Der Kunde bekommt den T-Mobile MDA III in einem dem Lieferumfang entsprechenden großen Pappkarton verpackt. Die Aufmachung des Kartons entspricht dabei dem typischen Stil von T-Mobile, was sich insbesondere an der Farbwahl Weiß und dem typischen Magenta des ehemaligen Telekommunikations-Monopolisten bemerkbar macht. Auf der Oberseite wurde im Vordergrund der MDA III abgebildet und im Hintergrund sieht man einen jungen Mann, der dem Käufer smart ins Gesicht lächelt.
Innerhalb der Verpackung findet der Käufer alles, was er an Lieferumfang bei einem Smartphone, das schon eher als PDA durchgeht, mindestens erwarten kann. Neben dem Gerät selbst erhält man eine Dockingstation mit USB-Anschlußkabel, ein Netzteil mit Steckeradapter, zwei Stylus zur Bedienung, einen Kopfhörer mit Anrufannahme- bzw. Anrufbeendungsknopf und Lautstärkeregler, eine Kunstledertasche sowie zwei CDs mit der obligatorischen Software (u.a. Outlook 2002 und ActiveSync zur Synchronisation der Informationen zwischen dem Pocket PC und dem Computer). Das Ladekabel erfüllt seine Funktion dabei sowohl an der Docking-Station und zusammen mit dem Steckeradapter auch direkt am Gerät. Natürlich darf auch die Bedienungsanleitung nicht fehlen, von der sowohl ein 180-Seiten starkes, inhaltlich stellenweise aber eher etwas schwaches Handbuch, als auch eine Kurzanleitung dem Lieferumfang beigelegt wurden.
Allerdings hätte T-Mobile dem Kunden noch etwas mehr bieten können, wie z.B. einen zweiten Akku oder eine SD-Speicherkarte. Dennoch kann der Lieferumfang durchaus zufrieden stellen und ermöglicht das reibungslose Arbeiten mit dem MDA III.
Bei einem Smartphone von diesem Format von Design zu sprechen, fällt etwas schwer. Statt auf reine Ästhetik legen Businessgeräte der Premium-Klasse schließlich mehr Wert auf Praktikabilität als auf Äußerlichkeiten. Dennoch hinterließ der MDA III in unserer Redaktion einen überaus positiven optischen Gesamteindruck und erreichte dies dank hochwertiger Materialien, völlig beanstandungsloser Verarbeitung, geschwungenen Formen und der schwarz-silbernen Farbwahl, die klassische Eleganz und makellose Seriösität ausstrahlt.
Diese Art von Qualitätseigenschaften möchte vermutlich auch jeder Manager verkörpern, weshalb er mit einem MDA III zumindest schon einmal in dieser Hinsicht gut beraten ist. Da das T-Mobile-Branding sich dezent in der oberen rechten Ecke versteckt, stört es den optischen Eindruck in keinster Weise. Die Linienführung wurde gegenüber dem Vorgänger etwas deutlicher hervorgehoben, glänzende und matte Elemente heben sich voneinander ab und das Gerät ähnelt farblich eher dem Vorgänger-Konkurrenzmodell XDA II als dem Gerät aus dem Hause T-Mobile. Die Rückseite wurde in schlichtem Schwarz gehalten und weist mit einem gravierten Windows-Mobile-Logo auf die Herkunft des Betriebssystems hin.
Mit 125x72x19mm ist das Hybridgerät naturgemäß um einiges größer als ein gängiges Smartphone, passt aber dennoch halbwegs bequem in tiefe Hosen- oder Anzugtaschen. Obwohl sich in dem Gehäuse des MDA III eine herausziehbare QWERTZ-Tastatur verbirgt, konnte Hersteller Qtek die Tiefe des Geräts gegenüber seinem Vorgänger sogar noch etwas verringern. Das Gerät liegt mit dieser Größe perfekt in der Hand, wiegt aber subjektiv deutlich mehr als beispielsweise ein iPAQ-PDA - das Gesamtgewicht von 210 Gramm ist angesichts der Funktionsvielfalt durchaus vertretbar und Nokias direkter Konkurrent 9500 bringt sogar noch 10g mehr auf die Waage.
Der schmale, dafür umso ausdauernder proportionierte Akku sitzt fest in seiner Halterung und wird mit einem kleinen Schieber am Gehäuse arretiert und lässt sich auch bei Bedarf einfach entnehmen. Die SIM-Card findet ihren im oberen Teil des Zentrums der Innenseite und lässt sich leicht in ihre Halterung einführen - anschließend sitzt sie bombenfest.
Das große Display des MDA III entspricht mit 65.536 Farben dem allgemeinen Standard bei PDAs oder anderen hochauflösenden Smartphone-Displays. Bei der Windows-Mobile typischen Auflösung von 240 x 320 Pixeln (QVGA) macht das Arbeiten mit PIM-Daten und EMails deutlich mehr Spaß als auf den räumlich stärker beschränkten Displays von Series60-Smartphones - ob die Arbeit mit dem PDA-Phone dadurch wirklich wesentlich effizienter verläuft, muss man als Nutzer selbst entscheiden. Natürlich ist der Stromverbrauch für das knapp 39 cm² Display entsprechend hoch, mit Hilfe der Systemsteuerung lässt sich aber die Hintergrundbeleuchtung für die Bedienprofile "netzgebunden" oder "mobil" getrennt einstellen, so dass gegebenenfalls Strom gespart werden kann. Das Display zeigte bei unserem Testmodell bei niedrigen Beleuchtungseinstellungen einen leichten Gelbstich und die beigelegte Schutzfolie erzeugte unter vielen Blickwinkeln leichte Moire-Muster.
Die im Slider-Phone Stil ausziehbare Tastatur stellt eine absolute Neuerung auf dem Gebiet der Smartphones dar und vergrößert die Länge des MDA III noch einmal um etwa 30 Prozent. Auf dem Slider findet man eine vollständige QWERTZ-Tastatur, deren Tasten angesichts des zur Verfügung stehenden Platzangebots leider unnötig klein ausgefallen sind. Alle Tasten sind mit einer druckempfindlichen leicht gewölbten Folie überspannt, die das Zurechtfinden auf der Tastatur erleichtern soll, haptisch waren wir von "echten" Tasten wie bei Sony Ericssons P910i oder bei RIMs Blackberry-Geräten ehrlich gesagt eher überzeugt. Dennoch hilft die Tastatur nach etwas Gewöhnung deutlich bei der Eingabe von längeren Texten und dürfte für allem für Nutzer eine Erleichterung darstellen, die mit der handschriftlichen Eingabe via Schriftzugerkennung oder Transcriber bislang ihre liebe Not hatten.
Ziemlich unverschämt platziert hat sich T-Mobile auf der Tastatur: die t-zones-Taste befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Tab- und Symboltaste, so dass man während der Texteingabe häufiger versehentlich ins Online-Menü wechselt. Glücklicherweise lässt sich dieser Umstand mit einem Gang ins Einstellungen-Menü beheben, hier kann jeden Softkey mit individuellen Funktionen belegen bzw. ganz abschalten. Mit Hilfe der Fn-Taste wechselt man zu der Zweitbelegung der Tastatur, so dass sich auch Sonderzeichen und Ziffern relativ einfach eingeben lassen. Wer längere Zahlen, beispielsweise Telefonnummern eingeben möchte, kann den Fn-Modus mit einem vorherigen Druck auf die Hochstelltaste locken.
Nicht nur dank der QWERTZ-Tastatur hat der MDA III an Tasten hinzugewonnen, auch sonst bietet er einige neue "physische" Shortcuts zu bestimmten Funktionen. Der 5-Wege-Navkey wirkt etwas wackelig und gibt in seltenen Fällen ein leises Knarzen von sich, das Vorgängermodell musste noch auf eine Bestätigunstaste verzichten. Die beiden Tasten am Kopfende des Gehäuses sind konfigurierbar und führen in der Standardbelegung zu Kalender oder Kontakten. Daneben gibt vier neue Kurzwahltasten, die ebenfalls frei konfigurierbar sind und standardmäßig zu EMail-Client, Internet Explorer oder Startmenü führen bzw. einen Dialog mit OK abschließen. An der linken Seite des Geräts findet man darüber hinaus einen federnd gelagerten Scrollregler, der in erster Linie für die Lautstärkeregelung verantwortlich ist sowie zwei Knöpfe, die direkt zu Diktiergerät und Kamerafunktion führen.
Die Tastaturbeleuchtung schimmert in unerwartetem Blau durch die QWERTZ-Tastatur und leuchtet alle Stellen des Displays aus, wirkt aber gelegentlich ungleichmäßig.
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