Allein die Verpackung des N-Gage QD ist beinahe schon einen Kauf wert. Die elegante Front präsentiert sich in Schwarz, mittig ist ein N-Gage QD abgebildet. Während der Karton matt bedruckt ist, glänzt das Spiele-Terminal im Kunststoff-Look und verleiht der Verpackung eine hochwertige Optik. Die Seiten sind weitestgehend unbedruckt, auf der Unterseite ist noch einmal die Front des N-Gage QD sowie einige Spezifikationen davon abgebildet.
In der Verpackung findet der Käufer einen N-Gage QD mit Lithium-Ionen Akku und ordentlich propotionierten 1070 mAh Leistung, Netzteil, Stereo-Headset, Bedienungsanleitung sowie einen Katalog für N-Gage-Spiele. Auf der beiliegenden Content-CD findet man Software wie Nokias PC-Suite und die Bedienungsanleitung in digitaler Form. In einem kleinen Film wird näher auf einzelne Spieletitel wie Ashen oder Alienfront eingegangen. Sowohl Verpackung wie auch Hefte und CD befinden sich im selben Design, die Anleitung ist sehr umfangreich und lässt wohl nur bei wenigen Power-Usern Fragen offen.
In Sachen Design steht der N-Gage QD seinem Vorgänger in nichts nach. Die Ecken wurden ein wenig runder, insgesamt liegt das Gerät auf Grund einer weiterentwickelten Ergonomie besser in der Hand und wirkt trotz eines Gewichts von 143 Gramm (mit Standardakku) nicht schwer - allerdings verteilen sich diese auch auf beide Hände und machen daher einen leichteren Eindruck. Auch die Abmessungen von 118 x 68 x 22 mm sind für ein solches Gerät noch akzeptabel, der große Bruder ist mit 134 mm gut 16 mm breiter. Nokia hat das Grunddesign des N-Gage-Konzepts komplett überarbeitet und die Bedienbarkeit deutlich verbessert. Je nach Ausführung kommt der QD mit orange-Metallic-Look oder stilvollem Dunkelgrau zum Kunden, der Navkey ist aus durchsichtigem grifffreundlichen Kunststoff gefertigt und die Tasten liegen nun alle dicht beieinander, was dem Design deutlich zugute kommt. Wer durch die unkonventionelle Haltung des N-Gage beim Telefonieren abgeschreckt wurde - man musste ihn mit der Kante ans Ohr halten -, freut sich beim QD über die sinnvollere Platzierung von Hörmuschel und Mikrofon auf der vorderen Gehäuseseite. Die drei kleinen Löcher für den Telefonie-Lautsprecher sind relativ unauffällig und fügen sich dezent in das Gerät ein.
Auffälliger am Gehäusedesign sind die beiden Ösen am oberen und unteren Rand, welche in den grauen Gummirahmen eingelassen sind, der den N-Gage QD vor Stößen schützen soll. Ehrlich gesagt konnte sich uns der Nutzen dieser Ösen nicht so recht erschließen - es ist ja wohl nicht zu vermuten, dass ein User sich ein derart sperriges Gerät um den Hals hängen wird.
Lobenswert ist der feste Sitz des Akkudeckels, der auch bei größerer Kraftanstrengung nicht zu bewegen ist - es sei dann, man will es. Das Öffnen ist technisch zwar nicht kompliziert, erfordert allerdings ein wenig dosierte Gewalt, denn die Entriegelungstaste ist sehr schwergängig und reagiert kaum. Die Spaltmaße bei geschlossenem Deckel um das Akkufach sind enorm, kaum eine Rückseite anderer Geräte lässt so viel Platz für Staubkörnchen und Fusseln.
Das Mikrofon ist in der linken Außenseite untergebracht und kaum zu erkennen. Posititv fällt hingegen die allgemeine Verarbeitung auf: bis auf die Fugen am Akkudeckel fallen keine weiteren Spalte auf, die auf billige Produktionsverfahren hinweisen könnten. Am unteren Rand befindet sich der Slot zum Einstecken der Speicherkarte, der wie auch die Steckplätze für das Netzteil und Headset auf der Oberseite mit einer Gummi-Schutzkappe versehen ist. Die Speicherkarten für Spiele lassen sich im laufenden Betrieb wechseln.
Gegenüber dem Vorgänger hat sich das Display kaum verändert, es stellt noch immer lediglich 4.096 Farben bei einer Auflösung von 176x208 Pixeln dar. Allerdings ist es nun ein wenig unempfindlicher gegenüber starkem Lichteinfall und auch Helligkeit und Kontrast haben sich verbessert. Die Tastaturanordnung und die Lage des Displays prädestinieren den N-Gage QD für sein Position als mobile Spielekonsole. Durch seine Optik und die Bedienung verliert das Gerät den Charakter eines Mobiltelefons fast gänzlich - es handelt sich wirklich um ein Gamedeck, mit dem man notfalls auch telefonieren kann.
Gut durchdacht doch ein wenig unglücklich umgesetzt ist das Design des Tastenfeldes. Zwar kann man mit dem Daumen alle Knöpfe der jeweiligen Seite gut erreichen, doch besonders auf der rechten Seite liegen die Tasten sehr eng zusammen und lassen sich gefühlsmäßig kaum voneinander unterscheiden. Bei vielen Mobiltelefonen ist die Taste "5" - beim N-Gage-Konzept die Action-Taste schlechthin - mit einem blinden Punkt versehen; Nokia entschied sich hingegen für eine kleine aber recht breite Erhebung, die sich leider kaum von der Button-Oberfläche der anderen Tasten unterscheiden lässt. Sowohl die "5" als auch die "7" sind so gekennzeichnet.
Die Bedienung des Series60-Systems und der Spiele erfolgt hauptsächlich über das 4-Wege Steuerkreuz auf der linken Seite, das relativ gute Druckpunkte aufweist und auch die Menünavigation im Hauptsystem einfach gestaltet. Insgesamt machen die Tasten des QD einen soliden Eindruck, selten kommt es vor, dass es irgendwo hakt oder das Gerät nicht korrekt reagiert. Die Softkeys, die darüber hinaus zur Bedienung des Geräts beitragen sollen, sind allerdings weniger intuititv angeordnet.
Auf der linken Seite findet sich rechts unter dem Steuerkreuz ein Bestätigungskey. Dessen Bedeutung wird jedoch erst nach einiger Zeit des Ausprobierens deutlich, denn im Spielemodus ist damit bei den Spielen, die uns volagen, nichts anzufangen. Befindet sich der User auf der Startseite, kann er durch sie in ein Spiel zurückkehren, welches in den QD eingelegt ist. Im Series60-Menü dient diese Taste zur Bestätigung von Aktionen.
Links unter der Bestätigungstaste findet man die Menütaste, mit dem Nokia-typischen Menülogo, das Einsteiger wohl in den wenigsten Fällen als solches identifizieren werden. Mit ihr kommt der Benutzer in das Hauptmenü - durch abermaliges Drücken verlässt er es wieder. Rechts unter dem Menübutton befindet sich eine weitere Bestätigungstaste für die Navigation im Hauptmenü sowie für Einstellungen im Spielemodus. Unter ihr findet man die sehr schmal ausgefallene Rufannahmetaste.
Rechts neben dem Display hat Nokia den numerischen Tastenblock sowie vier weitere Softkeys untergebracht, die kaum als solche auffallen: Rechts oben befindet sich die Bearbeitungstaste, mit der während der Bearbeitung von Texten Befehle wie "Kopieren", "Ausschneiden" und "Einfügen" ausgeführt werden können. Möchte man Texte und einzelne Elemente wieder löschen, so bedient man sich des darüber liegenden "C"-Softkeys.
Am unteren rechten Rand liegt die Auflegen-Taste zum Beenden eines Gesprächs sowie der zweite Standard-Softkey. Das numerische Tastenfeld direkt neben dem Display füllt nahezu die gesamte rechte Seite aus und wird von Spielen mit unterschiedlicher Funktionalität belegt. Alle Tasten sind gewölbt und vergleichsweise klein, die Druckpunkte sind leider nur mäßig und die Tasten etwas wackelig. Gerade beim Spielen haben wir regelmäßig danebengedrückt.
Erst nach längerem Suchen fanden wir den Power-Knopf zur Aktivierung des Geräts: er liegt rechts unter der Gummiverkleidung und hat einen äußerst harten Druckpunkt, so dass das versehentliche Abschalten des N-Gage QD fast ausgeschlossen werden kann. Eine Tastaturbeleuchtung ist zwar vorhanden, aber so schwach, dass man sie kaum als solche bezeichnen kann.
das geht einfacher: einfach den knopf drücken und auf der gegenüberliegenden seite des deckels mit dem fingernagel in die fuge gehn und schon is der deckel offen.
wie habe ich dieses Telefon geliebt. Wir hatten echt die besten Stunden. Wenn ich da nur an Pathway to Glory denke. Gegen dieses Spiele sehen viele aktuelle PC- und Konsolentitel keinen Stich.