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Inhaltsverzeichnis

Samsung SGH-E600 Testbericht

Lieferumfang & Verpackung

Die Verpackung des Samsung SGH-E600 wurde in den Farben blau, gelb und weiß gestaltet und zeigt auf der Oberseite das Kamerahandy im geschlossenen Zustand. Daneben wurde eine Hand mit ausgestreckten Daumen und Zeigefinger abgebildet, die illustriert, dass es sich bei dem Handy um ein äußerst kleines Modell handelt.

Foto: AMB | Samsung SGH-E600 Lieferumfang

 

Im Lieferumfang inbegriffen sind das Samsung SGH-E600, ein Reiseladeadapter, ein kabelgebundenes Headset mit einem Ohrhörer, zwei Lithium-Ionen Akkus (900 mAh) sowie eine 185 Seiten starke Bedienungsanleitung. Die Anleitung bietet dank ihrer übersichtlichen Gliederung und der stellenweise grafischen Untermalung einen hervorragenden Einblick in die Funktionen des Folderhandys. Daneben finden sich noch eine Garantie- und eine Registrierungskarte sowie eine Broschüre, die den Käufer in Samsungs Content-Portal FUNClub einlädt.

Design & Verarbeitung

Foto: AMB | SGH-E600 Vorderseite

Foto: AMB | E600 Rückseite

Mit seinem in Silber gefassten und aus Metallimitat bestehenden hochwertigen Gehäuse und den sanft geschwungenen Formen ist das SGH-E600 nicht nur für die modebewusste Damenwelt ein kleines Schmuckstück. Mit den Maßen 82x42x25 mm ist das E600 für ein Klapphandy tatsächlich außerordentlich klein geraten und liegt mit gerade einmal 85g Gewicht auch leicht und handlich in der Hand. Dabei dürfte die bei vielen Samsung-Geräten übliche externe Antenne den Nutzer nicht weiter stören, zumal sie sich abschrauben und durch ein kleineres Modell ersetzen lässt. Wer sein Mobiltelefon gerne seinen Mitmenschen zeigen möchte, kann sich das SGH-E600 dank einer an der Oberseite befindlichen Öse um den Hals hängen.

Knarzende Geräusche können dem Handy selbst bei stärkerem Druck nicht entlockt werden. Dies ist unter anderem auch dem Umstand geschuldet, dass die Größe der Spalte zwischen den einzelnen Teilen ausgesprochen winzig sind, so dass schlichtweg nicht der nötige Spielraum für aneinander reibendes Material vorhanden ist. Vor eindringendem Staub muss man sich dementsprechend ebenfalls keine Sorgen machen, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Anschlüsse entweder durch direkt mit dem Gerät verbundene Gummistopfen oder durch ein verschiebbares Verschlussteil, wie es bei Ohrhörer-Anschlussbuchse der Fall ist, geschützt werden.

Die Oberklappe des Folderhandys, in die auch die VGA-Kamera integriert wurde, lässt sich durch einen komfortablen Federmechanismus problemlos öffnen und sitzt am Scharnier einwandfrei. Sofern man es unter dem Menü Einstellungen aktiviert hat, ertönt beim Öffnen bzw. Schließen ein kurzer Sound und in einem schmalen Bereich unterhalb des Außendisplays erscheint ein in allen Regenbogenfarben flackerndes Licht - Samsung bereits recht etablierte Antwort auf Siemens Dynamic Light der 65er-Reihe. Klappt man das Handy wieder zu, sorgen Gummierungen auf der Folderinneseite dafür, dass das Oberteil leicht abgefedert wird.

Mit einem einzigen Verschieben der Verriegelung lässt sich der Akku, der in Samsung-typischer Weise die Rückfront des E600 bildet, einfach entfernen und ebenso leicht wieder einsetzen. Trotz dieses relativ simplen Mechanismus kann man das Handy unbesorgt in die Hosentasche packen, da der Verschluss ausreichend tief in das Gehäuse eingearbeitet wurde und sich somit der Akku in keinem Fall von alleine lösen kann.

Die Vorrichtung zum Einlegen der SIM-Karte macht ebenfalls einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck. Wird die Karte von oben nach unten zwischen die seitlich angebrachten Metallbügel eingeschoben, sitzt sie absolut fest und lässt sich nur durch gut dosierten Druck mit der Fingerspitze wieder aus ihrer Halterung entfernen.

Display & Tastatur

Standby-Modus

Kamera-Modus

Natürlich wäre ein Folderhandy ohne Außendisplay, um es mal etwas überspitzt auszudrücken, nur ein halbes Folderhandy - es gibt sie übrigens immer noch: Das aktuelle Samsung X450 ist das Negativbeispiel für den Einsteigermarkt. Das farbige Frontdisplay des Samsung SGH-E600 weiß hingegen in ganzer Linie zu überzeugen. Es stellt 65.536 Farben bei einer Auflösung von 96 x 64 Pixeln dar. Eine solch hohe Farbanzahl ist natürlich in erster Linie nicht für eine besonders gute Darstellung von Datum, Uhrzeit, Akkukapazität, Netzversorgung sowie eingehende oder verpasste Anrufe und Nachrichten gedacht, sondern sorgt vielmehr bei Bedarf für eine hochqualitative Kameravorschau, was die Aufnahme von Selbstportraits erleichtert - andere Hersteller verbauen stattdessen einen leicht gewölbten Spiegel.

Foto: AMB | Display & Tastatur

Das TFT-Hauptdisplay ist zwar mit 27 x 28 mm im Vergleich zu anderen Handys relativ klein ausgefallen, fügt sich aber hervorragend in das Gesamtdesign des Mobiltelefons ein. Es verfügt über eine Auflösung von 128 x 128 Pixel und 65.536 Farben, was die derzeitigen Standarderwartungen an hochwertige Mobilfunkgeräte im mittleren Preissegment erfüllt und insbesondere gängige Nokia-Displays gleicher Spezifikation mit hoher Farbbrillanz und Leuchtkraft bei weitem übertrumpft. Eine Plastikglas-Abdeckung sorgt dafür, dass das Display gegen Kratzer weitestgehend geschützt ist. Ebenso gut ist auch die allgemeine Ablesbarkeit des Hauptdisplays: die Plastikabdeckung spiegelt zwar etwas, doch selbst bei Sonneneinstrahlung verblassen die Farben kaum. Auch gegenüber Neigungen des Blickwinkels ist das Display relativ unempfindlich und gewährleistet stets eine gute Ablesbarkeit.

Ähnlich gut gefiel uns der Aufbau der Tastatur des SGH-E600, die gewisse Ähnlichkeiten zum X450 und den meisten anderen Handsets von Samsung aufweist. Die aus weitgehend abnutzungsresistentem Plastik gefertigten Zifferntasten sind schwungvoll und ausreichend groß gestaltet und weisen zueinander einen gewissen Abstand auf, der das Tippen von Textnachrichten trotz der minimalen Größe noch komfortabel macht. Der ausgezeichnete Druckpunkt und das makellose Feedback tun ihr übriges, damit das Schreiben einer Shortmessage möglichst problemlos von der Hand geht. Hilfe bei der Orientierung im Dunkeln garantiert zudem die hellblaue Beleuchtung der Ziffern, die das Tastenfeld gleichmäßig und hell erleuchtet.

Über dem Ziffernfeld ist der für die meisten Samsung-Geräte gebräuchliche rechteckige 5-Wege-Navkey angebracht. Für viele Handynutzer wird er jedoch etwas zu klein ausgefallen sein und da er keine Konturen aufweist, sondern weitestgehend planar verarbeitet wurde, kann es hin und wieder passieren, dass man mit dem Daumen nicht die gewünschte Stelle des Navkeys drückt. Aus der Startseite kann man dank der Standardbelegung des Navkeys direkt in die Unterpunkte Textmitteilungen, Sprachmemo, Kalender oder Klingeltöne wechseln.

Mittlerweile ist es zur Gewohnheit geworden, den in der Mitte des NavKeys angebrachten Button bei Samsung zu kritisieren, der nicht wie bei vielen Motorola-Geräten als Hotkey fungiert, sondern direkt ins vordefinierte WAP-Portal führt. Daher müssen die meisten Menü-Aktionen mit dem linken Softkey bestätigt werden, was den Daumen unnötig oft zwischen Navkey und Softkey hin- und herwandern lässt. Einige Spiele, die auf dem E600 installiert waren, machen allerdings von der zentralen Taste als Feuerknopf Gebrauch, so dass sie zumindest den mobilen Gaming-Spaß nicht behindert. Links und rechts neben dem Navkey liegen die beiden Softkeys, mit denen man zum Menü bzw. zum Telefonbuch gelangt. Darunter befinden sich die Anrufannahme- bzw. Auflegentasten und dazwischen hat die Korrekturtaste (C) Platz gefunden. Mit dieser Taste können bei Samsung nicht nur einzelne Zeichen einer SMS gelöscht werden, sondern man gelangt mit ihr auch wieder zurück in die übergeordnete Menüebene.

An der linken Seite des SGH-E600 wurde eine Tastenwippe eingearbeitet, mit der zum einen die Tasten- oder Gesprächslautstärke regulieren kann und zum anderem im Menü auf- und abgescrollt werden kann. Auf der gegenüberliegenden Seite kann man auch bei geschlossenem Gerät durch einen längeren Tastendruck die Kamera aktivieren, eine Vorschau auf dem Außendisplay betrachten und durch einen weiteren Druck eine Aufnahme veranlassen.

Foto: AMB | Samsung SGH-E600 Seitenansicht

 

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