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Inhaltsverzeichnis

Sony Ericsson S700i Testbericht

Lieferumfang & Verpackung

Auf das S700i musste man lange warten: erstmals kurz vor der CeBIT gemeinsam mit K700i und Z500i vorgestellt, schafft es SonyEricsson erst jetzt im September, serienreife Modelle an Kunden auszuliefern. Immerhin kann man sich auf ein Gerät gefasst machen, dass bereits auf der weltgrößten IT-Messe für Begeisterungsstürme sorgte.

Zum Kunden kommt Sony Ericssons S700i in der üblichen grün-weißen Schachtel mit Pressefoto, die neben dem Gerät auch einige technische Daten zeigt. Der Lieferumfang ist dem Gerät angemessen: ein 780 mAh Li-Ionen-Akku, ein kabelgebundenes Headset mit Lautstärkeregler und Aktivierung für die Sprachwahl sowie ein 32MB fassender MemorystickDuo wurden der Packung beigelegt. Daneben findet man einen Adapter für ältere MemoryStick-Ports, eine Bedienungsanleitung und eine CD mit PC-Software sowie ein Standard-Ladegerät, das auch bei anderen Handys von Sony Ericsson seinen Dienst verrichtet.

Foto: AMB | S700i Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Sony Ericsson gelang mit dem Design des S700i eine Meisterleistung: die Grundintention wird bereits nach wenigen Augenblicken ersichtlich, die man mit dem Gerät verbringt. Erstmals muss man wirklich genauer hinschauen, um herauszubekommen, ob man es mit einer Digitalkamera oder einem Handy zu tun hat. Die metallisch glänzende Kunststoffoberfläche wirkt durch und durch professionell, fasst sich hochwertig an und weckt erste Erwartungen an das Innenleben. Das S700i ist eines der wenigen Swivel-Phones am Markt und bedient sich der Drehtechnologie, um dem Nutzer gleichermaßen bequemen Zugang zu Telefonie- und Kamerafunktionalität zu bieten. In geschlossenem Zustand verhält sich das S700i wie eine Digitalkamera: ein längerer Druck auf die an der Gehäuseseite angebrachte Auslösetaste aktiviert die großflächige Vorschau, mit einem einfachen Handgriff öffnet man die schieberartige Abdeckung der Kameralinse. Gleichermaßen guten Zugang erhält man zu Memory-Slot und Tastensperre- / Kameralichtschieber.

 

Die Linsenseite des Geräts präsentiert sich ähnlich professionell wie die Displayseite. Der Akkudeckel besteht aus dünnem Kunststoff und wackelt nach einigen SIM-Wechseln nur einige Mikrometer. Der Ausgang für den integrierten Aktivlautsprecher befindet sich wie schon beim K700i und auch beim K500i direkt neben der Kameralinse und wurde unter einem tonstreuenden Lochraster versteckt. Die Kameralinse säumt ein geriffelter Aluminiumring, der mit einer Gravur auf die Klasse des S700i hinweist: es ist eines der immer häufiger anzutreffenden 1.3-Megapixel-Kamerahandys, die sich derzeit um Marktanteile streiten. Der Swivelmechanismus ist exzellent verarbeitet und rastet in beiden Positionen sauber ein; schmerzlich vermisst haben wir aber eine Feder wie bei Motorolas Swivelphone V80, der es ermöglichen würde, das Gerät mit einem deutlichen Tippser auf die Seite zu öffnen. Beim S700i dreht man den Swivelmechanismus hingegen vollständig manuell. Dafür ist auf der Innenseite des Gerätebodens eine Kunststoffführung eingearbeitet, die die Oberseite im geschlossenen Zustand an ihrem Platz hält. Anders als beim V80 lässt sich das S700i in beide Richtungen aufdrehen, zurück geht's aber immer nur in die entgegengesetzte Richtung des Öffnens.

 

Die Anschlüsse für Ladegerät, Kabel-Headset und MemorystickDuo sind mit leichtgängigen, am Gehäuse befestigten Gummilaschen vor Staub, Wasser und Fusseln geschützt. Die kleinen Aussparungen für die zwei im S700i verbauten Mikrofone findet man neben dem als Hörmuschel dienenden Lautsprecher und zwischen den beiden rechtsseitigen Softkeys. Viele kleine Details zeigen, dass Sony Ericsson massiv Gehirnschmalz ins Design investiert hat: Die Softkeys sind an ihren Innenseiten leicht abgeschliffen als wären sie vom dominierenden Navkey verdrängt worden, eine ausgesprochen breit ausgefallene Öse für ein Lanyard wurde an der logischen Fußseite des Geräts vorgesehen. Um den Hals hängen werden sich das zur Markteinführung etwa 800€ teure S700i aber wohl nur die wenigsten: mit 108x49x25 mm Größe und 137g Gewicht ist das Kamerahandy eines der sperrigsten und schwersten Geräte, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind – ein verschmerzbarer Tribut an Design, Verarbeitung und Funktionalität.

Display & Tastatur

Foto: AMB | Tastensperre / Blitz / IrDA-Port

Foto: AMB | S700i

Foto: AMB | S700i Tastaturbeleuchtung

Über das Display des S700i wären Worte nur verschwendet; man muss es einfach selbst gesehen haben: Farbklarheit und Brillanz sind außerordentlich hoch, die Schärfe atemberaubend und die Wiederholgeschwindigkeit dermaßen hoch, dass sich auch 3D-Spiele und Videos flüssig betrachten lassen. Da treten die eigentlichen Spezifikationen von 320x240 Pixel Auflösung und 262.144 Farben fast als selbstverständlich in den Hintergrund. Und Sony Ericsson zeigt ein weiteres Mal, dass sie qualitativ hochwertige Komponenten auch mit angemessen hoher Präzision verbauen können: ein winziger Schlitz zwischen Displayboden und Gehäuserahmen lässt die Displaybeleuchtung hindurchschimmern, ansonsten wirkt das S700i wie aus einem Guss. Die Displayabdeckung ist bündig mit dem Gehäuse verbunden und schützt die eigentliche Komponente vor Schmutz und Wasserspritzern, leider ist der durchsichtige Kunststoff etwas kratzanfällig und bereits nach kurzer Benutzung zeigen sich die ersten Fingerabdrücke auf der Oberfläche.

Die Tastatur steht dem kolossalen Gesamteindruck in nichts nach: Auf der Geräteoberseite findet man einen äußerst groß ausgefallenen 5-Wege-Navkey mit deutlich abgesetztem Hotspot, daneben liegen zwei Softkeys und die für Sony Ericsson obligatorischen Zurück- und Löschen-Tasten. Alleine mit diesen Bedienelementen lässt sich das Telefon vollständig bedienen – Text- und Nummerneingabe natürlich ausgeschlossen. Das S700i macht auch innovativen Gebrauch von einer kleinen, leider etwas schwergängigen Schiebetaste, mit der sich im Bedienmodus die Tastensperre aktivieren lässt – im Kameramodus schaltet man mit ihr das Blitzlicht hinzu.

Eine Auslösen-Taste am Rand des Geräts sorgt für die schnelle Aktivierung der Kamera, zwei etwas unergonomisch angebrachte Up-/Down-Keys helfen bei der Lautstärkeregulierung während eines Telefonats oder der Medienwiedergabe.

Die auf der Innenseite des S700i gut vor Schmutz und Staub geschützte Zifferntastatur ist dem Gerät angemessen: die Tasten sind dank des hohen Platzangebots deutlich voneinander abgesetzt und sehr gut ablesbar. Wie bei vielen i-mode-Foldern von NEC, Panasonic oder Mitsubishi wurden die Tasten etwas in das Gehäuse eingelassen und fühlen sich anfangs etwas schwammig an, dank recht deutlicher Druckpunkt-Belegung lassen sich Texte aber in allen Fällen schnell und souverän eingeben. Zwei ergänzende Tasten finden sich am unteren Rand der Tastatur: die Linke führt geradewegs ins vorkonfigurierte Internetportal, die rechte schaltet das Gerät an oder aus.

Auch Nav- und Softkeys sind ausgesprochen drucksensitiv, gut voneinander abgehoben und mit präzise arbeitenden Folienkontakten unterlegt – selten konnten wir mit einem Handy alleine aus dem Gesichtspunkt Verarbeitung so schnell und unkompliziert durch Menü und Nachrichten-Client navigieren wie mit dem S700i. Abschließend noch ein Wort zur Tastaturbeleuchtung: diese schimmert in dunklem Blau gleichmäßig durch die Bedienelemente und sorgt auch im Dunkeln für gute Ablesbarkeit – vielleicht ist sie selbst aber ein wenig zu dunkel ausgefallen.

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