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Inhaltsverzeichnis

Motorola E398 Testbericht

Lieferumfang & Verpackung

Das Motorola E398 verschreibt sich neben der Telefonie einem besonderem Zweck: der MP3-Wiedergabe. Bereits die Verpackung des Multimedia-Geräts weist den Nutzer darauf hin, dass er im Grunde neben einem Handy einen vollwertigen Musikplayer ersteht: neben vielen Abbildungen der Hiphop-Gruppe Black Eyed Peas ziert ein MTV-Logo den Karton und umreißt damit auch grob die Zielgruppe des Handys. Neben dem Gerät selbst findet man einen Li-Ion-Akku mit 860 mAh Kapazität, Ladegerät, eine 64MB-Speicherkarte in winziger Transflash-Bauweise sowie einen Adapter für die Nutzung des Speicherchips in einem SD-Slot. Ein USB-Datenkabel, Bedienungsanleitung bzw. Quickstart-Broschüre, ein attraktives kabelgebundenes Headset und zwei CDs mit Motorolas Datensuite Mobile Phone Tools und MP3-Software runden den Lieferumfang gelungen ab. Für die meisten Anforderungen, die der typische Kunde des E398 an das Gerät stellen wird, dürfte damit der Zubehörbedarf gedeckt sein.

Foto: AMB | E398 Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

In Zeiten, in denen jeder Hersteller versucht, möglichst viele Features in ein einziges Gerät zu integrieren, heben sich viele Handys mittlerweile nur noch im Design und in ihrer Bedienung voneinander ab. Das E398 fällt zunächst mit seiner kompakten Bauweise auf: mit 108x46x20,5mm ist es ungefähr mit der Größe eines Nokia 6230 vergleichbar, wiegt aber mit 107g satte 10g mehr als das beliebte "Volkshandy". Die gute Gewichtsverteilung über das gesamte Gerät lässt aber das vergleichsweise hohe Gewicht schnell vergessen, das E398 liegt vielmehr angenehm schwer in der Hand. Der Gehäusegrund ist kohlrabenschwarz und der verwendete Kunststoff fühlt sich an als wäre er mit einer feinen Gummischicht überzogen worden.

Foto: AMB | E398 Vierseitenansicht

 

Tastatur und Steuerelemente fertigte Motorola aus Aluminium-ähnlichen Kunststoff, was dem Gesamtbild des Handys einen ziemlich coolen metallischen Look verleiht. Die linke und rechte Seite des Geräts zieren eingravierte Schriftzüge des Herstellers, auch der Akkudeckel trägt ein großes eingelassenes Motorola-Logo. Sehr dezent wirkt dagegen das Branding des Netzbetreibers T-Mobile, der sich über den offenen Kontaktfeldern für das Ladegerät verewigt hat. Bei unserem Testgerät ließ sich der gummierte Aufkleber sogar ohne große Anstrengung einfach abstreifen.

Ein besonderer Hingucker sind die an beiden Seiten des E398 eingearbeiteten Grätings, die ein wenig an die Kühlrippen vieler Notebooks erinnern, jedoch definitiv nicht für die Wärmeleitung der Prozessorenergie verantwortlich sind, sondern ein Designelement für das Rythm Lights-Feature darstellen. Der Verschlussmechanismus des Akkudeckels ist außerordentlich sauber verarbeitet, lässt sich einfach öffnen und rastet präzise wieder ein. Gleich neben dem weniger spektakulären SIM-Halter befindet sich ein Slot für die winzigen Transflash-Speicherkarten, die das E398 lesen kann.

Foto: AMB | E398 Design

 

Während Motorola dem 2.5mm-Kopfhörerausgang an der Kopfseite des E398 noch einen Staubschutz spendierte, muss die VGA-Kamera auf diesen Luxus verzichten; dafür ist der direkt unter der Kamera angebrachte Spiegel auch groß genug, um vernünftige Selbstportraits aufnehmen zu können. Angriffsflächen für Staubablagerungen bietet das Multimediahandy lediglich im Bereich des Lautsprechers und in den seitlichen Grätings. Lanyard-Extrovertierten spendierte Motorola dem Gerät eine Öse an der Kopfseite.

Display & Tastatur

Foto: AMB | E398 Display und Tastatur

Foto: AMB | E398 Tastatur

Mit 176x220 Pixeln Displayauflösung und 65.536 Farben nutzt das E398 die gleiche Komponentensorte zur Anzeige wie z.B. sein technischer Vorgänger V80 und das aktuelle . Eine vernünftige Hintergrundbeleuchtung und ordentliche TFT-Qualität machen das Display zu einer Referenz auf dem Markt, die Farben sind leuchtstark und die Kontraste deutlich.

Gerade selbst aufgenommenen Fotos kommt die Leistung des Displays zugute, die Aufnahmen sehen am Display gestochen scharf aus und vermitteln einen sehr lebendigen Eindruck. Die Ablesbarkeit ohne Hintergrundbeleuchtung unter direkter Sonneneinstrahlung ist mangels transflektiver Technologie allerdings eher dürftig.

Als zentrales Steuerelement dient für das E398 ein silberfarbener Joystick. Er fällt er etwas klein aus, ist aber entgegen dem etwas schwammigen Joystick des V80 oder dem unpräzisen Navkey eines Nokia 6230 gut verarbeitet, auch wenn sich der Nutzer mangels exakt definierter Richtungen in seltenen Fällen im falschen Untermenü wiederfindet. Die Rufannahme- und Auflegen-Tasten fallen im Gegensatz zu allen anderen Tasten klein aus und wurden etwas tiefer ins Gehäuse versetzt; ihre Anordnung entspricht – vermutlich auf Wunsch von T-Mobile – dem mittlerweile zum Standard gewordenen Nokia-Ansatz. Direkt unter dem Display findet sich eine aus vier Tasten bestehende sogenannte Menütastenleiste, die neben den beiden obligatorischen Softkeys eine Motorola-typische Menütaste und einen von T-Mobile für das t-zones-Onlineportal vorkonfigurierten Button aufweist. Das Zifferntastenfeld wirkt sehr aufgeräumt und erinnert in seiner Bedienung entfernt an die Referenz T630 von Sony Ericsson.

Foto: AMB | E398 Tastaturbeleuchtung

Zur besseren Erfühlbarkeit sind die Tasten in horizontaler Richtung leicht gewölbt, zueinander weisen die einzelnen Tasten fast keinen Abstand auf. Die Druckpunkte aller Tasten sind sauber und gleichmäßig definiert und machen das Tippen von Text zum Vergnügen. Im Dunkeln wird das Tastenfeld völlig gleichmäßig von weißem Licht durchleuchtet, die Intensität erlaubt auch das Zurechtfinden auf der Tastatur bei vollständiger Dunkelheit.

Am linken oberen Gehäuserand findet man eine standesgemäße Tastenwippe, mit der sich z.B. direkt aus dem MP3-Player heraus die Lautstärke der Wiedergabe regeln lässt. Ein kurz darunter vorgesehener Smart-Button lässt sich vom Nutzer beliebig mit Funktionen belegen, auf der gegenüberliegenden Seite hilft ein entsprechender Softkey beim Direktstart zur Kamerafunktion des E398.

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