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Nokia 6230i Testbericht

Ausstattung

Der Vorgänger war zu seinem Erscheinungstermin vollständiger ausgestattet als jedes andere Handy dieses Anspruchs. Während die Konkurrenz den kurzen Vorsprung in der Zwischenzeit längst aufgeholt hat, begibt sich das 6230i zumindest nach der Lektüre des Datenblatts ins gediegene Mittelfeld – erst in der Praxis weiß das Handy zu begeistern. Dass es sich bei der Foto-Komponente des 6230i um ein Megapixel-Modell handelt, fällt sowohl bei geschlossenem wie offenen Akkudeckel nur dank der Schriftzüge auf.

Doch schon nach den ersten paar Schnappschüssen weiß man, dass Nokia am Gerät mehr getan hat als dem Namen ein i anzuhängen: auf dem Handydisplay wirken die Fotos brillant und gestochen scharf, auf dem PC-Display erwartet einen eine noch größere Überraschung: statt einfach die mittlerweile aus der Massenproduktion stammende Komponente eines 7610 oder 6670 zu verwenden, verbaut Nokia eine Kamera seiner neuesten Generation, die deutlich mehr Details erkennen lässt als viele Mitstreiter.

Das lässt zunächst gerne vergessen, dass die Kontraste etwas schwächer ausfallen und der automatische Weißlichtabgleich in einigen Fällen einen leichten Farbschleier übers Bild legt (dieser lässt sich mit der Autokorrektur-Funktion vieler Bildverarbeitungsprogramme leicht wegzaubern). Störend hingegen ist das vergleichsweise deutliche Pixelrauschen auf gleichmäßigen Farbflächen, das nicht von einer zu stark arbeitenden Kompressionsroutine stammen kann, denn die Bilder sind mit fast 500kB pro Exemplar sogar größer als beim Foto-Profi S700i. Einen Nachtmodus findet man ebenso wie in allen Vorgängermodellen, Möglichkeiten zur Bildnachbearbeitung sind im 6230i nicht vorgesehen, lediglich die Kontraste lassen sich nachträglich digital etwas aufbessern.

Foto: AMB | Kamera-Vergleich: Nokia 6230 und Nokia 6230i

 

Auch der Videomodus der Kamera hat eine Überarbeitung erfahren und erlaubt nun die Aufnahme beliebig langer Videosequenzen, leider nach wie vor nur in der 3GP-konformen Auflösung QCIF (176x144). Die Qualität von Videos lässt sich in zwei Stufen regeln, in der höheren Stufe beansprucht eine Aufnahme etwa ein Drittel mehr Speicher als in der niedrigsten.

Speicher

Schwer ins Gewicht fällt der Speicherhunger der Kamera nicht: Nokia hat deutlich am Speicherausbau geschraubt und dem Nokia 6230i stattliche 32MB internes RAM spendiert; laut internem Speichermanager stehen davon allerdings nur knapp 27MB zur freien Verfügung. Wer das Gerät primär für Multimedia-Anwendungen nutzt, wird sich davon nicht abschrecken lassen, denn das Handy lässt sich nach wie vor über MMC-Speicherkarten aufrüsten. Der Hersteller garantiert hierfür die Kompatibilität zu handelsüblichen Erweiterungskarten mit einer Maximalkapazität von 512MB. Mit Hilfe der neuesten Firmware ließ sich ein 6230 aber bereits dazu bewegen, auch Karten mit einem Gigabyte Kapazität zu akzeptieren – ob das beim "i" auch funktioniert, können wir bislang weder bestätigen noch ausschließen.

Multimedia

Foto: AMB | 6230i Speichermanager

Weiteres entscheidenes Kriterium, wegen dem sich viele Nutzer bislang für ein 6230 entschieden haben, sind die weitreichenden Multimedia-Features des Geräts. Auch hier wurden leichte Modifikationen vorgenommen, die insbesondere das Handling betreffen: der Mediaplayer verfügt nun über Wiedergabelisten und drei Software-Buttons, mit denen sich Titel weiterschalten lassen. Die Wiedergabelisten sind ein zweischneidiges Schwert: vordefiniert ist lediglich eine einzige, die alle auf Speicherkarte und Internspeicher abgelegten Titel der Reihe nach abspielt. Neue Listen lassen sich nicht direkt auf dem Handy anlegen, sondern müssen über die PC-Suite hinzugefügt werden; ohne Datenkabel oder kompatiblen Bluetooth-Dongle leider ein Ding der Unmöglichkeit. Bei unserem Versuch, eine solche Titelliste auf das 6230i zu bekommen, bissen wir allerdings ebenfalls auf Granit: weder über das hierfür bereitgestellte Tool der PC Suite noch über das Kopieren einer (laut Nokia kompatiblen) M3U-Playlist erreichten wir unser Ziel.

Foto: AMB | 6230i Galerie

Im Multitasking-Modus wird der aktuell in der Wiedergabe befindliche Titel auf dem Standby-Screen angezeigt. Neben MP3 und AAC lassen sich mit dem 6230i auch M4A-Dateien wiedergeben – als Kompressionsformat dient hierbei ebenfalls das hochgradig effiziente AAC, zusätzlich lassen sich in einem M4A-File wie bei MP3 auch Metainformationen über den Titel speichern. Die Soundqualität von Musikfiles mit einer Bitrate ab 128kBit/s (für MP3-Files) ist auch noch bei höchster Lautstärkeregulierung des Lautsprechers extrem hoch und reicht zumindest subjektiv an die der Referenzmodelle D500 und 6630 heran. Besonders beeindruckend fanden wir die Klarheit, mit der Musik wiedergegeben wird – bei erträglicher Lautstärkeeinstellung nimmt es das 6230i mit jedem Taschenradio und Musikplayer auf und der Klang wirkt noch etwas klarer als beim Vorgänger. Ein Client für Visual Radio-Dienste, die derzeit in Finnland und in Hessen getestet werden, gehört beim 6230i zur Standardausstattung und bietet eine sinnvolle Ergänzung zum beibehaltenen UKW-Radio mit Senderspeicher.

Foto: AMB | 6230i Radio

Zusätzlich zur Lautstärkeregelung lässt sich ein grafischer Equalizer hinzuschalten, der über 10 vordefinierte Tonprofile verfügt. Auch der Soundprozessor für polyphone Klingeltöne wurde nochmals überarbeitet, leistet jetzt 64 Midi-Stimmen und gibt Midi-Klingeltöne besser wieder als alle anderen gängigen Nokia-Handys, die wir derzeit in unserer Redaktion testen. Der Umfang an Klingeltönen ist ebenfalls beachtlich, erstmals wird der Ur-Nokia Tune als AAC-Datei vorinstalliert und klingt damit deutlich atmosphärischer als das monophone Original oder die polyphonen Nachfolger.

Connectivity

Foto: AMB | 6230i Connectivity

Für die Connectivity-Wertung wartet das 6230i mit vielen Möglichkeiten zur Verbindung mit der Außenwelt auf; der Infrarot-Port des 6230i versteckt sich genügsam und von außen nicht direkt ersichtlich neben dem Lautsprecherausgang. Bluetooth wurde ausgesprochen umfangreich integriert: Der FTP/OBEX-Datenaustausch (Drag'n'Drop von Fotos, Videos etc im File-Explorer eines PCs) klappte mit den aktuellen Widcomm-Treibern (1.3.2.7) und einem Acer-Stick problemlos, lediglich das Schieben von Objekten, der sog. Object Push, der sich auf vielen Dateiarten über das Kontextmenü "Senden über..." initiieren lässt, war mit einem PC nicht möglich. Wie sein Vorgänger verfügt das 6230i über ein SIM Access Profile, mit dessen Hilfe z.B. Kfz-Kits direkt auf die gespeicherten Informationen auf der SIM-Karte des Handys zugreifen können.

Professionelles Bluetooth-Networking ist mit der mitgelieferten PC Suite möglich. Sie konnektiert sich auch via WidComm-Treibern (wir testeten mit Version 1.3.2.7) nach einigem Konfigurieren und Probieren problemlos mit dem 6230i und stellt anschließend eine komfortable Oberfläche zur Verfügung, mit der sich Bilder, Videos und Musikdateien mit dem Telefon austauschen lassen; darüber hinaus lassen sich mit Hilfe der PC Suite auch Java-Applikationen auf dem Telefon installieren, ein einfaches Kopieren von Jar- oder Jad-Files auf einen beliebigen Ordner des Telefons führt hingegen nicht zum Erfolg.

Screenshot: AMB | Nokia 6230i/PC Suite Application Installer

 

Die Synchronisationsmöglichkeiten mit einem lokalen PC-Client sind relativ vielfältig, aber nur für Microsoft- und Lotus-Nutzer ernsthaft zu gebrauchen: unterstützt werden neben Outlook und Outlook Express auch Lotus Notes und Lotus Organizer in den Versionen 5.0 bzw. 6.0. Der Datenexport verläuft aus Outlook Express heraus schnell und problemlos, Namen- und Vornamen stehen in der richtigen Reihenfolge und die meisten Felder werden vom PC aufs Telefon synchronisiert. Die Übertragungsrate kann sich sehen lassen – wir erzielten bei Bild- und MP3-Übertragungen etwas über 30kBit/s. Probleme in der Praxis machte hingegen die etwas labile Verbindung zur PC Suite. Etwa alle halbe Stunde trennt sich das 6230i offenbar automatisch von der PC-Software, was bei der professionellen Arbeit etwas nervig aufstößt.

Screenshot: AMB | Nokia 6230i/PC Suite Kontakt-Synchronisation

 

Foto: AMB | 6230i Push To Talk-Session

Weiterhin ist das 6230i auch Push-To-Talk-fähig (Mehr Infos) und könnte so der Technologie möglicherweise wegen seiner anzunehmenden hohen Verbreitung zu der Beliebtheit verhelfen, die sie bereits seit langem in den Vereinigten Staaten genießt. Die Konfiguration des Features für den derzeit einzigen PTT-Anbieter T-Mobile gestaltet sich angesichts des etwas konfusen Konfigurationsmenüs von Nokia für Anfänger zwar nicht gerade einfach, nach einigem Herumprobieren erscheint dann aber ein kleines Telefon in der oberen Statusleiste des Standby-Screens. Kontakte, die eine Push-To-Talk-Kennung zugewiesen bekommen haben, werden vom PTT-Menü automatisch erkannt, darüber hinaus können Gruppen ausschließlich mitgehört oder deaktiviert und Einzelgespräche abgeschaltet werden. Aktiviert wird Push-To-Talk mit einem längeren Druck auf den oberen Teil der Tastenwippe, ist man in einer Standardgruppe aktiv, wird der Gruppenname unter dem Betreiberlogo auf dem Standby-Screen angezeigt.

Foto: AMB | 6230i Browser / O2 Active-Portal

Für die mobile Datenübertragung kommen im 6230i alle 2G-Technologien zum Einsatz, die derzeit am Markt erhältlich sind – neben GSM und GPRS der Klasse 10 sind das EDGE (derzeit nur für Österreich und einige andere europäische Länder interessant) und HSCSD. Der vorinstallierte Browser kann sowohl WAP- als auch XHTML-Inhalte darstellen, profitiert aber nicht deutlich von der höheren Displayauflösung – man kann mit ihm notfalls speziell aufbereitete Nachrichtenseiten lesen, Auktionen verfolgen oder mit viel Geduld (die GPRS-Antwortzeiten sind alles andere als Surf-freundlich) auch die eine oder andere Reise buchen. In der Praxis stießen wir bei Seiten, die Tabellen als Designelement in XHTML nutzen, auf kleinere Darstellungsfehler: der Browser war mit der Interpretation einiger Quellen offensichtlich überfordert und zeigte die ersten Zeilen des Quellcodes im Klartext an. Die Ansicht von "echten" Webseiten nach HTML4.0 ist mit dem 6230i nicht möglich.

Messaging / PIM-Funktionen

Foto: AMB | 6230i EMail-Client

Mobiles Messaging ist mit dem 6230i relativ einfach und intuitiv. Das Telefon unterstützt neben überlangen SMS (die Anzahl der verwendeten Nachrichten sowie die Zahl der noch freien Zeichen wird in der Statusleiste angezeigt) auch den aktuellen MMS-Standard mit bis zu 300kB Datenanhang. Zwar lassen sich im Email-Client beliebige Dateitypen an eine ausgehende Mail anhängen, die Größe ist aber auch hier auf ca. 300kB beschränkt. Die Darstellung von MMS- und Email-Client haben wir bei manchem Konkurrenten schon besser gesehen, für Standardansprüche sollten die Vorschau- und Editieransichten jedoch genügen. Ziemlich nervig gestaltet sich in der Email-Praxis ein kleiner Bug, der mit der ziemlich wirren Konfigurationseinstellerei bei Nokia zu tun hat: bei der Herstellung einer Verbindung zum Abruf von Email-Nachrichten wird man jedes Mal nach der Authentifizierung für den genutzten Datenträger gefragt, obwohl man dessen Einstellungen bereits in der Grundkonfiguration vorgenommen hat. Abhilfe schafft hier die gesonderte Konfiguration des Datenträgers für Posteingangs- und Ausgangsserver mit den gleichen Daten wie in der Standard Internet-Konfiguration. Da es sich hierbei ganz eindeutig um einen Bug handelt (bei Push-To-Talk oder dem Webbrowser erscheint ein ähnliches Dialogfeld nicht), darf man davon ausgehen, dass Nokia diese Unzulänglichkeit in einer der nächsten Firmware-Versionen behebt. Auch ein SMS-Archiv kennt das 6230i, die maximale Anzahl von speicherbaren Nachrichten liegt bei 150 Stück und es lassen sich beliebig viele eigene Ordner anlegen.

Foto: AMB | 6230i EMail-Abruf

Die Kontaktverwaltung hat sich nach dem Update des Betriebssystems in ihrer Funktionalität nicht wesentlich verändert – nach wie vor werden sowohl SIM- und Telefonkontakte bei Bedarf in einer gemischten Listenansicht dargestellt, zugewiesene Anruferbilder kleben in der Listenansicht als Minibild am rechten Rand. Alternativ können auch weitere Adressbuch-Ansichten eingestellt werden, darunter eine Ansicht, die jeden Kontakt mit besonders großer Schrift darstellt oder eine seitenbasierte Ansicht, die zu jedem Kontakt seine Standardnummer zeigt.

Foto: AMB | 6230i SMS-Nachrichteneingang

Einem Kontakt aus dem Telefonspeicher können beliebig viele Nummern (aus den Kategorien Allgemein, Mobil, Privat, Arbeit, Fax), E-Mail-Adressen, Webseiten, Push-To-Talk-Adressen, Notizen oder Postadressen zugewiesen werden, letztgenannte stellt lediglich ein einziges Textfeld für Straßen- und Ortsinformationen zur Verfügung, das bei der Synchronisation nach Outlook für die dort vorhandenen PLZ- und Ortsfelder nicht berücksichtigt wird. Darüber hinaus findet sich ein Feld für die Nutzerkennung beim voreingestellten IMPS-Service, um die Erreichbarkeit eines Nutzers zu erfragen – dieses Feld lässt sich, sofern man Zugriff auf einen entsprechenden Service hat, auch anhand der übrigen Daten über eine Person automatisch ausfüllen. Eine Personalisierung einzelner Personen mit Ruftönen ist nicht vorgesehen – hierfür lassen sich aber beliebig viele Anrufergruppen definieren, denen ebenfalls ein gemeinsames Anruferbild und ein individueller Klingelton zugewiesen werden kann. Gruppen werden direkt in der Kontaktliste als eigenständige Einträge gelistet und mit einem kleinen Symbol gekennzeichnet. Für Gruppen-SMS eignet sich das allerdings nicht: sie lassen sich ausschließlich aus dem Messaging-Menü heraus versenden. Die Kapazität des Telefonbuchs ist laut Speicheranzeige offenbar nur durch den internen Speicher begrenzt, eine Auslagerung von Nachrichten oder Kontakten auf die Speicherkarte ist nicht vorgesehen (bei Series60-Geräten ist dies übrigens möglich).

Foto: AMB | 6230i Kalender, Wochenansicht

Die Organizer-Funktionen haben sich nicht bedeutend verändert, nach wie vor gibt es eine Wochen-, Monats- und Tagesansicht, Termine lassen sich nach „Besprechung“, „Anrufen“ (speichert automatisch eine Rufnummer), „Geburtstag“ (wird jährlich wiederholt und das Alter heraufgezählt), „Notiz“ (gilt ganztägig) und „Erinnerung“ kategorisieren. Über den kontextbezogenen Menüpunkt "Zur Aufgabenliste" kann man direkt vom Kalender in die Aufgabenliste wechseln – auch der Rückweg funktioniert einwandfrei: eine Aufgabe lässt sich nach dem Anlegen automatisch als Notiz in den Kalender speichern und so eine Deadline inklusive Erinnerung festlegen. Kleiner Schönheitsfehler hierbei ist, dass Notizeinträge in der Wochenansicht des Kalenders nicht dargestellt werden, sondern erst in der Tagesansicht sichtbar werden – für komplexere Projektplanungen sind die beiden Tools damit leider nicht geeignet.

Anwendungen / Java / Games

Foto: AMB | 6230i Weltzeituhr

Die Zusatzfunktionalität beschränkt sich aufs wesentliche: neben einem Timer und einer Stoppuhr findet man einen Taschenrechner auf dem Handy, die Bildschirmpräsentation aller drei Tools ist mit dem optischen Aufwand, den beispielsweise Samsung für seine Eieruhren im Handy treibt, nicht vergleichbar. Dafür sind die bekannten Tools wie Weltzeituhr, Converter II und Mini-Wörterbuch für 5 verschiedene Sprachen wieder vorinstalliert und helfen dem Reisenden zumindest rudimentär, sich von Jetlags, Yard- und Unzenmaßen und verwirrender Zeichensprache zu lösen.

Foto: AMB | JBenchmark auf 6230i

Eine MIDP2.0-kompatible Java Virtual Machine war schon beim 6230 mit an Bord und wurde beim 6230i selbstverständlich auch integiert. Mit ihr lassen sich Spiele und Applikationen auf dem Handy ausführen, die neu hinzugekommene Unterstützung der Bluetooth-Connectivity erlaubt darüber hinaus auch die Nutzung des drahtlosen Datenaustauschs für Multiplayer-Games. Dabei schlägt sich das 6230i im Jbenchmark-Test ziemlich gut: während die Pseudo-3D-Darstellung von Jbench1 bis zu 28 Frames in der Sekunde liefert, schafft es das geshadete Gittermodell einer sich drehenden Springerfigur im zweiten Teil lediglich auf 10 fps. Im Vergleich zu anderen Handys dieser Preisklasse liegt das 6230i damit im Mittelfeld.

Foto: AMB | 6230i Golf-Simulation

Die vorinstallierten Spiele können sich sehen lassen: während das vom 6230 bekannte Street Race lediglich an die neue Auflösung angepasst wurde und weder in puncto Geschwindigkeit noch Optik neue Akzente setzt, ist die mit 3D-Effekten unterlegte Golfsimulation ziemlich beeindruckend und gibt dem Spieler ein gutes Gefühl für Schlag- und Windstärke, Geländeneigung und -beschaffenheit. Auch wenn die Ingame-Grafik nur marginal Gebrauch von 3D-Effekten macht, sehen die Spielersprites, Hintergründe und Platzkarten nicht zuletzt auch wegen des leistungsfähigeren Displays extrem ansprechend aus. Auch das vorinstallierte Backgammon-Game weiß – zumindest eingefleischte Fans des Brettspiels – zu überzeugen. Zwar ist die Spielstärke und das Würfelglück des Computergegners eher begrenzt, eine automatische Abschätzung der Gewinnwahrscheinlichkeit und eine nette optische Aufmachung machen das Spiel aber zu einem kurzweiligen Pausenfüller. Backgammon bietet außerdem die Möglichkeit, via GPRS Matches gegen andere mobile Spieler zu führen.

Menüführung & Bedienung

Foto: AMB |6230i Startseite

Das 6230i ist das erste Gerät von Nokia mit Series40-Grundsystem und erhöhter Bildschirmauflösung, was deutliche Konsequenzen für die Menüführung hat. Das Hauptmenü wird standardmäßig in einer Listenansicht gezeigt, kann aber über den Kontextmenüpunkt "Optionen" auf eine Gitteransicht umgeschaltet werden. Das vorinstallierte Icon-Set wird in vielen neuen Nokia-Geräten Verwendung finden, darunter auch in den im dritten Quartal erwarteten Nseries-Geräten. Die Icons sind erstmals bei Nokia im 3D-Stil gehalten und animiert, im Vergleich zu vielen asiatischen Geräten wirken sie aber nicht ganz konsistent und unausgereift.

Foto: AMB | 6230i Hauptmenü (Gitteransicht)

Dafür sind eine ganze Reihe neue Icons hinzugekommen, die nun die listenbasierten Untermenüs schmücken – stellenweise etwas zu Lasten der Übersichtlichkeit, da in den Listenansichten des Vorgängersystems bis zu 4 Punkte gleichzeitig dargestellt werden konnten. Unter einem eigenen Menüpunkt "Ruftöne und Signale" im Einstellungsmenü können zentral Signal- und Klingeltöne festgelegt werden, dabei sind auch die Töne für den Nachrichteingang völlig frei wählbar. Auch die Auswahl von Situationsprofilen ist Nokia-typisch simpel und völlig frei einstellbar: in der Grundausstattung stehen "Allgemein", "Lautlos", "Besprechung", "Draußen" und "Pager" zur Verfügung. Alle Profile lassen sich zu einem bestimmten Zeitpunkt aktivieren.

Foto: AMB | 6230i | Schriftfarbe im Standby

Während man als Nokia-Kenner viele Funktionen an der gewohnten Stelle wiederfindet, haben sich einige Details verändert. Dazu gehört z.B. die Zusammenfassung von MMS und SMS zu einem Menüpunkt, sodass man beide Nachrichtenarten nun gemischt in einem Ordner wiederfindet. Auch die Einstellungen für GPRS-Datenträger und Verbindungen wurden nun ganzheitlich in den Menüpunkt Einstellungen verschoben, sodass man mehr oder weniger zentral die Einstellungen für alle Applikationen vornehmen kann – z.B. Push-To-Talk, Email-, Chat- und Internetclient.

Foto: AMB | 6230i Anrufnamen

Zur Personalisierung des Telefons stehen sieben vorinstallierte Themen zur Verfügung, die vornehmlich Klingeltöne, Hintergrundbilder und Bildschirmfarben beeinflussen. Weitere Komplett-Themes im .nth-Format werden erst zur Verfügung stehen, wenn Entwicklern der neue Theme-Creator für die höhere Auflösung längere Zeit zur Verfügung gestanden hat. Ein anderes neues Feature hilft bei der Personalisierung: neben einzelnen Bildern lassen sich beim 6230i auch ganze Ordner als Hintergrund definieren. Mit diesem netten Gimmick wechselt der Hintergrund bei jeder Umschaltung der Menüansicht. Und wer bei der Auswahl eines dunklen Hintergrundbildes beim 6230 dank der im Standby-Betrieb voreingestellten schwarzen Schriftfarbe sein Betreiberlogo nicht mehr lesen konnte, wird sich darüber freuen, dass man diese nun völlig frei bestimmen kann.

Foto: AMB | 6230i Textvervollständigung

Mit Hilfe von Favoriten und der freien Konfigurierbarkeit der beiden auf dem Home-Screen mit den Softkeys auswählbaren Funktionen, lässt sich das Handy dem Alltag anpassen – je nachdem, ob man häufiger Fotos schießt oder im Kalender blättert. Für den Zugriff ohne Menünavigation versteht sich das 6230i auf Sprachwahl und Sprachsteuerung für die meisten Funktionen des Geräts. Die Sprachwahlfunktion funktioniert souverän und es lassen sich auch mehreren Einträgen eines Kontakts Sprachwahl-Aktionen, sog. "Anrufernamen", hinzufügen.

Besonders hervorzuheben ist eine neu hinzugekommene Möglichkeit der Texteingabe. Neben der bewährten T9-Funktionalität ist der Texterkenner des 6230i nun auch in der Lage, auf Basis eines Wörterbuchs Vervollständigungsvorschläge zu geben. Das erinnert etwas an Windows-Smartphones, ist beim 6230i aber noch nicht lernfähig und daher in der Praxis nur bedingt effizienzsteigernd. Viel mehr Freude dürfte da Vielschreibern ein neues Feature der Nachrichtenansicht machen: hier werden neben den Telefonnummern von SMS-Sendern bzw. den Betreffzeilen von MMS auch die ersten Worte einer Nachricht dargestellt.

Die Bediengeschwindigkeit hat im Vergleich zum Vorgänger minimal abgenommen, Applikationen wie Spiele oder der Medienplayer laufen dennoch in absolut ausreichender Geschwindigkeit auf dem Handy ab. Lediglich bei der Reaktion auf Eingaben des Nutzers macht es sich bemerkbar, dass der Prozessor offensichtlich nicht durch ein neues, der hochauflösenden Menüführung angepasstes Modell ausgetauscht worden ist. Darunter leidet übrigens nicht der Multitasking-Betrieb, der es bei laufendem MP3-Player oder Radio erlaubt, das Telefon weiterhin zu verwenden.

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Kommentare
  1. 07.05.11 01:09 kalash.de (Gast)
    hmmm...

    naja, da meine n96 kaputt ist, muss ich ne weile mit der nokia rumlaufen... da kann man nicht viel kaputt mache da es nicht viel zum kaputt machen gibt... xD

    das handy ist nicht für das jahr 2011 ;)

  2. 21.06.10 17:42 Handykenner (Gast)
    Gut

    Gutes Handy, aber N95 ist besser muahahahaha

  3. 17.05.10 19:16 Anonymous (Gast)
    penis und felix

    der penis von kevein ist geil auf felix und will ab schrisen

  4. 26.02.10 21:15 HandyTester (Gast)
    Ja, ich finde dieses Handy auch super!

    Ich habe dieses Handy ebenfalls und es ist noch kein einziges mal abgestürzt etc. Dieses Handy ist echt das praktischste Handy, das es gibt!!!

    L.L.L

  5. 23.02.10 17:38 Anonymous (Gast)
    Super Handy!

    Ich besitze selber dieses Handy und es ist echt noch super!Es ist außerdem super praktisch.

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