In einer ziemlich großen, für Windows-Smartphones aber angemessenen Verpackung kommt das Voq-Smartphone von Sierra Wireless zum Kunden. Das Interieur wird bestimmt von einer Kunststoffeinlage, die den Lieferumfang beisammenhält. In der Verpackung findet man das Voq-Handset, einen Lithium-Polymer-Akku mit 1050 mAh, ein recht ausführliches englisches Handbuch, eine deutsche Kurzbedienungsanleitung, ein USB-Datenkabel, ein Mono-Headset sowie eine CD-Rom mit Outlook 2002, ActiveSync sowie Voq Desktop Tools. Für ein Windows-Smartphone ist der Umfang ausreichend, mehr Punkte hätte Sierra Wireless beim Kunden mit Zweitakku, Docking-Station oder ansteckbarerer Kamera sammeln können.
An das bullige Barren-Design des Voq muss man sich erst einmal gewöhnen. Die deutliche Taillenform des Geräts sorgt trotz seiner unbescheidenen Dimensionierung von 133 X 53 X 23 mm und dem Schwergewicht von 145g für Handlichkeit. Unter der numerischen Tastatur, die sich seitlich aufklappen lässt, findet man eine QWERTY-Tastatur für schnelle Texteingabe. Die Klappe, hinter der sich die vollständige Tastatur verbirgt, ist wie vieles am Voq nicht gerade erstklassig verarbeitet und hat leichtes vertikales Spiel, wirkt durch ihre Festigkeit in horizontaler Richtung aber ausgesprochen robust: Zum Tippen kann man das Gerät auch einfach nur am Tastaturflügel festhalten.
Auch das Gesamtbild der Verarbeitung hat uns nicht zu 100% überzeugt: Das Kunststoffgehäuse aus Polycarbonat ABS ist zwar laut Herstellerangaben schlagfest, wirkt aber ziemlich billig. Beim Öffnen der Tastatur sowie beim Drücken auf das Gehäuse sind deutliche Knarzgeräusche zu hören. Auch die gummierten Seitentasten hätten qualitativ hochwertiger ausfallen können. Immerhin sind einige Anschlüsse wie die Kopfhörerbuchse und der Anschluss für eine Außenantenne mit Gummiabdeckungen versehen, die fest mit dem Gehäuse verbunden sind – so kann man nichts verbummeln.
Leider wurde gerade beim SD/MMC-Kartenschacht auf eine solche Abdeckung verzichtet, Staub und Fusseln können somit recht einfach ins Gerät eindringen. Akku und Akkudeckel sind untrennbar miteinander verbunden und werden mit einem Schnappmechanismus an der Geräterückseite arretiert und sitzen anschließend bombenfest. Einen Infrarotadapter findet man am oberen Ende des Gerätes, ergonomischer wäre vielleicht die Anbringung an der Seite des Geräts gewesen. An der Rückseite des Voq befindet sich ein 2. Lautsprecher für Freisprecheinrichtung, Klingeltöne usw. top
Im Voq kommt ein TFT-Display mit einer Größe von 2,2 Zoll zum Einsatz, das wie bei allen Windows Smartphones 65.536 Farben auf 176x220 Pixeln Auflösung darstellt. Das Display ist kontrastreich und brillant, leider nur etwas leuchtschwach. Unter Sonnenlicht lässt sich das Display ebenfalls noch ablesen, wenn auch mit deutlicheren Einschränkungen als bei transflektiven Displays wie sie Blackberry oder Nokia beim 6600 verwenden. Im Gegensatz zum Gehäuse ist das Display allerdings nicht besonders robust: Trotz sorgfältiger und vorsichtiger Behandlung waren nach ein paar Tagen bei genauem Hinsehen die ersten kleinen Kratzer erkennbar, man sollte sich also unbedingt eine zulegen.
Die Tastatur ist das wirklich Interessante am Voq. Der Teil der Tastatur, der den Joystick, die 5 Softkeys und die beiden Telefonietasten beherbergt, ist in beiden Eingabemodi zugänglich und befindet sich direkt unter dem Display. Darunter schließt direkt die übersichtliche und ausgesprochen sicher bedienbare Zifferntastatur bzw. in aufgeklapptem Zustand der rechte Teil der QWERTY-Tastatur an. Fünf Softkeys säumen den in der Grundposition etwas klapprigen aber sonst präzisen und deutlich arbeitenden Joystick. Zwei davon sind für die kontextabhängigen Schnellbefehle jedes Menüs bzw. Applikation zuständig, die beiden unteren stellen die Windows-Mobile typische Zurück- und Home-Navigation zur Verfügung. Direkt unter dem Joystick und den Softkeys findet man eine gerätespezifische "myVoq"-Taste, die Voq-typische Funktionen ausführt. Alle Tasten sind deutlich nach oben gewölbt und gut erfühlbar und dank großer Tastenabstände und sauberer Druckpunkte sind Vertipper fast auszuschließen.
Nach dem Aufklappen der Zahlentastatur kommt die QWERTY-Tastatur zum Vorschein, und aus dem Startmenü heraus öffnet sich gleichzeitig das "myVoq"-Menü, in dem man sofort mit der Eingabe von Buchstaben und dem Auffinden von Menüs, Weblinks, Messages oder Applikationen beginnen kann. Die Tasten sind in ihrer Größe und Bedienlogik mit denen einer Blackberry-Tastatur vergleichbar, verfügen aber über einen deutlich schwächeren Druckpunkt. Die Tastatur wird vorzugsweise mit dem Daumen bedient und nach kurzer Eingewöhnungszeit lässt es sich recht flüssig damit schreiben – von Nokias 6820 waren wir überzeugter, vom P910 etwas enttäuschter. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das "Knistern", das die Folientastatur beim schnellen Springen über die Tasten an den Tag legt, der Bedienbarkeit schadet dies aber nicht. Fast jeder Taste wurde ein Sonderzeichen zugeordnet, auf das sich im Shift-Modus zugreifen lässt, leider fehlten in unserer Version die deutschen Umlaute – ob es eine eingedeutschte Version des Voq geben wird, ist bis dato offen.
Eine blaue Tastaturbeleuchtung schimmert gleichmäßig dunkel durch die Zifferntasten, die silbernen Außentasten sind bei ungünstigen Lichtverhältnissen ziemlich schlecht ablesbar. Für die Buchstabentastatur gibt es eine Tastaturbeleuchtung, die bessere Dienste leistet: die Tasten werden gleichmäßig ausgeleuchtet und sind auch bei Dunkelheit gut erkennbar. top
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was iss der flugmodus ?