Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 
Inhaltsverzeichnis

Sony Ericsson Z1010 Testbericht

Lieferumfang & Verpackung

Das seit über eineinhalb Jahren unter dem Namen Z1010 angekündigte UMTS-Handy von Sony Ericsson erreichte die Redaktion in der für den schwedisch-japanischen Hersteller typischen Verpackung: Ein weißer Karton mit einer Schrägansicht des soeben erworbenen Handys. Dass im Inneren des Kartons ein Handset der dritten Mobilfunkgeneration schlummert, sieht man der Verpackung keineswegs an, stattdessen listet der Hersteller eher unspektakuläre Features wie MMS, polyphone Klingeltöne und Bluetooth auf den Seiten der Schachtel. Neben dem Handy findet man einen 1260 mAh starken Lithium-Polymer Akku, eine formschöne Schlaufe für die Öse am Rand des Z1010, ein kabelgebundenes Stereo-Headset, ein Schnellladegerät, einen 32 MB großen MemoryStick Duo, ein USB Datenkabel und die dazu passende CD-ROM mit PC-Software zum Z1010, die obligatorische Bedienungsanleitung sowie eine Quickstart Broschüre. Wie auch schon beim Smartphone P900 hat ebenfalls ein MemoryStick-Adapter seinen Weg in die Verpackung gefunden, so dass sich die Memorykarten auch mit anderen Sony-Geräten wie Vaio-Notebooks oder Digitalkameras austauschen lassen.

Design & Verarbeitung

Trotz jahrelanger Erfahrung in der Herstellung von Mobilfunkkomponenten und dem fast um ein Jahr verzögerten Markstart des Z1010 ist es Sony Ericsson nicht gelungen, die vielen Features, die das UMTS-Handset bietet, in eine Form zu pressen, die man mit gängigen GSM-Telefonen vergleichen könnte. Zunächst ist man von der Größe des Folders schon etwas überrascht: Mit stattlichen 95x54x29mm wirkt das Gehäuse ziemlich plump, nicht sehr handlich und für ein Klapphandy ganz schön groß. Selbst UMTS-Handsets der ersten Stunde wie das NEC e606 sind gegen das Z1010 vergleichsweise klein und handlich, leisten aber vergleichbares. Erst nach längerer Benutzung lernt man die Größe auch zu schätzen: die 145g, die das Z1010 auf die Wage bringt, wurden vom Hersteller gleichmäßig auf das Gehäuse verteilt, so dass das hohe Gewicht zumindest in der Bedienung nicht besonders negativ auffällt; das Gerät liegt angenehm schwer in der Hand.

Material und Verarbeitung sind wie meistens Sony Ericsson referenzverdächtig: Das Gehäuse gibt selbst bei stärkerem Druck in keinster Weise dem Griff des Nutzers nach, peinliches Knarzen von Navkey, Akkudeckel oder Gehäuseteilen muss man daher nicht befürchten. Gerade der Akkudeckel sitzt fest in seiner Halterung und lässt sich dennoch mit nur einem einzigen Handgriff problemlos abziehen. Dank der tadellosen Verarbeitung bietet das z1010 weiterhin kaum Angriffsfläche für Staub,Schmutz oder Fusseln.

Unmittelbar über dem TFT-Display befindet sich der Lautsprecher, der neben Gesprächen auch die Klingeltöne wiedergibt. Die interne Zweit-Kamera für Videotelefonie befindet sich ca. 1cm unter dem Display knapp oberhalb des Folder-Scharniers und fällt bei einem flüchtigen Blick kaum auf. Auffälliger ist hingegen die im Originalmodell mit dem QuickShare-Schriftzug bedruckte Plakette fürs Branding der Netzbetreiber am unteren Rand des Tastenfeldes. Bis auf den Anschluss für das Ladegerät sind alle Ports für externe Erweiterungen mit Staubschutzklappen versehen.

Direkt unter der Tastenwippe für die Lautstärkeregelung findet man einen Einschub für den MemoryStick Duo. Auf der rechten Seite schließt der Gehäuserand mit einem Mini-USB-Port ab, der den direkten Datenaustausch zwischen Handy und PC mit 12 MBit/s gewährleistet. Auch wenn es für einen steifen Nacken sorgen wird, kann man sich das Z1010 mit einem Lanyard um den Hals hängen: eine entsprechende Öse hat Sony Ericsson dem Handset am oberen Rand spendiert. Erst nach längerem Suchen wird der geneigte Nutzer den Infrarotport aufspüren: er wurde geschickt über dem Kontaktfeld für die Stromzufuhr versteckt.

Auch die Außenseite hat einiges zu bieten: ein leider nicht austauschbares Cover ziert die komplette Rückseite und die Umrandung der Oberseite, in mit spiegelndem Kunststoff gesäumten grauen Insel hat das etwas klein geratene Außendisplay seinen Platz gefunden. Etwas unglücklich platziert ist die Außenkamera, die auf der Rückseite gerade in Griffhöhe verbaut wurde; so kann es häufiger passieren, dass man aus Versehen seine Finger vor der Linse hat. Dafür sitzt ein kleiner Spiegel für Selbstportraits direkt links neben der Kameralinse. top

Display & Tastatur

Während andere Hersteller ihren Multimedia-Handys ähnlicher Dimensionierung (vgl. Sharp GX30) bereits aktuelle 262k-Farbdisplays verbauen, muss sich das 176x220 Pixel auflösende Display des Z1010 mit 65.536 Farben zufrieden geben. Das sollte zwar für die meisten Anwendungen völlig genügen, die Farbbrillanz der fernöstlichen Konkurrenz erreicht das Z1010 allerdings nicht. Auch wer gerade in der sonnigen Jahreszeit unser Zentralgestirn mit voller Intensität genießen möchte, wird beim Ablesen des Displays hin und wieder seine Schwierigkeiten haben: die Kunststoffabdeckung spiegelt verhältnismäßig stark und der Kontrast des Displays reicht bei weitem nicht aus, um gegen direkten Sonnenschein anzustrahlen. Ein transflektives Display wie beim Blackberry oder Nokia6600 hätte hier bessere Dienste geleistet. Dafür bleiben dem Z1010-Hauptdisplay dank Foldermechanismus immerhin Kratzer erspart.

Das verhältnismäßig kleine (96x76 Pixel) 4-farbige Außendisplay wird mit einem kühlen Blau beleuchtet und zeigt dem Anwender alle wichtigen Features wie Netzart, Stärke des Signals, Akkustand, Datum und Uhrzeit an. Verpasste Anrufe und eingegangene SMS meldet das Display ebenfalls.

Den typischen Sony-Ericsson-Stil findet man auch bei der Tastatur: Ein wenig Z600 an den Tastenrändern, ein wenig Z200 bei den Softkeys, etwas drüberpoliert und kleine Gummipunkte auf den Navkey geklebt und fertig ist das Tastaturdesign des Z1010. Für UMTS hat Sony Ericsson noch zwei weitere Tasten hinzugefügt, die den Bedienkomfort des Z1010 im 3G-Netzbetrieb erhöhen sollen. Der linke der beiden hinzugekommenen Softkeys ist die Taste für Annahme und Start eines Video-Calls und eine weitere bringt den Kunden direkt mit UMTS-Speed ins vom Netzbetreiber oder Hersteller vorkonfigurierte Internetportal – die Startseite lässt sich im Normalfall aber auch vom Nutzer anpassen. Ein- und ausgeschaltet wird das Z1010 mit einer für alle Folder-Geräte des Herstellers typischen Power-Taste am unteren linken Rand der Tastatur. Für Schnappschüsse mit der Außenkamera gibt es eine Schnellzugrifftaste, die die Mitte des rechten Gehäuserandes ziert.

Alle Tasten verfügen über sauber definierte Druckpunkte und geben dem Nutzer vernünftiges Feedback, die Taste 5 wölbt sich im Gegensatz zu den restlichen Tasten etwas in das Gehäuse hinein und ermöglicht so recht leicht auch die blinde Orientierung auf der Tastatur. Auch die ausgesprochen groß geratenen Abstände zwischen den Tasten tragen zum präzisen Umgang der Tastatur bei.

Der 5-Wege-Navkey ist von SonyEricsson völlig neu konzipiert worden: auf dem Druckpunkt für jede Richtung ist kleines Gummikügelchen aufgeklebt worden; dieses haptische Unikum ist nach längerer Bedienung allerdings etwas unkomfortabel und hinterließ bei uns den einen oder anderen roten Fleck am Daumen.

Der Tastenhintergrund wird mit weißem Licht beleuchtet. Leider lässt die Helligkeit etwas zu wünschen übrig und nur die Ziffern und Symbole lassen etwas Licht hindurchschimmern.

Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte