Die verhältnismäßig kleine Verpackung des Samsung SGH-X450 wurde in den Farben weiß und olivgrün gestaltet und zeigt auf der Oberseite das Aufklapphandy im geöffneten Zustand. Im Hintergrund wurde das Gesicht einer jungen Frau abgebildet, deren linkes Auge in allen Regenbogenfarben leuchtet. Damit versucht Samsung mit dem 65.000 Farben darstellenden Display ein bestimmtes Merkmal des X450 hervorzuheben, das man heutzutage jedoch bei nahezu jedem Mobiltelefon erwarten kann.
Im Lieferumfang inbegriffen sind das Samsung SGH-X450, ein Reiseladeadapter, ein Lithium-Ionen Polymer Akku (720 mAh) sowie eine 180 Seiten starke Bedienungsanleitung. Die Anleitung bietet dank ihrer übersichtlichen Gliederung und der stellenweise grafischen Untermalung einen guten Einblick in die Funktionen des Folderhandys. Daneben finden sich noch eine Garantie- und eine Registrierungskarte sowie eine Broschüre, die den Käufer in Samsungs Content-Portal FUNClub einlädt.
Mit seinem in Silber gefassten und größtenteils aus Metallimitat, stellenweise auf der Oberfläche auch aus echten Metall bestehenden hochwertigen Gehäuse, das allerdings schnell Kratzspuren aufweist, sowie den sanft geschwungenen Formen ist das SGH-X450 insbesondere für die modebewusste Damenwelt ein kleines Schmuckstück. Mit den Maßen 83x47x21 mm ist das X450 für ein Aufklapphandy tatsächlich außerordentlich schmal geraten und liegt zudem mit gerade einmal 79g Gewicht leicht und handlich zwischen den Fingern. Dabei dürfte die bei vielen Samsung-Geräten übliche externe Antenne den Nutzer nicht weiter stören, zumal sie sich gut in das Gesamtdesign einfügt. Wer sein Mobiltelefon gerne seinen Mitmenschen zeigen möchte, kann sich das SGH-X450 dank einer an der Oberseite befindlichen Öse um den Hals hängen.
Knarzende Geräusche können dem Handy selbst bei stärkerem Druck nicht entlockt werden. Dies ist unter anderem auch dem Umstand geschuldet, dass die Größe der Spalte zwischen den einzelnen Bauteilen ausgesprochen winzig ist, so dass schlichtweg nicht der nötige Spielraum für aneinander reibendes Material vorhanden ist. Vor eindringendem Staub muss man sich dementsprechend ebenfalls keine Sorgen machen, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Anschlüsse durch Gummistopfen, wie es bei der Ohrhörer-, der externen Antennen- und der Netzadapteranschlussbuchse der Fall ist, geschützt werden. Allerdings ist der Gummistopfen für die Netzadapteranschlussbuchse schnell abgenutzt oder geht irgendwo verloren.
Die Oberklappe des Folderhandys lässt sich durch einen komfortablen Federmechanismus problemlos öffnen und sitzt am Scharnier einwandfrei. Dennoch ist diese Stelle scheinbar besonders anfällig für Verschleißerscheinungen, denn bereits beim Testgerät konnte man dem X450 bei genauerem Hinhören einige ungewünschte knarzende Geräusche entlocken. Je nachdem ob man es unter dem Menü Töne aktiviert hat, paaren sich diese kaum hörbaren Geräusche mit einem schon eher gewünschten Sound, wenn man das Gerät öffnet bzw. schließt. Klappt man das Handy wieder zu, sorgen Gummierungen auf der Folderinneseite dafür, dass das Oberteil leicht abgefedert wird.
Mit einem einzigen Verschieben der Verriegelung lässt sich der Akku, der in Samsung-typischer Weise die Rückfront des X450 bildet, einfach entfernen und ebenso leicht wieder einsetzen.
Trotz dieses relativ simplen Mechanismus kann man das Handy unbesorgt in die Hosentasche packen, da der Verschluss ausreichend tief in das Gehäuse eingearbeitet wurde und sich somit der Akku in keinem Fall von alleine lösen kann.
Die Vorrichtung zum Einlegen der SIM-Karte macht ebenfalls einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck. Wird die Karte von oben nach unten zwischen die seitlich angebrachten Metallbügel eingeschoben, sitzt sie absolut fest und lässt sich nur durch gut dosierten Druck mit der Fingerspitze wieder aus ihrer Halterung entfernen.
Was bei nahezu allen Aufklapphandys bewährter Standard ist und sich als sinnvolles Feature erwiesen hat, fehlt beim Samsung X450 vollständig: ein Außendisplay, mit dem der Nutzer auch im zugeklappten Zustand des Handys z.B. den Empfang und die Uhrzeit ablesen kann. Offensichtlich wurde insbesondere aus Kostengründen auf ein Außendisplay vom Hersteller verzichtet und die fehlende Digitalkamera könnte ebenfalls damit zusammenhängen. Aber immerhin braucht man sich so keine Sorgen mehr über ein zerkratztes Display machen und wir können mit dem Testbericht gleich zum auf der Verpackung "vielbeschworenen" Hauptdisplay übergehen.
Tatsächlich besitzt es lediglich ein für viele moderne Handys zum allgemeinen Standard gewordenes 65.536 Farben darstellendes Display, was andererseits bei einem Einsteigerhandy ohne Digitalkamera noch nicht einmal unbedingt zwingend notwendig gewesen wäre.
Wirklich neuartig ist hingegen, dass es sich dabei um ein UFB (Ultra fine and bright) LCD Display handelt, mit dem überdurchschnittlich gute Qualitätsergebnisse erzielt werden sollen. Diese Rechnung geht auch unstreitig auf dem für heutige Verhältnisse mittelgroßen Bildschirm (28 x 35 mm bzw. 128 x 160 Pixel) auf, obgleich hinterfragt werden muss, ob es sich hierbei de facto um einen Mehrwert für seinen Besitzer handelt. Schließlich ist das Samsung SGH-X450 kein Multimedia-Handy, geschweige denn ein Camphone - allenfalls speziell für heruntergeladene Bilder eignet sich dieses Feature. Andererseits wäre es natürlich zu begrüßen, wenn sich eine solche Farbbrillianz und Leuchtkraft auch bei Prepaid- und Einsteigerhandys zum Standard entwickeln würde, unabhängig ob es sich dabei um ein Mobiltelefon mit integrierter Digitalkamera handelt.
Eine Plastikglas-Abdeckung sorgt dafür, dass das Display gegen Kratzer weitestgehend geschützt ist. Ebenso gut ist auch die allgemeine Ablesbarkeit des Hauptdisplays: die Plastikabdeckung spiegelt zwar etwas, doch selbst bei Sonneneinstrahlung verblassen die Farben kaum. Auch gegenüber Neigungen des Blickwinkels ist das Display relativ unempfindlich und gewährleistet stets eine gute Ablesbarkeit.
Ähnlich gut gefiel uns der Aufbau der Tastatur des SGH-X450, die gewisse Ähnlichkeiten zum SGH-E600 und vielen anderen Mobiltelefonen von Samsung aufweist. Die aus weitgehend abnutzungsresistentem Plastik gefertigten Zifferntasten sind schwungvoll und ausreichend groß gestaltet und weisen zueinander einen gewissen Abstand auf, der das Tippen von Textnachrichten recht komfortabel macht. Der gleichmäßige Druckpunkt und das makellose Feedback tun ihr übriges, damit das Schreiben einer Shortmessage möglichst problemlos von der Hand geht. Hilfe bei der Orientierung im Dunkeln garantiert zudem die hellblaue Beleuchtung der Ziffern, die das Tastenfeld gleichmäßig und hell erleuchtet.
Über dem Ziffernfeld ist der für die meisten Samsung-Geräte gebräuchliche rechteckige 5-Wege-Navkey angebracht. Obwohl er kaum Konturen aufweist und verhältnismäßig planar verarbeitet wurde, dürfte er für die meisten Handynutzer ausreichend groß ausgefallen und gewährleistet damit einen guten Bedienkomfort. Aus der Startseite kann man dank der Standardbelegung des Navkeys direkt in die Unterpunkte Textmitteilungen, Klingeltöne, Kalender oder Aufgabenliste wechseln.
Der in der Mitte der Navigationstaste angebrachte Button fungiert wie bei allen herkömmlichen Geräten von Samsung nicht als Hotkey bzw. Bestätigungstaste, sondern führt direkt ins vordefinierte WAP-Portal. Daher müssen die meisten Menü-Aktionen mit dem linken Softkey bestätigt werden, was den Daumen unnötig oft zwischen Navkey und Softkey hin- und herwandern lässt. Einige Spiele, die auf dem X450 installiert waren, machen allerdings von der zentralen Taste als Feuerknopf Gebrauch, so dass sie zumindest den mobilen Gaming-Spaß nicht behindert. Mittlerweile hat Samsung z.B. bei den Modellen SGH-P730 und SGH-E300 allerdings bewiesen, dass es auch anders hätte gehen können: hier kann der Button schon bei der Menüführung als Hotkey genutzt werden.
Links und rechts neben dem Navkey liegen die beiden Softkeys, mit denen man zum Menü bzw. zum Telefonbuch gelangt. Darunter befinden sich die Anrufannahme- bzw. Auflegentasten und dazwischen hat die Korrekturtaste (C) Platz gefunden. Mit dieser Taste können bei Samsung nicht nur einzelne Zeichen einer SMS gelöscht werden, sondern man gelangt mit ihr auch wieder zurück in die übergeordnete Menüebene.
Am oberen Ende der linken Seite des SGH-X450 wurde eine kleine Tastenwippe eingearbeitet, mit der zum einen die Tasten- oder Gesprächslautstärke regulieren kann und zum anderem im Menü auf- und abgescrollt werden kann.
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