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Wie die meisten Geräte, die auf SymbianOS unter einer Series60 Plattform laufen, benötigt auch das Nokia 6680 30 Sekunden zum booten – auch wenn beim 6680 ein schnellerer Prozessor seinen Dienst verrichtet als noch beim 6630. Von diesem profitiert in erster Linie die Menüführung, die sich nochmals deutlich flüssiger darstellt als noch beim Vorgänger.
Nach dem Booten offenbart sich eine grundlegend überarbeitete Startseite namens „Active Standby“ , die wie auf PocketPCs bzw. Windows-Smartphones oder dem Series60-Handy Sendo X eine Ansicht von aktuellen Terminen, Mitteilungen und Aufgaben zeigt. Mit Hilfe eines festen Reitersystems kann man auf die einzelnen PIM-Applikationen zugreifen. Die Menüführung ist schnell und intuitv handhabbar und hat sich im wesentlichen nicht verändert. Das Icon-Set wurde vom 6630 adaptiert und die Hintergrundbilder auf die erweiterte Farbtiefe angepasst, sodass das System in seiner Grundeinstellung weitaus farbenfroher und freundlicher wirkt als bei den Urversionen, die beispielsweise in 6600 oder 7650 Verwendung fanden. Das Aussehen von Icons und Oberflächenelementen lässt sich mit Hilfe von Themes anpassen und die Reihenfolge von Icons im Menü beliebig umstellen. top
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: während Nokia sich derzeit darum bemüht, das mit dem 7610 begründete, vom 6670 kopierte und vom 6630 umgestaltete Series60-Handy-Design mit dem 6680 zur Perfektion zu bringen, basteln andere Hersteller bereits an einer Handygeneration, die Nokias Mühen längst zunichte machen können. Verarbeitung und Design sind robust und schlicht, die "Aufpolierung" mit chromfarbener Plastikbeschichtung ist aber längst nicht mehr State-of-the-Art. Selbst ein mittlerweile mehrere Monate altes Motorola E1000 weiß mit gelungenem Design und kompromissloser Verarbeitung besser zu überzeugen.
Lichtblicke stecken aber Ausstattung, denn
hier machen nur wenige dem Marktführer
etwas vor: die 2-Megapixel-Landschaft wird
erst im Sommer blühen und die Megapixel-Cam
des 6680 liefert bestechende Qualität.
PIM-Funktionen bietet das System von Haus
aus en masse und lässt sich darüber hinaus
so umfangreich erweitern und anpassen wie
kaum ein zweites. Push-To-Talk und
EDGE-Connectivity machen das 6680 trotz
lahmem Anlauf immerhin zu einem gelungenen
Nachfolger des 6630, mit dem sich viele
Nutzer besser identifizieren können als mit
manchem koreanischen oder amerikanischen
Multimedia-Gerät.
/ Stefan
Adolf
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