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Motorola Razr V3 Testbericht

Empfang & Sprachqualität

Trotz der minimalistischen Bauweise muss das V3 nicht auf ansprechenden Empfang verzichten – man geht aber einige Kompromisse ein. Die GSM-Antenne versteckt sich im dickeren Fußteil des Geräts, so dass sie bei Telefonaten fast immer von den Handflächen des Nutzers bedeckt ist. Das kostet im Normalfall zwei Balken auf der Empfangsskala. Da aber der Chip des V3 zumindest im Großraum Berlin in D- und E-Netzen gemessen an der Empfangsanzeige eine sehr ordentliche Qualität an den Tag legt und auch bei weitem nicht so nervös auf Veränderungen des GSM-Signals reagiert wie manch schwedisch/japanischer Mitbewerber, möchten wir dem Razr eine durchschnittlich gute Empfangsqualität bescheinigen. Wie allen aktuellen Motorola-Geräten fehlt auch dem V3 die Möglichkeit, eine O2-typische Homezone im Display darzustellen. Besonders für Weltenbummler, die vermutlich schon aufgrund des edlen Designs bevorzugte Kunden des Razr werden dürften, dürfte der Quadband-GSM-Chip interessant sein, mit dem das V3 weltweit – dank GSM850 auch in Südamerika – einsatzbereit ist.

Die Sprachqualität des Razr V3 unterscheidet sich deutlich von vielen anderen Geräten, die wir in letzter Zeit einem Praxistest unterzogen haben: der Rauschfilter arbeitet im V3 außerordentlich stark, so dass Umgebungsgeräusche fast vollständig gefiltert werden. Gespräche klingen etwas metallisch und durch die starke Filterung kommt es häufiger zu leichten Schwankungen in der Lautstärke. Motorola lässt seine Zielvorgaben zur digitalen Aufbesserung des Klangbildes deutlich werden, Konkurrent Samsung erzielt mit seiner Voice-Clarity Technologie im E800, P730 oder D500 aber aus unserer Sicht beeindruckendere Ergebnisse. Dafür sticht ein Feature am V3 deutlich positiv heraus: die Freisprechfunktion liefert gerade dank der starken Rauschfilterung eine sehr saubere und laute Akustik, dank eines offenbar sehr empfindlichen Mikrofons lässt es sich mit dem Handy auch dann bequem telefonieren, wenn es im Büro zusammengeklappt neben dem Notebook liegt.

Foto: AMB | Razr V3 Akku

 

Standby- & Gesprächszeit

Auch in diesem Bereich leistet das V3 angesichts seines Formfaktors Beachtliches: nutzt man es nur für sporadische Gespräche während der Kaffeepausen, hält das Handy mit seinem Li-Ionen Akku fast ein Woche durch. Gerade bei häufiger Nutzung und eingeschalteter Bluetooth-Connectivity geht der Akku schneller in die Knie, typischerweise sollte man bei reger Nutzung von Telefonie- und/oder PIM-Funktionen, die üblicherweise die ständige Hintergrundbeleuchtung des Displays implizieren, damit rechnen, das Razr V3 alle 2-3 Tage aufladen zu müssen. Gerade bei der Verwendung der Bluetooth-Schnittstelle entlädt sich der Akku überproportional schnell, so dass man mit drei Balken Ladestand am Abend das Handy unter Umständen bereits am folgenden Morgen an die Steckdose hängen muss.

Fazit

Das Razr V3 ist kein Handy für Jedermann. Die gesamte Community war begeistert, als Motorola im Winter 2004 seinen moralischen Nachfolger des legendären Startac-Folders vorstellte, das nicht nur nicht in die gängige Designvorstellung eines Mobiltelefons passte, sondern diese Vorstellung geradezu revolutionierte. Und das V3 hält zumindest in Teilen das, was Werbung und Produktplatzierung versprechen: es ist extrovertiert gestaltet, bis auf kleinere Unzulänglichkeiten hervorragend verarbeitet und trotz seiner Außergewöhnlichkeit mit allen Features bestückt, die man als Mobiltelefonierer von einem Handy heute erwarten kann.

Zu den technischen Highlights des Geräts gehört zweifellos die gelungene Connectivity via USB-Port und Bluetooth, die wahren Stärken spielt das Telefon bei seinen Telefoniefunktionen aus: Freisprechfunktion, Sprachwahlfunktionen, Sprachqualität und Quadband-GSM gepaart mit ordentlicher Akkuausdauer machen das Razr zur ersten Wahl für designorientierte Kunden, die sich in das Äußere des Fashion-Phones verliebt haben und von einem Telefon nicht mehr erwarten, als mit ihm ordentlich telefonieren zu können. Und da das Telefon so wunderbar schmal ausfällt, passt es ausgezeichnet neben einem kleinen Windows-PDA in die Jackettasche, so dass der an zwei Geräte gewohnte Business-User zumindest von der Last eines dicken Smartphones befreit wird, von dem er sich im Ernstfall vielleicht enttäuscht fühlte. Motorola hat bereits weitere Geräte mit anderen Formfaktoren angekündigt, die das Razr 2005 in den Regalen der Händler beerben werden, den Stereotyp eines exklusiven Highend-Phones zu einem einigermaßen erschwinglichen Preis mit ausgeprägten Komfortfunktionen verkörpert das Motorola Razr V3 aber derzeit wie kein anderes Telefon auf dem Markt.
Stefan Adolf

Mehr Bilder

Foto: AMB | Vergleich: Razr V3 und Nokia 6170

 

Foto: AMB | Vergleich: Razr V3 und Sony Ericsson P910

 
 
 
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Kommentare
  1. 12.07.10 22:48 Anonymous (Gast)

    Hallo, hab jetzt seit gut 2 Wochen ein RAZR V3i. Soweit bin ich ganz zufrieden bisher. Allerdings komm ich mit einem Problem nicht klar. Weder bei einem ankommenden Anruf noch einer SMS zeigt mir das Handy den Namen an, obwohl dieser im Telefonbuch bzw. auf der SIM Karte gespeichert ist. Es erscheint nur die Rufnummer. Das ist natürlich Quatsch. Ich hab schon alles ausprobiert, ohne Erfolg. Kann mir da jemand helfen.

  2. 18.06.10 18:40 Anonymous (Gast)

    Ich habe das V3 seit Anbeginn und sehe nach wie vor keinen Grund es gegen ein anderes zu tauschen. Vielmehr habe ich mir noch zwei weitere ins Regal gelegt, für alle Fälle.
    Einziger Kritikpunkt ist die Tatsache, dass die Displays nicht entspiegelt sind. Da ich es zum telefonieren und gelegentlichen SMS Versand verwende kann, zumindest aus meiner Sicht, von technischer Schwäche nicht die Rede sein.

  3. 18.05.10 18:49 Anonymous (Gast)

    Ich persönlich hatte es vor jahren,auch das v3 i und wir verdelten viele dieser Modelle mit Swarovski.Technisch ist es vielleicht schwach aber vom Design und der Verarbeitung her war es einigen voraus.Ich finde es optisch und von der verarbeitung her Top....ausser eben wie oben erwähnt die seitentasten.hab mir vorhin auch mal wieder eins geholt.
    Mfg

  4. 05.05.10 17:44 Anonymous (Gast)

    habe viele jahre dieses handy und bin sehr zufrieden wenn ich bilder machen möchte mit hoher qualität sollten spötter mehr geld ausgeben und an spiegelrelexkam. denken und musik kommt über hifi allemal besser. es ist was es sein soll ein handy und wie jedes andere auch keine eierlegende wollmilchsau.

  5. 22.04.10 13:32 DerBär (Gast)
    Ich finde es nach wie vor klasse!

    Ich kann den Kommentar meines "Vorschreibers" ganz und gar nicht nachvollziehen. Ich hatte bereits vor Jahren ein RAZ V3i, habe es dann meinem Sohn geschenkt. Nach kurzer Zeit habe ich meine Schenkung bereits bereut da das Handy welches ich mir dann gekauft hatte um Klassen schlechter war. Auf jeden Fall habe ich mir jetzt wieder für ein paar Euro ein neues RAZR V3 gekauft. Ich bin mit dem Handy sehr zufrieden. Ehrlich gesagt hatte ich über die Jahre Geräte mit denen konnte man Fotografieren und Musik hören aber muss man das mit einem Handy?? Mir ist es wichtig, dass es möglichst klein und leicht ist und dass ganz klar der Akku einige Zeit hält. Mit Originalakku ist das zugegeben beim RAZR V3 nicht der Fall aber bereits für 10 Euro bekommt man bei Mediamarkt einen HAMA Akku und der hält super! Design besticht auch in Konkurenz mit aktuellen Handys und was die Technik fürs Telefonieren angeht, ist es absolut in Ordnung. Alles in allem ein selbst nach Jahren tolles Handy. Kann ich nur empfehlen...

  6. 06.04.10 15:43 Anonymous (Gast)
    RAZR V3 Motorola

    Hier kann man sie lesen, die knallharte Wahrheit o. b. Handy betreffend.

    Der Wurf in die Mülltonne ist überflüssig.

    Ein Scheißhandy wie es kein zweites gibt !!!

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