Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 

Samsung SGH-Z107 / SGH-Z110

Inhaltsverzeichnis

Samsung: Line-Up

Im Rahmen einer bundesweiten Roadshow für sein breites Netz von Händlern und Vertrieblern lud Samsung Electronics vergangene Woche an verschiedenen Locations in der Bundesrepublik seine Partner zu einer Vernissage der neuesten Geräte ein. Neben vielen interessanten Gesprächen, exotischen Aperitifs und kalten Platten hatte auch unser Redaktionsteam die Möglichkeit, erste Eindrücke der kommenden Gerätegeneration zu sammeln. Die Ausstellung in Berlin teilte sich in einen Bereich für UMTS-Geräte, Standard-Consumer Products und einen Innovationsstand, an dem man die neuesten Modelle D500, E330, P730 und X460 in Augenschein nehmen konnte.

Foto: AMB | Samsung Roadshow

In einem Hands-On-Special möchten wir Ihnen unseren Eindruck von den Geräten etwas näher bringen und wer bislang mit dem Gedanken spielte, in zwei Monaten einem seiner Liebsten oder sich selbst ein neues Handy unter den Gabentisch zu legen, muss seine vielleicht bereits gefallene Entscheidung vielleicht noch einmal überdenken: Samsung dreht an der Ausstattungsschraube! top

Samsung SGH-D500

Auch wenn die Grenzen zwischen dedizierten Business-Handys mit hohen Messaging- und Flexibilitätsansprüchen, Imaging-Geräten mit immer besseren Kameras und Lifestyle-Handys mit anspruchsvollem Design bei allen Herstellern immer weiter verschwimmen: das SGH-D500 ist ein Gerät, das es schafft, fast meisterhaft alle Aspekte der unterschiedlichen Gerätegruppen ineinander zu vereinen.

Das schlanke Design des Sliderphones und die geschwungene Optik erinnern ans SGH-E800, glänzendes Schwarz und erstklassige Verarbeitung setzen einen weiteren Meilenstein in Samsungs Drang nach Perfektion im Handy-Bau. Der Slidermechanismus funktionierte selbst im Vorserienmodell haptisch so eindrucksvoll, dass ein ebenfalls in der Redaktion befindliches daneben so unpraktisch erscheint wie ein Teppichklopfer neben einem Staubsauger. Eine kleine Feder im Gehäuse sorgt dafür, dass sich das Handy mit einem leichten Handgriff fast wie von selbst öffnet, während man beim deutschen Slider-Paradigma wohldosierten Druck auf die Unterseite des Sliders ausüben muss, um ihn zu öffnen. top

Foto: AMB | Samsung SGH-D500

Die Tastatur auf Ober- und Unterseite ist ähnlich aufgebaut wie beim Slider aus Deutschland, alleine der 5-Wege-Navkey hebt das D500 bedienungstechnisch vom SL65 ab. Da das Navigationsinstrument größer ausgefallen ist als beim E800, bedienen sich die Menüs des D500 einfacher und noch präziser. Die zentrale Taste des Navkeys dient beim D500 anders als bei vielen herkömmlichen Samsung-Handys zur Bestätigung von Menüaktionen; wer sich bereits an die Arbeit mit dem linken Softkey gewöhnt hatte, kann diesen aber auch weiterhin benutzen. Die Druckpunkte der Zifferntastatur sind knackig, fest und deutlich definiert und laden zum Tippen von Kurznachrichten ein. Die Bedienbarkeit der Softkeys auf der Oberseite des Geräts ist ähnlich angenehm wie bei den Lifestyle-Vorgängern. Allerdings kann Siemens uns subjektiv in diesem Bereich sogar noch etwas mehr überzeugen: Während Samsung auf ein Nokia-ähnliches Tastaturdesign setzt, das die mittlere Spalte der Zifferntasten leicht hervorhebt, sind beim SL65 alle Tasten gleich geformt und reagieren noch etwas knackiger.

In bloßes Staunen versetzt einen das durch und durch brillante und farbenfrohe Display des Business-Sliders, das mit 262.144 Farben und 176x220 Pixeln Auflösung aufwartet. Für die Vielfalt an Applikationen, die sich mit dem Gerät eröffnen, ist ein Display dieser Klasse auch Pflicht: neben dem üblichen Fotobetrachter und einigen Spielen liefert Samsung erstmals auch ausgereifte PIM-Funktionen mit dem D500. top

Foto: AMB | D500: Megapixelkamera

Megapixel-Auflösung Kameralicht Position

Foto: AMB | D500 : Originalaufnahme

Foto: AMB | Kamera-Preview

 

Ein Videomodus war für Samsung ebenso selbstverständlich wie die Integration eines Speichermoduls von über 80MB. Der Speicher ist zwar nicht erweiterbar, aber doppelt so groß wie bei Sony Ericssons K700i, so dass etwa zwei Alben Musik im MP3-Format auf das Gerät passen. MP3-Dateien können nicht nur als Klingelton verwendet, sondern auch über den integrierten Mediaplayer wiedergegeben werden.

Dieser stellt ein dynamisches Frequenzhistogramm während der Musikwiedergabe dar, so dass ein Mangel erst beim Weiterklicken auffällt: Das D500 ist nicht multitaskingfähig und kann nur eine Aufgabe zur gleichen Zeit erledigen! Somit ist es nicht möglich, den MP3-Player im Hintergrund laufen zu lassen, während man SMS tippt oder seine Termine verwaltet – ein kleiner Wermutstropfen gegenüber Geräten mit Full-Featured Betriebssystem wie Series60 oder dem S700i. Dafür ist die Klanggewalt angesichts der geringen Größe ganz vernünftig; wer beim nächsten Kaffeekränzchen oder Skatabend für allgemeine Beschallung sorgen oder die integrierte Freisprecheinrichtung professionell nutzen will, sollte mit einem kleinen Zubehörteil namens Soundmate liebäugeln, das sich an den seitlich angebrachten USB-Slot des D500 anschließen lässt und die Dynamik des Sounds erheblich verbessert.

Foto: AMB | D500 Soundmate am USB-Port

Wer nebenher großen Wert auf abwechslungsreiche Klingeltöne legt, wird auch diesesmal nicht von Samsung enttäuscht: 64-stimmige polyphone Ringtones können über den Soundprozessor des D500 wiedergegeben werden, etwa 20 sind in der Grundausstattung beigelegt. Wer hohen Wert auf gute Sprachqualität legt, sollte auch in diesem Bereich nicht vom D500 enttäuscht werden: der Sprachprozessor filtert dank "Voice Clarity"-Algorithmus adaptiv Hintergrundgeräusche heraus und soll laut Samsung selten erreichte Qualität bieten. Beim E800, das als erstes Samsung-Handy über diese Technologie verfügte, konnten wir seinerzeit allerdings subjektiv kaum einen Unterschied feststellen. top

Foto: AMB | Kalender / Wochenansicht

Foto: AMB | Kontaktliste

Foto: AMB | Hauptmenü

Neben Multimedia-Anwendungen liegen die Stärken des D500 erstmals bei Samsung auch im Bereich Connectivity. Eine Premiere feiert der Kurzstreckenfunk Bluetooth, der erstmals in einem Handy der Koreaner verbaut wurde und neben der Kompatibilität zu gängigen drahtlosen Headset-Lösungen auch zur Übertragung und Synchronisierung von Daten mit PCs oder anderen Handys genutzt werden kann. Außerdem mit dabei: ein IrDA-Port, ein laut Samsung voll funktionaler USB-Port, über den man auch Dateien übertragen können soll und natürlich der obligatorische Samsung-Datenport, über den ebenfalls Bilder und Musikfiles via optional erhältlichem Datenkabel mit dem PC ausgetauscht werden können.

Gehobenen, wenn auch nicht den professionellsten Ansprüchen genügen die PIM-Funktionen, die Samsung seinem Allrounder mitgibt. Der Kalender versteht sich endlich auch auf Wochen- und gut präsentierter Monatsansicht und lässt sich via SyncML auch mit einem entsprechenden Server bzw. dem heimischen Outlook synchronisieren. Praktisch ist die reiterbasierte Sortierung im Organizer-Menü nach Eintragstypen wie Geburtstagen, Meetings oder privaten Treffen. Das wahrscheinlich wichtigste Feature des Kalenders ist eigentlich gar keins: die Arbeitsgeschwindigkeit schlägt manches Nokia Series60-Gerät um Längen und erlaubt angenehm zügiges und intuitives Time-Management. Die Kontaktverwaltung reicht zwar aus, um die wichtigsten Daten seiner Kontake wie einige Telefonnummern, Namen und Email-Adressen zu verwalten, doch sind nach wie vor weniger Felder verfügbar als in einem Series60-Handy. Obligatorisch ist erscheint da schon eher die Möglichkeit, einem Kontakt ein Anruferbild sowie einen individuellen Klingelton zuzuweisen.

Die Menüführung nutzt die 262.144 Farben aus und wirkt damit subjektiv ziemlich aufdringlich, orientiert sich aber schon am etwas professionelleren Design der UMTS-Oberfläche wie man sie im Z105 vorfand. Das Hauptmenü wird beim D500 erstmals im 4-Wege-Design mit ansprechenden animierten 3D-Icons präsentiert und bedient sich damit ähnlich komfortabel wie ein Menü von Nokia, Siemens oder Sony Ericsson. Alleine bei der Bedienlogik bleibt alles beim alten: In der Funbox findet man neben Spielen auch seine selbstgemachten Fotos, der Browser ist hingegen in einem eigenen Menü untergebracht. top

Fazit

Alles in allem ist das D500 vermutlich das spannendste Gerät zur Weihnachtszeit und vereint im wesentlichen die Mainstream-Funktionen, die viele Kunden suchen in einem einzigartigen Design. Samsung gelingt mit diesem Gerät die Gratwanderung von Allround-Gerät zu einem Business-meets-Lifestyle-Alleskönner, der auch im Geschäftsalltag gute Dienste leistet. Gerade für Nutzer, die unterwegs lieber mit Notebook und vollwertigem PDA arbeiten, entpuppt sich das D500 als handliches und formschönes Handy, das auch gerne die Kontakte synchronisiert, die man sonst im Handheld speichert und damit die sperrigen Mini-Computer wieder etwas entbehrlicher macht. Wurde das D410 seinerzeit noch als Business-Talent mit Lorbeeren bevorschusst und anschließend von vielen Händlern enttäuscht aus den Regalen geräumt, kann man beim D500 fast davon ausgehen, dass es eine breite Käuferschicht finden wird, da es Funktionalität und Design in einem Formfaktor vereint, wie es so bislang kaum ein anderes Gerät schafft.

top

Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte