Der XDAII von O2 unterscheidet sich im Bereich Lieferumfang und Verpackung von T-Mobiles MDAII nur von der Farbgestaltung der Schachtel - alles andere entspricht der Grundausstattung, die Hersteller HTC seinem PDA-Smartphone mit auf den Weg gegeben hat. Das sind im einzelnen neben dem XDA II selbst eine Dockingstation mit USB-Anschlußkabel, ein Netzteil, zwei Stylus zur Bedienung, ein Kabelheadset mit Annahme- und Beendungsknopf für Telefonate, einen Steckeradapter, eine Kunstledertasche und eine CD mit der obligatorischen Software, sowie die Bedienungsanleitung. Auch beim XDA II fehlt leider eine externe Speicherkarte. Der XDA II kann jedoch immerhin mit einer nutzlosen Speicherkarten-Attrappe aufwarten, die den MMC-Slot ausfüllt.
Gerade am Design kann man die beiden PDA Smartphones voneinander unterscheiden. Während beim MDA II schwarze Plastikverkleidungen um die großen Softkeys gelegt wurden, ist der XDA II ganz im edlen Silber-Metallic-Look gehalten und wirkt so insgesamt etwas hochwertiger. Hinzu kommen noch leichte Veränderungen in der Lage und Form der Tasten, die jedoch nur nach intensiver Betrachtung auffallen. Ob man nun das Design des XDA II oder des MDA II vorzieht, sollte jeder potenzielle Kunde für sich selbst klären, denn in diesem Fall lässt sich darüber nur fruchtlos streiten, da nicht das Design sondern wohl eher die Wahl des Netzbetreibers den jeweiligen Ausschlag für eines der beiden Geräte geben dürfte. Für 300 Euro Subvention wird wohl jeder Kunde mit einem schwarz verkleideten MDA II leben können.
Die Verarbeitung ist beim XDA II gleich gut gelungen wie beim MDA II. Etwas anderes war auch nicht zu erwarten, da beide Geräte beim taiwanesischen Hersteller HTC vom Band laufen. Die Spaltmaße sind daher auch beim XDA II zufriedenstellend und die Einfassung des Displays lässt keinerlei Beanstandungen zu.
Das Display des XDA II ist zu 100% baugleich mit dem des MDA II. Beide sind nach Meinung der Redaktion durchweg mit sehr gut zu bewerten, stellen Farben mit herausragender Brillanz dar und knicken in ihrer Leistung auch nicht bei schnellen Bewegungsabläufen des Screeninhalts ein.
Gleiches gilt für die Tastatur. Die Tasten sind fast identisch groß und verfügen jeweils über einen exakten Druckpunkt. Die virtuelle Tastatur, die das Microsoft Betriebssystem auf das Display zaubert ist natürlich absolut gleich, da softwaregesteuert. Ergo, auch in diesem Unterpunkt gibts keine Unterschiede.
Die Hardware der beiden Smartphones ist sowohl laut der Datenblätter der beiden Anbieter völlig identisch, was wir auch in unserem Praxistest bestätigen konnten. Lediglich in der ab Werk mitgelieferten Software gibt es einen kleine Unterschiede. So wurde dem XDAII ab Werk ein Home-Zone-Erkennungsprogramm installiert, mit dem der User schnell erkennen kann, ob er sich in seiner O2-Homezone befindet - Logisch, dass man eine vergleichbare Funktion mangels Homezone-Unterstützung bei T-Mobiles MDAII vergeblich sucht.
Hier findet man die herausstechendsten Unterschiede zwischen beiden Geräten. Während T-Mobile bei der Anpassung des Menüs lediglich darauf bedacht war, die Farbe Magenta allerortens im System unterzubringen, hat sich O2 mehr auf die Personalisierungskomponenten des Betriebssystems SmartphoneOS 2003 besonnen. Diese lassen zu, dass man neben dem obligatorischen Windos-Startmenü eine weitere Quickstart-Leiste aktiviert, die man über mit dem ActiveDesktop vergleichbaren HTML-Templates steuern und individualisieren kann.
So findet man neben Microsofts Startmenü beim XDA II ein weiteres Hauptmenü names "Active Menü", das ein O2-Button als "Start"-Alternative ziert. In diesem Menü werden alle Dienste, die der Netzbetreiber zur Verfügung stellt, übersichtlich dargestellt . Alle Hauptpunkte des O2 Active Portals sind somit über HTTP-Hyperlinks direkt ansteuerbar und müssen nicht erst nach dem Einwählen ins Netz nachnavigiert werden. Da man zwischen dem normalen Menü und dem Active-Menü mit einen Click hin- und her wechseln kann, ist der User auch nicht genötigt, ständig die bunten Icons des Fun-Portals sehen zu müssen. Vielmehr hat er die Wahl, ob er mit dem Startmenü des Betriebssystems oder seines Netzbetreibers arbeiten will - oder anders gesprochen, ob er in erster Linie (Multimedia-)Telefonfunktionen oder (Office-)PDAfunktionen nutzen will. An dieser Stelle hat O2 um Längen weitergedacht als T-Mobile.
Ein rein subjektiver Gesichtspunkt bei längerer Bedienung ist die Hintergrundfarbe des Displays, welche bei O2 charmanterweise in blau gehalten ist. Zwar hat dies keinen konkreten Einfluß auf die Bedienbarkeit, doch das beim MDAII dominierende Magenta hat unseren Testern stellenweise ästhetische Magenschmerzen bereitet - Wie gesagt, ein rein subjektiver Eindruck.
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