Telefon dient. Gleich darüber findet sich ein großer runder Button, der nach etwa 2 Sekunden Druck die Kamera aktiviert und ggf. auslöst. Am oberen Rand des Geräts findet man neben einem ausreichend groß bemessenen Infrarot-Auge den mit gutem Druckpunkt versehenen Power-Knopf und auf der rechten Seite hat Sony Ericsson eine sehr kleine Taste für die direkte Anwahl des Internets verbaut. Die vom T610 bekannte „QuickShare“-Funktionalität, mit der man mit wenigen Klicks Bilder aufnehmen und via MMS verschicken konnte, wurde nicht mehr so offensichtlich in den Vordergrund gestellt, sondern muss nun erst im Menü angesteuert werden.
DAs ist ein dummes handy am besten nicht kaufen lohnt nicht :(
Hawara, der beitrag is 8 Jahre alt