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Inhaltsverzeichnis

Samsung SGH-D500 Testbericht

Empfang & Sprachqualität

Die Antenne des D500 wurde wie bei manch anderem neuen Samsung-Handy im Gehäuse integriert, was der Empfangsleistung nicht gerade positiv zugute kommt. Gerade ältere Samsung-Modelle konnten mit ihren ausladenden Außenantennen dem „Balkenschwund“ der Empfangsanzeige viel entgegensetzen, beim D500 verzeichneten wir in den meisten Fällen gerade einmal etwa 60% der maximalen Empfangsleistung (getestet im O und T-Mobile-Netz). Normalerweise sollte das die Möglichkeiten eines Gesprächaufbaus nicht besonders stark beeinflussen, beim D500 sind uns in keinem Falle Beeinträchtigungen der Sprachqualität durch mangelhafte Netzverbindung aufgefallen – die langfristige Praxis könnte hier aber durchaus weniger erfreuliche Resultate ans Tageslicht bringen. Daher sollte man vor dem Kauf eines D500 ein ungefähres Gefühl von der Netzabdeckung an den gewöhnlichen Aufenthaltsorten haben, an denen man sich befindet. Wer sich naturgemäß in ländlichen Gebieten mit schwacher Netzversorgung aufhält, wird mit dem D500 definitiv häufiger mit schlechten Verbindungen rechnen müssen als bei einem X450 oder E300. Wer beim Netzbetreiber O Vertragskunde ist, bekommt seine Homezone in Form eines kleinen Häuschens im Statusbereich des D500 angezeigt.

Die Sprachqualität gehört hingegen ganz klar zum besten, was wir bislang hören durften: der Voice Clarity-Algorithmus zur Herausfilterung von Hintergrundgeräuschen und Rauschen verrichtet seine Arbeit im D500 mit atemberaubender Effizienz. In einem Gespräch, bei dem sich beide Sprecher auf offenem Straßenland befanden, hatten beide den Eindruck, dass der jeweils andere gerade im Büro sitzt – lediglich ein leises Hundebellen wies auf den wahren Aufenthaltsort des Gespächspartners hin. Die Klarheit hat allerdings ihren Preis: die Stimme eines Gesprächspartners klingt bei stärkerer Rauschfilterung etwas blechern und mechanisch, lässt aber in keinster Weise an Verständlichkeit vermissen.

Ebenso vorzüglich funktioniert die Freisprecheinrichtung, die ausschließlich in Verbindung mit dem mitgelieferten Soundmate-Zubehör verwendet werden kann: Sprache wird über den Stereolautsprecher klar und sehr laut ohne Übersteuerungen oder Knacksen wiedergegeben, das integrierte Mikrofon kann auch Gespräche übertragen, die aus über einem Meter Entfernung vom Gerät geführt werden.

Foto: AMB | D500 Akku

 

Standby- & Gesprächszeit

Mit 880 mAh ist der Akku des D500 bereits groß bemessen, der Hersteller gibt bis zu 6,5 Stunden Gesprächszeit und 12 Tage Standby an. In der Praxis scheinen die Betriebszeiten aber etwas geringer auszufallen: bei häufiger Nutzung von Telefonie, Kamera und MP3-Player, womöglich noch in Verbindung mit dem Soundmate, hält es das Handy nicht viel länger als 48 Stunden ohne Netzanschluss aus, daher sollte man ungenutzte Verbraucher wie Bluetooth, IrDA oder die permanente GPRS-Verbindung und den intervallgesteuerten Abruf von Emails deaktivieren.

Auch der Rauschfilter Voice Clarity lässt sich deaktivieren, was möglicherweise weitere Gesprächsminuten beschert und die Displayhelligkeit ist selbst auf geringster Kontrastsstufe noch hell genug fürs Ablesen. Bei ununterbrochener Wiedergabe von MP3-Files ist übrigens nach ca. 3 Stunden Schluss mit Akkuleistung, was gar nicht so schwer ins Gewicht fällt, da der interne Speicher genau für diesen Zeitraum Musik bereithalten kann. Ein zweiter Akku, wie man ihn bislang bei vielen anderen Samsung-Geräten fand, hätte dem D500 dennoch gut zu Gesicht gestanden.

Fazit

Das D500 als Stein der Weisen zu bezeichnen wäre vielleicht etwas anmaßend, passt aber gut ins Bild des Allround-Handys, das sich selbst als business-lastiges Lifestyle-Gerät bezeichnet. So viele gut umgesetzte Features neben so geringen und verschmerzbaren Mängeln fand man bis zuletzt nirgendwo in der Mobilfunkwelt. Im Grunde macht das D500 jedem Nutzer etwas recht und dürfte eigentlich niemanden enttäuschen. Der dynamische und der reservierte Speicherausbau reichen für alle möglichen Anwendungen wie MP3-Wiedergabe, Megapixelfotografie und das mobile Office aus, die Kamera schießt Bilder in bestechender Qualität, Klingeltöne, Sounddateien, Freisprecheinrichtung und die allgemeine Gesprächsqualität klingen dank Soundmate und Voice Clarity einmalig gut und nicht zuletzt das haptische Erlebnis macht das D500 zum besten Handy ohne tiefsinnige Smartphone-Avancen, das wir bislang in der Redaktion hatten. Wer sich mit dem Slider-Formfaktor anfreunden kann - das fällt dank der grandiosen Umsetzung im D500 außerordentlich leicht - und bereit ist, einen moderaten Preis für den letzten Newcomer des Jahres 2004 zu zahlen, wird mit Sicherheit von diesem Gerät begeistert sein.
Stefan Adolf

Mehr Bilder

Foto: AMB | D500 Größenvergleich mit Siemens SL65

 

Foto: AMB | Samsungs Evolution (X460, E300, E330, D500)

 

Foto: AMB | Zweimal Business, einmal Lifestyle (Nokia 6600, D500)

 
 
 
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Kommentare
  1. 10.02.10 06:08 Anonymous (Gast)
    007

    Ist o.k.!

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